Am Montag war ich mit Gabi in Neumarkt, um an vorletzten EU-Treffen des Paedimed Teams teilzunehmen. Im Kern haben wir den Stand des Lernportals diskutiert, dass Freddi im Detail vorgestellt hat. In der Pilotphase wird das Portal ja in den Partnerländern Deutschland, Italien und Rumänien eingesetzt und zwar in Schulen und bei SchülerInnen zwischen 14-17 Jahre. Thematisch dreht es sich um die Haut(-krankheiten) bzw. um sexuell ansteckenden Krankheiten ,also Themen, die zwar in diesem Alter wichtig sind, aber gern aus den Blick geraten – nicht alles ist da schön anzusehen. Deshalb arbeiten wir in dieser Lernumgebung mit einer Geschichte, mit vier Hauptakteure, die in Südfrankreich in einem Zeltlager so manche Abenteuer erleben und DABEI natürlich in speziellere Geschichten verwickelt werden, in denen dann die Haut eine Rolle spielt – also durch den Rücken in die Brust. Die Umgebung selber ist aus medientechnischer Sicht eher einfach gehalten, also nix mit Web 2.0. Dafür ist sehr viel Energie in Instruktionen für die Lehrer eingeflossen, die die Umgebung u.a. – also als Begleitung zur Präsenzlehre – in den Unterricht einbinden sollen. Gestern wurde mir klar, dass das Thema sehr viel mit dem Körper und dem eigenen Körperbild zu tun hat, frei nach dem Motto: My skin is my body! Vielleicht werde ich das Projekt mal bei einer der nächsten sportwissenschaftlichen Tagungen vorstellen, da ja gerade der Sportunterricht mit seinem Körperbezug Anker zur Selbstreflexion liefern kann.
Haut
Letzte Woche hat sich unsere EU Paedimed-Projektgruppe in Herrsching am Ammersee getroffen, um den Projektstand und die Fortführung zu besprechen. Meine anfängliche Skepsis gegenüber einer „interdisziplinären Zusammenarbeit“ vor einem Jahr ist einer pragmatischen Haltung gewichen. Diese kennzeichnet sich dadurch, dass man versucht, die unterschiedlichen Potentiale aus Medizin und Pädagogik so zu bündeln, dass ein Produkt entsteht, welches im Anwendungskontext einen Nutzen spendet. Genau diese Produktorientierung hatte ich - wenn ich mich recht erinnere - schon vor einem Jahr als „Weg“ beschrieben, wie Wissenschaftler mit unterschiedlichen Hintergrund fruchtbar zusammenarbeiten können, weil über das Produkt und die Anforderungen im Anwendungskontext (hier weht der Wind her) viele Grundsatzfragen im Hintergrund bleiben. Ich bin zuversichtlich: vielleicht ergibt sich mit einem Folgeantrag die Chance, noch deutlicher den sicherlich voraussetzungsreichen Kerngedanken der Salutogenese zu profilieren und durch eine technologisch-konzeptionelle Erweiterung mehr Partizipation seitens der Schüler und Gesundheitsteams zu ermöglichen.
Mein Name ist Frank Vohle (Impressum s.u.). In meinem Blog halte ich einige Gedanken fest, die sich um die Themen Didaktik, Lernen, Bildung & digitale Medien drehen. Derzeit bin ich in folgenden Organisationen aktiv: