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Like-Button: Wie Facebook die reale und virtuelle Welt zusammenbringt
Ein-Klick-Gesten sind en vogue. Ob beim Facebook Like-, beim Tweet- oder beim Flattr-Button – überall im Netz drücken User ihr Gefallen für Inhalte in Form eines Klicks aus. Ein-Klick-Gesten sind, wie Marcel Weiss es bei neunetz kürzlich beschrieb, die “kleinste Einheit online bewusst ausgeführter Tätigkeiten” und werden nicht nur bei Betreibern von Webangeboten als Erfolgsmesser immer populärer, sondern auch bei Nutzern, die sich mit möglichst wenig Aufwand für Content oder Services bedanken möchten.
Facebooks Like-Funktion ist der wahrscheinlich bekannteste Vertreter der Ein-Klick-Gesten und wurde, nachdem sie ursprünglich nur innerhalb des Social Networks zum Bewerten von Userpostings zum Einsatz kam, vor einigen Monaten auch als Feature für Betreiber externer Websites vorgestellt. Diese können damit Besuchern das “Favorisieren” von Elementen mit Hilfe ihrer Facebook-Identität ermöglichen.
Bis zu 350.000 Websites haben den Like-Button bisher integriert. Das schafft zwar eine durchaus kritisch zu bewertende Abhängigkeit von Facebook, aber diesen Preis scheinen viele zu zahlen bereit zu sein, erlaubt ihnen die Integration der Funktionalität doch, ihre Inhalte in den Newsfeeds der Facebook-Nutzer zu platzieren.
Der Ausdruck des Gefallens in Form eines Klicks auf den Like-Button ist eine nette Sache für Websites, welche die Popularität ihres Contents messen und die Viralität ihrer Inhalte erhöhen möchten. Doch der Like-Button für Websites ist nur der Anfang eines neuen, mächtigen Feedback-Kanals zwischen Konsumenten und Anbietern.
Ultimativ lässt sich damit die reale mit der virtuellen Welt verknüpfen. Wie man das anstellt, zeigt eine aktuelle Marketingkampagne von Coca-Cola. Das Blog facebookbiz berichtet über die Aktion im “Coca-Cola Village”, einer Art Vergnügungspark in Israel.
Besucher erhalten beim Betreten ein RFID-Armband, mit dem sie sich bei Facebook einloggen können. Durch einen Druck auf das Band lassen sich anschließend Attraktionen im Park favorisieren, was genau wie bei dem Betätigen des Like-Buttons auf einer Website einen Eintrag im Facebook-Newsfeed generiert. “Martin mag die Wasserrutsche im Coca-Cola Village” oder so ähnlich. 35.000 Newsfeed-Stories wurden so pro Tag veröffentlicht.
Das Coca-Cola-Projekt ist zweifellos eine extrem spannende und zukunftsweisende Art, Facebooks Ein-Klick-Geste mit physischen Ereignissen/Gegenständen zu verknüpfen. Es braucht nicht viel Kreativität, um sich auszumalen, was in diese Richtung sonst noch möglich ist – speziell auch in Kombination mit Facebooks neuem Location-Service Places.
Auf den Check-In an einem spezifischen Ort kann so zusätzliches Feedback zu den angebotenen Services/Leistungen gesammelt und für Marketing- und Marktforschungszwecke eingesetzt werden. Aus Nutzersicht hingegen wird es einfacher, den Kontakten Ereignisse aus dem Alltag zu empfehlen, die sonst ein manuelles Status-Update erfordert hätten.
Die Coca-Cola-Aktion verwirklicht gleichzeitig das, was auch oft als nächster Evolutionsschritt von Flattr gesehen wird – nämlich das “Mögen” und Belohnen von Gegenständen/Orten in der realen Welt (hier wurde dieser Gedanke bereits künstlerisch umgesetzt).
Während Facebooks Like-Button für den jeweiligen Anbieter primär als Marketing- und Feedbacktool dient, würde Flattr eine Maßnahme zur alternativen, auf freiwilligem Geben basierenden Monetarisierung von Events und Locations darstellen. Eine finale Lösung ist dann, beides zu vereinen, wenn auch idealerweise nicht unter Kontrolle von Facebook.
Es ist wahrscheinlich, dass das Coca-Cola-Beispiel Schule machen und Marketern, Händlern, Gastronomen und Veranstaltern eine völlig neue Welt an Möglichkeiten und Ideen eröffnen wird, Facebook mit der realen Welt zu verknüpfen. Man kann von Facebook halten, was man will, aber das hat einfach Charme!
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(5. Januar 2008)
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Vorankündigung | Diskussion zum Stellenwert der Lehre
Der Blogbeitrag, in dem ich unseren Artikel zur Sichtbarkeit der Lehre zur Diskussion gestellt habe, hat auch für solche gesorgt . Daher haben wir beschlossen, es an der diesjährigen Preconference zur GMW (“EduCamp meets GMW”) mit allen zu diskutieren. Hier der Ausschreibungstext:
Infolge eines Blogbeitrags über die Sichtbarkeit von Lehre am Beispiel Lehrpreise hat sich eine interessante Diskussion entfacht, welchen Stellenwert Lehre generell in der universitären Landschaft innehat. Hängengeblieben sind wir bei der Analogie des Liebhabermarkts, wonach Lehre etwas für wenige interessierte Anbieter (engagierte Lehrende) und ebenso wenige interessierte Nachfrager (engagierte Studierende, andere Wissenschaftler) sein könnte. Gute Lehre wäre demnach ein universitäres Gut, das von Wenigen für Wenige produziert und konsumiert wird, von dem der Rest der Universität aber nichts hören will (bestenfalls in alltagsfernen Leitbildern oder Festreden). Wenn die Analogie des Liebhabermarktes greifen könnte/würde, dann wäre ein Großteil der Bemühungen der Hochschuldidaktik obsolet; mehr noch, man müsste geradezu ein Umdenken in der wissenschaftlichen Sozialisation einfordern, sodass der Stellenwert von Lehre frühzeitig auch beim sog. Nachwuchs erhöht wird.
Wir vertreten folgende, noch zu vertiefende Thesen:
- Der Stellenwert, den man Lehre zuschreibt, ist in hohem Maße abhängig von der Sozialisation durch die Fachwissenschaft und wissenschaftliche Mentoren.
- Die Sichtbarkeit von Lehre allein führt nicht dazu, dass man dieser im Verlauf der wissenschaftlichen Karriere mehr Bedeutung einräumt.
- Lehre ist (und bleibt?) etwas für „Liebhaber“.
Wir fragen uns daher:
- Was sind Möglichkeiten, um den Stellenwert von Lehre zu erhöhen?
- Inwieweit kann die Sichtbarkeit von Lehre dazu beitragen, um Dozierende zu guter Lehre zu bewegen?
- Was taugt die Analogie von Lehre als „Liebhabermarkt“?
Wir drei wollen das Thema auf jeden Fall im Rahmen der Pre-Conference der GMW’10 vertiefen und freuen uns über jeden, der gemeinsam mit uns denkt (vielleicht ist ja auch ein Bildungs-/Kulturökonom unter Euch?).
Viele Grüße,
Mandy, Frank und Sandra
Wir würden uns sehr freuen, wenn der ein oder andere unserer Leser dies mit uns am Montag, den 13. September in Zürich im Rahmen der Preconference der GMW diskutieren möchte – je kontroverser, desto besser .
Daten: Preconference zur GMW, 13. September 2010, ab 10 Uhr, Universität Zürich, KOL-G201 (Aula)
Publikation: Kontinuierliche Qualitätsentwicklung eines Methodenkurses
Seit kurzem ist nun einer der beiden Buchbeitrag erschienen, die ich schon in meinem Ausblick auf 2010 (hier) erwähnt hatte Gestern hatte ich bereits eine LLM-News dazu verfasst (hier), es handelt sich um einen Bericht von Gabi, Silvia und mir über die mehrphasige Qualitätsentwicklung des (VHB-)Kurses zur „Einführung in die Qualitative Sozialforschung“. Ich hatte über dieses Projekt schon mehrfach in meinem Blog berichtet, zuletzt im Zusammenhang mit dem Berliner Methodentreffen 2010 (hier und hier). Das Buch selbst ist im Oldenbourg-Verlag erschienen (hier):
Reinmann, G., Florian, A. & Sippel, S. (2010). Kontinuierliche Qualitätsentwicklung eines Methodenkurses. Von der Präsenz zur E-Lehre. In H. Mayer & W. Kriz (Hrsg.), Evaluation von eLernprozessen: Theorie und Praxis (S. 171-182). München: Oldenbourg
Wenn ich mir überlege, wie lange ich in diesem Projekt bzw. wie intensiv ich mich mit diesem Seminar beschäftigt habe, sind insgesamt zwei Publikationen dazu gar nicht so viel (hier die andere dazu). Aber anscheinend ist das wohl nicht so mein Ding, aus einem Projekt oder einem Thema viele Publikationen „rauszuholen“, z. B. hätte ich aus meiner Dissertation sicherlich einige Artikel zur Lehrerfortbildung machen können, da ich wirklich sehr viel Bücher gelesen und in einer (seit 2008 frei zugänglich gemachten) Literaturdatenbank erfasst hatte – inzwischen bin ich in diesem Thema aber schon nicht mehr so drin wie noch vor zwei Jahren, weshalb ich es auch nicht mehr geschafft hatte, zu meinem Vortrag bei der DGfE-Herbstkonferenz 2009 noch einen Buchbeitrag zu verfassen (wobei mir da auch der Wechsel nach München etwas dazwischen kam).
Nachtrag: Ein Grund, weshalb ich wenig Zeit für Publikationen hatte, war sicherlich auch meine starke Belastung in Augsburg mit 15 Stunden Lehrverpflichtung, Admin-Tätigkeiten und Studienberatung (siehe z. B. im Rückblick 2009).
Rasende Zeit
Körpergröße und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sind ein besonders anschaulicher Spiegel für das unerbittliche Fortschreiten von Zeit: Was ist ein bloßes Datum (obschon es einem dasselbe sagt) gegen das Wachstum von 49 cm auf 186 cm in 17 Jahren? Geburstage laden dazu ein, sich dieses Phänomens besonders bewusst zu werden – und bei uns ist das immer mitten in der Sommerpause der Fall, wenn mein Sohn Geburstag hat. Während man als Mutter oder Vater erst Jahre in gebückter Haltung verbringt, um den lieben Kleinen nah zu sein, dreht sich der Spieß so schnell, dass man das Gefühl hat, irgendwas verpasst zu haben. Bald ist mein Sohn im selben Alter wie die Studierenden, mit denen ich fast täglich zu tun habe … schon ein sonderbares Gefühl. Es wird Zeit, dass ich die Blog-Pause beende und mich inhalltichen Dingen zuwende … auch wenn genau das die rasende Zeit wohl kaum aufhalten wird.
Samstag App Fieber: askalo, SprecherSprecher, Fidor
Dieses Mal: askalo – eine lokale Frage&Antwort-Community; SprecherSprecher – für sein Projekt den geeignetsten Sprecher finden; und Fidor Bank Twitter – via Twitter Geld senden oder empfangen.
askalo ist eine ortsbezogene Frage&Antwort-Community, die Elemente von Lifestreaming und Game Mechanics integriert. Der Name steht für ‘ask a local’ und deutet die Idee dahinter an: Wenn man etwas über eine Stadt wissen möchte, dann fragt man am besten einen Eingeborenen. Die Fragen und ggf. Antworten werden thematisch gruppiert (Ausgehen, Beauty & Wellness, Bildung & Betreuung, Dienstleistungen, Einkaufen, Neu in der Stadt, usw.), was askalo mittelfristig auch zu einer Knowledge-Community für die jeweiligen Orte macht. Das Design wirkt etwas altbacken, aber die Features und spielerischen Elemente sind schlüssig. Derzeit ist es in 150 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar, weltweit werden 1300 Städte erfasst.
SprecherSpecher ist eine Plattform, auf der man für sein Projekt den geeignetsten Sprecher finden kann. Im ersten Schritt sucht man dabei nach geeigneten Kanditaten im Bereich Sprecher-Suche. Dort werden alle verfügbaren Sprecher mit Sprachprobe vorgestellt, die Auswahl kann nach Geschlecht, Muttersprache, Stimmalter und Stimmfarbe gefiltert werden. Bis zu sechs Sprecher können in der Folge zu einem Casting hinzugefügt und dazu eingeladen werden (wer mehr Sprecher casten will, kann mehrere Castings veranstalten). Über einen geheimen Link können auch Kollegen oder Kunden beim Casting mithören. Auch bei der Produktion kann man via Skype, iChat oder Telefonkonferenz teilnehmen. Die Sprechergagen variieren, Faktoren sind Auswertungsgebiet, Medium, Branche und Bekanntheit des Sprechers.
Wer schon immer Twitter auch zum Versenden oder Empfangen von Geld verwenden wollte, der freut sich vielleicht über die Integration von Twitter der Fidor Bank. Fidor ist eine Bank, die Geldüberweisungen unter Freunden ermöglicht. Mit einer e-wallet kann man diesen weltweit in Echtzeit via SMS oder E-Mail Geld senden oder leihen. Nachdem man sein Twitter-Account mit der e-wallet von Fidor verknüpft und Fidor bei Twitter autorisiert hat, kann man das nun auch via Twitter tun. Sowohl der Sender als auch der Empfänger müssen dabei allerdings bei Fidor registriert sein und ihre Twitter-Accounts verifiziert haben.
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yourcent – flexibleres Micropayment; LiquidFeedback – den Piraten beim Beraten zusehen; und unref – getarnt verlinken. (14. August 2010)Samstag App Fieber: pluddel, Brixels, vielTee
pluddel – das eigene Geschenkpapier gestalten; Brixels – Bilder in ein Mosaik aus Legosteinen verwanden; und vielTee – individuelle Teeboxen zusammenstellen. (7. August 2010)
SPONSOREN
Thomas Sattelberger und Prof. Peter Kruse über Enterprise 2.0
Thomas Sattelberger, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Telekom AG, und Peter Kruse, Geschäftsführer der nextpractice GmbH, haben ein längeres Gespräch zum Thema “Enterprise 2.0 meets HR” geführt. Einige Ausschnitte des Gesprächs sind hier als Appetizer zu sehen. Beide scheinen sich einig, dass da “draußen” etwas passiert, dem sich Unternehmen und Organisationen stellen müssen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist allerdings die konsequente Subjektivierung des “Netzes” (”die Netze denken anders”, “das Netz hat die Kraft …”), so dass ich mich mehrmals gefragt habe, ob es bei dieser Begegnung von “Netzen” und “Unternehmen” mich überhaupt noch braucht.
Ulrike Reinhard, SCOPE/ 09, 25. August 2010
Einsatz von Web 2.0 in der Berufs- und Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg
Eine kurze Bedarfsanalyse zum aktuellen Stand, dem Bedarf sowie Trends und Barrieren beim Einsatz von Web 2.0-Anwendungen. Grundlage sind eine Reihe von persönlichen Telefoninterviews mit 13 privaten und öffentlichen Bildungseinrichtungen sowie ein vertiefender Workshop. Das Ergebnis: Der Nutzen von Web 2.0 in der Weiterbildung ist den Befragten bewusst, doch ihr Einsatz scheitert oft an institutionellen und kulturellen Barrieren. Dass es sich dabei wirklich um einen grundlegenden Wandel handelt, zeigt der folgende Punkt sehr schön:
“Kein praktikables Abrechnungssystem für Trainer: Bisher gibt es nur ein Abrechnungssystem für Präsenzlehrgänge. Eine Lösung für die Vergütung des Zusatzaufwands, darunter die Unterstützung der Lernenden in der Vor- und Nachbereitungsphase der Kurse, wurde bisher noch nicht gefunden.”
MFG Baden-Württemberg mbH/ Innovationsagentur des Landes für IT und Medien, 23. August 2010 (pdf)
Mein Name ist Frank Vohle (Impressum s.u.). In meinem Blog halte ich einige Gedanken fest, die sich um die Themen Didaktik, Lernen, Bildung & digitale Medien drehen. Derzeit bin ich in folgenden Organisationen aktiv: