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Aktualisiert: vor 1 Woche 5 Tage

Sehenswert: The Auction Site

Sa, 08/21/2010 - 08:00

Seit wenigen Tagen geistert eine äußerst amüsante Parodie zum Facebook-Film “The Social Network” durchs Netz. Die Parodie von Dr. Coolsex Comedy greift gekonnt Szenen aus dem Trailer auf – allerdings geht es dabei nicht um Facebook, sondern um eBay. Der fiktive Film heißt dementsprechend “The Auction Site”. Einfach ansehen und genießen!

Artikel zum Thema
* Sehenswert: The Social Network
* Lesestoff. Milliardär per Zufall: Die Gründung von Facebook

Kurzmitteilungen: Tupalo.com, Supreme Sale, Les Mads, Klarna

Fr, 08/20/2010 - 15:35

Aktuelle Neuigkeiten aus der Internetwelt in Kurzform.

* Noch mehr Belohnung für Einchecker: Das Wiener Gelbe-Seiten-Startup Tupalo.com (www.tupalo.com) startet die Initiative “Check-ins”. Ab sofort können Nutzer auch in lokalen Einrichtungen wie Frisörläden oder Ärzten “einchecken” und so ihr soziales Netzwerk über den eigenen Standort informieren. Tupalo.com betont die damit verbundenen Möglichkeiten für lokale Unternehmen: “Über Kundenbindungsprogramme, die z.B. ein kostenloses Mittagessen ab einer gewissen Anzahl von Check-ins offerieren, können neue Kunden gewonnen und bestehende Gäste zu mehrmaligen Besuchen animiert werden”, sagt Geschäftsführer Clemens Beer.

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* Sie haben eine tolle neue Geschäftsidee? Und jetzt fehlen nur noch ein guter Businessplan, eine Anmeldung beim Gewerbeamt und andere Formulare zur Überwindung bürokratischer Hürden? Das kompakte Start-up-Gründerset enthält alle notwendigen Unterlagen und Vorlagen für eine erfolgreiche Gründung. Ob Businessplan, Standortanalyse, Gewerbeanmeldung oder Ratgeber – das Start-up-Gründerset ist Ihr Rundum-Sorglos-Paket auf dem Weg zur Firmengründung.
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* Aktionsplattform für Händler: Der Ebay-Produktpräsentierer Supreme NewMedia (www.supreme-newmedia.com) erweitert sein Portfolio um Supreme Sale (www.supremesale.de), den B2B-Marktplatz für Marken- und Designerware. Händler finden auf der Plattform Originalwaren mit bis zu 90 % Rabatt. “Supreme Sale schließt eine Marktlücke und begeistert sowohl Käufer als auch Verkäufer. Wir organisieren den hochqualitativen Restpostenmarkt auf einem innovativen Marktplatz und bieten neben einem exklusiven Shoppingerlebnis auch den Thrill einer Auktion”, sagt Geschäftsführer Philipp Kraft.

* Gemeinsam statt einsam: Das Modeblog Les Mads (www.lesmads.de) wird zu einem Blog-Netzwerk ausgebaut. Unter dem gemeinsamen Dach befinden sich nun auch die Burda-Blogs OKCool (www.okcool.de) und ChuhChuh (www.chuhchuh.de) sowie weitere bekannte ModebloggerInnen. “In den letzten Wochen haben wir an dem kompletten Redesign der Website gefeilt, um das neue Netzwerk viel präsenter als bisher auf der Startseite zu integrieren. Die zusätzlichen Bloggerinnen und Blogger werden inhaltlich als auch geografisch für noch mehr Vielfalt und Abwechslung sorgen, worauf ich mich unheimlich freue”, sagt Jessica Weiß, redaktionelle Leitung von Les Mads. Heiko Hebig, Head of R&D im Burda Media Innovation Lab, ergänzt: “Mit der kompletten Umstellung auf HTML5-Code wird LesMads.de auch auf mobilen Geräten wie dem iPad attraktiv dargestellt. Hierdurch erhoffen wir uns deine signifikante Steigerung der Reichweite legen den Grundstein für zukünftige Innovationen.”

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* Gewusst wie – Das 1×1 der Pressearbeit. Die Autoren und PR-Profis Leonie und Markus Walter geben in ihrem brandneuen Buch Tipps, wie man Schlagzeilen macht, Pressemitteilungen mit News-Wert schreibt, Medienrecherche betreibt, Presseverteiler aufbaut, gekonnt mit Journalisten umgeht und langfristige Beziehungen zu Medien pflegt. Businessvillage, 157 Seiten, 17,90 Euro.
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* Deutschlanderoberung: Der skandinavische Rechnungsbezahlanbieter Klarna (www.klarna.com) eröffnet in Nürnberg seinen deutschen Standort. Zum Start bietet das Unternehmen die Produkte Klarna Rechnung und Klarna Konto an. “Durch unseren neuen Standort sind wir näher am deutschen Markt und können unseren Kunden den gleichen Service bieten, der uns schon in Skandinavien zum Erfolg verholfen hat. Dank unserer jahrelangen Erfahrung sind wir fest davon überzeugt, dass Klarna auch den deutschen Interneteinkäufern einen großen Mehrwert bietet und somit seine Position als europäischer Marktführer im After Delivery Payment weiter ausbauen wird”, sagt Vertriebsleiter Barbaros Özbugutu. Beim Teilzahlungsservice Klarna Konto werden alle Einkäufe eines Kunden, auch in verschiedenen Shops, am Monatsende in einer Rechnung gebündelt und können in beliebigen Raten abbezahlt werden.

In eigener Sache: deutsche-startups.de gibt es auch bei Facebook

Praktikantenjobs der Woche

Fr, 08/20/2010 - 13:15

Neben der Startup-Jobbörse bietet deutsche-startups.de auch eine Praktika-Börse. Mit dieser wollen wir Start-ups bei der Suche nach jungen, aufstrebenden Mitarbeitern helfen. Hier die neuesten Stellenausschreibungen:

Praktikum im Online-Marketing mit redaktionellem Schwerpunkt
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Praktikanten (m/w) für den Bereich Social Media
froodies GmbH

Start-Up Internship / Unternehmerpraktikum (m/f)
wooga GmbH

Praktikanten (m/w) für die IT-Entwicklung
froodies GmbH

Werkstudent (m/w) als IT-Administrator/ für unserer Server Landschaft
froodies GmbH

Ihr wollt selbst eine Anzeige schalten? Dann schnell weiter zu unserer Praktika-Börse. Die entsprechende Praktikumsanzeige einfach in das Formular eintragen und abschicken. Jede Anzeige läuft 30 Tage und kostet lediglich 15 Euro.

merkando baut Stars einen Shop mit bedruckbaren Produkten

Fr, 08/20/2010 - 11:05

Indivuduell bedruckte T-Shirts bekommt man nicht nur an jeder Straßenecke, sondern auch im Internet inzwischen fast überall. Und selbst Schürzen und Tassen kann man sich beim Selbstdruckpionier Spreadshirt inzwischen verschönern lassen. Mit merkando (www.merkando.de) poppt nun ein neues Print on Demand-Start-up auf. Das neue Unternehmen von Robert Baues, der schon map-box (www.map-box.de), einen Druckdienst für Karten, startete, positioniert sich als Dienstleister für individualisierbare Print on Demand-Merchandise-Artikel. Jeder kann sich bei merkando einen eigenen Merchandising-Shop zulegen und in seine eigene Website integrieren.

“Dabei kann ein jeder seinen Shop aus einen einzigartigen Portfolio von über 500 Produkten ganz individuell zusammenstellen, 18 angebundene Druckpartner machen es möglich”, berichtet Baues. Die Bandbreite der Produkte reicht von Duschvorhängen über Magnetwände bis zu Kuschelkissen. “Alles wird nach Bestellung produziert und in der Regel innerhalb 3 bis 5 Tagen an den Besteller gesendet.” Shopbetreiber können zudem eigene Produkte oder Produkte Dritter über den merkando-Store anbieten – bespielsweise CDs, Bücher oder DVDs. Die Popkombo Pur, Howard Carpendale, Die Höhner und Samy Deluxe haben sich bereits einen Shop bei merkando eingerichtet. Auch Städte Köln und München setzten bereits auf das Print on Demand-Start-up.

“Ohne Kosten von Mietshops”

“Und das alles ohne Kosten von Mietshops oder Eigenentwicklungen, ohne Personal- oder Lagerhaltungskosten und ohne Risiken durch falsche Produktauswahl”, sagt Baues. Klingt nach einer runden Sache – speziell für Stars und Sternchen aus allen popkulturrellen Bereichen. Statt wie früher unzählige Shirts, Tassen oder Banner zu ordern und ins Lager zu stellen, können Merchandise-Artikel nun auf Abruf produtiert werden. Dabei wird sicherlich die ein oder andere Überraschung zu Tage treten, worauf Fans ihren Libelingstar so alles drucken lassen. Doch nicht nur das Sortiment von merkando hat Starqualität, auch hinter den Kulissen wirken bekannte Namen. Mitgeschäftsführerin sind Evelyn Junker und Sylvia Kollek, die einst neben Dieter Bohlen in der Jury von “Deutschland sucht den Superstar” saß. Das Duo betreibt ansonsten die Musikagentur Ton-Y und verfügt somit über gute Kontakt zu potenziellen Kunden von merkando.

Artikel zum Thema
* map-box druckt Landkarten

Lesenswert: portalis, fashion.de, friendticker, Facebook Places, Preisangaben, Bezahlmethoden

Fr, 08/20/2010 - 10:43

Aktuelle Links zu Web- und Gründergeschichten in Kurzform.

portalis, fashion.de
“Ich bin ein großer Freund davon, in Chancen zu denken und nehme dabei auch in Kauf, dass etwas nicht auf Anhieb funktioniert.”
Robert Kabs hat seinen Platz in der Online-Welt gesucht und gefunden: Mit seinem Unternehmen, der portalis AG, realisiert er vertikale Suchmaschinen für Möbel, Mode und Sportartikel. Wie er sich als Unternehmer definiert, was ihn antreibt und wie eigentlich die von portalis entwickelte InVideo-Technologie funktioniert, erklärt er uns heute. Viel Vergnügen!
Förderland

friendticker, Facebook Places
friendticker will sich Facebook Places anschließen
Obwohl Facebook Places den Eindruck erweckt, bestehende mobile Dienste integrieren statt vernichten zu wollen, stellt sich die Frage nach deren Zukunftspotenzial. Das deutsche foursquare-Pendant friendticker scheint eine Antwort gefunden zu haben.
Netzwertig.com

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* Lesetipp: “Social Media Marketing: Strategien für Twitter, Facebook & Co“. Autor Tamar Weinberg liefert Antworten auf Fragen wie Welche Kanäle muss ein Unternehmen oder eine Organisation heute nutzen, um seine Zielgruppen effektiv zu erreichen? und Wie sieht eine erfolgreiche Positionierung im Social Web aus, und wie gelingt ein lebendiger Austausch mit der Online-Community?
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Preisangaben
Durchgestrichene Preisangaben sind rechtens
Wie verstehen Sie die Werbung für ein Produkt mit folgender Preisangabe: “49,99 EUR 19,99 EUR”? Ist der durchgestrichene Preis der früher verlangte Preis? Oder eher der Preis der Konkurrenz? Vielleicht der vom Hersteller empfohlene Preis? Oder gar der Preis, der zukünftig verlangt werden soll?
Internet World Business

Online-Bezahlmethoden
Bitte Zahlen – aber wie? Verschiedene Online-Bezahlmethoden für unterschiedliche Nutzergruppen
“Cash is dead” – das machte eine Studie von J.P. Morgan bereits 2009 deutlich. Herkömmliche Papierzahlungen in Form von Bargeld und Scheck weisen in den letzten fünf Jahren einen stetigen Rückgang auf, der Trend geht klar in Richtung virtuelle Bezahlsysteme. Micropayment, also das Bezahlen von geringen Geldsummen per Internet, zählt zweifelsohne zu den Trendthemen des weiter wachsenden E-Commerce-Marktes.
eCommerce-Lounge.de

In eigener Sache: deutsche-startups.de gibt es auch bei Facebook

Fotogalerie: Gamescom

Fr, 08/20/2010 - 09:14

Die Spielebranche trifft sich dieser Tage auf der Gamescom in Köln. In den Messehallen wird gekickt, geboxt und getanzt. Auf den Rundgängen kann man aber auch viel technisches Spielzeug, rasante Flitzer und viele attraktive Erscheinungen entdecken. Einige Eindrücke in unserer Fotogalerie. Vielen Dank an Sian-Ru Lai für die tollen Fotos.

Fünfzehn Fragen an Philipp G. Schwarz von sleeq

Fr, 08/20/2010 - 06:00

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein?
Ich finde es großartig, selber zu entscheiden, früh anzufangen und spät aufzuhören. Es macht mir Spaß, selbst die Schwerpunkte zu setzen und spontan für ein paar Stunden ins Grüne zu gehen, ohne jemanden um Erlaubnis fragen zu müssen.

Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?
Bei sleeq geht es darum, sich besser zu treffen. Die Idee zum ersten deutschen CheckIn-Service kam Michael Stadelmann 2005 in einem Club. Am nächsten Morgen stellte er fest, dass andere Freunde in der Bar direkt nebenan waren. Mit sleeq hätten sich alle getroffen.

Woher stammte das Kapital für Ihr Unternehmen?
sleeq ist eine Ausgründung aus amball business software. Der Eigentümer Ralph Nemnich hat die Startphase finanziert.

Was waren bei der Gründung Ihres Start-ups die größten Stolpersteine?
sleeq entfaltet seine volle Wirkung in der Zusammenarbeit mit einem Smartphone. Als wir sleeq 2006 auf den Markt brachten, war die entsprechende Infrastruktur noch nicht vorhanden. Daher startete sleeq als SMS basierter Dienst. Erst mit dem Release der ersten iPhone App Anfang 2008 kann man von einem Treffpunkt zu Freunden und von da wieder zu Livenachrichten aus den Treffpunkten wechseln und so sleeq effektiv nutzen.

Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen?
Wir würden sleeq konsequent nur für den Kernnutzen “besser Treffen” entwickeln. Und das von Anfang an mit dem Schwerpunkt mobile web.

Jedes Start-up muss bekannt werden. Welche Marketingspielart ist für Sie besonders wichtig?
Für sleeq und die Nutzer ist es wichtig, dass wir in den Treffpunkten verankert sind. Hier haben wir einige erfolgreiche Tests durchgeführt und präsentieren für die nächsten Monate ein Angebot, das die Treffpunktinhaber nicht ablehnen können. Sobald wir damit starten, informieren wir als erstes deutsche-startups.de.

Welche Person hat Sie bei der Gründung besonders unterstützt?
Ganz klar der Gründer von amball business software Ralph Nemnich. Ohne seinen Weitblick wäre 2005 die Entwicklung des ersten CheckIn-Services sleeq nicht möglich gewesen.

Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg?
Das Produkt so schnell wie möglich mit echten Nutzern zu testen. Die ersten Versuche, sleeq im Nachtleben zu nutzen, noch mit einem echten Prototypen, haben uns gezeigt, wo wir ansetzen müssen, damit sleeq einfach angenommen wird.

Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen?
Vereinfachte Administrations- und Steuerregeln, insbesondere bei der Aufnahme von neuen Gesellschaftern. Wenn wir unsere Mitarbeiter am Gesellschaftskapital beteiligen wollen, müssen die als erstes Steuern zahlen!

Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie kein Start-up gegründet hätten?
Dann würde ich wahrscheinlich bei einem Start-up als Mitarbeiter arbeiten. Es geht ja nicht nur darum, sein eigener Chef zu sein. Wirklich spannend und sinnstiftend ist es, bei der Entstehung von etwas wirklich Neuem mitzuarbeiten. Bei der Umsetzung einer Idee mitzuarbeiten, die so noch niemand hatte.

Bei welchem deutschen Start-up würden Sie gerne mal Mäuschen spielen?
Zwei Freunde von mir haben die Film- und Kinoplattform moviemates.de gegründet. Wir telefonieren zwar viel, aber ich wüsste wirklich gerne, was bei denen im Büro passiert.

Sie dürften eine Zeitreise unternehmen: In welche Epoche reisen Sie?
In das späte 19. bzw. frühe 20. Jahrhundert. Dann würde ich miterleben, wie sich in Europa das Automobil verbreitet.

Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld?
Der Großteil fließt in die Firma, wahrscheinlich würde ich mir einen Elektrowagen kaufen und dann scheint “Spenden” ja gerade en Vogue zu sein.

Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag?
Mit meinem Sohn und meiner Frau. Über sleeq wüssten unsere Freunde dann, was wir genau machen und könnten ggf. dazu kommen.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden?
Kaffee mit Helmut Schmidt und Bier mit Lothar Matthäus.

Zur Person
Philipp G. Schwarz, Jahrgang 1971, war vier Jahre lang als Unternehmensberater und ein Jahr lang als Immobilienprojektentwickler tätig, bevor er 1999 den Neuwagenhändler getyourcar (www.getyourcar.de) gründete. Das Unternehmen wurde 2001 an den Autovermieter Sixt verkauft, für den Schwarz als kaufmännischer Leiter der e-Sixt AG arbeitete. Es folgten die Gründungen vom Mietwagenservice m-broker (www.m-broker.de) und dem Location Based Service sleeq (www.sleeq.de). Neben seiner Tätigkeit bei sleeq unterstützt Schwarz Start-ups bei der Entwicklung und Umsetzung von Geschäftskonzepten.

Lesestoff. Milliardär per Zufall: Die Gründung von Facebook

Do, 08/19/2010 - 13:52

In unserer Rubrik Lesestoff stellen wir aktuelle und spannende Bücher vor.

Milliardär per Zufall: Die Gründung von Facebook – eine Geschichte über Sex, Geld, Freundschaft und Betrug
Der Beststellerautor Ben Mezrich, der mit “Bringing Down the House: The Inside Story of Six MIT Students Who Took Vegas for Millions” unter anderem die Vorlage zum Hollywood-Film “21″ schrieb, rekonstruiert in “Milliardär per Zufall: Die Gründung von Facebook” äußerst anschaulich und hochinformativ die spannende Geschichte des amerikanischen Erfolgsnetzwerkes. Alles, was der Untertitel verspricht kommt auch vor: Neben Sex, Geld, Freundschaft und Betrug wären noch der Verlust von Freundschaften, tiefe Enttäuschungen und Party pur. Kurzum: Eine spannende Start-up-Soap und ein gelungener Wirtschaftskrimi! Redline Verlag, 304 Seiten, 17,90 Euro.
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Artikel zum Thema
* Lesestoff: SEO & Usability
* Lesestoff: Erfolgreiches e-Pricing
* Lesestoff: Facebook – Marketing unter Freunden
* Lesestoff: Delivering Happiness
* Weitere Buchtipps gibt es in unserer Rubrik “Lesestoff”

Hausbesuch bei der Black Pirate Coffee Crew im schönen Passau

Do, 08/19/2010 - 11:56

In einem kleinen Hinterhof in der Passauer Innenstadt hat die Black Pirate Coffee Crew (www.bpcc.de), ein Online-Shop und Shopping-Club für Kaffeefreunde, ihren Unterschlupf. Die Kaffeepiraten, namentlich die beiden Schwestern Carolin Maras und Annika Poloczek, verkaufen über ihren ansehnlichen kleinen Cyberladen exquisite Kaffeespezialitäten, allerlei Kaffeezubehör wie Mühlen, leckeren Gourmetzucker und diverse Knabbereien. Auch wenn die beiden Wahl-Passauerinnen von ihrem Kaffeeshop noch nicht leben können und weiter fleißig in ihre Idee investieren, sind sie mit den bisherigen Zahlen zufrieden. Ihr Ziel bleibt es, den Kaffeeliebhabern im Lande die unzähligen kleinen Röstereien Deutschlands und deren Kaffeespezialitäten vorzustellen. Dabei informieren die Kaffeepiraten immer ausführlich über die Herkunft und die richtige Zubereitung. Einige Eindrücke der Black Pirate Coffee Crew in unserer Fotogalerie.

Artikel zum Thema
* Die Black Pirate Coffee Crew vertickt Kaffee

Lesenswert: Spox, Kontertaktik, FashionDealz, Spieleverhalten, Startup-Jobs, Facebook Places, Scoreloop, Chunghwa

Do, 08/19/2010 - 10:20

Aktuelle Links zu Web- und Gründergeschichten in Kurzform.

Spox, Kontertaktik
Spox übernimmt Spieleanbieter Kontertaktik
Das Sportportal Spox.com hat sich einen eigenen Bundesliga-Manager zugelegt. Kurz vor dem Bundesligastart eröffnet er unter Bundesliga-fuxx.de ein interaktives Browserspiel. Die Spox Media aus München hat dazu 100 Prozent der Kontertaktik GmbH mit Sitz in Schleswig-Holstein erworben.
wuv.de

FashionDealz
Bewegung bei den Shopping-Clubs: FashionDealz gestartet
Ein neuer Shopping Club unter vielen möchte man meinen. Doch bei FashionDealz gibt es etwas besonderes: Es ist das Ergebnis einer Kooperation zweier Konkurrenten im deutschen Club-Shopping und zeigt, dass in diesem Geschäftsmodell noch eine Menge Potenzial verborgen liegt.
shopbetreiber-blog.de

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Lesetipp: “Erfolgreiches e-Pricing: Preisstrategien für Internet und Web 2.0” Pricing ist laut Ingmar Brunken der wichtigste Erfolgshebel im Netz. Mit seinem kleinen Ratgeber räumt der ehemalige Leiter der Expertengruppe “Pricing” bei Roland Berger mit den Mythen über e-Pricing auf und nennt die Grundregeln für erfolgreiches Pricing im Internet. Books on Demand, 56 Seiten, 9,95 Euro.
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Spieleverhalten
Lieber gemeinsam spielen
Knapp zwei Drittel der User spielen lieber Mobile- oder Onlinegames als klassische PC- oder Konsolenspiele. Vor allem die Multiplayer-Funktion gefällt den meisten der Nutzer.
Internet World Business

Startup-Jobs
Worauf achten bei Startup-Jobs?
Die beste Alternative zur eigenen Gründung: bei einem jungen Startup anheuern. Sechs wichtige Punkte, die es dabei zu beachten gilt.
Startwerk.ch

Facebook Places
Facebooks Location-Dienst startet heute in den USA
Facebook hat in der Nacht seinen lange erwarteten Location-Dienst Places vorgestellt, der noch heute für Nutzer aus den USA scharf geschaltet wird. Services wie foursquare, Gowalla und Yelp sitzen mit im Boot.
Netzwertig.com

Scoreloop, Chunghwa
Scoreloop to provide social platform for mobile games on Taiwanese carrier
Scoreloop has scored an interesting deal for its social platform for mobile games. The Munich-based company is announcing today that it will provide a social gaming hub to Taiwanese phone carrier Chunghwa Telecom. That will help Scoreloop’s mobile social game platform reach millions of users in the fast-growing Asian mobile game market.
VentureBeat

Notbremse: Handelsriese Otto schließt Discount24 und Yalook

Do, 08/19/2010 - 08:08

Gerade E-Commerce gilt in Deutschland als attraktives Segment. Das Geschäftsmodell ist simpel, einfach erklärt und immer mehr Menschen gehen im Netz auf Shoppingtour. Investoren lieben E-Commerce ebenfalls – vor allem das vergleichweise sichere Geschäftsmodell – und deswegen investieren sie gerne in Webshops aller Art. Trotzdem ist E-Commerce kein Selbstläufer. So verschwanden in den letzten Monaten Cyberläden wie mybrands und Beautydeal von der Bildfläche. Zudem fusionierten die beiden kleinen Start-ups enamora und 7Trends zu einem schlagkräftigeren Gemeinschaftsunternehmen. Doch nicht nur die Kleinen haben im Boomsegment ihre Probleme – auch die Dickschiffe. Der Handelskonzern zieht beispielsweise bei seinen Ablegern Discount24 (www.discout24.de) und Yalook (www.yalook.de) zum Jahresende die Reißleine.

“Trotz hoher Umsatzerlöse ist es den Onlineshops nicht gelungen, profitabel zu wirtschaften”, berichtet Computer Reseller News. Die beiden Unternehmen werden abgewickelt. Die Marken will der Handelsriese dagegen behalten. Gegenüber Golem.de sagte Unternehmenssprecher Robert Hägelen: “Zurzeit untersuchen wir mehrere Geschäftsmodelle, wie die Marken Discount24 und Yalook weiter geführt werden und werden dazu voraussichtlich im Herbst Informationen veröffentlichen.” Der Schnäppchenshop Discount24, den Otto vor zehn Jahren als 100-prozentige Tochter startete und seit 2007 als Joint Venture mit Cdiscount, der E-Commerce-Tochter der Casino Group in Frankreich betrieb, wanderte gerade erst wieder komplett unter das Dach von Otto.

Die verlustreiche Geschichte des Online-Ladens geht damit nach zehn Jahren zu Ende. Endlich, wird der ein oder andere sagen. Yalook ging erst im Sommer des vergangenen Jahres ins Netz. Im stylischen und außergewöhnlichen Shop wurden vor allem erschwingliche Fashion-Brands angeboten. Das gesamte Konzept war außergewöhnlich, mutig und der gesamte Shop ein echter Hingucker im Einheitsbrei der Cyberläden. Der Grund für die Einstellung von Discount24 und Yalook, bei der 100 Mitarbeiter ihren Job verlieren, ist banal: Beide Shops konnten nicht die geforderte Umsatzrendite von vier Prozent erzielen. Beim Dauerverlustbringer Discount24 scheinbt dies alles nachvollziehbar. Wäre es aber auch schon vor Jahren gewesen. Bei Yalook ist es schade, dass man dem mutigen Konzept nicht mehr Zeit gegeben hat.

Artikel zum Thema
* Otto übernimmt bei Discount24 wieder das Kommando

Was muss ein CTO tun? – Gastbeitrag von Stephan Schmidt

Do, 08/19/2010 - 06:00

Während der Dotcom-Blase war ich einer der Gründer und CTO eines Start-ups. Am Anfang habe ich mich gefragt, was man als CTO so tut. Es gab viele widersprüchliche Ansichten über diese Position. Von der Programmierung bis zur Vision, von der Technologie und Prozessen zu den Menschen. Heute kenne ich die Aufgaben eines CTO. Ich bemerke aber in Gesprächen, dass gerade bei nicht-technischen Gründern immer noch Unklarheiten bestehen.

Die wichtigsten Aufgaben eines CTO für ein technisches Start-up, gerade ein Web-Start-up sind:

1. Schreiben von Code – oft vergessen, aber ein festangestellter CTO muss in der Lage sein, ganz zu Anfang Code zu schreiben. Sollte er einer der ersten technischen Mitarbeiter sein, gibt es nicht genug Arbeit für ihn, wenn er keinen Code schreibt. Code schreiben hilft darüber hinaus die Kern-Architektur zu verstehen und die richtigen Grundlagen in Qualität und Ausrichtung der Plattform zu legen.

2. Entscheiden, ob Mitarbeiter eingestellt werden sollen oder ob die Plattform mittels Outsourcing gebaut werden soll. Der CTO muss entscheiden welcher Weg gegangen wird und muss, besonders wichtig, bereit sein seine Entscheidung zu verteidigen. Es gibt gute Gründe für beides, aber ich würde in 90% der Fälle für eine interne Entwicklung bei einem Web-/Technologie-Start-up plädieren, da die Technologie für die allermeisten Start-ups in diesem Bereich zum Kern-IP gehört und nach der ersten Explosion des Marktes in der alle Start-ups wachsen zu einem Alleinstellungsmerkmal wird, sobald es in den Verdrängungswettbewerb geht. Dies bedeutet nicht, dass es nicht eine Mischung sein kann, denn es gibt oft Projekte oder Teilprojekte, die ausgelagert werden können und ausgelagert werden sollten.

3. Einstellen von Entwicklern, Testern, Administratoren und Operatoren. Mehrere Male wurde ich angesprochen als CTO für ein Start-up zu agieren, da in Deutschland viele Start-ups von Wirtschaftswissenschaftlern oder Beratern gegründet werden und ein technischer Gründer fehlt. Diese Gründer haben meist sehr wenig Ahnung – sie sollten auch keine brauchen – was einen guten Entwickler von einem schlechten Entwickler unterscheidet. Der CTO bringt dieses technische Wissen ein und hilft die für das Budget besten Entwickler einzustellen.

4. Erfahrung und Kenntnisse zu Entwicklungsprozessen und der Skalierung dieser, zum Beispiel von einem auf zehn Entwickler. Änderungen in der Entwicklung sind signifikant, wenn eine Firma von einem auf fünf Entwickler wächst und dann weiter auf zehn. Der CTO muß irgendeine Art von Prozess wie zum Beispiel Lean/Kanban oder Scrum einführen (und kann dann auch als ScrumMaster fungieren).

5. Breites Know-How zu Technologien besitzen, eine technische Architektur herausarbeiten und eine Technologie-Strategie bestimmen.

6. Know-How über Skalierung von Web-Anwendungen, etwa wie man eine Anwendung von 100 Nutzern auf Millionen von Nutzern skaliert.

Diese Aufgaben sind nicht zu allen Zeitpunkten gleich wichtig. Zu Beginn sind das Programmieren, die Entscheidung über Outsorcing und Recruiting am wichtigsten. Nach mehreren Monaten wird die Einführung von Prozessen umso wichtiger und die Skalierung von Entwicklungsteams. Wenn das Start-up abhebt, wird der Punkt Skalierung der Plattform der sicherlich wichtigste – dann gilt es die richtigen Grundlagen gelegt zu haben in der Frühphase ohne, dabei zu früh zu viel Zeit und Geld in die Skalierung gesteckt zu haben.

Was sagen andere zur Rolle des CTO?

Werner Vogels, CTO von Amazon, definiert vier Rollen, die ein CTO einnehmen kann:
1. Manager der Infrastruktur
2. Technologie-Visionär und Operations Manager
3. Das Gesicht der Firma für Technologien
4. „Big Thinker“

Eric Ries schreibt über die Rolle des CTO: „Die primäre Aufgabe eines CTO ist es sicherzustellen, dass die Technologiestrategie des Unternehmens der Geschäftsstrategie dient.“ Dies kann ich nur unterstreichen. Er identifiziert fünf spezifische Kompetenzen:

1. Plattform Auswahl und technisches Design
2. Das Gesamtbild sehen
3. Anbieten von Optionen
4. Den 80/20 Punkt finden
5. Technische Führungskräfte aufbauen

Alle diese Punkte sind wichtig, die Punkte 1 und 2 – und auch 5 – sind meist gut vertreten. Dagegen werden die Punkte 3, „Anbieten von Optionen“ und den „80/20 Punkt finden“ von CTOs oft vernachlässigt. Dies begründet sich in einer zu technischen Ausrichtung eines CTOs mit mangelndem betriebswirtschaftlichem Blick. Aus dem Streben nach technischer Perfektion wird die 100 %-Lösung angestrebt, und zu dieser auch keine Alternativen angeboten. Dagegen sollte es der Geschäftsführung möglich sein, die Strategie aus wirtschaftlicher Sicht zu beeinflussen. Dazu müssen aber der 80/20 Punkt gefunden werden und vom CTO Optionen angeboten werden.

Vollzeit-CTO oder Interim-CTO?

Bei den wechselnden Anforderungen an einen CTO über kurze Zyklen eines Start-ups stellt sich die Frage nach einer langfristigen Anstellung oder einer zeitlich begrenzten. Oder die Frage nach Vollzeit- und Teilzeitanstellung, gerade am Beginn eines Start-ups.

Tony Karrer beleuchtet die Frage “Startup CTO oder Developer”, mit was von beidem ein Start-up aus nicht technischen Gründern beginnen soll:

„Was mich ein bisschen beunruhigt ist wie oft ich lese, dass Start-ups einen Entwickler oder einen Hands-On Lead-Entwickler einstellen sollen. Ich verstehe den Wunsch für die Einstellung von jemand, der das Produkt fertig stellt. Aber oftmals ist das Ergebnis wenn ein Gründer einen Entwickler, oder Lead-Entwickler oder sogar ein VP Engineering einstellt, dass eine Lücke zwischen den Gründern und den Entwicklern entsteht.[...] ich bin nicht der Meinung dass Start-ups einen Vollzeit-CTO einstellen der nicht „Hands-on“ ist. Sie sollten stattdessen einen Teilzeit-CTO einstellen der diese Lücke schließen kann.“

Daniel Kehoe sagt dazu: „Die Gründer eines Startups stellen einen beratenden CTO ein, wenn sie eine Geschäftsidee haben aber begrenztes technisches Wissen das sie für den Start ihrer Firma besitzen.”

Ich kann mich beiden nur anschließen, die Idee eines „Consulting CTOs“, „Acting CTO“ oder „Interim CTO“ löst ein drängende Probleme eines Start-ups, das gerade in der Frühphase Kosten minimieren möchte, wenig Zeit für das Recruiting eines Top-CTOs hat, noch nicht genau weiß was es eigentlich sucht und sich bei den wechselnden Aufgaben eines CTOs in der Start-up-Phase (siehe oben) nicht auf eine Person festlegen, sondern flexibel bleiben möchte.

CTO und VP-Engineering

Zuletzt stellt sich vielen noch die Frage, nachdem Sie einige Zeit in einem Start-up verbracht haben, was ist der Unterschied zwischen einem CTO und einem VP of Engineering? Eine sehr gute Antwort – zumindest eine die mir weitergeholfen hat, findet sich bei Mark Suster in “Möchten sie den Unterschied wissen zwischen einem CTO und einem VP Engineering?”:

„Der CTO [...] ich glaube, dass jedes große Technologie-Start-up den Technologie-Visionär innerhalb des Unternehmens besitzt. Dies ist die Person, die die Grundlage dessen, was gebaut werden sollte, festlegt. [...] Und ein VP of Engineering ist in erster Linie Manager von Menschen.“

Die VP of Engineering steuert im Grunde Menschen und Prozesse, während der CTO Technik und die Vision steuert. Meine Meinung dazu: Am Anfang braucht ein Start-up einen CTO der auch die VP/E Aufgaben erfüllen kann. Später kann man die Position teilen und einen VP/E einstellen – sollte dieser wirklich benötigt werden.

Die Auswahl eines CTOs ist für ein Start-up nicht einfach aber möglicherweise überlebensnotwendig. Dieser Artikel soll Entscheidungshilfe sein, die richtige Wahl zu treffen. Oftmals ist ein Interim-CTO die richtige Wahl in der Frühphase eines Start-ups, ich hoffe dieser Artikel trägt dazu bei, diese zu selten genutzte Variante weiter in Deutschland zu verbreiten.

Zur Person
Stephan Schmidt ist Vice CTO bei brands4friends. Dort ist er im Rahmen seiner Tätigkeit für die Skalierbarkeit der Architektur verantwortlich. Davor war er in mehreren Firmen Teamleiter, Entwicklungsleiter und CTO. Der Schwerpunkt seines Interesses liegt in der Produktivität von Softwareentwicklung, agilen Methoden und Lean Development. Sein Blog heißt Code Monkeyism. Unter diesem Namen ist er auch bei Twitter zu finden.

Artikel zum Thema
* Skalierbarkeit – 7 Punkte, die man als Start-up beachten muss. Gastbeitrag von Stephan Schmidt

Sprache und Stil einer Pressemitteilung – Gastbeitrag von Daniel Pichel (newsmax)

Mi, 08/18/2010 - 12:03

Wer ein Unternehmen gründet, hat sich in der Regel schon lange vor dem Versand der ersten Pressemitteilung intensiv mit seinen Inhalten beschäftigt – entsprechend tief steckt er in der Thematik und schreibt einen komplizierten Text. Für eine Pressemitteilung ist das Gift. Hier ist eine verständliche, schlichte Sprache gefordert: präzises und gebräuchliches Hochdeutsch. Die hohe Kunst dabei ist es, nah am gesprochenen Wort zu bleiben und trotzdem nicht ins Banale abzugleiten. Beachten Sie dafür folgende Tipps:

1. Variieren Sie die Satzlängen!
Unterschiedlich lange Sätze entsprechen unserem normalen Hör- und Sprechverhalten. Deshalb wird eine gut geschriebene Meldung immer verschieden lange Sätze haben und auch zwischen einfachen Hauptsätzen und Nebensatz-Konstruktionen abwechseln.

Ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte:
Der Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation e. V. (VPRT), Klaus Mustermann, fordert die Politik dazu auf, der derzeitigen Strategie von ARD und ZDF, im Rahmen der Digitalisierung umfassend auf neuen Wegen und mit neuen Angeboten privatwirtschaftliche Märkte zu besetzen, eine klare Absage zu erteilen.

Wie oft haben Sie den Satz gelesen um ihn vollständig zu verstehen? Deshalb besser:
Die Politik soll verhindern, dass ARD und ZDF im Rahmen der Digitalisierung mit neuen Angeboten privatwirtschaftlichen Märkte besetzen. Dies fordert der Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation e. V. (VPRT), Klaus Mustermann. Einer solchen Strategie müsse eine klare Absage erteilt werden.

2. Vermeiden Sie Partizipal-Konstruktionen!
Partizipal-Konstruktionen lassen sich immer durch einen Haupt- mit einem angehängten Nebensatz umgehen. Das macht eine Pressemitteilung verständlicher, da die Satzaussage klar und übersichtlich präsentiert wird. Bei Partizipal-Konstruktionen passiert genau das Gegenteil. Ein Beispiel:

Insgesamt erwarten Genusswanderer im Salzburger Land von den sanften Bergen des Salzkammerguts bis hin zu den imposanten Dreitausendern in der Ur-Natur des Nationalparks Hohe Tauern 1.800 von Bauern bewirtschaftete Almen. (..)

Der Satz ist zwar eigentlich nur ein Hauptsatz ohne Kommas, aber dennoch schwer verständlich. Formulieren Sie lieber einen Satz mit Nebensätzen, wenn der Inhalt dadurch schneller erfassbar wird. Deshalb wäre besser:

Insgesamt erwarten Genusswanderer im Salzburger Land 1.800 Almen, von den sanften Bergen des Salzkammergutes bis hin zu den imposanten Dreitausendern in der Ur-Natur des Nationalparks Hohe Tauern. Dabei sind alle Almen noch von Bauern bewirtschaftet.

3. Verwenden Sie Verben statt Substantive!
Ein Satz ist verständlicher und lebendiger formuliert, wenn Verben, die fälschlicherweise in Substantive umgewandelt wurden, wieder zu Verben gemacht werden. Deshalb lieber nicht:

Insgesamt ist die Erreichung des Jahresergebnisses auch ohne die Einberechnung von Sondererlösen möglich. 3

Besser ist:
Das Jahresergebnis kann auch erreicht werden, ohne dass Sondererlöse einberechnet werden müssen.

Besonders bei Substantiven, die auf -ung und -keit enden, sollten Sie genau prüfen, ob Sie hier nicht besser zum Verb zurückkehren, denn die „Durchführung der Abstimmung um Mitternacht“ wird wesentlich attraktiver, wenn „die Tarifpartner um Mitternacht abstimmten“.

4. Formulieren Sie im Aktiv statt im Passiv!
Die Aktiv-Form belebt, die Meldung bekommt mehr Dynamik. Außerdem mindern Passiv-Formulierungen die Verständlichkeit – das haben Sprachwissenschaftler bewiesen. Zur Veranschaulichung:

Dem Unternehmen wurde durch Produktpiraten in China ein Schaden von 15 Millionen Euro zugefügt.

Besser:

Produktpiraterie in China richtete einen Schaden von 15 Millionen Euro an.

5. Vorsicht bei Adjektiven!
Gegen den Gebrauch von Adjektiven spricht nichts, wenn sie tatsächlich objektiv beschreiben. Aber Adjektive werten sehr oft und werden deshalb von Journalisten misstrauisch beäugt. Ein Beispiel:

SEA CLOUD CRUISES präsentiert das Programm der 5-Sterne-Segler SEA CLOUD und SEA CLOUD II (…) Sie verbindet unvergessliche Segel- und Strandtage mit Begegnungen des kolonialen Erbes der Spanier und der Kultur der Maja. Das neue Jahr beginnt mit einem Feuerwerk der Lebensfreude auf Kuba. (…) An Bord verzaubert das unvergleichliche SEA CLOUD-Flair und an Land das Wechselspiel von Spuren einer großen Vergangenheit mit dem Spaß beim Baden und Bummeln. (…)

Hier wird die Grenze zwischen Werbung und Öffentlichkeit zum Schaden des eigenen Themas verletzt. Schließlich soll doch der Journalist selbst nach dem Lesen der Fakten zu dem Schluss kommen, dass es sich hier um „unvergessliche Segel- und Strandtage an Bord eines unvergleichlichen Schiffes“ handeln muss. Schildern Sie besser, wie „grellbunte Papageien“ über das „dunkelgrüne Amazonaswasser“ fliegen, das vom „weißen Rumpf der Sea Cloud“ geteilt wird. Dies am besten noch als Zitat eines Passagiers, dann sind die Adjektive richtig eingesetzt.

Nächste Woche in dieser Reihe: Zitate in einer Pressemitteilung
Bereits erschienen: “Wirklich relevante Themen für Pressemitteilungen“, “Der richtige Aufbau einer Pressemitteilung“, “Die passende Überschrift einer Pressemitteilung“, “Der gelungene Einstieg in eine Pressemitteilung“.

Zur Person
Daniel Pichel ist Geschäftsführer von Newsmax Medien (www.newsmax.de). Auf der Plattform haben mehr als 15.000 Unternehmen inzwischen über 50.000 Pressemitteilungen eingestellt. Das Kerngeschäft seines Unternehmens, welches Pichel 2006 gründete, fokussierte sich zunächst auf die Entwicklung von Web- und Softwarelösungen für Verlage. Erst als sich nach konkreten Kundenaufträgen Bedarf für die Verbreitung von Pressemitteilungen abzeichnete, entwickelte Pichel eine Plattform, um dieser Nachfrage Rechnung zu tragen. Das Unternehmen sowie das Presseportal newsmax wurden Ende 2009 an einen österreichischen Investor verkauft. Pichel kümmert sich seitdem um den Ausbau von Qualität und IT-Infrastruktur.

ad pepper steigt bei Videovalis ein

Mi, 08/18/2010 - 09:50

Der börsennotierte Online-Vermarkter ad pepper steigt beim Bewegtbildhändler Videovalis (www.videovalis.de). Das noch junge Unternehmen erstellt und syndiziert Bewegtbildinhalte. Zum Portfolio gehören wissenschaftliche Beiträge, Spielfilme, verschiedenste Video-Inhalte und Spezialaufnahmen wie die von einem Wassertropfen, der auf einer heißen Herdplatte tanzt. Mit Unterstützung von ad pepper will Videovalis seinen Kunden künftig “eine bessere Monetarisierung von Videoinhalten” ermöglichen. Zunächst erwirbt ad pepper media rund 20 % an Videovalis. Für die übrigen Anteile gibt es eine Kaufoption. Der Kaufpreis lag nach Unternehmensangaben unter einer Million Euro.

“Diese Investition ist ein exzellenter strategischer Schritt, um unsere Position in diesem schnell wachsenden Segment des Online-Marketings weiter zu stärken. Unsere europäischen Ressourcen und Infrastruktur geben diesem Geschäft einen wesentlichen Impuls und ermöglichen neue Wachstumschancen”, sagt Ulrich Schmidt von ad pepper media. Thilo Burgey, Geschäftsführer von Videovalis fügt hinzu: “Die Verknüpfung unserer Expertise im Bereich Videoinhalte mit einem starken, international tätigen Online-Netzwerk ist für uns der nächste logische Schritt, um unseren Kunden ein überzeugendes, komplettes und innovatives Produkt- und Dienstleistungsportfolio anbieten zu können. Aus wirtschaftlicher Sicht profitieren von dieser Partnerschaft beide Unternehmen und ebnen sich damit den Weg für schnelleres Wachstum und höhere Erträge.”

Artikel zum Thema
* Fünfzehn Fragen an Thilo Burgey von Videovalis

Lesenswert: Populäre Onlineshops, Online-Shopping, Bewertungen, E-Shop-Urteil, Groupon, Qpod, Darberry, Yahoo, CafeMom

Mi, 08/18/2010 - 07:52

Aktuelle Links zu Web- und Gründergeschichten in Kurzform.

Populäre Onlineshops
Die Lieblings-Onlineshops der Deutschen
Kaum ein Internetnutzer hat wohl noch nie etwas im Internet gekauft. Onlineshopping gehört seit jeher zu den wichtigsten Anwendungen im Netz. Doch welche Einkaufsplattformen sind die populärsten, wo kaufen die Deutschen am liebsten ein? Meedia wollte es wissen und hat mit Hilfe der Zahlen aus dem Netz-Research-Tool Ad Planner Rankings erstellt. Ergebnis: Amazon.de führt vor Otto.de die Liste der Top-Internetshops an, ebay liegt bei den Auktionshäusern und Marktplätzen vorn.
Meedia

Online-Shopping, Bewertungen
Studie: Kunden wollen Bewertungen beim Online-Shopping
Für nahezu 50 Prozent aller Online-Kunden sind Bewertungen und Empfehlungen anderer Kunden ein wichtiges Argument dafür, überhaupt online einzukaufen. Die Möglichkeit, auf die Meinungen unabhängiger Verbraucher zurückzugreifen, wird von Kunden als deutlicher Mehrwert des Online-Shoppings gegenüber dem konventionellen Handel wahrgenommen.
Horizont.net

E-Shop-Urteil
Annahme verweigern gilt nicht
In der Vergangenheit entschieden mehrere Gerichte, dass die Klausel “Unfreie Rücksendungen werden nicht angenommen” in Verbindung mit dem Widerrufsrecht unzulässig und damit abmahngefährdet sind. Daraufhin verzichteten viele Händler auf diese Klausel, verweigerten allerdings die Annahme unfreier Rücksendungen beim Paketboten. Dieses Verhalten hat nun das LG Düsseldorf bewertet.
Internet World Business

Groupon, Qpod, Darberry
Groupon Buys Rivals in Japan and Russia
Groupon Inc., a website that offers daily deals from local businesses, is continuing a global acquisition spree by buying rivals in Japan and Russia. The Chicago-based e-commerce company says it has purchased a majority stake in local sale sites Qpod Inc. of Japan and Darberry Inc. of Russia, and plans to rename both Groupon. Terms of the deals weren’t disclosed.
The Wall Street Journal

Groupon
Meet The Fastest Growing Company Ever
Andrew Mason figured out how to inject hysteria into the process of bargain hunting on the Web. The result is an overnight success story called Groupon.
Forbes.com

Yahoo, CafeMom
Yahoo Wants To Buy CafeMom For $100 Million
Yahoo is looking to acquire CafeMom, a social network of sorts for moms, for $100 million, Kara Swisher at All Things D reports.
Business Insider

“Im vergangenen Jahr konnten wir unseren Vorjahresumsatz verdoppeln” – Michael Zillmer von Innogames im Interview

Mi, 08/18/2010 - 06:00

Die Browserspieleschmiede InnoGames (www.innogames.de), die aus dem Hobbyprojekt “Die Stämme” hervorging, ist eine der großen deutschen Erfolgsgeschichten. Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Mitgründer Michael Zillmer über den asiatischen Markt, das Boomsegment Social Games und den Mut, das Herz in beide Hände zu nehmen.

In den vergangenen Jahren war Innogames nur im Browserspielesegment aktiv. Jetzt bringt Innogames die Arcadia Saga, ein Client-Spiel des japanischen Studio Rosso Index, in Europa und Nordamerika auf den Markt. Warum dieser Strategiewechsel zum clientbasierten Lizenzspiel?
Wir wollen unser bisheriges Unternehmenswachstum weiter beschleunigen und unser Spieleportfolio verbreitern. Da ist es sinnvoll, unsere Rolle als Publisher von Drittanbieter-Spielen zu stärken. In Asien ist das Entwicklerniveau sehr hoch. Es gibt noch viele Spiele, die für westliche Märkte sehr interessant sind – die Arcadia Saga ist so eines.

Im April gründete InnoGames eine asiatische Tochterfirma. Ist die Kooperation mit Rosso Index der erste sichtbare Erfolg dieser Expansionsstrategie?
Ja, so schätzen wir das ein. Unsere asiatische Tochterfirma wirkt letztlich in zwei Richtungen. Zum einen wollen wir unsere eigenen Spiele in Asien noch besser vermarkten und bekannter machen, zum anderen eben auch qualitativ hochwertige asiatische Spiele lizensieren. Bei letzterem ist die Zusammenarbeit mit einem so renommierten Entwickler ein sehr großer Erfolg für uns.

Was raten Sie anderen Unternehmen – speziell Start-ups-, die in Asien Fuß fassen wollen?
Ich denke, ohne starke asiatische Partner geht es nicht. Von daher ist eine intensive Kontaktpflege und der Besuch zahlreicher Messen sicher eine absolute Pflicht. Außerdem gehört es auch dazu, sich auf asiatische Arbeitsweisen und die dortige Unternehmenskultur einlässt. Zu guter Letzt ist es natürlich wichtig, dass man asiatischen Partnerfirmen ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten kann, die lokale Firmen nicht leisten können. Schafft man dies, kann der Markteinstieg auch heute noch in Asien gelingen.

Mit „West Wars“ gibt es inwischen auch das erste Social Game aus dem Hause Innogames. Gehört den Social Games die Zukunft?
Social Games sind sicher eine Komponente bei der Zukunft der Spiele, aber nicht die alleinige. Der Markt der Online-Spiele steigt insgesamt sehr rasant an und wird dies auch in den kommenden Jahren weiter schaffen und neue Zielgruppen erschließen. Dabei spielen Social Games insofern eine wichtige Rolle, als dass man über die sozialen Netzwerke Nutzer erreicht, die sich nicht auf einer standalone-Version bei einem Browsergame anmelden würden. Für viele Nutzer waren und sind die Social Games der erste Schritt hin zum Online-Spieler.

Um so erstaunlicher ist es, dass fast alle Browserspielefirmen den Boom der Social Games verpennt haben. Warum?
Das liegt zum einen sicher daran, dass Facebook als größtes internationales Netzwerk lange nicht so groß in Deutschland war, wie beispielsweise in den USA. Bei InnoGames wollten wir uns schließlich zunächst auf Browsergames konzentrieren und dies war in den ersten Unternehmensjahren sicher auch die richtige Entscheidung.

Welche Unterschiede gibt es bei Programmierung und Vertrieb zwischen klassischen Browserspielen und Social Games?
Bei der Programmierung ist es wichtig zu beachten, dass Social Games nur eine einzige Spielwelt haben. In Browsergames haben wir einzelne Welten mit 30.000, maximal 100.000 Spielern, bei den Social Games können es Millionen werden. Darauf muss man sich auch beim Gamedesign einstellen. Darüber hinaus ist bei Social Games die Interaktion sehr wichtig, aber auch der extrem schnelle Spieleinstieg. Das virale Marketing ist für das Wachstum des Spiels noch wichtiger als bei klassischen Browsergames, die Nutzer können durch die Funktionen sozialer Netzwerke viele Freunde in das Spiel holen.

Wie sehen die Unterschiede in Sachen Monetarisierung aus?
Bei der Monetarisierung sollte man eben bedenken, dass es sich bei Social Games zu einem Teil um Spieler handelt, die eher Einsteiger im Spieleberich sind. Die Vorteile von Premium Services müssen also eindeutig und auf den ersten Blick erkennbar sein, außerdem empfiehlt es sich, eine kleine Menge In-Game -Währung den Spielern aktiv anzubieten, damit sie die Vorteile ausprobieren können.

Wird es künftig weitere Social Games von Innogames geben?
Ja, wir werden voraussichtlich noch in diesem Jahr ein weiteres Social Game veröffentlichen.

Werden Sie zudem – wie bei der Arcadia Saga – weitere Spiele von anderen Anbietern vertreiben?
Auch das steht bereits fest, ja.

Können Sie schon Details nennen?
Nein, noch nicht.

Und wie geht es beim Thema Browserspiele weiter, mit Seven Lands haben Sie bereits ein neues Spiel in der Betaphase, kommen weitere Games?
Ja, auch bei den Browsergames werden wir unser Angebot in Zukunft natürlich erweitern und versuchen zusätzliche Usergruppen anzusprechen.

Bis zum Frühjahr kam Innogames ohne fremdes Kapital aus – worauf Sie immer sehr stolz waren. Jetzt haben Sie sich Fidelity Growth Partners Europe ins Boot geholt. Warum dieser Schritt?
Wir haben uns alleine aus unseren Cash-flow heraus eine sehr gute Ausgangsposition geschaffen und hätten den bislang eingeschlagenen Weg auch sehr gut so weiter fortführen können. Gleichzeitig wissen wir, dass der Markt der Online-Games durch seine Dynamik und sein Wachstum sehr viele große Player angelockt hat, die diesen Bereich zuvor unterschätzt hatten. Um dafür gewappnet zu sein, sind starke Partner ein sehr wichtiger Faktor.

Warum haben Sie sich für Fidelity entschieden?
Für Fidelity sprach, dass sie ein Partner sind der über ein starkes Know-how verfügen und sehr gut im IT-Bereich vernetzt sind. Der Zufluss ist bezieht sich also vor allem auf zahlreiche Kontakte und langjährig angeeignetes Wissen.

Blicken Sie bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren – seit dem Start von Innogames – so richtig schief gegangen?
Wenn man viele Dinge anfasst, macht man automatisch auch mal Fehler. So ist es sehr schwierig vom ersten Tag an den optimalen Partner zu finden, der einem dabei helfen kann in einem Markt wie beispielsweise Asien zu wachsen. Dann ist es umso wichtiger, die eigenen Entscheidungen immer wieder zu überprüfen und sie notfalls zu ändern. Es geht uns in erster Linie darum, keinen Fehler zwei Mal zu begehen. Ich denke, das haben wir über die Jahre ganz gut geschafft.

Und wo haben Sie Ihrer Meinung nach alles richtig gemacht?
Das Wichtigste war in jedem Fall, dass wir die Entscheidung, “Die Stämme” professionell zu betreiben und zu vermarkten durchgezogen haben. Das hat für uns damals einen völligen Umbruch in der Lebensplanung zur Folge gehabt. Meine Mitgründer Eike und Hendrik Klindworth mussten ihr Studium abbrechen und auch unsere Eltern waren damals nicht sofort Feuer und Flamme für die Idee der Selbständigkeit. Ich denke, es war wirklich das Wichtigste, in diesem Moment trotzdem das Herz in beide Hände zu nehmen.

Aktuell suchen Sie fast 20 neue Mitarbeiter. Wie viele Menschen sorgen momentan für den reibungslosen Ablauf bei Innogames und wie viele sollen es in einem Jahr sein?
Inzwischen sind es insgesamt knapp 90 am Hamburger Standort, plus 75 weitere weltweit, die sich als Freelancer um die einzelnen Communitya in Brasilien, den USA oder Japan kümmern. In Hamburg alleine wollen wir uns in den kommenden zwölf Monaten etwa verdoppeln und rund 100 zusätzliche Stellen schaffen

Können Sie etwas über den Umsatz und die Umsatzerwartungen von Innogames sagen?
Wir haben inzwischen einen Umsatz im zweistelligen Millionenbereich erreicht und konnten 2009 unseren Vorjahresumsatz verdoppeln. Dieses dynamische Wachstum wollen wir auch in Zukunft beibehalten.

Auch andere Unternehmen geben derzeit richtig Gas: Wen sehen Sie als Ihre größten Konkurrenten?
Im Moment sicherlich die bekannten Online-Spiele Unternehmen wie Gameforge, Travian, Upjers, Gamigo oder Bigpoint. Es ist aber schon jetzt offensichtlich, dass die Anbieter klassischer PC-Spiele in den Bereich der Browsergames drängen, in Zukunft werden wir uns also auch mit Electronic Arts oder Ubisoft messen müssen. Hierbei hilft uns allerdings der Wissensvorsprung durch jahrelange Erfahrung auf dem Gebiet der Browsergames ein wenig.

Was ist die langfristige Perspektive – ein Verkauf an eine bekannte Spielefirma?
Ein Verkauf ist nicht in der Diskussion, die langfristige Perspektive ist es eher, die Marktposition als einer der führenden Anbieter von Online-Spielen weiter auszubauen und die Weichen dabei in allen Unternehmensbereichen auf Wachstum gestellt zu lassen.

Zum Schluss noch ein Blick in die Zukunft: Wo steht InnoGames in einem Jahr?
Wir haben uns in allen Bereichen des MMO-Gamings, also Social, Browser, Client und mobile, etabliert und beschäftigen in Hamburg nahezu 200 Mitarbeiter.

Zur Person
Michael Zillmer ist Mitbegründer und Geschäftsführer von InnoGames. Beim jungen Unternehmen kümmert er sich um die Bereiche Personal und Finanzen. Noch als Auszubildender entwickelte er 2003 zusammen mit den Brüdern Hendrik und Eike Klindworth das heute äußerst populäre Browserspiel „Die Stämme“. Für die erste spielbare Version des Strategiespiel benötigte das Team nur rund einen Monat Programmierzeit. Aus diesem kleinen Hobbyprojekt entstand 2007 die InnoGames GmbH, die heute nach eigenen Angaben über 50 Millionen Nutzer aus 200 Ländern ihr Eigen nennt.

Artikel zum Thema
* Fidelity investiert in InnoGames
* InnoGames auf der Überholspur

Kurzmitteilungen: CriticsCrater, Green Avenue, Sevenload, cavi.tv, Freelancerwissen, Kopf schlägt Kapital 2010

Di, 08/17/2010 - 16:02

Aktuelle Neuigkeiten aus der Internetwelt in Kurzform.

* Abkotzen: Das Schweizer Start-up CriticsCrater (www.criticscrater.com) will dem “kleinen Mann” im Kampf gegen Großkonzerne eine Stimme verleihen. Auf der Plattform können Nutzer Kritik an sämtlichen großen Firmen üben und somit – im besten Fall – gesammelt Druck ausüben. Aus Persönlichkeitsschutzgründen ist es hingegen verboten, einzelne Personen oder Kleinfirmen zu kritisieren – Aldi, Burger King und Amazon bekommen aber ihr Fett weg.

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* 30 Euro Rabatt für ds-Leser beim Online Marketing Camp. Vom 1. bis 4. September 2010 findet an der Hamburg Media School das 4. Online Marketing Camp statt. Wie werde ich als Erstes bei Google gefunden? Wie steigere ich meine Verkäufe? Wie messe ich, was meine Marketinginvestitionen bewirken? Wie werde ich im Netz bekannt? Branchenprofis und Experten vermitteln alles Wissenswerte, sämtliche Tricks und Kniffe, die Online-Experten benötigen. Angesprochen sind Unternehmer, Mitarbeiter aus internetnahen Branchen oder Marketing-Interessierte auf der Suche nach Jobs in Medien und Internet. Das Camp zielt auf sofort messbare Resultate in Job, Unternhemen und Karriere. Bitte bei Anmeldung Code DSOMC2010IV angeben und den Rabatt für ds-Leser sichern. www.hamburgmediaschool.com/onlinemarketingcamp

* Für die Kleinsten: Bunte Kleider und lustige Spielsachen, allesamt ökologisch hergestellt, bietet der Onlinshop Green Avenue (www.green-avenue.com) an. “Wir zeigen, dass man ‘Bio’ und ‘Style’ – abseits von jeglichen Öko-Klischees – perfekt verbinden kann”, erklären die Gründer-Zwillinge Janna Kersting und Julia Hauffe. Auch soziale Nachhaltigkeit sei ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl ihrer Lieferanten. Neben Babymode und Spielsachen verkaufen die Münchnerinnen mittlerweile auch Kindermöbel, Kuscheltiere, Kinder-Bettwäsche und andere Accessoires.

* Video meets Shopping: Das Videoportal Sevenload (www.sevenload.com) setzt mit seinem technischen Kooperationspartner cavi.tv (www.cavi.tv) nun ganz auf InVideo-Shopping. Auf dem Musikportal sevenload Music TV können Nutzer ab sofort zu den Videos ihrer Stars Fanartikel kaufen – direkt im Videoplayer. Auch die Outfits von Lady Gaga und Co sind mit einem Klick bestellt. “Musikvideos und E-Commerce gehören zusammen. Die Nutzer von Musikangeboten wie sevenload Music TV tätigen in diesem hochwertigen Umfeld emotionale Käufe. Mit Cavi verwandeln wir dabei praktisch jedes Video in einen eigenen Shop. Bereits bestehende eigene oder fremde Online-Shops lassen sich einfach einbinden”, sagt Dominik Reisig, Geschäftsführer und Gründer von Cavi.

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* Steuerberatung für Start-ups: steuerberaten.de ist Deutschlands erstes Online-Steuerbüro. Die Kombination aus 25 Jahre Erfahrung als Steuerberater mit den Möglichkeiten des Internets führt zu einer sehr effizienten Organisation. Leistungen wie Buchführung, Lohnabrechnung oder Jahresabschluss werden oft deutlich günstiger. Und dabei muss auf eine persönliche Betreuung durch einen festen Steuerberater nicht verzichtet werden.
Zum Steuerberater

* Branchenspezifisch: Auf der Wissensplattform Freelancerwissen (www.freelancerwissen.de) tauschen sich Selbständige und Freiberufler zu branchenspezifischen Themen aus. Das Konzept: Mitglieder stellen ihr Expertenwissen zur Verfügung, diskutieren mit- und profitieren voneinander. Zu den Themen zählen unter anderem Finanzen, Versicherung, Recht und Marketing. Auch Nachrichten und Studien aus der IT- und Telekommunikationsbranche werden auf der Plattform veröffentlicht.

* Kopf schlägt Kapital 2010: Im Rahmen des Entrepreneurship Summit 2010, der am 6. November stattfindet, startet die Stiftung Entrepreneurship von Professor Faltin einen Gründer-Wettbewerb. Teilnehmen können Business-Konzepte, die mit wenig Kapital umgesetzt werden oder eine innovative Finanzierungsmethode einsetzen. Außerdem muss das Konzept ökonomisch nachhaltig und originell sein. Wobei nur Unternehmen in Frage kommen, die maximal fünf Jahre alt sind. Bewerbungen sind noch bis zum 1. November möglich. Der Gewinner auf dem Entrepreneurship Summit 2010 mit einem Preis ausgezeichnet.

Lesestoff: Landing Pages

Di, 08/17/2010 - 13:50

In unserer Rubrik Lesestoff stellen wir aktuelle und spannende Bücher vor.

Landing Pages: Optimierung, Testen, Conversions generieren
“Wie viel Geld verlieren Sie, weil Ihre Landing Page schlecht gestaltet ist?”, fragt Tim Ash, Autor des Buches “Landing Pages: Optimierung, Testen, Conversions generieren”. Der Vorstand von SiteTuners.com liefert in seinem Werk anschließend selbstverständlich Tipps und Tricks, wie man seine Landing Pages so gestaltet, dass man kein Geld mehr verliert. Dabei rät er systematisch vorzugehen: Zunächst steht die Ermittlung erfolgsentscheidender Elemente der eigenen Website im Vordergrund, anschließend die Ermittlung des tatsächlichen wirtschaftlichen Wertes. Weitere wichtige Aspekte sind die Definition von wichtigen Besucherklassen und der wichtigsten Conversion-Aufgaben. Mitp-Verlag, 400 Seiten, 34,95 Euro.
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Artikel zum Thema
* Lesestoff: Customer Insights
* Lesestoff: SEO & Usability
* Lesestoff: Erfolgreiches e-Pricing
* Lesestoff: Facebook – Marketing unter Freunden
* Weitere Buchtipps gibt es in unserer Rubrik “Lesestoff”

“Uns gehen die Ideen nicht aus. Als nächstes kommen Müsliriegel” – Max Wittrock von mymuesli im Videointerview

Di, 08/17/2010 - 11:45

In der Passauer Altstadt betreibt mymuesli (www.mymuesli.de) seit knapp einem Jahr einen eigenen Müsliladen.Vor Ort spricht mymuesli-Mitgründer Max Wittrock im Videointerview mit deutsche-startups.de über die mymuesli-Ladenkette, Erlebnisse mit glücklichen Kunden und Müsliriegel. Demnächst will das junge Unternehmen seine Produktpalette um schmackhafte Riegel erweitern. “Uns gehen die Ideen noch nicht aus”, sagt Wittrock.

Zur Person
Max Wittrock studierte von 2001 bis 2006 Jura, ab 2002 absolvierte er parallel eine Ausbildung am Institut für Journalistik der Uni Passau. Im April 2007 gründete Wittrock zusammen mit seinen Studienfreunden Hubertus Bessau und Philipp Kraiss den Müsli-Shop MyMuesli – das Start-up des Jahres 2007. Inzwischen bietet das junge Unternehmen mit mymuesli2Go auch eine Müsli-Snackversion an und macht unter dem wohlklingenden englischen Namen Porridge den guten, alten Haferschleim wieder salonfähig.

Artikel zum Thema
* Start-up-Spot: mymuesli und der selbstgedrehte iPhone-Clip
* mymuesli: Siebenstelliger Umsatz im ersten Geschäftsjahr
* mymuesli ist das Startup des Jahres



Impressum

Dr. Frank Vohle, Am Loisachbogen 7a, 82515 Wolfratshausen. Erreichbarkeit: Tel. 08171481212 oder vohle@web.de.


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