Helge Staedtler
Ergebnisse des iOS & Mobile Development: Designing User Experiences 2010
Im vergangenen Semester ist die Veranstaltung “Designing User Experiences: Development of Mobile Applications for iPhone and Android.” (für Details siehe mehr hier) sehr erfolgreich abgeschlossen worden. Die Veranstaltung hat einige spannende Ergebnisse hervorgebracht, die ich der geneigten Öffentlichkeit nicht vorenthalten möchte. Zur Dokumentation der Ergebnisse wurde eine MediaWiki-Installation verwendet, in der man die Ergebnisse einsehen kann.
Ergebnisse / Apps der Projektgruppen:
- Klowand (Participants: Dietrich Barsilowski, Jaap Groeneveld, Bernhard Katzmarski, Christian Lüdke, Marten Wirsik)
[BINARY: YES/ iPhone] - BarGuide (Participants: Jan Philipp Görler, Julian Tietje)
[BINARY: NO/ Android] - TimeTracker (Participants: Volkan Gizli, Artur Malek, Nicolas Pauluhn, Yasin Ünsal)
[BINARY: YES/ iPhone] - iPenguin (Participants: Benjamin Jemlich, Marten Ellßel, Luise Klein, Zuolin Xu)
[BINARY: YES/ iPhone] - Cookbook (Participants: Bastian Breit, Niels Eike)
[BINARY: NO/ Android] - iGardener (Participants: Guangtao Zhang, Diying Tang, Qingteng Chang, Shanghao Dong)
[BINARY: YES/ iPhone] - ANote (Participants: Andreas Bender, Tobias Grönert, Wiebke Sauerland)
[BINARY: YES/ Android] - Stud.IP-Phone (Participants: Bjoern Scholvin, Matthias Klawon, Rafael Bugajweski, Agnieszka Bugajewski, Christian Manteuffel)
[BINARY: NO/ iPhone]
Die Veranstaltung hat viel Freude gemacht und einige Apps hervorgebracht, die das Zeug dazu haben auch eine Veröffentlichung im Store zu bekommen. Leider hat die Universität derzeit noch keine Möglichkeit Apps im Store unterzubringen.
var prxPlaceId = 2283; var prxPlaceTitle = "Ergebnisse des iOS & Mobile Development: Designing User Experiences 2010"Mendeley.com: Das GIThub für wissenschaftliche Texte
Durch die Veröffentlichung der iPhone App zu Mendeley bin ich auf diesen neuen Service für die Wissenschaft aufmerksam geworden.
Mendeley ist ein neuer Web 2.0 Service zur Verwaltung der eigenen Literatur. Es hat den Anschein, dass dieses Mendeley all das richtig macht, was RefWorks und Konsorten über die Jahre nicht hingekriegt haben: Das wirkliche Sharing und eine vergleichsweise einfache Bedienung mit angeschlossener Community! Gratulation! Tja, liebe Bibliotheken, da zieht gerade Eure Götterdämmerung gerade ein wenig mehr herauf, wenn ihr Euch nicht anstrengt.
Bleibt noch abzuwarten, ob Mendeley gegen RefWorks und Zotero besser aussieht. Konkurrenz belebt das Geschäft… bleibt weiter spannend. Meine BibTeX-Files kann ich dann wohl doch besser auf GitHub hochladen.
Display zugleich als optischer Scanner
heise.de berichtet gerade von einem Display das in der Lage ist zugleich als Scanner zu funktionieren. Auf sowas hab ich ja schon lange gewartet muss ich sagen. Gut, die Auflösung von 100 dpi ist jetzt noch nicht die Welt und für Texterkennung wohl nicht geeignet, aber es ist ein Anfang.
Wenn das mal keine Probleme mit Apple gibt, denn soweit ich weiß, besteht da auch ein Patentantrag aus dem Jahr 2004 auf eine ebensolche Technologie (mehr dazu in der Patentbeschreibung).
Unabhängig von eventuellen Patenten wäre es natürlich großartig auf diese Art und Weise z.B. direkt am Bildschirm eine Textseite oder eine Abbildung scannen zu können. Das wäre die ultimative Überwindung der analog-digitalen Schranke, Copy & Paste sowie Digitalisierung finden dann in einem Schritt statt ohne komplizierte weitere Geräte. Für das wissenschaftliche Arbeiten oder für Journalisten wäre es sicher sehr nützlich. In Verbindung mit Touchdisplays wäre es ebenso eine klasse Sache, z.B. wenn ein iDevice auch als Miniscanner tauglich wäre.
2 Mrd, 31 Mrd, 200 Mrd, 480 Mrd, 750 Mrd, …
Quelle: Eigene Recherche und Grafik
In der nunmehr dritten Runde sollen 2,7 Mrd € für die Exzellenzinitiative der Unis in Deutschland bereitgestellt werden. Darauf bewerben sich derzeit schon über 60 Unis. Forschungsgeld für ein paar wenige Hochschulen/Losgewinner, das beste Investment in unsere Zukunft?
Im Jahr 2010 beträgt der Verteidigungshaushalt der Bundesrepublik ca 31 Mrd €, wobei wohl auch eine Menge für die derzeitige Kriegsführung verwendet werden dürfte. Krieg in anderen Ländern führen, das beste Investment in unsere Zukunft?
In den USA hat die Firma Apple gerade eine Marktkapitalisierung (Börsenwert) von ca. 200 Mrd $US erreicht. Angesichts dessen müsste man wohl eher von der Apple Bank reden. iMac/iPhone/iPod/iPad, das beste Investment in unsere Zukunft?
Für schlanke 480 Mrd € haben wir Steuerzahler die mit Sicherheit fällige Bürgschaft für die Kredite (also einen Kerngeschäftsbereich des Risikomanagements) deutscher Banken übernommen, weil denen plötzlich die Hosen flattern ob ihrer eigenen riskanten Geschäfte. Schulden deutscher Banken, das beste Investment in unsere Zukunft?
In einer AdHoc-Entscheidung (war das noch demokratisch?) wurde entschieden, dass wir Steuerzahler in Europa für insgesamt weitere 750 Mrd € eine Bürgschaft also eine Haftungsübernahme (heutzutage “Rettungsschirm” genannt) für ganze Länder und deren Schulden geben sollen, die mit Sicherheit fällig wird. Schulden anderer europäischer Länder, das beste Investment in unsere Zukunft?
Angesichts der aktuellen Entwicklungen, kann man wohl davon ausgehen, dass die 0% für die Exzellenzinitiative sich auch nicht weiter erhöhen werden, wenn schon das Bafög für die Ärmsten gestrichen wird. Aus Gründen der kompletten Verzerrung der Abbildung habe ich auf die Darstellung der über 1 Trillionen liegenden Bailoutsumme der USA hier mal verzichtet.
Wenn man sich das alles mal so in Ruhe ansieht, dann muss man sich doch als normaler Mensch bei diesen Zahlen denken, dass da irgendwas nicht so ganz plausibel sein kann, oder? Wenn der Werte Blogleser dies denken sollte, habe ich hier einen Link, der eventuell interessant sein könnte. Doch Vorsicht(!): Auf der Webseite von monneta.org, der Money Network Alliance zur Erforschung und Entwicklung komplementärer Währungen findet man Informationen, die unter Umständen das eigene Wissen mehren helfen. Ich wünsche dennoch gute Erkenntnisse!
Exzellenz: Webseiten zur Initiative in Bremen
Ich weiß nicht, ob es die Seiten schon länger gibt, mir sind sie jedenfalls erst jetzt aufgefallen. Es gibt eine Webseite die spezifisch die Uni Bremen im Licht der Exzellenzinitiative vorstellt.
Die Webseite zur Exzellenzinitiative – http://www.exzellenz.uni-bremen.de
Vor allem die Bereiche die im Rahmen der Initiative erfolgreich gewesen sind (BIGSSS, MARUM & GLOMAR) werden hier mit kurzen Interviews/Filmen vorgestellt. Vielleicht auch mal ganz spannend für Besucher des Blogs, die nicht unmittelbar mit der Universität zu tun haben.
Facebook und meine Privatsphäre
Ich bin Nutzer bei Facebook, ja. Ich war es schon, als es facebook in deutscher Sprache noch nicht gab. Später wurde ich dann in den “deutschen Facebook-Ableger” migriert. Seitdem ist eine Menge passiert! Facebook hat sich seit seinen Anfängen nämlich grandios verändert, nicht nur sichtbar, sondern vor allem auch in Bereichen, die nicht so sichtbar sind für den normalen Nutzer, z. B. dem Zugang anderer zu meinen Daten. Eine Grafik, die das ganz toll zeigt habe ich über twitter gefunden – The Evolution of Privacy on Facebook:
Quelle: The Evolution of Privacy on Facebook (Link)
Ich sehe mich weit davon entfernt, ein Social Network wie facebook pauschal zu verurteilen, aber diese Veränderungen sind schon bemerkenswert.
Update 19.5.2010
Für alle, die dieser Entwicklung zumindest mal selbst nachspüren möchten, gibt es einen tollen neuen Dienst dafür: http://www.reclaimprivacy.org
Aus der Beschreibung:
This website provides an independent and open tool for scanning your Facebook privacy settings. The source code and its development will always remain open and transparent.
Ich hab es selbst ausprobiert und das Ergebnis war zu meiner Zufriedenheit. wie folgt:
Das Gute ist, man kann sofort über das Tool die Einstellungen korrigieren, ohne lang suchen zu müssen. Kann ich also nur weiterempfehlen!
Update 21.5.2010
Netzpolitik.org berichtet über eine Sendung zu dem Thema in der ARD. Den entsprechenden Videoausschnitt verlinke ich hier mal direkt.
Die ARD-Sendung Monitor at festgestellt, dass bei Facebook unverschlüsselt Passwörter übertragen werden: Im Visier von Facebook: Das Ende der Privatheit. Was offensichtlich ist, wenn man Facebook über https aufruft und dann schnell bei http landet. Aber thematisiert wird auch eine andere Sache, die vielen auf die Nerven geht: Viele geben einfach ihr ganzes Adressbuch für Facebook frei und dann landen auch persönliche Mailadressen in der Facebook-Datenbank, auf die man keine Lust hat.
Wirklich bemerkenswert ist für mich an diesem Beitrag gewesen, dass da tatsächlich vollständige Adressbuchinformationen von den Email-Adressbüchern der Nutzer gezogen werden und sowohl Passwörter als auch Inhalte dann noch unverschlüsselt über die Leitung rauschen. Wer natürlich sein Adressbuch irgendwo hochlädt sollte damit rechnen dass das da ausgeschlachtet wird, dennoch, dass sogar Kommentare in Freitextfeldern zu Adressbucheinträgen übertragen werden, finde ich einmal mehr Beleg dafür, dass FB datensammelwütig ist! Das ist ja kein Programmiererfehler, das ist so gewollt, so designed, so programmiert worden.
Mein Name ist Frank Vohle (Impressum s.u.). In meinem Blog halte ich einige Gedanken fest, die sich um die Themen Didaktik, Lernen, Bildung & digitale Medien drehen. Derzeit bin ich in folgenden Organisationen aktiv: