Helge Staedtler
Sonne, Schnee + Schokolade: Schweiz.
Der Blogbetreiber verabschiedet sich für eine Woche in die Schweizer Alpen nach Les Crosets an der Grenze zum Skigebiet Avoriaz und wird dort weder twittern, noch bloggen, noch facebooken, noch in delicious Links einsammeln, oder gar twitpics versenden. Vor allem aber wird er kein Xing und keine E-Mail abrufen, keine Hashtags kreieren, keine Etherpads aufsetzen und keine einzige mixxt-Seite besuchen. Der Blogbetreiber wird auch kein einziges Grafikmashup photoshoppen, keine Fotogalerie hochladen und auch nicht an WP Proximo weiterbauen.
Das heißt: Es läuft primär auf eine Woche UV-Strahlung einsammeln, Skipisten faven, Liftrouten verlinken und Trailblazing im Schnee hinaus bis zum Total Whiteout. Schöne Woche wünsche ich Euch allen!
var prxPlaceId = 2046; var prxPlaceTitle = "Sonne, Schnee + Schokolade: Schweiz."You don’t lie to Google
Warum sind Blogger und Twitterer im Netz offenbar so “hart”, so “direkt”, so “angreifend” oder einfach nur “ehrlich”? Die Antwort darauf ist verkürzt gesagt: “You don’t lie to Google!”
Quelle: Eigenes Mashup aus onecomics.it und tellingsecrets
Was will ich damit sagen? Wer twittert, bloggt und in Suchmaschinen seine Suchworte eingibt, der tut sich keinen Gefallen, wenn er lügt. Warum? Das möchte ich kurz erläutern. Sinn und Zweck der Kommunikation (auch mit einer Suchmaschine) ist oft, dass man weiterkommen möchte, man möchte finden. Man möchte kongeniale Kommunikationspartner finden, man möchte die Dinge finden für die man sich interessiert. Um einen Monolog zu halten ruft man keine Suchmaschine auf, man twittert nicht und man bloggt nicht. Einen Monolog kann man jederzeit anders realisieren.
Erst die Verknüpfungen des Inhalts über den ich Kommunikation herstellen möchte mit den Inhalten anderer lässt das Netz “vibrieren”. Ich gehe also am besten mit einem authentischen und ehrlichen Inhalt “auf Sendung”, damit ich auch passende Verknüpfungen erhalte. Ich gebe bei einer Suchmaschine eben ein was mich interessiert und offenbare damit Anknüpfungspunkte für den Algorithmus der dahinter steht.
Hier zur Lüge zu greifen wäre geradezu töricht! Denn wer will schon unpassende Verknüpfungen haben? Wo bringt mich das weiter? Diese neue Ehrlichkeit ist es denn auch, die sowohl Neulinge im Netz, als auch angestammte Medienhäuser immer wieder überrascht und teilweise aggressiv und unverhüllt wirkt. Viele fühlen sich von der Ehrlichkeit angegriffen, dabei ist es nur logisch, dass der Blogger, Twitterer und Suchmaschinennutzer seine wahrhaftigen Inhaltsinteressen zumindest für einen Teilbereich der ihn interessiert preisgibt.
Der Übergang von der Wahrheit über reine Werbung und verzerrte Darstellung bis hin zur Lüge ist hier jedoch fließend wie man aus Erfahrung weiß, daher eignen sich die Kommunikationskanäle des Internet natürlich auch fantastisch dazu, ein vollständiges Lügengebäude aus vorgegebenen inhaltlichen Interessen aufzubauen. Das passiert und es ist ein Teil des Internet. Doch bilden sich dann unter Umständen schnell Netzverbindungen zu Belegen, die die Lüge entlarven. Das Netz repariert sich hier quasi selbst und deckt Widersprüche scheinbar “gnadenlos” auf. Das bedeutet also eigentlich, dass gilt: “You don’t lie to the Internet!”. Da das Internet in erster Linie von Menschen gemacht wird kommen wir zum Ausgangspunkt zurück: Lügen haben kurze Beine. Innerhalb des Internet sind sie noch kürzer als außerhalb des Internet.
Why do I blog this? Sandra hatte in ihren Kommentare den Punkt aufgebracht, dass im Internet vermeintlich rücksichtsloser oder aggressiver kommuniziert würde. Ich halte das teilweise auch für ehrlichere Kommunikation, die bestimmte Netzverbindungen anzieht und andere verhindert. Jedenfalls offenbart sie ein “Senderprofil” dieses Netzknotens, das u.U. attraktiv für andere ist. Das Meme “You don’t lie to Google.” ist mir zuerst auf dem 26C3 begegnet. Googelt man danach findet man das hier: Contrasts in How Google Suggests Searches
CampusHub Mobile bei ENERGY Bremen
Willkommen liebe Besucher von der ENERGY Bremen Webseite! zuerst einmal “Danke!”, falls ihr CampusHub schon heruntergeladen habt. Nur für Euch macht es Spaß das zu entwickeln. Mehr Informationen zur CampusHub App für iPhone & iPod Touch gibt es hier im Blog.
CampusHub ist Englisch und spricht sich “kampuss-happ”. Es bedeutet die Vereinigung mehrerer wichtiger Dinge an einem Ort bzw. Knotenpunkt.
Hier könnt ihr in Ruhe einen Blick hinter die Kulissen und auf die Entstehung der CampusHub App werfen.
Auf der offiziellen Entwicklerseite gibt es die detaillierte Beschreibung und noch weitere spannende Apps zu entdecken die vielleicht interessant sein könnten für Euch.
CampusHub jetzt in iTunes downloaden/installieren
Update 18.2.2010
Heute wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass die University of Texas (UT) in den USA gerade gerichtlich gegen die iPhone App der Firma mutualmobile.com iTexas vorgeht, die für Studierende der UT sehr wichtige Infos kompakt und bequem bereitstellt. In den Austin Texas News steht ein Artikel, der den Rechtsstreit beleuchtet zugleich hat “The Chronicle of Higher Education” eine Meldung dazu. Die Firma hat mittlerweile sogar eine Pressemitteilung herausgegeben, um auf die Aktivitäten der Uni zu reagieren.
Nur zur Klarstellung vorab: Sollte die Universität Bremen erwägen rechtliche Schritte gegen mich als Entwickler von CampusHub einzuleiten, schlage ich vor, dass man mich vorher anruft und mit mir persönlich darüber spricht. Ganz sicher lässt sich so etwas ohne Rechtsstreit und ohne Verzögerung klären. Da die Uni Bremen derzeit noch keinerlei eigene iPhone App im Angebot hat, sehe ich nur Vorteile für alle in der Existenz von CampusHub. Sollte die Universität hier ein Problem sehen, lässt sich das aus dem Weg räumen. Ich bin hier offen und jederzeit bereit zum Gespräch. Auch wird in der zugehörigen Support Webseite zur App eindeutig darauf hingewiesen, dass die App kein offizielles Angebot der Uni Bremen darstellt.
Why do I blog this? In naher Zukunft wird es wieder ein Update der CampusHub App geben. U.a. mit Offline-Gebäudeplan, und deutlich verbessertem Mensaplan (durch die Technologie CampusHub Extractor) Die große Zahl der Downloads bestätigt mich darin die App weiterzuentwickeln. Ich hoffe sie wird Stück für Stück dann ein wenig besser darin was sie kann.
Für alle die sich grade wundern warum hier ein Blogeintrag steht: Ich habe am 10. Februar bei Axel (Einemann) und Anna (Maria Wiede) von ENERGY Bremen MOIN CampusHub einmal näher vorgestellt. Ich hab mich gefreut einmal beim Radio zu sein und so mit den Nutzern der App in Verbindung treten zu können. Die “Podcasting”-Ausrüstung die sie bei ENERGY dort übrigens haben ist nochmal deutlich was anderes, als mein kleines Mikro+Laptopstudio für den thetarock’r.
Danke an Anna & Axel für das sympathische Interview, und Anna: So ein SmartPhone ist echt nicht so schwer zu bedienen, lang nicht so kompliziert wie Word!! Spannend war es auch mal einen Blick in die Redaktionsräume zu werfen. By the way: Die ENERGY-iPhone App hab ich natürlich auch installiert, allerdings auch die App von meinem Heimatsender Radio FFN.
Hamburg 2010: Die große Freiheit… ver(w)irrt!
Das Educamp 2010 in Hamburg ist vorbei, mein Kopf voll mit sich widersprechender Information. Sowas habe ich lange nicht mehr erlebt, das mich eine Veranstaltung derart verwirrt hat. Bislang hatte ich die Educamps immer aus sicherer Ferne beobachtet und mich gefragt, was dort eigentlich passiert. Was das Ergebnis wohl für den Einzelnen ist, hab ich mich dabei oft gefragt.
Erwartungen
Ich meine, ich habe ähnliche Formate und Veranstaltungen schon häufig besucht, aber halt noch kein Educamp. Ich dachte mir hinfahren und selbst angucken ist der beste Weg rauszufinden was dort passiert. Jetzt habe ich eine Menge Eindrücke im Kopf, und ein merkwürdiges Gefühl und ich bin verwirrt.
Das es kein GeekCamp sein würde, das war mir vorher klar, aber, ich dachte schon, dass die Leute die dort hingehen, sowas wie ein gemeinsames Verständnis haben von dem Ding mit dem sie sich da beschäftigen. “Edu” dachte ich, das heißt, die sind sich zumindest über den Begriff “Bildung” einigermaßen einig.
Rückblick
Allerdings hat mich dann doch die schiere Anzahl an Statements und Projektionen zum und auf den Begriff Bildung schlichtweg erschlagen. Sorry, Leute da komme ich absolut nicht mehr mit, was ihr da alles unter dem EINEN Begriff verankert sehen wollt. Ich hatte den Eindruck, Begriffe wie “Schule”, “Management”, “Finanzierung”, “Ausbildung”, “Lernen”, “Informelles Lernen”, “Wissen”, “Informieren”, “Kommunizieren”, “Kultur”, “Hochschule”, “Grundschule”, “Didaktik” und “Pädagogik” wurden teilweise wahllos durcheinandergewürfelt.
Organisation & Technik
Die Organisation fand ich prima. Die Beamer haben alle funktioniert, das WLAN ging wenn es gebraucht wurde für mind. 2h (und wenn nicht hab ich zumindest immer mein 3G in der Tasche gehabt). Die Infotheke hätte ich persönlich einem deutlich optisch ansprechenderem “Branding” (mit mehr “EduCamp-Logo”) unterzogen, aber das ist ja Geschmackssache. Die Belegung des Sessiongrids hätte ich persönlich in der LoTec-Variante (auf Papier) durchgeführt (auch zur Abstimmung), oder aber richtig HiTec (sprich Wiki für alle dezentral zu befüllen). So war die Vorstellung von Sessionideen eher eine Art Ritual ohne Wirkung mit dem Ergebnis First-Come-First-Serve. Meinen Strombedarf hab ich etwas gezügelt, da die Anzahl der Quellen für Energie doch überschaubar war. Ich sag dazu nur: “Kabelsalat ist gesund!”
Lernraum
Die Räumlichkeiten haben mich jetzt nicht wirklich zum Lernen eingeladen. So ein Stuhlkreis um eine Tafel…? Hey, Leute: “Walk your Talk!” sag ich da, lebt doch bitte mal, was ihr fordert. Wer e-Portfolios, Smartboards, Laptopklassen, Mobile Campus, oder schlicht Revolution im Lehrraum usw. fordert, der sollte doch die eigenen Sessions oder zumindest einen Raum exemplarisch möglichst mal volle Kanne damit ausrüsten. Das fängt mit flächendeckender Stromversorgung für jeden Stuhl der im Raum steht an und hört bei der Umgestaltung des restlichen Raumes noch nicht auf. Stattdessen war da oft nicht mehr als Frontalvortrag mit “Hand hoch bitte, zum Wortmelden” als Lernerfahrung abzugreifen. Woohooo, das trieft ja vor Innovation!
Ja, ich weiß wirklich nicht, was ich von meinen Eindrücken machen soll. Ich glaube ich warte mal ‘ne Woche und was ich dann nicht vergessen hab, das muss mir wichtig gewesen sein und das blogge ich dann nochmal.
Bis dahin ein schönes restliches Wochenende allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen des #ec10hh.
Update 7.2.2010
Eine Idee hätte ich für das nächste EduCamp: Einen Raum so umgestalten, dass man sich an einem führenden Vorbild in Bildungsfragen orientiert. Zum Beispiel den Lehrraum einer so oft zitierten finnischen Schule oder Hochschule mal nachbilden und ausprobieren.
Weiteres Update (gleicher Tag)
So langsam trudeln einige Blognachbetrachtungen ein. Ich mach mal eine Liste hier auf:
- Ann-Theres: Das Internet als Bildungsraum…
- Ralf Appelt: Rückblick EduCamp in Hamburg 2010
- Christian Beermann: Das Portfolioparadox
- Arne-Christian Beier: Session Impression #ec10hh – Kobito Dispatching, Aftercamp-Session 2.5 #ec10hh, Session Impression #ec10hh – Virtuelles Klassenzimmer mit standard web 2.0 Tools, Session Impression #ec10hh – Schulentwicklung Web 2.0
- Lutz Berger: Schulmeister, Fleißkärtchen und Bildung als ein träger Tanker
- Thomas Bernhardt: The Future of EduCamp
- Tamara Bianco: Educamp in Hamburg – Teil 1, Educamp in Hamburg – Teil 2
- Illona Buchem: Educamp Hamburg 2010 – eine Reflexion
- Alexander Florian: EduCamp 2010 Hamburg
- Melanie Gottschalk: Edu-Camps als Alternative?
- Benjamin Jörissen: Nachgedanken zum Educamp 2010 Hamburg
- Sandra Hofhues: EduCamp Hamburg 2010 – Versuch eines Rückblicks
- Saskia-Janina Kepp: #ec10hh
- Monika E. König: Meine Sicht auf die Dinge, das Leben und das #ec10hh
- Jean-Pol Martin: Educamp Hamburg, @Mons7 und bottom-up guerilla.
- Kerstin Mayrberger: Rückblick auf mein erstes EduCamp …
- André Mersch: 7 Dinge, die man über ein Educamp wissen sollte
- Karlheinz Pape: Klassische Konferenzen mit BarCamp-Elementen mischen?
- Sebastian Plönges: #ec10hh. Das Hamburger EduCamp – ex post.
- Maik Riecken: EduCamp in Hamburg 2010
- Jochen Robes (weiterbildungsblog): Banking 2.0, LEARNTEC und EduCamp (2)
- Lisa Rosa: eduCamp 2010 in Hamburg #ec10hh, Leitmedium als Katalysator, Revolution und andere schwierige Dinge
- Wolfgang Ruge: Auf Augenhöhe – ec10hh – Tag 1, Educamp Tag 2
- Michael Schaller: Educamp als Bildungsraum
- Mandy Schiefner: EduCamp & Wissenschaftszirkus
- Tim Schlotfeldt: EduCamp 2010 Hamburg – Tag 1, EduCamp 2010 Hamburg – Tag 2
- Moritz Schott: Education Camp 2010 Hamburg #ec10hh
- Christina Schwalbe: EduCamp 2010 :: (kl)eine Nachlese
- Horst Sievert: EduCamp Hamburg 2010 – Erfahrungen
- Helge Städtler (Bildungsreporter): Educamp 2010 – die leise Bildungsrevolution
- Tamim Swaid: Wie war das EduCamp 2010?
- Oliver Tacke (Bildungsreporter): Hamburger EduCamp: Die umstrittene Podiumsdiskussion
- ursel: Lebhaftes vom EduCamp2010
- Joachim Wedekind: EduCamp 2010 Hamburg
- Mehr Berichte gibts hier…
Fotos und optische Impressionen
Hier ein paar Fotos vom EduCamp gesammelt von klisch.
Fotos von Ralf Appelt.
HINWEIS
Weitere Beiträge zur Nachlese des Camps hat Ralf in der mixxt-Plattform erbeten.
Jetzt selbst einen Nachlesebeitrag spenden…
Update 17.2.2010
So, die Woche ist um, das Educamp liegt jetzt gefühlt schon einen halben Monat hinter mir… huch… das sind aber erst 10 Tage gewesen. Zeit nochmal Ergänzungen vorzunehmen, wie versprochen. Damit ich nicht einen endlosen Text baue, versuche ich das in Punktlisten abzuarbeiten:
- Das Educamp war und bleibt verwirrend für mich; auch mit dem Abstand den ich jetzt habe.
- Das Educamp war mir persönlich zuviel “Talk” und zu wenig “Walk”.
- Das Educamp hat zig Blog-Kommentare hervorgerufen, von denen jeder seinen Wert hat und eine echte Bereicherung darstellt.
- Das Educamp sollte immer einen BarJam enthalten!
- Das Educamp hat zum Clash-of-Cultures geführt; in vielerlei Hinsicht und in vielen Blogkommentaren.
- Das Educamp ist ganz ausgezeichnet von Rolf Schulmeister genutzt worden, einen spannenden Impuls in das Netz zu geben. Auf diesen Impuls hat das Netz und keine Einzelperson in einer noch viel spannenderen Art und Weise geantwortet.
- Das Educamp und die Diskussionen um Rolf Schulmeisters “Ansichten zur Kommentarkultur” haben eine riesige, klaffende, kulturelle Lücke aufgezeigt zwischen denen, die sich wie “ein Fisch im Wasser” im Cyberspace fühlen und denen die “selbst mit malerischen Schwimmflügeln gegen das Untergehen kämpfen”.
- Das Educamp war um es mit einem Zitat eines Zitats zu sagen ein “Kickintheass um die Action jetzt anzustarten”
- Nach dem Educamp ist vor dem Educamp!
- Ein Educamp mit 90 Teilnehmern hat mehr als 90 Teilnehmer.
- Educamp ist, wenn sich 200 Leute treffen und jeder leicht ver(w)irrt nach Hause geht.
Why do I blog this? Ich frage mich wirklich grade was hat mir das EduCamp gebracht. Und da ist zuallererst diese unglaubliche Verwirrung durch die Begriffe. Sowas hab ich wirklich noch nicht erlebt. Dass die Leute bei so viel Freiheit in der Nutzung der Worte dann zwangsweise aneinander vorbeireden müssen liegt da schon fast auf der Hand. Ich denke, hier bieten sich mannigfaltige Chancen auf dem nächsten Camp mal eine Begriffsklärung herbeizuführen für Kernbegriffe.
EduCamp 2010… Countdown…3…2…1.
Hier geht’s zum EduCamp über diverse Links die im Lauf des Tages noch ergänzt werden… eigener TV-Kanal “EduCamp TV Live Stream” folgt dann später hier…
- http://educamp.mixxt.de – Communityseite
- http://educamp.codaco-tool.de/view/web Twitterwall
- http://educamp.codacotool.de/view/mobile Twitterwall mobile für Phones
- http://blogs.epb.uni-hamburg.de/educamp EduCamp Blog (Hamburg)
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Quelle: Das Original Twitter Search Widget.
Sessionmaterial
Anleitung zum Kobito Dispatching – Material (als PDF)
Update 5.2.2010
Die Zeit rast auf 1700 Uhr zu, das offizielle Sessionende rückt näher und ein erstes Zwischenfazit für das Educamp ist für mich: Lernen und der Lernende wird viel weniger in den Fokus genommen, als ich es von einem Educamp erwartet hätte. Vermutlich auch, weil die Lernenden kaum mit von der Partie sind beim EduCamp. Ich habe wahnsinnig viel über zentrale Lösungsansätze gehört. Ich hab wirklich sowas von unterschiedliche Auffassungen kennengelernt, was Menschen meinen, welche Aufgabe Bildung hat. Ich bin tatsächlich sogar ein wenig erschüttert, WIE stark unterschiedlich die Auffassungen sind, was die Teilnehmer hier als Aufgaben der Bildung sehen; mich nehme ich da explizit nicht aus!
Ich habe in den Sessions in denen ich anwesend war versucht mich einzubringen und auch provokativ zu sein. Ich bin mir eigentlich sicher, dass ich damit teilweise ganz schön angeeckt sein muss. Aber wenn man z.B. die Aufgabe von Bildung reduziert auf “Produktion von Humankapital als Wissensarbeiter der Zukunft” entgegengeschleudert bekommt, ohlala, dann muss ich da provokativ nachfragen.
Ich hoffe ich konnte das Camp heute durch meinen Beitrag bereichern. Bei meiner Zielgruppeneinschätzung lag ich vermutlich nicht wahnsinnig falsch. Die 45-minütigen Zeitlimits für die Sessions sind allerdings auch hier – wie in der Schule – der Lernkiller Nummer 1 für “deep learning” wenn man das mal so sagen will. Dennoch, durch ein wenig High Speed Time Travelling sind wir grade noch rechtzeitig aus der Zukunft zurückgekehrt, bevor die Zeit in der Gegenwart ablief für die Session.
Merkwürdigerweise habe ich mich in der “Community” doch eher als eine Art Aussenseiter gefühlt. Warum weiß ich eigentlich noch gar nicht so genau… na ja, gleich gehts ins Abendprogramm. Dann beginnt ja eigentlich erst das “richtige” Netzwerken.
Wie Netzwerke das Lernen und Arbeiten verändern
Ein Veranstaltungshinweis für diese Woche: “So viel Vernetzung war nie: Wie Netzwerke das Lernen und Arbeiten verändern”.
Kommenden Donnerstag gibt es eine Veranstaltung bei der Bremer Volkshochschule zum Rahmenschwerpunkt des kommenden vhs-Semesters. Gegenstand der Veranstaltung werden einige spannende Fragen sein:
Fragen wie: Welche Communities bilden sich in den social networks des Internets? Was unterscheidet Netzwerke der Generation online, die mit dem Internet aufgewachsen ist, von traditionellen Netzwerkern zum Beispiel in der Freiwilligenarbeit? Welche Lerngemeinschaften etablieren sich im second life? Wie kann Weiterbildung Menschen für das Handeln in Netzwerken kompetent machen?
Ich besuche diese Veranstaltung auf Einladung der vhs erstmals und werde versuchen als Podiumsteilnehmer einen Blick in die Netzwerkwelt aus meiner Sicht zu ermöglichen, sowie mich den angesprochenen Fragen zu stellen. Ich bin gespannt und freue mich auf rege Diskussion. Freitag Früh gehts dann gleich weiter zum EduCamp nach Hamburg, da findet das Thema dann auch ohne Themensetzung seine praktische Fortsetzung.
Update 4.2.2010
Geplanter Ablauf des Abends:
Update 8.2.2010
Eine Veranstaltung auf der ich den sehr sympathischen Theaterregisseur Patrick Schimanski kennenlernen durfte, der mich auf die T-U-B-E aufmerksam gemacht hat und auf Peter Hacks und die Geschichte vom “Schuhu und der fliegenden Prinzessin”, und eine sehr engagierte Birgit Pfeiffer von der zeitweise Freiwilligen-Agentur Bremen die soweit ich mir das noch merken konnte mit dem Netzwerk aktivoli.de hier im Norden kooperiert.
Geographische Informationssysteme mit freier Software und freien Diensten
Am 26.01.2010 hatte die Gesellschaft für Informatik, Regionalgruppe Bremen Oldenburg eingeladen zu einer Veranstaltung. Prof. Dr.-Ing. Peter Korduan vom Institut für Management ländlicher Räume der Universität Rostock hielt einen Vortrag über “Geographische Informationssysteme mit freier Software und freien Diensten”.
Ich bin in letzter Minute hin zu diesem Vortrag und habe dann ein paar Fotos von den gezeigten Folien aufgenommen, die ich besonders interessant fand (siehe folgende Slideshow) (danke an Horst für den Hinweis auf die Veranstaltung).
[Mit PicLens anzeigen]
Ausgewählte Eindrücke von der Präsentation
Insbesondere die Hinweise auf PostGIS, eine Erweiterung zum ProstgreSQL Server fand ich spannend.
Der Ankündigungstext der mich ansprach, lautete:
Neben den privat frei nutzbaren Kartenviewern und Mashups von Google, Microsoft, Yahoo oder anderen großen Playern im Internet hat sich mit OpenStreetMap eine gänzlich freie Wiki-Weltkarte entwickelt. Es wird versucht ein Vergleich zwischen beiden Welten darzustellen. Des Weiteren soll die Rolle der OSM-Community verständlich gemacht werden, einige OpenSource Initiativen im Geobereich vorgestellt werden und Anwendungen auf der Basis von OSM gezeigt werden.
Dass Freie GIS-Software nicht nur zum ausprobieren ist, zeigen zahlreiche Anwendungen in der Praxis. Am Beispiel eines Internet-GIS für die Kreisverwaltungen von Mecklenburg-Vorpommern soll gezeigt werden, welchen Stellenwert Freie Software mittlerweile gewonnen hat.
Why do I blog this?Leider ist der Vortragende auf Open Street Map dann kaum eingegangen. Das aber hätte mich aber gerade interessiert, weil ich das gerne für das iPhone nutzen möchte. So war ich dennoch ein wenig enttäuscht über den Vortrag der immerhin über 2h ging.
1. Bremer EduHack (Part 2)
Nachdem der erste Teil zumindest einen minimalen Eidnruck vom EduHack geben sollte, hab ich heute geschafft den zweiten Teil reinzustellen. Kommen wir gleich zur Sache: Am dritten und letzten Abend des Hacks gab es dann die “Demo or Die”-Session in der die Ergebnisse vorgestellt wurden (siehe nachfolgende Slideshow mit Impressionen vom Abend).
[Mit PicLens anzeigen]
Fotos der Slideshow aufgenommen von mir an dem letzten Abend (Tag #3)
Nach der erfolgten Demo aller Teilnehmer wurden einige Awards verliehen und jeweils mit Preise bedacht, die der Veranstalter bereitgestellt hatte. Preise/Awards gingen u.a. an folgende Projekte & Teams:
- Litte Big Planet: Periodensystem per Game-Level lernen
TEAM: Thomas Wallat & Christoph Grote
Pedagogical Innovators Award - Audio-Synthesizer: SynthEdit Editor “misused”
TEAM: Frank Piesig
Wizard of Tech Award - JetPack: Collecting Videos in Firefox using custom Modules
TEAM: Michael Lund, Shaswata Panja, Suntharajan
Best Team Work Award - Lesen und Schreiben: R + PDF
TEAM: Andreas Haller und Mark Heckmann
Mighty Demo Presentors Award - Wordpress MU: Pimping Multiuser Plugin-Bundle “Buddypress” – anonymes Kontaktformular
Oliver Oster und Thomas Bernhardt
Campus Innovators Award - Machine Learning & Human Based Computing: Bilder / Texte erkennen mit “Webpardy”
TEAM: Andreas Haller
Maximum Future Potential Award
Datagotchi 3
Karsten stellte abschließen sein Datagotchi vor, die Präsentation dazu kann man nachfolgende einsehen. Er hat drei Tage lang intensiv für das iPhone an einer Portierung seines ersten Datagotchi gearbeitet (siehe Bild oben). Weitere Bilder finden sich auch in seinem Bericht zum EduHack.
DataGotchi iPhone Demo – EduHack Bremen View more presentations from Karsten D. Wolf.
Infos zu meiner eigenen Demo an dem Abend kommen demnächst. Fotos von mir habe ich leider keine, vielleicht hat jemand anders Bilder gemacht und kann mir eines schicken?
Wer ist eigentlich die UNESCO?
Das hab ich mich jedenfalls gefragt. Ja, hey, ich kann mich nicht um alles kümmern, nicht alles kennen und auch nicht alles wissen. Ich bin nicht omnipotent in Sachen was es alles gibt und was geht. Also hab ich selbst nachgesehen…
UNESCO steht für United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation.
Die UNESCO hat 193 Mitgliedstaaten. Sie ist eine rechtlich eigenständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen und hat ihren Sitz in Paris.
“Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden.” Dies ist die Leitidee der UNESCO. Sie steht in der Präambel ihrer Verfassung, die 37 Staaten am 16. November 1945 in London unterzeichnet haben. Aus der Erfahrung des Zweiten Weltkrieges zogen sie die Lehre: “Ein ausschließlich auf politischen und wirtschaftlichen Abmachungen von Regierungen beruhender Friede kann die einmütige, dauernde und aufrichtige Zustimmung der Völker der Welt nicht finden. Friede muss – wenn er nicht scheitern soll – in der geistigen und moralischen Solidarität der Menschheit verankert werden.”
Why do I blog this? Angeregt zum Nachdenken hat mich Sebastian Bleck aus der EduCamp-Community heraus mit seinem Beitrag zu dem Projekt NaviNatur im Rahmen der Diskussion zu dem kommendes Wochenende stattfindenden EduCamp in Hamburg. BTW (by-the-way): Ich verlinke nicht mehr auf die deutsche Wikipedia – stattdessen auf die englische –, bis das Klima in der deutschen WP wieder autorenfreundlicher wird und ich sicher sein kann, dass Artikel auf die ich verlinke nicht Übermorgen schon wieder gelöscht sind.
1. Bremer EduHack: Fancy, Nerdy, Geeky & Crazy! (Part 1)
Endlich! Endlich hab ich mal Zeit die Zusammenfassung vom EduHack zu bloggen. Meine Güte wie lange liegt das jetzt zurück…? Gefühlt fast ein halbes Jahr!! Also, dann… nicht lang schnacken wie der Norddeutsche zu sagen pflegt [...mitternächtliche Pause... 6:10 Uhr... weiter gehts...].
So jetzt hab ich endlich den Blogentry weiter bearbeitet. Starten wir erstmal mit dem EduHack-Meister himself erstmal rechts im Bild (Karsten D. Wolf). Karsten hatte schon letztes Jahr begonnen Werbung für das Event zu machen… und die Teilnehmer sind gekommen (siehe nachfolgendes Bild unten).
Die drei Tage, an denen ich nur den letzten Tag komplett teilnehmen konnte, waren eine spannende Sache. Hatte ich anfangs noch die Idee eine neue iPhone App zu bauen, habe ich mir gedacht, dass es eigentlich nützlich wäre erstmal die CampusHub App weiter zu verbessern, bevor ich jetzt was Neues anfange.
Da stand als nächstes der Speiseplan der Mensa auf dem Plan. Diesen gibt es derzeit nicht für das iPhone oder den iPod Touch mobil abrufbar. Also bin ich angetreten das Problem zu beheben, das ziel war also klar: “Hacking the Studentenwerk”. Mehr dazu und meine Ergebnisse weiter unten…
Angestrengtes Hacking im Projekt!
Und dann ging es echt los… ein Team machte sich auf innerhalb einer Spielekonsole ein völlig neues Bildungsspiel zu kreieren, wieder ein Team machte sich daran die Multiuser-Webloginstallation der Uni Bremen mit Plugins aufzubohren. Und natürlich durfte auch der Spaß und die Entspannung an der Gamekonsole nicht fehlen.
Ein Spiel ist immer drin…
Das war sowieso das Leitmotto, wens Spaß macht & schwer ist, ist es genau richtig. Und da wurde dann doch drei Tage lang so einiges auf die Beine gestellt. Natürlich nicht ohne eine obligatorische Pizza-Service-Bestellung, die am zweiten Tag dann mal experimentativ vom iPhone ausgeführt wurde (siehe nachfolgende Bilder).
Unsere Pizzabestellung über die Lieferservice App
Hacking the Studentenwerk
Nach einer Stärkung ist man erst Recht in Hack-Modus, so ist das zumindest bei mir. Da ich das Studentenwerk zu meinem Ziel erklärt hatte, sollte das jedoch nicht so einfach werden. Kurz: Das Problem ist, dass man an die Speiseplandaten nicht über eine Schnittstelle drankommt. Auch die abgespeckte Version des Speiseplans ist zwar öffentliche information, aber nicht öffentlich als Feed verfügbar. Die Datenbank ist “closed” und einen Feed als XML gibts schonmal gleich gar nicht! Das machte die Sache etwas komplizierter für mich (siehe Bild rechts).
Wer dem Link zum Speiseplan folgt… der stellt fest, es gibt ein Reservat für Web 1.0 und es lautet: “Uniwebseiten”. Demnach war dann auch mein primäres Ziel, das zu beheben. Mein Ansatz: Einsatz der Technologie xPath, um die relevanten Inhalte ganz einfach im Reverse Engineering bzw. Advanced Scraping abzugreifen. Das Projekt bekam den Arbeitstitel “CampusHub EXTRACTOR”, weil es aus der Webseite des Studentenwerks die relevanten Infos extrahieren sollte.
Zunächst wollte ich das Ganze mal in PHP versuchen, hab aber ganz fix die Finger davongelassen, weil ich es dann niemals in den 3 Tagen geschafft hätte. Technologie der Wahl: Serverseitiges Java (in Form von WebObjects unter Eclipse) basierend auf den Bibliotheken des janalytics-Projektes, da gibts nämlich ausgezeichnete Bibliotheken für xPath-Operationen und ich kann in Java schön sauber die Exceptions abfangen.
…to be continued in Part 2…
R.I.P. Sun Microsystems: Java will prevail!
Visit the blog of James Gosling for more…
Interview mit einem “Digital Na(t)ive”
Anja Assion hat auf telemedicus einer 14jährigen Gymnasiastin Fragen gestellt.
Felix hat sich gedacht, die Fragen kann man sich auch selbst beantworten, schliesslich kennt er sich mit dem Internet-gedöns auch ein bisschen aus. Sven auch und viele weitere (siehe unten ebenfalls) – ich übernehme die Fragen jetzt auch einfach mal.
Ich habe mich mit jemandem unterhalten, der es wissen muss. Trailblazr* ist ein waschechter „Digital Na(t)ive” und in jeder freien Minute im www unterwegs. Im Interview erzählt uns der 36jährige Forscher, Software Engineer, Visioneer und Imaginateur, wie er sich in Social Networks und Foren verhält und wie er rechtliche Fragen im Internet beurteilt.
Trailblazr, deine Generation wird als „Digital Natives” bezeichnet. Sagt dir dieser Begriff etwas?
Ja klar, das ist dieses Buzzword, mit dem wirtschaftsnahe Berater auf Kundenfang gehen und sogar sehr großen Unternehmen weismachen wollen, dass sie den Anschluss an die Kulturtechnik Internet im Prinzip verpasst haben. Das Gegenrezept, um diesen Anschluss zurückzugewinnen haben sie gleich im Gepäck in Form von jungen Menschen unter 30, die den verknöcherten Haudegen zeigen wie man sich als Immigrant in einer fremden Welt bewegt.
Du bist 36 Jahre alt und hast natürlich auch einen eigenen Computer. Seit wann besitzt du ihn und musst nicht mehr den Familien-PC benutzen?
Na, ja, der Familien-PC, der bestand so 1986 aus einer Rechenmaschine, die so grün leuchtende Ziffern hatte und deren netzteil öfterss laut gebrummt hat, auch wenn die Rechenmaschine aus war. Die konnte ganz nebenbei nichtmal einen Kosinus berechnen, nur Grundrechenarten beherrschte sie. Der erste Rechner war der Amiga 500 für den ich mein ganzes Konfirmationsgeld auf den Kopp gehauen habe. Das weiß ich noch wie heute, dass ich dafür extra ins 30 Kilometer entfernte Göttingen mit dem Bus gefahren bin um den zu kaufen, denn meine Eltern wollte das natürlich verhindern und haben mich nicht etwa mit dem Auto hingefahren. Danach kam der Amiga 500+ danach dann das Power Book Duo 250 von Apple, dann der PowerMac 5500 (ein wunderbarer All-in-One) dann ein Power Mac G4, danach ein Mac mini und heute nutze ich das MacBook in schwarz. Zwischendurch habe ich aber auf den Rechnern meiner Altersgenossen so einige Programmierausflüge unternommen. U.a. auf dem C64, dem Commodore C128, dem Atari ST512 und dem Schneider CPC.
Wo bewegst du dich denn im Internet? Hast du eine eigene Homepage bzw. einen Blog?
Tja, wie soll man in einem Meer von Information das WO bestimmen? Ich nutze ein ausgeklügeltes System aus Filtern und Transportsystemen, die mir Information quasi nach meinem Bedarf optimiert anliefern. Das sind Blogs, das ist Twitter und das sind Feeds. Mein Blog liefert gute Informationen zu Dinegen und menschen die sich für Ähnliches wie ich interessieren. Twitter ist zwar oft unübersichtlich, aber durch geschicktes Followermanagement kann man ein Netz an “Datenlieferanten” spinnen, das einen optimal für die eigenen Interessen versorgt, ohne einen hohen Nervfaktor zu haben. Wichtig ist dabei die ganzen Marketingfuzzies möglichst zu blocken, sonst vergeht einem der Spass an twitter ziemlich schnell.
Und wie schaut bei dir ein normaler Tag – in Bezug auf das Internet – aus? Kannst du deinen Tagesablauf beschreiben, also wie oft du am Tag E-Mails und SchülerVZ-Mitteilungen checkst?
E-Mail und Twitter sind dauer-an. Wozu sollte man ein Netz abschalten? Mein Gehirn ist ja auch ständig online, es denkt halt bloss mal schneler und bewusster und mal langsamer und unbewusster, der Fokus verändert sich und so weiter. SchülerVZ? Da darf ich per AGB schon gar nicht rein, ich hoffe sie nehmen es darin mit dem “Welpenschutz” ernst genug.
„Wenn ich mich ständig nur an Regeln halten würde, hätte ich nicht so massig viel gelernt wie ich bislang lernen konnte.”
Welche Rolle spielt das Internet in der Schule? Habt ihr in der Klasse Computer mit Internetzugang und lernt ihr gezielt mit dem Internet zu arbeiten, also beispielsweise darin zu recherchieren? Und werdet/wurdet ihr in der Schule von euren Lehrern darüber aufgeklärt, was ihr im Internet dürft und was nicht?
Also in meiner Schule gab es schöne alte Siemens PCD Rechner mit schwarz/weiß Bildschirm. Die konnten nichts ausser das was man ihnen reinprogrammiert hat und per 5 1/4 Zolldiskette eingefüttert hat. Das war natürlich stinkendlangweilig, daher war meine erste Tat in der Informatik AG (Lehrfach ist Informatik dort bis heute nicht) ein sehr süchtigmachendes Spiel zu programmieren. Das erste grafische Programm, das diese Kiste da je gesehen hatte. Das Spiel war so ein Erfolg, das in kürzester Zeit alle Ag-Teilnehmer nur noch am zocken waren. Super Geschichte bloss der Lehrer war wenig begeistert. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn ich damals schon Internet gehabt hätte, das Spiel hätte sich womöglich in andere Schulen verbreitet und ähnlich frustrierende Effekte bei anderen Lehrern hervorgerufen.
Einige Gerichte haben entschieden, dass Eltern haften und Schadensersatz bezahlen müssen, wenn ihre Kinder im Internet das Recht verletzen. Denn Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können in vielen Fällen noch nicht belangt werden. Beaufsichtigen deine Eltern dich noch, wenn du im Internet bist? Und haben deine Eltern mit dir über „richtiges Verhalten” im Internet geredet?
Also ich bin damals “online” gegangen mit einem 19200er MODEM, und zwar genau dann, wenn meine Eltern ins Bett gingen. Denn dann war endlich die Telefonleitung frei. Damit die nicht gemerkt haben, dass ich da online bin, habe ich mir irgendwann auch ein Programm zum sogenannten Blueboxing geholt (das googelt mal lieber selbst). Über sogenannte BBS (Bulletin Board Systeme), in denen man oft mit Kurzwahlnummern wie im Teletext auf einem Textbildschirm navigiert ist hab ich dann massig Grafiken und Zeugs runtergeladen. Einen richtigen Schub gab es, als ich mir ein Zyxel Modem mit Datenkompression gekauft habe. Das Ding hat den Datentransfern stabiler und doppelt so schnell gemacht. Ein echtes Geschenk!! Zu dem Zeitpunkt bekam mein Vater gerade seinen ersten Firmenhandheld, den er per Akustikkoppler mit seiner Organisation verbinden musste. Das war grauslig lahm und unspektakulär und der musste vorher immer irgendwo anrufen um den Datentransfer anzumelden. Völlig klasse. Ich würde im nach hinein sagen… gut dass die nichts von Blueboxing wussten. Wichtig war eh nur die Telefonrechnung Ortstarife waren okay, aber bei Ferntarifen für entferntere BBS musste man halt mit Sparmaßnahmen etwas nachhelfen.
Was verstehst du persönlich – unabhängig von der Meinung deiner Eltern, Lehrer oder anderen – unter „richtigem Verhalten” im Netz?
Na ja, was verstehst Du unter richtigem Verhalten außerhalb des Netzes? Das wäre jetzt meine Gegenfrage. Gibt es richtig und falsch, gibt es schwarz und weiß ohne grau? Gibts nicht eher kontextbezogenes, angemessenes Verhalten, dass sich an kulturellen Werten orientiert, die wir als Errungenschaft der Menschheit ansehen? Ähnliches würde ich im Internet anwenden.
Wie schaut bei dir ein normaler Tag – in Bezug auf das Internet – aus? Kannst du deinen Tagesablauf beschreiben, also wie oft du am Tag E-Mails, Facebook- oder Twitter-Mitteilungen checkst?
Oh das ist einfach… morgends als erstes den Wecker vom iPhone abschalten, dann braucht das meist noch so ca. 30 Sekunden bis die Augen in der Lage sind den Bildschirminhalt zu erkennen. Dann wird erstmal fix Twitter aufgemacht, ob es schon wieder Schneefall hatte oder so… dann nochmal fix Mails checken, wieviel da wohl schon wartet durch nächtliche Aktivitäten anderer und dann stell ich den “Bremen 4 Next”-Radiostream ein und nehm das Ding mit ins Bad, da wird mein iPhone dann zum Radio. Auf dem Weg zur Tram oder mit dem Fahrrad zur Arbeit höre ich dann meist Musik und wenn ich Tram fahre lese ich meinen Feedreader, da schaff ich meist nur meine zwei Lieblingsblogfeeds zu lesen. Auf Arbeit läuft dann Skype und Twitter eigentlich immer! Und eher langweilige Text- und Präsentationsprogramme, sowie der Druckmanager. Wichtigstes Programm auf Arbeit: Der Terminkalender, das Intranet-Filesharing und E-Mail!
„Wer niemals ein BBS System gesehen und benutzt hat, den kann ich nicht als Digital Native ansehen.”
Beziehst du Musik und Filme aus dem Internet? Kostet das Herunterladen dann etwas und machst du das auch schonmal illegal?
Ich gucke Youtube wie jeder andere, höre ab und an bei Last.fm rein aber meistens höre ich per iTunes streaming Radio. Die eigene Playlist kommt einem irgendwann so bekannt vor, dass man Abwechslung sucht. Streaming Radio ist genau das richtige für mich, weil ich keine Zeit habe mir ewig lang Playlisten zusammenzusuchen und dann auch noch einzukaufen.
Hast du eine Vorstellung warum das Kopieren von Musik und Filmen im Internet in vielen Fällen nicht erlaubt ist? Findest du es richtig, dass das Hoch- und Herunterladen in den meisten Fällen nicht erlaubt ist?
Keine Ahnung! Ich meine hey, meistens ist es doch so dass Musik die man haben will irgendwo vorher schonmal kostenlos lief, sonst würde man ja gar nicht drauf kommen das haben zu wollen. Also im Prinzip hat doch dann der der zuerst das Ding gespielt hat seine Chance vertan das zu verkaufen, oder? Manche Dinge kaufe ich gerne, damit ich JEDERZEIT beliebigen Zugriff darauf habe und eben nicht warten muss bis mein Lieblingsradio das Stück mal wieder spielt.Das heißt ich kauf das nicht nur wegen dem tollen Künstler sondern wegen der Möglichkeit es jederzeit spielen zu können. Mit Filmen seh ich das ganze ähnlich. DVD’s hab ich von den Filmen die mir was bedeuten und die ich jederzeit angucken können muss. Wo genau ist der Unterschied, wenn ich meine DVD an den Nachbarn verleihe oder sie dem Nachbarn per WLAN rüberspiele? Einzig der Datenträger ist ein anderer und deshalb regt sich die Industrie so auf?
Sollte man deiner Meinung nach alles, was im Internet verfügbar ist, auch frei nutzen dürfen? Oder kannst du auch die Urheber verstehen, die das nicht möchten?
Wer nicht möchte das sein Zeug genutzt wird, der soll’s nicht ins Internet stellen oder halt ne klare CC (Creative Commons)-Lizenz verwenden. Wenn ich Urheber bin und meine Daten ins Netz stelle, muss mir klar sein, dass das Netz die größte Kopiermaschine ist, die die Mensch je gebaut hat. Wer darin das kopieren unterbinden will hat da grundsätzlich was nicht verstanden!
„Bei Xing und Facebook und so mit suicidemachine.org aussteigen würde ich gerne mal probieren.”
Du hast erzählt, dass du ein Profil bei Xing hast. Wie stellst du dich dort selber dar? Wer darf sich alles dein Profil anschauen?
Ja, Xing ist so ziemlich die langweiligste Plattform im Netz die man kennt. Ich nutz das teil als besseres Adressbuch für geschäftliche Kontakte. heutzutage wechseln die Leute die Firma wie ihre Unterhosen, da käme man mit dem Adress- und Telefondaten ändern gar nicht hinterher. Xing ist die perfekte Antwort auf dieses Problem und ansonsten völlig langweilig und fad. Dementsprechen langweilig und fad schau ich auch in Xing aus: Langweiliges Bewerbungsfoto, und minimale Angaben zu dem Rest, ich will denen ja nicht mein ganzes Leben anvertrauen, wer weiß welches Datenleck da irgendwann lauert…
Ja, StudiVZ stand ja z.B. in letzter Zeit öfter in den Schlagzeilen. Hast du von dem Datenleck bei StudiVZ gehört und wie ist deine Meinung dazu? Hast du überlegt bei Xing auszusteigen?
Ja ich hab das ganze bei netzpolitik.org verfolgt. Da müssen wohl mehrere merkwürdige Dinge zugleich gelaufen sein. Wie schon oben gesagt, was man nicht im Netz lesen will, das sollte man halt nicht reinstellen. Eine AGB die einem Sicherheit der Daten garantiert ist genau soviel Wert wie jemand der vor einem Raketenstart für einen Satelliten sagt, da wird gar nichts schief gehen. Nicht umsonst werden Satellitenfrachten für Raketen ziemlich teuer und hoch versichert.
Hast du das Gefühl, dass du dich zu anderen im Internet anders verhältst, vielleicht offener und direkter, als wenn sie in natura vor dir stehen?
Nein, eher im Gegenteil! Offen bin ich zu Menschen die ich kenne und denen ich vertraue. Einem wildfremden Internetnutzer der möglicherweise nur mit einem Avatar “anklopft” erzähl ich nix. Den frage ich höchstens erstmal aus, was er den so macht. Das verstecken hinter einem Avatarnamen z.B. ist nur in sehr seltenen Fällen eine Grundlage für eine fruchtbare und dauerhafte Diskussion. Ehrlich währt am längsten auch im Internet!
„Was Bilder und Filme von mir im Netz angeht bin ich ein wenig paranoid.”
Ein bekannter Wissenschaftler hat einmal gesagt: „Das Internet vergisst nie.” Was meinst du, hat er damit gemeint?
Tja damit meint er wohl, dass wenn man sich Mühe gibt man von mir z.B. Foreneinträge findet die von 1993 stammen. Da gab es noch kein Google wie wir es heute kennen! Da ist man noch davon ausgegangen “Das findet niemand und das liest auch niemand!” – tja, falsch gedacht! Daher bin ich besonders eigen was die Veröffentlichung von Bildern und Filmen von mir angeht. Ich veröffentliche nur ein sehr begrenztes Bilderset von mir und dann vermeide ich es Benutzer eindeutig auf Bildern zu markieren. Filme von mir mag ich eigentlich gar nicht im Netz, weil diese oft unter dem so genannten Context-collapse leiden. Das heiß man weiß nicht in welchem Kontext der Film irgendwann mal wieder auftaucht und gespielt wird.
Du hast ja noch paar Jahre Beruf vor Dir, sodass es noch eine Weile dauern wird, bis du in die Rentnerwelt einsteigst und dich um einen Drittjob zur Rentenaufbesserung bewirbst. Hast du dir trotzdem schonmal Gedanken darüber gemacht, dass dein zukünftiger Arbeitgeber in der Rente dich dann vielleicht vor dem Bewerbungsgespräch googelt und dabei peinliche Fotos von dir findet?
Na ja, ich denke mal die Aushilfsjobs zum Rente aufbessern, die werden eh nicht gerade leuchtende, moralingetränkte und gesellschaftlichem Zeitgeist entsprechende Ikonen benötigen. Wenn die mich meinen googeln zu müssen nur zu, dann stellen die allerdings womöglich fest, dass ich mehr auf dem Kasten habe, als ein Rentnerprofil auf Xing zu haben.
Die „Generation Internet”, der du ja angehörst, unterscheidet sich auch deshalb von früheren Generationen, weil es für sie ganz normal ist, Kontakte übers Internet zu knüpfen. Wahrscheinlich hast du auch schon Leute übers Internet kennengelernt. Wie kam es zu den Kontakten und habt ihr euch auch in der „realen Welt” schon einmal getroffen?
Holla ja, über die ersten BBS hab ich fix einen Draht zu Leuten bekommen die ausserhalb unsere Ortsnetzes unterwegs waren. Bloss gesehen hat man die damals nie, weil der Weg halt doch zu weit war. Aber als dann AOL mit seinen einfachen E-Mail-Zugängen per Modem kam, war das recht fix, dass ich mir mit Leuten gemailt habe. Später habe ich dann auch schon über ein BBS mit anderen zusammen an Projekten gearbeitet. Zum Beispiel an einem FirstClass-Theme für eine FirstClass BBS in Hamburg, obwohl ich in Südniedersachsen wohnte damals. Das war schon cool als man sich das erste Mal bei der Ergebnisvorstellung getroffen hat!
Hattest du vor dem Treffen Angst, dass sich in Wirklichkeit jemand ganz anderes hinter der Person verbirgt?
Nö, man hat ja auch vorher mal telefoniert. Manche Sachen gehen per Telefon einfach schneller, als per BBS oder E-Mail.
Du bist erstaunlich gut über Problemfelder im Internet und Verhaltensregeln informiert. Woher hast du dein Wissen, wenn du es nicht in der Schule oder von deinen Eltern gelernt hast?
Tja, wo hab ich das Wissen her… wenn ich das genau sagen könnte. Vermutlich hab ich einfach unter den digitalen Eingeborenen solange gelebt dass mir die Kultur als solche gar nie fremd war. Ich hab’s halt einfach alles mitgemacht. Vermutlich höre ich mich auch grade an wie ein alter Sack, dazu kann ich nutr sagen, die Jungs vor uns, die noch mit den Lochkarten undem dem Magnettrommelspeicher unterwegs waren, die haben noch ganz andere Sachen drauf. Dagegen bin ich nicht mal Zaungast, geschweige denn Eingeborener. Der von Neumann, Zuse und wie hieß noch gleich der, der mechanische Speicher baut… ach genau der Gerd Binning sind alles völlige Freaks!
Trailblazr, herzlichen Dank für das Gespräch!
Das Gespräch führte Helge Städtler.
*Name von der Redaktion geändert
Why do I blog this? Siehe Beitrag Ich bin kein Digital Native und die anderen Interviews Nummer 1, Nummer 2, Nummer 3, Nummer 4, Nummer 5, Nummer 6.
Veranstaltungshinweis: 1. Bremer EduHack
Am kommenden Wochenende gibts den 1. Bremer EduHack unter dem Motto “I believe You can fly”. Detaillierte Infos finden sich im Blog des Veranstalters und in einem neuen und älteren Flyer. Ich werde an diversen Punkten der Veranstaltung zugegen sein und ebenfalls fleißig an etwas hacken (da hab ich auch ‘ne Überraschung im Gepäck) und auf jeden Fall Teil der Abschlussjury sein. Von daher ich freue mich spannende Leute, Ideen und Atmosphäre zu treffen.
Update 9.1.2010
Hier mal ein erster Eindruck (sehr früh am Tage gestern; später sah das deutlich unaufgeräumter aus, hihi…) vom EduHack Day 1 gestern.
Mal schauen, nachdem ich meine überlebenswichtigen Besorgungen heute gemacht habe, werde ich den späten Nachmittag und Abend vermutlich auch wieder bei Day 2 dabei sein. Bis denne…
Update 10.1.2010
Impressionen vom EduHack Day 2: Frank Piesik erklärt uns, wie er mit einer speziellen Gitarre und einer ausgeklügelten (von ihm selbst gehackten) Softwareverschaltung (siehe Bild 2) Musik machen kann.
Frank Piesik zeigt wie er mit seinem Instrument-Setup
aberwitzige Sounderzeugung möglich macht.
Die komplexe Verschaltung der Sounderzeugung in der,
der “Soundreactor” das Schlüsselelement ist.
Vom EduHack Day 3 gibt es in Kürze einen Sonderbericht.
Wikipedia: Dynamischer Indikator für Vertrauenswürdigkeit und Artikeldynamik
Ein Grundproblem mit jedem Beitrag in der Wikipedia ist die Qualitätseinschätzung. Wenn man einen Beitrag liest, helfen einem bereits einige sogenannte Bausteine zu erkennen, ob der Artikel offensichtliche Mängel hat (wie z.B. fehlende Quellen, fehlende Neutralität, unvollständiges Lemma usw.). Viele Artikel jedoch – ich würde behaupten wollen die meisten, also mind. 80% – haben keine optischen und/oder textuellen Hinweise auf die Qualität. Insbesondere die Vertrauenswürdigkeit der Information ist dabei aus meiner Sicht ein wichtiger Bestandteil der Qualitätswahrnehmung. Oft findet sich aber weder ein Lesenwert-Button und auch sonst keine andere Markierung die hier weiterhilft. Selbst wenn Artikel diese Markierung hätten, bleibt ein grundlegendes Problem: Jeder noch so gute Artikel kann wenige Minuten vor einem Besuch/Abruf verändert worden sein, und zwar zum Nachteil der Artikelqualität und -vertrauenswürdigkeit. Einzig der Blick in die Artikelhistorie der Edits hilft hier weiter. Für normale Wikipedianutzer ist das eher unpraktisch und wird sicher von den wenigsten durchgeführt.
Oft taucht das Problem der Vertrauswürdigkeitseinschätzung auf, wenn gerade ein Artikel im Fokus der (Medien-)Aufmerksamkeit steht. Der Fokus zieht sowohl Leser als auch interessierte Vandalen an und lädt ein, den Artikel zu editieren. Ein Besucher/Leser jedoch bekommt von dieser Dynamik die hinter einem Artikel steht in der Regel nicht viel mit. Weder von einer Diskussion die lebhaft auf der Diskussionsseite tobt, noch von der Heftigkeit der Änderungen pro Zeiteinheit, die in den vergangenen Tagen stattgefunden hat.
Aus diesem Grund schlage ich vor einen grafischen und/oder textuellen Indikator für JEDEN Artikel (Dynamischen Indikator für Vertrauenswürdigkeit und Artikeldynamik) zu berechnen und anzuzeigen, der berücksichtigt, wie hoch die Aktivität kürzlich rund um diesen Artikel war. Dieser Indikator sollte folgende Dinge einbeziehen in die Anzeige:
- Vielfalt der Autoren (Wieviele Autoren haben an diesem Artikel im Vergleich zur maximalen Anzahl an Autoren die bislang einen Beitrag editierten mitgewirkt?)
- Änderungen pro Zeiteinheit (Wieviele konstruktive vs. destruktive Veränderungen haben an dem Artikel in der letzten Zeit stattgefunden?)
- Aktivitäten der Diskussion (Wieviel Aktivität fand in der Diskussionsseite in letzter Zeit statt und wieviele Autoren waren daran beteiligt?)
- Aktivität der Abrufe (Wieviel Abrufe pro Tag hat der Artikel im Vergleich zu seiner sonstigen durchschnittlichen Abrufzahl pro Tag)
Ich denke ein solcher Indikator würde dramatisch dabei helfen eine schnelle erste Einschätzung zu erhalten, wie vertrauenswürdig der momentane Artikel ist. Auch für Administratoren wäre das eine echte Hilfe im Alltag. Wenn z.B. viel destruktive Aktivität aufblitzt bei gleichzeitig sehr wenigen Autoren und einem hohen Interesse/Medienfokus (überdurchschnittlich hohe Abrufzahlen pro Tag), dann ist das ein klares Warnzeichen bei der dynamisch berechneten Vertrauenswürdigkeit. Wenn wenig Veränderung vorliegt, aber viele Autoren an dem Beitrag mitgewirkt haben ist das zwar nicht unbedingt ein ausreichendes wohl aber ein mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Vertrauenswürdigkeit deutendes Merkmal (Der Beitrag hat offenbar Konsens unter Vielen erzielt, scheint stabil zu sein und unterliegt keiner aktuellen Veränderung oder Zerstörung, ebenfalls sind Diskussionsaktvitäten verhalten bis mäßig).
Das soll ein Beispiel sein, wie ich mir eine nachhaltige Qualitätsverbesserung vorstelle die tatsächlich technisch unterstützt werden kann. Ich freue mich auf Feedback, gerne auch auf meiner Diskussionsseite! –Helge Städtler Expect and Respect. 16:41, 19. Okt. 2009 (CEST)
Der obige Text entstammt dem Bereich Wikipedia/Verbesserungsvorschläge/Feature-Requests den ich bereits letztes Jahr nutzte, um meinen Vorschlag einzubringen. Resonanz = fast Null. Stattdessen wurde meine Idee einfach zu den Akten gelegt sprich in das große Archiv aka die Ideenmüllhalde verschoben. Ich ärger mich, dass da bis auf ein paar “Ja klingt gut!”-Kommentare nix gekommen ist. Angesichts des jetzigen Streits um Relevanz usw. könnte die Umsetzung meiner Idee einen großen Beitrag leisten die Probleme der Wikipedia deutlich zu reduzieren. Vielleicht finde ich ja auf diesem Weg doch noch Mitstreiter.
EduHack’r Pow Wow: Impressionen & Quellcode der iPhone App
Hier kommt noch ein kleiner Nachtrag zum Zweiten EduHack’r Pow Wow (inkl. Double Feature). Hier zunächst ein paar Impressionen die freundlicherweise vom Thomas kommen. Im Lauf des Abends wurde es dann schon noch recht voll vor der Leinwand.
Fotos / Impressionen
Besucher des Pow Wow & der Infoveranstaltung im GW 2 (Foto: Thomas Bernhardt)
Mit etwas Flipchartpapier und Malerkrepp haben wir uns fix eine Projektionsleinwadn gebaut. Für nächstes mal habe ich heute schon eine bessere Lösung besorgt: Zugeschnittenen weißen Stoff aus der Karstadt-Textilwarenabteilung.
Unsere improvisierte Leinwand zum beamen. (Foto: Thomas Bernhardt)
Während der Veranstaltung haben wir LIVE ins Web übertragen und mit einer – ebenfalls mit Malerkrepp – am Stativ befestigten Videokamera alles live gestreamt über livestream.com.
Aufgebaute Technik für Live Videostream und Audiotechnik(Foto: Thomas Bernhardt)
Damit das Ganze möglich wurde hat Thomas sich vorbildlich um einen großen Teil der Technik gekümmert (Mikrofon/Mischpult, Mehrfachsteckdosen & Beamer) – Danke Thomas!!
Quellcode der iPhone App
Vor und nach der Infoveranstaltungm die Teil des “Double Features” war, haben wir gemeinsam an einer App gebaut. Die Quelldateien tu ich mal hier her zum runterladen. Da ist noch nicht viel Code drin außer dem Standardcode, aber das kann sich ja bald ändern.
- Bildmaterial (als JPG)
- Photoshopdatei für GUI (als ZIP)
- xCode Projekt (als ZIP)
iPhone App des zweiten EduHack’r Pow Wow
Gestern haben wir auf dem zweiten EduHack’r Pow Wow erstmals eine iPhone App begonnen zu entwickeln. Ausgangspunkt war ein Problem, mit dem jeder Studierende, Mitarbeiter und Gast der Uni irgendwann konfrontiert wird: Wie finde ich ein Buch in der Bibliothek, dass ich mir aus den Regalen selbst suchen muss? Oder Kurz “Where’s my Book?”
Das war dann auch der Ausgangspunkt für die erste App die wir gemeinsam gestartet haben. Was haben wir gemacht?
- Zunächst haben wir geguckt, wie man bislang die Bücher findet, nämlich über die Regalpläne für jede Ebene, z.B. Ebene 4
- Dann haben wir die Liste der Kürzel, die jeweils den Standort eines Buches (zumindest so ungefähr) bestimmen herausgesucht, die sogenannten Schlüsselzahlen der Wissenschaftsfächer (Danke an Elmar Haake für die Hilfe!!!)
- Dann haben wir nach einer Einstiegsgrafik eines Buchregals gegoogelt und diese gefunden
- Und dann haben wir mittels der Programmierumgebung für iPhone-Development (xCode, Interface Builder und dem iPhone Simulator) unseren ersten Entwurf für die Benutzerschnittstelle gemacht (siehe nachfolgende Screens)
Ergebnis des iPhone-Hackings: Vorher-Nachher (Anklicken für große Abbildung)
Blick hinter die Kulissen:
Ein Blick auf den interface Builder, das Programm, mit dem man die grafische Oberfläche einer iPhone App baut.
Why do I blog this? Es hat Spaß gemacht und durch das Double Feature waren eine Menge Leute da. Wir musste dei roten Sofas im GW2 schon in mehreren Reihen aufstellen. Ich freu mich schon auf den nächsten EduHack’r Pow Wow.
Double Feature: 2. EduHack’r Pow Wow und Infoveranstaltung zum 1. Bremer EduHack
MorgenHeute findet der zweite EduHack’r Pow Wow in Bremen statt (Programm als PDF). Ab 1800 Uhr werden sich wieder Menschen im GW 2 (oben) treffen, die Lust haben am Austausch der neusten Tools, Trends und Technologien für Labor, Lehre und Leben. Ich werde zum Beispiel einen Einblick geben in die iPhone Softwareentwicklung und ein paar meiner neusten Wochenend-AppHacks zeigen.
Der EduHack’r Pow Wow beinhaltet ab 2000 Uhr eine Infoveranstaltung zum ersten Bremer EduHack, einer Veranstaltung die vom 8.-10. Januar 2010 stattfinden wird. Details zum Programm der EduHack gibt es als Programmflyer und im Weblog des Veranstalters Prof. Karsten D. Wolf.
Zitat aus dem Programm:
Bei der Veranstaltung handelt es sich um einen CodeSprint, also eine verkürzte Form eines Hackathon: Wir treffen uns, um drei Tage lang intensiv ein Softwareprojekt bis zu einem lauffähigen Prototypen zu entwickeln. Die Programmierung kann dabei alleine oder in kleinen Teams bis 3 Personen durchgeführt werden.
Wer also Lust hat auf neue Herausforderungen, oder einfach nur mal reinschnuppern will bei den neusten Dingen, die wir so aufgestöbert haben, der ist herzlich eingeladen reinzuschauen ab 1800. Wer das Double Feature möchte, und sich für das geplante Programm des EduHack im Januar interessiert sollte dann spätestens ab 2000 Uhr da sein!
Eingeladen sind explizit Studierende und Mitarbeiter der Uni Bremen, die Lust haben auf Software, Basteln und den exklusiven Austausch unter Gleichgesinnten.
ES GAB HIER: LIVE Video Stream in Thetatube TV.CampusHub: iPhone App für Uni Bremen
Seit Mittwoch Nacht 9. Dezember 2009 ist die iPhone und iPod Touch geeignete App “CampusHub” (AppStore-Link zum herunterladen) im AppStore online – derzeit kostenlos – erhältlich. Die Applikation ist ein erster Beginn, für den Campus der Uni Bremen ein umfangreicheres mobiles Informationssystem aufzubauen.
Da sich die Uni selbst vermutlich eher wenig dafür interessiert (Argument: “Wer hat schon ein iPhone”), mich dieses Argument hingegen widerum überhaupt nicht interessiert, wird es weitere Updates und Erweiterungen geben für all die iPhone und iPod Touch nutzer da draussen auf dem Campus. Feedback zu der App ist sowohl hier im Blog als auch auf der Webseite zur App willkommen.
CampusHub jetzt in iTunes downloaden/installieren
Noch mehr Details zur App gibt es auf der Support-Webseite nachzulesen, das nächste Update kommt bald und wird folgende weitere Features bringen:
- Lageplan ohne auf das Netz/Datentransfer zugreifen zu müssen
- Speiseplan in einer lesbaren und übersichtlichen Form
- Suche nach Mitarbeitern der Universität
Video-Vorschau auf die App in Aktion:
Why do I blog this? Die App ist aus meiner Sicht längst überfällig. Die ETH Zürich hat eine, Stanford hat eine, Harvard hat eine… und Bremen eben jetzt auch. Und unsere wird besser werden…
Kobooko – Bücher erzählen ihre Geschichte
Am vergangenen Mittwoch fand in der Bibliothek der Universität Bremen eine Veranstaltung zum 10jährigen Jubiläm der E-LIB (dem elektronischen Ableger der Bibliothek) statt.
Anlässlich dieses Ereignisses hatte die SuUB einen kleinen Wettbewerb um Ideen ausgerufen (mehr hier im Blog). Der Aufruf:
Ihr seid Studierende im Jahre 2020, wo gestern noch Bücherregale standen, finden sich multimediale Touchscreens. Heißen Semesterapparate jetzt Virtual Devices? Bekommen wir jede gewünschte Literatur über eine drahtlose Internetverbindung als E-Book sekundenschnell auf die eigene Festplatte transferiert? Wird Wissen vor allem als Datastream im Team aufbereitet? Wird Suchen endlich immer gleich auch Finden sein?
Das sprach meine Fantasie natürlich an. Und so habe ich die Idee von Kobooko – Bücher erzählen ihre Geschichte. (PDF) eingereicht.
Am Dienstag Abend erreichte mich auf meinem iPhone die E-Mail mitten auf dem Weihnachtsmarkt von Bremen, dass ich den 2. Platz und damit einen iPod Touch gewonnen habe. Die Freude war groß, so dass ich gleich einmal extra mit dem Glühwein angestossen habe. Leider konnte ich am folgenden Tag der Preisübergabe/Gewinnerbekanntgabe nicht zugegen sein, das hole ich aber hoffentlich bald nach.
And the Winner Number One is…
Gewinnerin des Wettbewerbs ist Christiane Heße mit ihrem Beitrag Ein Breitbandanschluss ins Gehirn oder ein offenes Tor in die Welt des Wissens? (PDF). An dieser Stelle meine aufrichtige Gratulation zum ersten Platz! Vor allem die Idee des “Stream of Discussions” hat mich stark an meinen eigenen Beitrag erinnert, da gibt es interessante Berührungspunkte.
Weitere Gewinner sind:
- Stefanie Pietschmann & Sebastian Heidelberger mit Learn How to E-Learn: Die 24/7 Bibliothek und
- Niels Ohlsen mit Online Kollaboration & nichtlineare Recherchepfade
Why do I blog this? Das ich dort jetzt tatsächlich etwas gewonnen habe, hat mich ganz ehrlich gesagt sehr überrascht. Ich hatte eigentlich gedacht, dass man meinen Vorschlag eher als eine ziemlich schräge Idee eines iPhone-Fanatikers abtut. Umso mehr bin ich wie gesagt erfreut, dass die Idee vielleicht doch auch noch mehr hergibt als bloss eine Idee zu sein. Im kommenden Semester wird es in Bremen für Studierende die Möglichkeit geben Softwareentwicklung für mobile Smartphones zu erlernen und eigene Projekte damit zu realisieren. Wer weiß was da passieren wird.
Mobiles Internet: Mockup des Campus Hub Bremen
Ich finde ja, dass man eine ganze Menge tun könnte, um mobiles Internet auch an der Uni zu verankern. Man kann da versuchen viele leute zu fragen, ob sie denn mitmachen würden, oder ob sie einem helfen, aber in der Regel fehlt das Vorstellungsvermögen, der Enthusiasmus, Spaß am Wettstreit und der Wille es einfach zu tun. Stattdessen bekommt man oft eher Bedenkenträgerei und den Dreiklang aus “FUD/Fear, Uncertainty & Doubt” präsentiert. Das macht aber keinen Spaß, daher hab ich jetzt dann einfach mal etwas am Reißbrett entworfen. Rausgekommen ist der erste Mockup (und, ja eine iPhone/iPod Touch App) des Campus Hub Bremen.
Quelle: Eigenes Foto vom Prototypen in Aktion (updated 29.11.2009; alter Mockup)
Bild anklicken für sehr große Darstellung.
Ja, warum eigentlich nicht lieber bissel abwarten, und dann so in 10 Jahren nochmal drüber nachdenken, ob die Uni da was machen könnte? Ganz einfach, weil es dann zu spät sein wird. Und zwar wegen der extremen Akzeptanzrate dieser neuen Lösungen:
Quelle: Morgan Stanley & Mobile Internet Usage Is and Will Be Bigger than Most Think (Bild in groß)
Noch nie in der Geschichte des Internet wurde eine so hohe Akzeptanz für eine Technologie in so kurzer Zeit erreicht, wie das derzeit mit mobilem Internet (hier am Beispiel iPhone) passiert. Das bedeutet, wir haben nicht wie 1993 etwa 10 Jahre Zeit uns was Sinnvolles für mobile Usage zu überlegen. Die Nutzer werden schon vorher was Nützliches verlangen. Und wer schlau ist liefert das frühzeitig! Mobile Usability und mobiler Zugang zu Diensten der Wissenschaft z.B. wird ein Riesenthema werden, denn mobile Netznutzung wird schon bald auch an der Uni Bremen zur Normalität gehören.
Update 25.11.2009
Funktionale App inklusive netter Menüsteuerung ist fertig! Werde die Version 1.0 in Kürze in den App Store hochladen nachdem ich Feedback von den Testern erhalten habe. Screenshots gibts hier: Springboard, Frontseite, Rückseite.
Update 27.11.2009
Eine erste kleine Videodemo der App. An die ersten Tester ist ein Update bereits rausgegangen.
Nach einem noch gefundenen Bug in den Userdefaults und einigen Aufräummaßnahmen im Code (überflüssige Ressourcen, wie z.B. einige Bilder des GUI löschen usw.) hab ich mich durch die elendige CodeSigning-Prozedur beim Compiling gequält, die englische und deutsche Beschreibung geschrieben, Webseite mit iWeb und Support-E-Mail-Adressen aufgesetzt, Screenshots (Frontside, Backside) gemacht, die ganzen Formulare im App Store ausgefüllt und das Ganze jetzt in den Appstore hochgeladen. Mal schauen wie lang es mit dem Review dauert.
Update 30.11.2009
Abgegeben! Vorhin habe ich meinen Beitrag für die e-Lib 2020 eingereicht. Kompakte 4 Seiten inklusive zwei großer Abbildungen. Nun bin ich ja mal gespannt… was für spannende Ideen von anderen eingereicht wurden.
Why do I blog this? Die Unibibliothek Bremen hat zu einem Wettbewerb aufgerufen, wie die Zukunft aussehen soll:
Ihr seid Studierende im Jahre 2020, wo gestern noch Bücherregale standen, finden sich multimediale Touchscreens. Heißen Semesterapparate jetzt Virtual Devices? Bekommen wir jede gewünschte Literatur über eine drahtlose Internetverbindung als E-Book sekundenschnell auf die eigene Festplatte transferiert? Wird Wissen vor allem als Datastream im Team aufbereitet? Wird Suchen endlich immer gleich auch Finden sein?
Feiern Druckerzeugnisse eine Renaissance, weil das Vertrauen in die Verlässlichlichkeit der neuen Medien ernsthafte Einbrüche erfahren hat? Oder lesen wir nach der nächsten Energiekrise wieder Bücher bei Kerzenlicht, wie unsere Vorfahren?
Nun, das ist mein erster Entwurf. Abgabtermin ist 30. November… bis dahin werden Teile davon garantiert funktionieren… und ich werde weniger bloggen bis dahin, denn ich habe ein Ziel zu erreichen… weil, ich habe natürlich vor zu gewinnen (allerdings möchte ich – bescheiden wie ich bin – “nur” Zweiter werden, der erste Preis interessiert mich als Mac Nutzer nämlich eher wenig hmm, vielleicht doch ein wenig vermessen… ich nehm alles auch Trostpreise… ).
Sorgen machen mir die Teilnahmebedingungen, die eine Einrechung von “Unterlagen” erfordern.
Es sind 3 Unterlagen einzureichen. Der Beitrag in digitaler Form (z.B. via Mail oder auf CD-ROM) mit einer selbst vergebenen Titel-Kennung versehen (z.B. 2 Buchstaben und 3 Zahlen) sowie die ausgefüllte Teilnahmeerklärung und eine Urhebererklärung.
Ich schicke einfach den Binary der iPhone App per E-Mail… so werd ich das machen… – Vielleicht reiche ich das Ganze aber auch einfach bei der Fußball WM 2010 ein.
Mein Name ist Frank Vohle (Impressum s.u.). In meinem Blog halte ich einige Gedanken fest, die sich um die Themen Didaktik, Lernen, Bildung & digitale Medien drehen. Derzeit bin ich in folgenden Organisationen aktiv: