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Jochen Robes on learning, knowledge, and technology
Aktualisiert: vor 1 Stunde 58 Minuten

Auf dem Weg zum virtuellen Hörsaal

März 24, 2017 - 19:05

Die Titel der ausgewählten Förderprojekte lauten zum Beispiel “LearnMap”, “CaTS” oder “FAMULUS”. Insgesamt sind es 20 Einzel- und Verbundprojekte, die bis 2020 mit mehr als zwölf Millionen Euro vom BMBF gefördert werden. Im Rahmen der “Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft” sollen sie untersuchen, wie digitales Lernen und Lehren ein Studium verbessern kann. Die Ziele einzelner Projekte sind zum Teil sehr ambitioniert formuliert. Zum Beispiel: “Im Projekt LearnMap sollen bestehende Produkte, Projekte und Initiativen im Bereich der digitalen Hochschullehre auf nationaler Ebene identifiziert und analysiert werden. Das Ziel ist, daraus Erfolgsfaktoren für wirksame und effiziente Lehr-/Lern-Arrangements abzuleiten und auf dieser Basis die nationale Vernetzung der Akteure zu fördern.” (LearnMap) Die Budgets einzelner Projekte überschreiten deshalb schon mal die Millionengrenze. Am 13. März wurde der neue Forschungsschwerpunkt auf einer Pressekonferenz vorgestellt. In der Mitteilung finden sich auch Links zu den einzelnen Projekten. Man darf, wieder einmal, gespannt sein.
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Pressemitteilung, 13. März 2017

If you want more people to use the intranet at work

März 24, 2017 - 18:29

“… a fully-functional enterprise social network, could make a dramatic difference in how people worked”, schreibt John Stepper. Aber der Weg, der von dieser Erkenntnis in eine neue Arbeitspraxis führt, ist bekanntermaßen weit, und er dauert. Davon berichtet John Stepper. Vor allen Dingen müssen liebgewordene Routinen und der gerne angeführte Mangel an Zeit überwunden werden. Hier kann Working Out Loud (WOL) helfen.

“People won’t start using new digital tools because of IT training or because someone told them to. But they will use them if, as in a WOL Circle, they feel it’s related to a goal they care about, that it gives them more control over their career and access to opportunities.”
John Stepper, Working Out Loud, 22. März 2017

Lernen und Arbeiten 4.0 – Das Lernen verschmilzt mit der Arbeitswelt

März 23, 2017 - 17:36

Rüdiger Keller und Sebastian Lesch (Apollo-Optik) beschreiben, wie Arbeiten und Lernen immer mehr zusammenfallen und welche Rolle die Digitalisierung in diesem Prozess spielt. Die Stichworte sind bekannt: sie reichen von der 70:20:10-Formel, über ein verstärktes Angebot kurzer Lernbausteine bis zur stärkeren Praxisorientierung aller Lernaktivitäten. Formales Lernen hat seinen Platz, wird sich aber auch verändern: kürzer, individueller, arbeitsplatzbezogener. Leider lassen die Autoren einen nicht über die Schulter schauen, um zu zeigen, wie sich unter diesen Vorzeichen die Personalentwicklung bei Apollo-Optik verändert. Aber vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung …
Rüdiger Keller und Sebastian Lesch, Bertelsmann Stiftung/ Blog “Zukunft der Arbeit”, 22. März 2017

Warum E-Learning gescheitert ist

März 22, 2017 - 17:52

Wenn Andreas Wittke schreibt, dass E-Learning gescheitert ist, so meint er das Geschäftsmodell E-Learning, nicht die pädagogischen Konzepte hinter E-Learning. Denn wenn man nur einen einzelnen Kurs “digitalisiert” oder um Online-Komponenten erweitert, wenn Lehrende neben ihren Präsenzpflichten jetzt auch noch in die Entwicklung, Durchführung und Betreuung von Online-Kursen involviert sind, wird das neue Bildungsangebot teurer. Es rentiert sich nicht. Das ist absurd, meint Andreas Wittke, wo doch die Digitalisierung in allen anderen Bereichen zum gegenteiligen Effekt führt. Digitale Bildung, so die Konsequenz, muss endlich zu Ende gedacht werden, skaliert, automatisiert. MOOCs sind ein Anfang. Wenn ich alles richtig verstanden habe …

“Das Problem des E-Learning sind die Grenzkosten. Wenn wir weiterhin in analogen Strukturen denken, das heisst wir unterrichten in Semestern, in Klassengrößen und prüfen zu einer bestimmten Zeit alle Lerner gleichzeitig, wird E-Learning scheitern bzw. ist gescheitert. Das kann niemand bezahlen. Man kann in digitalen Prozessen jedoch nahezu unendlich denken, ähnlich wie Amazon, die auch mehr E-Books im Lager haben, als jede Bibliothek der Welt, denn digital kostet kein Geld.”
Andreas Wittke, Online by Nature, 21. März 2017 

Potenzialwirtschaft. Die zweite Etappe der Zukunft der Arbeit

März 21, 2017 - 15:41

Joël Luc Cachelin hat sich wieder mit der Zukunft der Arbeit auseinandergesetzt und dieses Mal das Bild der “Potenzialwirtschaft” als Fixpunkt für seine neue Studie gewählt. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, heißt es einleitend klar und deutlich: “Die Zukunft der Arbeit findet in der digitalen Matrix statt.” Und das heißt vor allem, Roboter, KI und Bots, die uns Arbeit ab- und wegnehmen werden; und das bedingt eine Re-Organisation der Arbeit, um mit diesen Veränderungen umzugehen. Die Studie beschreibt notwendige Veränderungen und Anpassungsleistungen, plakativ und auffordernd. Die soziale Seite dieser Veränderungen ist allerdings kein Thema.

Die einzelnen, schön illustrierten Kapitel bieten verschiedene Perspektiven zum Weiterdenken und -handeln an:
- Perspektive: Potenzial statt Kafka
- Räume: Tätigkeiten statt Strukturen
- Arbeitsteilung: Marktplätze statt Organigramme
- Positionierung: Stories statt Produkte
- Führung: Signale statt Kommandos
- HR: Allianzen statt Prozesse
- Gesellschaft: Potenzialwirtschaft statt Vollbeschäftigung

Zum “Re-Design der Wirtschaft” gehört selbstverständlich auch ein Re-Design der Weiterbildung: “Unser Bildungssystem nimmt zu wenig Bezug auf eine Arbeitswelt, die von Maschinen und digitalen Hilfsmitteln geprägt ist und unsere Kreativität, Kommunikationsfähigkeit und Initiative besonders gefragt sind. … die didaktischen und pädagogischen Konzepte der Weiterbildung sind heute noch zu wenig potenzialorientiert. Sie sind gemäss eigener Erfahrung zu lehrerzentriert, präsenzorientiert und wissensfokussiert. Dabei verpasst man es die von den Lernenden gemeinsam verbrachte Zeit für das Vernetzen und Diskutieren zu nutzen.”
Dr. Joël Luc Cachelin’s Wissensfabrik, März 2017

Microdesign

März 21, 2017 - 07:46

Microlearning ist derzeit ein gerne zitierter Begriff, der es manchmal sogar bis zum Trend schafft. Anlass für Clark Quinn vor zwei Missverständnissen zu warnen: Wenn es nur darum geht, etwas schnell nachzuschlagen, um ein Problem zu lösen oder eine Frage zu beantworten, sollte man lieber von Performance Support und nicht von Learning sprechen. Das gilt auch, wenn ein bestehender Kurs nur in kurze Bausteine aufgeteilt wird. Das, so Clark Quinn, ist zu wenig: “We have to design an experience!” Microdesign eben.

“Microlearning is the right thing to do, given our cognitive architecture. Only so much ‘strengthening’ of the links can happen in any one day, so to develop a full new capability will take time. And that means small bits over time makes sense. But choosing the right bits, the right frequency, the right duration, and the right ramp up in complexity, is non-trivial.”
Clark Quinn, Learnlets, 14. März 2017

Vage Begriffe im Digitalisierungszeitalter

März 20, 2017 - 10:59

In Blended Learning-Veranstaltungen wechseln sich Präsenz- und Online-Phasen ab. Was auf den ersten Blick klar erscheint, ist es, so Gabi Reinmann, bei näherem Hinschauen nicht mehr. Vor allem den Begriff der Online-Phase hält sie inzwischen für irreführend: “Vielleicht wäre die Bezeichnung „dezentrale Phase” treffender als „Online-Phase” - als Abgrenzung zum „Lernen vor Ort” in der Präsenz?” Wobei auch die Präsenz-Phase, möchte ich ergänzen, zum Beispiel mit Blick auf Webinare weniger eindeutiger ist, als es scheint.
Gabi Reinmann, Hochschuldidaktik, 19. März 2017

Lerngruppen im Corporate Learning 2025 MOOC

März 20, 2017 - 04:41

Für alle, die mit einer Teilnahme am Corporate Learning 2025 MOOCathon liebäugeln: Warum sich nicht in einer Lerngruppe zusammenschließen und sich dort über die Kurserfahrungen austauschen? Simon Dückert empfiehlt und beschreibt einen Rahmen, der sich am Konzept von Working Out Loud (WOL) orientiert.
Simon Dückert, Corporate Learning Community, 17. März 2017

Videos erstellen – leicht gemacht

März 17, 2017 - 17:24

Noch etwas Praktisches zum Wochenende: Der Artikel ist eigentlich nur ein kurzer Teaser, der auf zwei Tutorials führt. Im einen gibt Stefan Will eine kurze Anleitung zum Filmen mit dem Smartphone. Und im anderen erklärt Joachim Sucker auf charmante Weise, wie man mit Bordmitteln etwas für Bild, Ton und Licht tun kann. Eine Einladung in Sachen Medienkompetenz.
Beatrice Winkler, Erweiterte Lernwelten, 15. März 2017

FutureLearn’s New Pricing Model Limits Access to Course Content After the Course Ends

März 17, 2017 - 16:24

Mit “monetization over massiveness” hatte das Nachrichtenportal Class Central die Entwicklung der kommerziellen MOOC-Anbieter Ende des letzten Jahres zusammengefasst. Dazu passt auch dieser Schritt von FutureLearn, der MOOC-Plattform der britischen Open University. Dort hat man jetzt den freien Zugriff auf die Kursinhalte eingeschränkt. Sie gelten jetzt nur noch für die Dauer des Kurses. Wer darüber hinaus Zugang zu allen Kursbausteinen sowie, nach erfolgreicher Bearbeitung des Kurses, ein Zertifikat haben will, muss “upgraden”.

“… charging for certificates hasn’t proven to be an effective business model for MOOC providers”, heißt es. Also kosten jetzt auch die Inhalte. Und die Preise werden sich über kurz oder lang wohl auch erhöhen, prognostiziert Dhawal Shah.
Dhawal Shah, Class Central, 16. März 2017

Monitor Digitale Bildung. Die Hochschulen im digitalen Zeitalter

März 16, 2017 - 21:33

Nach der beruflichen Ausbildung also die Hochschulen. Auch die zweite Ausgabe des “Monitor Digitale Bildung” untersucht den Stand der Digitalisierung und hat dafür Lehrende, Studierende und Entscheider (Vertreter der Hochschulleitungen, der Verwaltung usw.) befragt. In der Zusammenfassung der Ergebnisse berücksichtigen die Autoren auch das, was in den letzten 20 Jahren im Hochschulbereich bereits unternommen wurde, und doch: “… diese Anstrengungen haben Früchte getragen, jedoch noch nicht ausreichend, um einen flächendeckend guten Standard digitaler Hochschullehre zu erreichen.”  

Zwei Anmerkungen rahmen diese Studie ein: zum einen ist es die Feststellung, dass die Digitalisierung nur erfolgreich und nachhaltig umgesetzt werden kann, wenn sie als strategisches Thema begriffen wird; und zum anderen: “Die Digitalisierung ist kein weiteres Problem, sondern Teil der Lösung”, wenn es um personalisiertes Lernen, die individuelle Förderung der Studierenden, die Internationalisierung der Hochschulen und die Erschließung neuer Zielgruppen geht.

Die Studie bietet umfangreiches Datenmaterial, so dass ich hier nur die Ergebnisse der Zusammenfassung wiedergebe (wobei sich Punkt 4 als ein attraktiver Titel für Nachrichtendienste anbietet …):
“1. Didaktische Potentiale bleiben trotz guter Infrastruktur oft ungenutzt …
2. Hochschulleitungen und Verwaltungsmitarbeiter sehen in der Digitalisierung Lösungen für konkrete Herausforderungen …
3. Bei Strategiefragen gibt es zwei Lager: konsequent digitale Verfechter und konsequent analoge Skeptiker …
4. (Lehramts-)Studierende sind keine Enthusiasten der Digitalisierung …
5. Beim Umgang mit offenen Lernmaterialien (OER) herrscht unter den Lehrenden Zurückhaltung …”

Anzumerken ist, dass der “Monitor” natürlich eine große Nähe zum Hochschulforum Digitalisierung besitzt. Viele HFD-Arbeitspapiere beschäftigen sich mit den gleichen Fragestellungen. Durchgeführt wurde die Studie vom mmb Institut.
Ulrich Schmid, Lutz Goertz, Sabine Radomski, Sabrina Thom (alle mmb Institut) und Julia Behrens (Bertelsmann Stiftung), Hrsg. v. Bertelsmann Stiftung, März 2017 (pdf)

Vortrag “Bots in der Lehre” an der RWTH Aachen

März 15, 2017 - 13:24

Auf der MOOC-Plattform in Lübeck soll es zukünftig Motivationsbots geben, also automatisierte Rückmeldungen, wenn Teilnehmer zum Beispiel längere Zeit auf der Lernplattform nicht aktiv waren. Eigentlich nichts Neues. Vielleicht sollten sich Bildungsexperten mal auf Fitness-Plattformen wie Runtastic oder Strava umschauen … Immerhin weiß ich jetzt, dass es Scripted Response Chatbots und Covert/ Overt Turing Chatbots gibt. Bei letzteren wird es spannend …
Andreas Wittke, Online by Nature, 14. März 2017

Bots in der Lehre from Andreas Wittke

The open in MOOC must include the ability to create courses

März 15, 2017 - 04:00

Natürlich kann man sich mit einigem technischen Geschick selbst eine MOOC-Infrastruktur “bauen”: zum Beispiel um WordPress herum, wie wir es mit unserem Corporate Learning 2025 MOOCathon planen. Oder man installiert Open edX. Oder man spricht die hilfsbereiten KollegInnen von mooin an. Wie auch immer: die Möglichkeiten sind überschaubar und oft denen vorbehalten, die professionell oder kommerziell mit Bildung handeln. Daran erinnert Graham Attwell:

“If we want truly open education, then we need to open up opportunities for creating and facilitating learning as well as participating in a programme. I still like Ivan Illich’s 1971 dream in Deschooling Society of a big computer which could send postcards to match those wanting to learn something with those willing to support them. And I see an open MOOC infrastructure as the way we might achieve this.”
Graham Attwell, Pontydysgu - bridge to learning, 14. März 2017

Cracking The Code Of 70:20:10

März 14, 2017 - 21:00

In den letzten Monaten ist es etwas ruhiger um die Formel geworden, und das ist auch sicher gut so. Nehmen wir also diesen Artikel als eine kurze Wiederholung und Erinnerung. Er führt uns durch die verschiedenen Lesarten des 70:20:10, um schließlich festzuhalten, dass es nicht um Zahlen, sondern um ein neues Denk- und Handlungsmodell für Learning & Development geht:

“The job of HR and Learning and Development is not simply to offer formal learning, but to expand the service it provides using 70:20:10 to make the transition from learning to business value.”
Jos Arets, eLearning Industry, 14. März 2017

Open Badges for Open Education

März 14, 2017 - 12:34

Open Badges, so Ilona Buchem (Beuth Hochschule für Technik Berlin), stehen in der Diskussion um Open Education häufig im Hintergrund. Die Aufmerksamkeit gehört vor allem offenen Lehr-/ Lernmaterialien (Open Educational Resources/ OER) und offenen Online-Kursen (Massive Open Online Courses/ MOOCs). Deshalb hat sie auf der Open Education Global Conference 2017, die gerade in Kapstadt stattgefunden hat, noch einmal für Open Badges geworben.

Ihr Foliensatz gibt einen guten und aktuellen Überblick. Er reicht von der Definition (”Open Badges = visual representations of a skill or achievement”) über ihre Funktionsweise (Metadaten, Infrastruktur, Typen, Taxonomie) bis zu konkreten Einsatzszenarien und Beispielen. Für Einsteiger und Fortgeschrittene.
Ilona Buchem, Mediendidaktik 2.0, 14. März 2017

Open Bades Action Lab from Ilona Buchem

Bildung für eine joblose Gesellschaft

März 13, 2017 - 21:35

Peter Baumgartner schreibt: “In diesem Beitrag vertrete ich die Ansicht, dass die Singularitätshypothese auch für den Bildungsbereich gültig ist. Der Begriff Singularität stammt eigentlich aus der Astronomie, wo eine Situation gemeint wird, die nicht mehr kalkulierbar und abschätzbar ist.” Was meint Peter Baumgartner damit? Er bezieht sich auf die technische Entwicklung, auf AI, Robotics, “superintelligente Maschinen”, deren Konsequenzen und Folgen wir nicht mehr kalkulieren und abschätzen können. Es werden in naher Zukunft so viele Jobs wegfallen, dass die Formel “Aufstieg durch Bildung” nicht mehr greift. Doch wofür dann Bildung? Und woher dann Jobs?
Peter Baumgartner, Gedankensplitter, 13. März 2017

2017 Global Human Capital Trends

März 10, 2017 - 20:25

“Rewriting the rules for the digital age” heißt der Titel dieses Reports der Deloitte-Berater. Es ist bereits der Fünfte in Serie, und die Schlagworte kommen einem sehr vertraut vor (aber was will man auch tun, wenn die Digitalisierung den Alltag so zu dominieren scheint …). Wieder haben über 10.000 Mitarbeiter weltweit Antworten geliefert, und wieder wurden zehn Human Capital Trends identifiziert.

Doch gleich zum Wichtigsten. “Careers and learning: Real time, all the time” ist dieses Jahr auf den zweiten Platz in der Trendskala geklettert. Eine Dramaturgie dieses Kapitels lautet: Es gibt eine schlechte Nachricht, denn “virtually all CEOs (90 percent) believe their company is facing disruptive change driven by digital technologies, and 70 percent say their organization does not have the skills to adapt.”

Doch die gute Nachricht ist, “that an explosion of high-quality, free or low-cost content offers organizations and employees ready access to continuous learning.” Hier denken die Autoren an alles, was das Netz bietet, von YouTube bis zu MOOC-Plattformen.

Und noch ein letzter Punkt sei erwähnt: Auch in diesem Report findet sich das schon fast obligatorische Fragezeichen, wenn es heißt: “At most companies, the learning management system (LMS) is among the oldest and most challenging to use. Today a new set of learning tools has entered the market, … These tools provide curated content, video and mobile learning solutions, micro-learning, and new ways to integrate and harness the exploding library of external MOOCs and video learning available on the Internet.” Wobei es, wenn ich die Zeilen richtig deute, weniger um eine Ablösung der Lernplattformen, als um eine Erweiterung dessen geht, was wir unter Lernumgebung oder Lerninfrastruktur verstehen.

Report und Trends liegen in unzähligen Formaten vor, von der Webseite, über PDF und Infografik bis zum Kurzfilm.
Deloitte, März 2017

On Next Generation Digital Learning Environments

März 10, 2017 - 07:38

Jim Groom nimmt sich die Freiheit, einmal weiter zu denken. Braucht es wirklich Lernplattformen? ELI (EDUCAUSE Learning Initiative) hatte 2015 die Tür mit dem Konzept “Next Generation Digital Learning Environment” aufgestoßen, und der aktuelle Horizon Report hat die Idee fast wörtlich aufgenommen (”Next-Generation LMS”). Aber Jim Groom geht noch einen Schritt weiter und wünscht sich ein Szenario, in dem Lehrende und Lernende wirklich die Kontrolle über ihre Daten haben - ganz im Sinne von “A Domain of One’s Own”. Kurz: “That said, I have pretty much been promoting one idea for the last 12 years: make the web the learning platform.”

Der Anlass dieses Artikels bildet ein Aufenthalt in Schweden, eingerahmt von Workshops und Präsentationen.
Jim Groom, bavatuesdays, 8. März 2017

Corporate Learning 2025 – MOOCathon: Vorstellung des Konzepts

März 10, 2017 - 06:15

Auf dem VhU-Berufsbildungsausschuss in Frankfurt habe ich diese Woche das Konzept unseres Corporate Learning 2025 MOOCathons vorstellen dürfen. “MOOCathon”, weil wir die acht Wochen MOOC noch, etwas zeitlich versetzt, mit einem Hackathon vor Ort verbinden wollen, auf dem wir mit einer Gruppe von Interessierten die Ergebnisse und Erfahrungen des MOOCs verdichten wollen. Herauskommen, so der Plan, soll eine Blaupause für “Learning & Development in the Digital Age”.

Ansonsten lohnt jetzt schon der Blick auf die Kursseite, auf der sich bereits die Liste der gastgebenden Unternehmen findet: Merck, Continental, ottobock, DNV GL, Viessmann, Aareal Bank, Bosch, Audi. Der MOOC startet Anfang Mai. Die Anmeldung ist bereits offen.
Jochen Robes, SlideShare, 9. März 2017

Corporate Learning 2025 – MOOCathon: Vorstellung des Konzepts from Jochen Robes

CPT+10. Zehn Jahre nach der Cape Town Open Education Declaration

März 9, 2017 - 19:36

Die Cape Town Open Education Declaration ist ja so etwas wie ein Meilenstein in der OER-Bewegung. Damals habe ich vor allem die prominenten Unterzeichner wie Jimmy Wales, Peter Gabriel und Lawrence Lessig wahrgenommen. Umso schöner ist es, die Initiatoren aus dem September 2007 einmal zu sehen und zu hören, wie alles damals zustande gekommen ist und was sie heute in einer Neuauflage der Declaration hinzufügen würden (nämlich learning analytics, copyright und Brücken zu anderen Communities).
Jöran Muuß-Merholz, Informationsstelle OER, 9. März 2017

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