Sammlung von Newsfeeds

Rückblick: #jfmh14

Sandra Hofues - Juni 25, 2014 - 10:48

Ein Rückblick auf ein ‚Event‘ der letzten Tage fehlt an dieser Stelle definitiv noch: Die Betrachtung des Jungen Forums Medien und Hochschulentwicklung, das in diesem Jahr zum dritten Mal ausgerichtet wurde und am 13. und 14. Juni 2014 an der TU Dresden stattfand. Die TU Dresden, insbesondere Andrea Lißner und Team, war dabei ein toller Gastgeber: Im modernen Informatikgebäude gab es genügend Platz für Austausch, aber auch eine ausreichende Zahl an Steckdosen und viele ungewöhnliche Sitzgelegenheiten, die sowohl die individuelle Programmgestaltung als auch Kollaboration über Fachgesellschaften und Tracks hinaus möglich machten. Inhaltlich bot die Tagung ein breites Spektrum an Themen und Vertiefungen an. So waren es vor allem die Keynotes, die zum Denken in unterschiedliche Richtungen anregten. Erwähnt sei bspw. Markus Krajewski aus Basel mit seinem ‚produktiven Verzetteln‘. Die Metapher des Verzettelns geht dabei auf den Zettelkasten zurück, den viele Forschende seit Jahrhunderten einsetzen, um ihre Studien zu dokumentieren und zu reflektieren. Sie nutzen den Zettelkasten dann als Ausgangspunkt für neue Texte, da er seit jeher eine Form des externalisierten Gedächtnisses ist. Die Metapher des Verzettelns mit und ohne Zettelkasten erweist sich auch dann als nützlich, wenn man digitale anstelle von analogen Medien zur Dokumentation einsetzt. Krajewski selbst zeigte ein eigens entwickeltes Werkzeug, um ‚produktives Verzetteln‘ anzustoßen (siehe seine Software ‚Synapsen‘). In ähnliche Richtungen stoßen aber letztlich alle Literaturverwaltungssysteme und Social Bookmarking-Tools. Der mediengeschichtliche Zugang zu einem sowohl medientechnisch als auch medienpsychologisch höchst interessanten Thema hat sich dabei als absolut brauchbar erwiesen und in Randgesprächen wurde vielfach auf diese Keynote verwiesen. Diskutiert wurde allerdings eifrig darüber, dass der historische Zugang insgesamt einer 1:1-Übersetzungs-Logik folgt, d.h. analoge Handlungspraxen werden vorwiegend in digitale übertragen. Dass und wie digitale Werkzeuge hier Erweiterungen anbieten und damit neue Handlungspraxen durch Gebrauch erzeugen, wurde in dieser Keynote eher nicht thematisiert. Dafür hatte aber am Folgetag Christina Schwalbe von der Universität Hamburg einige Ideen, wie sich Handlungspraxen in der digitalen Welt von solchen in einer Buchkultur unterscheiden. Dabei halfen zwei Tabellen/Abbildungen besonders (zu den Folien): Zum einen bot die Tabelle zur Entwicklung von Leitmedien und kulturellen (Handlungs-)Praxen eine Einordnung unterschiedlicher Praxen und Erweiterungen an. Zum anderen wurde auf unterschiedlichen Gestaltungsebenen argumentiert, nämlich auf solchen, die im engeren Sinne der Didaktik zuzuordnen sind, aber eben auch auf solchen, die eher der Organisationsentwicklung und darin im Besonderen einer systemtheoretischen (Denk-)Richtung zuzuordnen sind. Die Bezugnahme auf die strukturale Medienbildung von Jörrissen und Marotzki erwies sich im Kontext der Nachwuchstagung zudem als hilfreich, da anhand der zweiten Keynote der praktische Gehalt einer Theorie der Medienbildung deutlich wurde. Vertiefungen ganz anderer Art bot später Peter Baumgartner mit seinem Workshop zu Publikationsindizes an, der bei der Gruppe der Nachwuchsforschenden und -praktiker auf großes Interesse gestoßen ist, auch wenn der Sinn der Auseinandersetzung mit dem Publizieren mehrfach erst auf den zweiten Blick erkannt wurde (zum Rückblick auf den Workshop). Überhaupt sind es solche Aha-Effekte, die man in vielen Gesprächen auf dem Jungen Forum wahrnehmen konnte und die eine Tagung unter Novizen oder weniger erfahrenen Forschenden wie Praktikern besonders auszeichnen. Dass solche Effekte in den einzelnen Tracks am Freitag und Samstag ebenso erzielt werden konnten, ist wahrscheinlich, denn: Das Feedback des Plenums ist auf der Nachwuchstagung traditionell wohlwollend und nicht zerstörend, alle Anwesenden bemühen sich um echte Rückmeldungen und weniger um Co-Referate, und gleichzeitig wird den Referenten zugestanden, selbst in diesem inzwischen professionalisierten Tagungsrahmen Fehler zu machen. Insgesamt haben sich das Tagungsprogramm und die unterschiedlichen Angebote also einmal mehr bewährt; genauso kam die etwas kleinere Teilnehmerzahl (+/- 60 Teilnehmende) den Gesprächen eher zugute und das Rahmenprogramm ‚Bunte Republik Neustadt‘ hat für das Tüpfelchen auf dem I gesorgt. Als Nachwuchsvertreterin der GMW sage ich daher Danke nach Dresden und hoffe, dass sich für das nächste Jahr bald ein neuer Austragungsort findet/formiert. Denn das Junge Forum als kooperative Nachswuchsveranstaltung geht weiter, natürlich.

HRK-Positionspapier zu MOOCs im Kontext der digitalen Lehre

Weiterbildungsblog - Juni 24, 2014 - 19:44

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat heute Stellung bezogen: in Form eines kurzen Positionspapieres und eines längeren Readers (“Potenziale und Probleme von MOOCs - eine Einordnung im Kontext der digitalen Lehre”, 71 Seiten). Nun, ich bin kein hochschulpolitischer Insider, aber das Paket darf wohl als Gegenentwurf zu den “Zehn Thesen zur Digitalisierung der Hochschullehre” gelesen werden, die im Herbst vom CHE Centrum für Hochschulentwicklung verbreitet wurden. Dort die “schlafende Revolution”, hier, deutlich nüchterner, die “Potenziale und Probleme”.

Während sich die CHE-Thesen an den amerikanischen Entwicklungen orientieren und sich eine “Personalisierung” des Lehrens und Lernens auf der Grundlage von Learning Analytics vorstellen, wird in den HRK-Thesen erst einmal ein Gang zurückgeschaltet und an die Freiheit der Lehre erinnert. Denn MOOCs sind ressourcenintensiv, bauen auf fragwürdigen Finanzierungsmodellen auf und kommen, didaktisch wie rechtlich, mit mehr Fragen als Antworten daher. Einig sind sich beide Seiten in ihren jeweils letzten Thesen, die ich hier in der “weicheren” HRK-Version zitiere: “Die HRK empfiehlt den Hochschulen, sich unter Berücksichtigung dieser Aspekte strategisch zur Digitalisierung der Lehre zu positionieren.”

Unabhängig von dieser “Rahmung” bietet vor allem der Reader einen umfassenden Überblick zur MOOC-Diskussion, wie sie hierzulande aus Sicht der Hochschulen (!) geführt wird. Und wie sie ja im “Hochschulforum Digitalisierung”, dann mit allen beteiligten Parteien, fortgeführt wird.
Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Beschluss des 127. HRK-Senats, 24. Juni 2014

Evaluationsbericht zum VHS-MOOC „Wecke den Riesen auf“

Weiterbildungsblog - Juni 24, 2014 - 15:31

Zwischen September und November 2013 fand der vhsMOOC statt (”Wecke den Riesen auf!”). Es war ein klassischer cMOOC, mit über 700 Teilnehmern und dem Thema “Weblernen mit der VHS”. Die TU Kaiserslautern hat den MOOC begleitet und zum Start bzw. Abschluss des Kurses eine Online-Befragung durchgeführt. Neben den allgemeinen Angaben zur Zielgruppe finden sich im vorliegenden Evaluationsbericht (42 Seiten) auch Informationen über Medienkompetenz, Motivation und Erwartungen, Nutzung und Beteiligung sowie abschließende Empfehlungen. Zahlreiche Ergebnisse, obwohl in ähnlichen Zusammenhängen schon geschildert, regen das Nachdenken an. Zum Beispiel:

“Bezüglich der Ziele, die sich die Teilnehmenden des MOOC gesetzt hatten, gaben rund die Hälfte der Teilnehmenden an, diese nicht erreicht zu haben. Dem gegenüber gaben weniger als ein Drittel (28,9%) ihre Ziele teilweise oder vollständig erreicht zu haben […].  Als Ursache dafür, warum ein großer Teil der Teilnehmenden die Ziele nicht erreicht hat, wurde vor allem der Zeitaufwand und die nicht erfüllten Erwartungen identifiziert.” (S. 22)

“Im Gegensatz zur Angabe von hoher intrinsischer Motivation der Teilnehmenden war allerdings nur eine sporadische aktive Beteiligung am MOOC auszumachen.” (S. 28)
Matthias Rohs und Christoph Giehl, TU Kaiserslautern, Beiträge zur Erwachsenenbildung (Nr.2 ), 2014 (pdf)

TED: Lorrie Faith Cranor: What’s wrong with your pa$$w0rd? - Lorrie Faith Cranor (2014)

TEDTalk - Juni 24, 2014 - 15:04
Lorrie Faith Cranor studied thousands of real passwords to figure out the surprising, very common mistakes that users -- and secured sites -- make to compromise security. And how, you may ask, did she study thousands of real passwords without compromising the security of any users? That's a story in itself. It's secret data worth knowing, especially if your password is 123456 ...

Unternehmen lernen online – Corporate Learning im Umbruch

Weiterbildungsblog - Juni 23, 2014 - 18:38

Auch die Berater von Roland Berger nutzen die Gunst der Stunde, um Corporate Learning und die Digitalisierung zusammenzuführen. Das geschieht, indem das Online-Lernen als Antwort auf die aktuellen Herausforderungen vorgestellt wird, auf Zeit-, Globalisierungs- und Kostendruck. Und es wird als attraktives Wachstumssegment im Bildungssektor, nun ja, “gefeiert”. Nimmt man dann noch die Welle, die MOOCs losgetreten haben, wird daraus aus Sicht der Berater eine klare Botschaft.

Das ist der Vorspann dieses Strategiepapiers. Im zweiten Teil wird angedeutet, wie “Online-Bildung in Unternehmen …. die Spielregeln auf jeder der vier Stufen in der Wertschöpfungskette von Corporate Learning” verändert. Von der Ermittlung des Lernbedarfs bis zur Überprüfung der Wissensanwendung und Verhaltensänderung. Hier kommen dann Big Data und Learning Analytics ins Spiel und weitere interessante Details.

Ein kurzes Fazit: In dieser Studie fallen alle Begriffe, die heute die Diskussion um das Online-Lernen prägen, von Badges, über den Flipped Classroom bis zu Personal Learning Environments. Das ist weit mehr, als man gemeinhin von den großen Beratungshäusern erwarten darf. Dafür ist die empirische Basis vieler zentraler Trends sehr dünn bzw. sehr abstrakt (”der gesamte E-Learning-Markt … ist heute schon 91 Milliarden Dollar groß”!?). Wer zudem die Thesen zur Digitalisierung der Hochschullehre des CHE kennt, wird zentrale Botschaften wiederfinden, z.B.: “Die Zukunft liegt nicht in der kostenlosen Vermassung, sondern in der Personalisierung und Individualisierung von Bildung für das lebenslange Lernen.” Wie auch immer: Wer Argumente für die unternehmensweite Einführung von E-Learning 1.0 oder, besser noch, 2.0 benötigt, ist hier richtig.
Roland Berger Strategy Consultants, Mai 2014

Lecturio interviewt Dr. Jochen Robes, Weiterbildungsexperte

Weiterbildungsblog - Juni 23, 2014 - 17:15

Okay, die Fragen, denen ich mich hier gestellt habe, waren, ich will es vorsichtig ausdrücken, sehr allgemein formuliert. So lautete zum Beispiel die Erste: “Wie sehen Sie die Zukunft von E-Learning und klassischer Weiterbildung in Form von Seminaren und Workshops? Werden beide Komponenten noch näher zusammenrücken?” Aber ich wurde sehr nett und hartnäckig um Antworten gebeten. Deshalb.
Maria Jaehne, Das Weblog von Lecturio, 23. Juni 2014

TED: Shaka Senghor: Why your worst deeds don’t define you - Shaka Senghor (2014)

TEDTalk - Juni 23, 2014 - 14:57
In 1991, Shaka Senghor shot and killed a man. He was, he says, "a drug dealer with a quick temper and a semi-automatic pistol." Jailed for second degree murder, that could very well have been the end of the story. But it wasn't. Instead, it was the beginning of a years-long journey to redemption, one with humbling and sobering lessons for us all.

Arbeitsmarktpolitische Problemgruppen durch Hochschulbildung?

Gabi Reinmann - Juni 22, 2014 - 16:51

Studium nach Bologna: Praxisbezüge stärken?!“ so lautet der Titel eines Buches von W. Schubarth, K. Speck, A. Seidel, C. Gottmann, C. Kamm & M. Krohn, 2012 erschienen. Ich bin also schon zwei Jahre „zu spät“ dran, aber, wie ich jetzt auch noch einmal in diesem Bch gelernt habe: Die Themen Praxis und Praxisbezug im Studium sind ohnehin ein Klassiker – also kein neues Bologna-Phänomen, sondern eine „alte Debatte“ (S. 24). Die meisten Beiträge des Bandes – so ist es der Einleitung zu entnehmen – entstammen aus der Abschlusstagung des Projekts ProPrax an der Universität Potsdam. Der Band vereint Texte mit empirischem Gehalt zu Praxisphasen im Studium mit Texten, die Praxisphasen aus der Perspektive verschiedener Akteure beleuchten, und Texten, die Entwicklungsperspektiven für Hochschulen aufzeigen, wenn es um die „Praxis“ im Studium geht.

Das Thema ist nicht nur aktuell, sondern höchst relevant: Studierende in fast allen Studiengängen scheinen mit dem Praxisbezug nicht ausreichend oder gar nicht zufrieden zu sein. Gleichzeitig hat wohl jeder Hochschullehrer bereits die Erfahrung gemacht, dass das, was Studierende (wie auch die Kollegen) unter Praxis und Praxisbezug im Studium verstehen, höchst unterschiedlich ist. Mehrere im Buch zitierte Studien liefern die empirische Belege für diesen Eindruck: Praxis und Praxisbezug sind mehrdimensionale Phänomene.

Von mehreren Autoren wird angeführt, dass die Diversität in den Praxiserwartungen und -anforderungen auch deshalb so groß ist, weil eben der Bezug zwischen Studiengängen und Berufen alles andere als homogen ist: Manche Studiengänge fungieren als Zugangsweg für bestimmte Berufe im Sinne von Professionen (z.B. Medizin, Lehramt); andere Studiengänge ermöglichen eher eine Bandbreite verschiedener, aber zumindest beschreibbarer Berufe (z.B. Ingenieurswissenschaften, BWL); wieder andere Studiengänge gelten als wissenschaftliche Ausbildung, ohne dass diesen konkrete Berufsbilder zugeordnet sind, wie das bei den meisten Geistes- und Sozialwissenschaften der Fall sein dürfte (siehe hierzu z.B. den Beitrag von Hessler & Oechsle).

Neu ist das Thema trotzdem nicht: Andrä Wolter zeichnet in seinem Beitrag die Geschichte des Praxisbezugs anschaulich nach und verweist unter anderem darauf, dass man Praxis nicht nur reflexartig mit Beschäftigungsfähigkeit („employability“) assoziieren müsste, sondern auch (was einmal der Fall war) als „emanzipatorische gesellschaftliche Praxis“ (S. 24) sehen kann. Wolter kritisiert das Konzept der Beschäftigungsfähigkeit scharf: Seinen Ursprung hat es in der europäischen Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik; dort zielte es „in erster Linie auf die Förderung und (Re-)Integration arbeitsmarktpolitischer Problemgruppen ab“ (S. 28). In der Tat mutet das letztlich seltsam an, wenn man die Employability zum Leitbegriff gemacht hat und (gerade in Deutschland) gleichzeitig an der Idee „Bildung durch Wissenschaft“ festhalten will. Oder folgt daraus etwa, dass Wissenschaft geradewegs arbeitsmarktpolitische Problemgruppen produziert? Wolters Alternativ-Begriff lautet „wissensbasierte professionelle Handlungskompetenz“ (S. 33).

Johannes Wildt geht mit anderen Begriffen in eine durchaus ähnliche Richtung. Er lehnt den Begriff der Employability allerdings nicht ab, sondern reiht ihn ein in mehrere Begriffe, die er in konzentrischen Kreisen anordnet (S. 272): Im innersten Kern, wenn es um den Beruf geht, steht die Qualifikation; im nächsten Kreis befindet sich die Profession, dem die Professionalität zugeordnet ist; dem folgt das Tätigkeitsfeld, für das der Erwerb von Schlüsselqualifikationen erforderlich ist; erst danach findet sich der Kreis mit dem Beschäftigungssystem, für welches „Employability“ nötig ist. Den äußersten Kreis schließlich bilden Gesellschaft und Kultur, dem Wildt das Konzept „Citizenship“ zuordnet – ich vermute, dass es hier eine gewisse Nähe zu Wolters „emanzipatorischer gesellschaftlicher Praxis“ gibt.

Ich habe das Buch besonders unter der Frage gelesen, in welchem Verhältnis das forschende Lernen (bzw. eine forschungsorientierte Lehre) zum Praxisbezug stehen kann. Die deutlichsten Worte findet hier Johannes Wildt, der eine klare Verbindung zwischen dem forschenden Lernen, dem „praktischen Lernen“ und dem reflexiven Lernen (S. 268) sieht, wobei er die Praxis konsequent mit dem Beruf (employability) und der Gesellschaft (citizenship) verbindet. Leicht ist diese Verbindung allerdings nicht umzusetzen: „Für die Hochschuldidaktik stellt das forschende Lernen in Praxisbezügen die größte Herausforderung dar, die aber gleichzeitig als hochschulgemäße Gestaltung von Praxisbezügen angesehen werden kann“ (S. 276).

Auch der Beitrag von Speck und Mitarbeiter am Ende des Buches weist dem forschenden Lernen eine wichtige Bedeutung für den Praxisbezug an Hochschulen zu. Basis der Argumentation ist eine forschungs- und praxisorientiert gestaltete Methodenausbildung an der Universität Oldenburg. Die Ausführungen zu diesem Beispiel halte ich für extrem wichtig bzw. instruktiv, denn: Vielerorts ist die Methodenausbildung inhaltsleer und läuft wenig verzahnt mit anderen Themen eines Studienfaches ab, wird von Lehrenden oft ungern angeboten, oftmals „abgeschoben“, mitunter auch so dargestellt, als müsse man da „halt auch durch“. Im schlimmsten Fall kommt bei Studierenden in der Folge an: Forschung ist das Gegenteil von Praxis und hat also mit der Beschäftigungsfähigkeit (oder einem anderen berufsrelevanten Ziel) nichts zu tun. Wo man diese unglückliche Tendenz ahnt, könnte eine Empfehlung des Buches wirklich nicht schaden – es lohnt sich!

Reinhard Bauer promoviert mit Auszeichnung

Peter Baumgartner - Juni 22, 2014 - 05:28

Am Freitag, den 20. Juni hat Mag. Reinhard Bauer seine Dissertation erfolgreich verteidigt und mit Auszeichnung provomiert. Seine Arbeit “Didaktische Entwurfsmuster. Diskursanalyitsche Annäherung an den Muster-Ansatz von Christopher Alexander und Implikationen für die Unterrichtsgestaltung” beschäftigt sich mit der Frage, wie die im Kontext der Architektur entwickelte Mustertheorie von Christopher Alexander für die Unterrichtsgestaltung genutzt werden kann. Didaktische Entwurfsmuster sollen die häufig beklagte Lücke zwischen Theorie und Praxis überwinden und komplexe bildungstheoretische Anforderungen in realisierbare Unterrichtsentwürfe umsetzen helfen. Weiterlesen ...

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TED: Billy Collins: Two poems about what dogs think (probably) - Billy Collins (2014)

TEDTalk - Juni 20, 2014 - 15:12
What must our dogs be thinking when they look at us? Poet Billy Collins imagines the inner lives of two very different companions. It’s a charming short talk, perfect for taking a break and dreaming …

20 small changes to modernise the workplace learning experience (slideset)

Weiterbildungsblog - Juni 20, 2014 - 12:36

Eine Fingerübung von Jane Hart. Und längere Aufzählungen haben ja den Vorteil, dass man sich über Gruppierungen und Überschneidungen nicht so viele Gedanken machen muss. Also geht es von 1. “Don’t require people to turn off their laptops and devices in training” bis 20. “Stop referring to staff as “learners”.
Jane Hart, Learning in the Social Workplace, 20. Juni 2014

20 small changes to modernise the workplace learning experience from Jane Hart

adidas Learning Campus

Weiterbildungsblog - Juni 20, 2014 - 09:50

Neues vom adidas Learning Campus: Am 13. Juni hat Christian Kuhna auf dem Management 2.0-Lerntag in der Cogneon Akademie noch einmal die wichtigsten Ideen und Konzepte des “new way of learning” präsentiert. Von den drei Grundprinzipien (”from education to learning”; “from consumption of information to participatory learning”, “from institutions to networks”) bis zu den Lernorten, an denen die Ideen gelebt werden sollen. By the way, der offizielle Launch des Learning Campus soll am 18. Juli stattfinden. Auf Pinterest findet sich weiteres Bildmaterial. Ein empfehlenswerter Überblick.
Cogneon Akademie, YouTube, 14. Juni 2014

Varianten von sozialem Lernen im Arbeitsfeld

scil - Juni 20, 2014 - 04:14
Bei Jochen Robes (weiterbildungsblog.de) habe ich eine Mitteilung gesehen, die an mir vorbei gegangen war: Jane Hart hat kürzlich zu ihrem Thema “workplace learning” ein neues Rahmenmodell formuliert. In diesem Modell kontrastiert sie nach wie vor verbreitete Modalitäten von durch Experten geführten Aktivitäten (“Authoritative Voice”: “Performance Support”, “Training”) mit verschiedenen Varianten von sozialem Lernen im

TED: Jamila Lyiscott: 3 ways to speak English - Jamila Lyiscott (2014)

TEDTalk - Juni 19, 2014 - 15:00
Jamila Lyiscott is a “tri-tongued orator;” in her powerful spoken-word essay “Broken English,” she celebrates — and challenges — the three distinct flavors of English she speaks with her friends, in the classroom and with her parents. As she explores the complicated history and present-day identity that each language represents, she unpacks what it means to be “articulate.”

Wie manage ich meinen Publikationsindex?

Peter Baumgartner - Juni 18, 2014 - 23:27

Am 14.6. 2014 habe ich an der TU Dresden im Rahmen des Junges Forum Medien und Hochschulentwicklung 2014 (JFMH2014) einen interaktiven Workshop zur Bedeutung und dem praktischen Umgang mit Publikationsindizes geleitet. Die Veranstaltung hat mir extrem viel Spaß gemacht und dabei auch noch wertvolle Erkenntnisse für weitere Veranstaltungen zu diesem Thema gebracht. Der Beitrag beschreibt den Seminaraufbau und zieht erste Schlussfolgerungen für zukünftige Workshops. Weiterlesen ...

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#nanodegree #badges #lifelong learning thoughts

Weiterbildungsblog - Juni 18, 2014 - 22:50

Vor einigen Tagen hat Udacity, einer der großen MOOC-Anbieter (der ja inzwischen auf den Begriff “MOOC” verzichtet!), sein Konzept der “nanodegrees” vorgestellt: kurze, kompakte, job-bezogene Trainingskurse, für die man Abschlüsse erhält, die irgendwo zwischen Zertifikaten und Open Badges angesiedelt sind, “nanodegrees” eben. Abgesehen davon, dass Udacity damit seinen Fokus auf Corporate Learning bzw. Training unterstreicht, erschließt sich mir das Geheimnis dieser wohlklingenden Abschlüsse noch nicht. Wahrscheinlich geht es vor allem darum, hier einen Begriff zu setzen. Weitere Überlegungen finden sich bei Inge de Waard, die das Pro und Kontra dieses Konzepts ausführlich beleuchtet.
Inge de Waard, @Ignatia Webs, 18. Juni 2014

TED: Ruth Chang: How to make hard choices - Ruth Chang (2014)

TEDTalk - Juni 18, 2014 - 15:00
Here's a talk that could literally change your life. Which career should I pursue? Should I break up -- or get married?! Where should I live? Big decisions like these can be agonizingly difficult. But that's because we think about them the wrong way, says philosopher Ruth Chang. She offers a powerful new framework for shaping who we truly are.

Mobiles Lernen – Stand, Beispiele, Herausforderungen

scil - Juni 18, 2014 - 07:18
Vor einiger Zeit hatte ich für einen Partner einen Video-Kurzvortrag zum Thema “mobiles Lernen” erstellt. Die Aufzeichnung ist jetzt hier verfügbar: Im Rahmen der 15 Minuten, die mir zur Verfügung standen, habe ich zunächst Studienergebnisse zum Stand der Nutzung von mobilen Endgeräten (für Lernen) aufgezeigt und anhand meiner persönlichen Lernumgebung die Bedeutung von durchgängiger /

TED: Anne Curzan: What makes a word “real”? - Anne Curzan (2014)

TEDTalk - Juni 17, 2014 - 14:52
One could argue that slang words like ‘hangry,’ ‘defriend’ and ‘adorkable’ fill crucial meaning gaps in the English language, even if they don't appear in the dictionary. After all, who actually decides which words make it into those pages? Language historian Anne Curzan gives a charming look at the humans behind dictionaries, and the choices they make.

Zukunft von E-Learning

Weiterbildungsblog - Juni 17, 2014 - 13:05

Hinter dem schlichten Titel steht ein Interview, das Peter Baumgartner (Donau-Universität Krems) kürzlich lecturio gegeben hat. Es geht ums Bloggen und um E-Learning. Gefragt, ob er auf seinen einzelnen beruflichen Stationen Unterschiede im Einsatz von E-Learning beobachten konnte, antwortet Peter Baumgartner mit dem interessanten Hinweis auf zwei Strategien:

  • “E-Learning als Mittel der Organisationsentwicklung und als Verwaltungsinstrument: Das ist die äußere Seite von E-Learning, die sich auf strukturelle Prozesse der Lernorganisation bezieht.
  • E-Learning als hochschuldidaktischen Instrument zur Verbesserung der Lernergebnisse: Das ist die innere Seite von E-Learning, die sich auf strukturelle Prozesse der Kompetenzentwicklung bezieht.”

Peter Baumgartner, Gedankensplitter, 16. Juni 2014

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