Sammlung von Newsfeeds

The four fish we're overeating -- and what to eat instead | Paul Greenberg

TEDTalk - Dezember 14, 2015 - 16:51
The way we fish for popular seafood such as salmon, tuna and shrimp is threatening to ruin our oceans. Paul Greenberg explores the sheer size and irrationality of the seafood economy, and suggests a few specific ways we can change it, to benefit both the natural world and the people who depend on fishing for their livelihoods.

Personalized Learning Is Not a Product

Weiterbildungsblog - Dezember 14, 2015 - 10:04

“Personalized Learning” (auch: adaptive learning) ist die nächste Generation des Online-Lernens, wenn man den Berichten und Meldungen, vor allem aus den USA, Glauben schenkt. Knewton, Pearson, McGraw-Hill haben Lösungen entwickelt und erste Colleges experimentieren mit ihnen. Eine Befürchtung: Die Millionen, die hier investiert werden, werden bei den Lehrkräften eingespart. Michael Feldstein und Phil Hill sagen, dass es so nicht funktionieren kann.

“Bottom line: Personalized learning is not a product you can buy. It is a strategy that good teachers can implement. Without good teachers and good strategy, even a great product designed for personalized learning applications has limited value and, in the worst case, can actually do more harm than good.”
Michael Feldstein und Phil Hill, edSurge, 7. Dezember 2015

2016 – the year of MOOC hard questions

Weiterbildungsblog - Dezember 11, 2015 - 21:32

MOOCs sind mittlerweile ein buntes Spielfeld. Wir haben Hochschulen, Unternehmen, MOOC-Plattformen (die nicht mehr von MOOCs sprechen …), Geschäftsmodelle, Open Educational Resources, verschiedene MOOC-Konzepte, etc. Und je nach Perspektive, kann man sich mit diesen “hard questions” identifizieren - oder eben nicht.

- “MOOC education won’t be as cheap as envisaged …”
- “Producing MOOCs is expensive …”
- “They’re not effective recruitment avenues …”
- “They’re not reaching the desired audiences …”

“I’m not predicting MOOCs will disappear. I think what the above indicates is that MOOCs will need to be targeted to meet very specific aims and audiences. Whether this more finessed approach is viable with the external, commercially driven enterprises who rely on a continual intake of new courses and learners remains to be seen. …  Sorry MOOC companies, I think the honeymoon is over.”
Martin Weller, The Ed Techie, 11. Dezember 2015

A beatboxing lesson from a father-daughter duo | Nicole Paris and Ed Cage

TEDTalk - Dezember 11, 2015 - 16:19
Nicole Paris was raised to be a beatboxer -- when she was young, her father, Ed Cage, used to beatbox her to sleep at night. Now the duo is known for their beatbox battles and jam sessions, which mix classic rap beats with electronic dance sounds. Prepare yourself for a bit of a hip-hop history lesson, and enjoy the show.

Die erfundene Revolution

Weiterbildungsblog - Dezember 11, 2015 - 08:22

Fast hätte ich übersehen, dass sich Markus Deimann (Fernuniversität Hagen) bereits vor einigen Tagen mit dem Buch “Die digitale Bildungsrevolution” von Jörg Dräger und Ralph Müller-Eiselt auseinandergesetzt hat. In seiner Rezension fragt er, was die Autoren unter Bildung, Revolution und Technik verstehen und setzt ihrem Bild von Humboldt (”Bildung für alle”) einen anderen Humboldt (”Ich kann also nur mich selbst bilden und nicht gebildet werden”) entgegen. Und während Jörg Dräger und Ralph Müller-Eiselt die Bildungsrevolution mit dem freien Spiel der Marktkräfte verknüpfen, stellt Markus Deimann fest: “Das Geschäft der Bildung ist jedoch ein anderes.”

Ich möchte noch ergänzen: Jörg Dräger und Ralph Müller-Eiselt setzen alles auf die Karte “Personalisierung des Bildungsangebots”. Hier liegt aus ihrer Sicht die “revolutionäre Kraft des digitalen Wandels” (S. 22). Diese Personalisierung ist mit Plattformen, Big Data, Learning Analytics und Algorithmen verbunden. Khan, Knewton, Udacity, LinkedIn sind ihre Treiber. Die Personalisierung, die in “persönlichen Lernumgebungen”, in den “Edupunks” und “DIY U” steckt und sich aus den digitalen Kompetenzen der Einzelnen entwickelt, spielt hier keine Rolle. Lediglich im Kapitel “WeQ schlägt IQ” und im Verweis auf die Peer-2-Peer University finden sich Spurenelemente dieser Sicht.
Markus Deimann, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 2. November 2015

Action Learning Projekte – Herbst 2015

scil - Dezember 11, 2015 - 06:47
Das zentrale integrierende Element unseres Diplomprogramms “Corporate Learning / Bildungsmanagement” ist ein „Action Learning Projekt“, das die Teilnehmenden im Verlauf des Lehrgangs erarbeiten. Ziel des Projekts ist es, Konzepte, Methoden und Arbeitshilfen aus den Modulen des Zertifikatsprogramms auf ein selbst…
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Top Ed-Tech Trends of 2015: Credits and Credentialing

Weiterbildungsblog - Dezember 10, 2015 - 21:26

Ich habe jetzt zwei oder drei Artikel der Trend-Serie übersprungen, weil sie doch zu “amerikanisch” waren. Aber die Stichworte, die Audrey Watters in diesem Beitrag durchspielt, “Badges”, “Nanodegrees” und “Microcredentials”, sind auch hierzulande angekommen. Trotzdem ist ihre Bestandsaufnahme eher ernüchternd. Zum Beispiel mit Blick auf Mozillas “Open Badges”. Deshalb fragt sie, ob hinter Schlagzeilen wie “Edtech’s Next Big Disruption Is The College Degree” wirklich ein Trend mit Breitenwirkung steckt? Oder ob es vor allem um private Interessen geht, die hier ihre Anteile am Bildungs- bzw. Weiterbildungsmarkt sichern wollen? Zu dieser Antwort passen zum Beispiel Udacity’s “Nanodegrees”.

Ich habe mir vor allem folgenden Hinweis notiert: “… I do think that LinkedIn might be the lynchpin in any efforts to rethink credentialing. LinkedIn has continued to push for its users to include more formal and informal education information in their profiles.”
Audrey Watters, Hack Education, 10. Dezember 2015

How germs travel on planes -- and how we can stop them | Raymond Wang

TEDTalk - Dezember 10, 2015 - 16:16
Raymond Wang is only 17 years old, but he's already helping to build a healthier future. Using fluid dynamics, he created computational simulations of how air moves on airplanes, and what he found is disturbing -- when a person sneezes on a plane, the airflow actually helps to spread pathogens to other passengers. Wang shares an unforgettable animation of how a sneeze travels inside a plane cabin as well as his prize-winning solution: a small, fin-shaped device that increases fresh airflow in airplanes and redirects pathogen-laden air out of circulation.

wb-web – Das Portal für Lehrende in der Erwachsenen- und Weiterbildung ist online

Weiterbildungsblog - Dezember 10, 2015 - 12:17

Nach längerem Vorlauf ist wb-web jetzt online gegangen. Ein “Informations- und Vernetzungsportal” will man sein. Ein interdisziplinär aus Praxis, Wissenschaft und Forschung zusammengesetztes Redaktionsteam will das Angebot “aktuell und interessant” halten. Den Kern dieses Teams bilden Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung sowie der Bertelsmann Stiftung, aber die Liste der Partner ist lang. Aus der Pressemitteilung:

“wb-web bedient mit seinem Angebot die aktuellen Bedarfe der frei- und nebenberuflichen Erwachsenen- und Weiterbildner. Die Inhalte werden von einer eigenen Redaktion im DIE entwickelt und durch externe Autoren aus Wissenschaft und Praxis ergänzt. Zu den Inhalten gehören: Neuigkeiten aus der Erwachsenen- und Weiterbildung, wissenschaftlich fundierte Wissensbausteine sowie verschiedene Praxishilfen (Handlungsanleitungen, Checklisten, etc.), um Bildungsangebote erfolgreicher zu gestalten. Tools, wie ein Online-Fall-Laboratorium mit realen Videofällen aus der Praxis und sichere Vernetzungs- und Austauschmöglichkeiten mit der Community, runden das Angebot ab.”
wb-web, 9. Dezember 2015

Studieren - oder nicht studieren?

Weiterbildungsblog - Dezember 9, 2015 - 21:13

Anja C. Wagner denkt nach: über Informatik und Programmiersprachen, über Studium oder Berufsleben, über Khan und Udacity, über lebenslanges lernen, die Halbwertzeit von Wissen, kurz: über Bildung 4.0.
Anja C. Wagner, LinkedIn/ Pulse, 9. Dezember 2015

Hauptsache Hochglanz

Gabi Reinmann - Dezember 9, 2015 - 18:02

Hochglanzbroschüren und findige PR-Abteilungen gab es früher nur in der Industrie. An der Universität schaute man manchmal neidisch, oft aber auch erleichtert auf den einen oder anderen Kooperationspartner in der Wirtschaft und nahm staunend die dortigen umtriebigen Aktionen der Marketing-Leute zur Kenntnis. Heute sind diese auch an Universitäten angekommen. In der November-Ausgabe von Forschung und Lehre ist (hier) das Thema PR und Wissenschaft ebenfalls aufgegriffen – durchaus kritisch und das erscheint mir auch dringend nötig, denn Forschung und Lehre sind keine Ware – Wissenschaft, Forschung und Lehre folgen einer eigenen Logik. Nun macht Karsten Gäbler (Universität Jena) in einem Gastbeitrag auf der Plattform von Hochschulform Digitalisierung darauf aufmerksam, dass zwischen der aktuellen PR zur Digitalisierung einerseits und der Realität an deutschen Hochschulen andererseits eine erhebliche Lücke klafft:

„Bei der Mehrzahl der deutschen Hochschulen“, so schreibt er, „scheint die ´digitale Bildungsrevolution´ langsam anzukommen. Die universitären ´Außenministerien´ und PR-Abteilungen nehmen digitale Lehr- und Lernangebote dankbar in den Katalog lokaler Exzellenznachweise auf, Lehrpreise werden für innovative Formate ausgelobt und die ´IT-Servicecenter´ mühen sich nach Kräften, entsprechende Infrastrukturen auszubauen. […] Zur Rhetorik der ´Workloads´, ´Kompetenzen´ und ´Employability´ gesellt sich in den Modulkatalogen und Hochglanzbroschüren langsam die Rhetorik der ´selbstgesteuerten Lernprozesse´, der ´flipped classrooms´ oder der ´MOOCs´. Die schlechte Nachricht: Der Aufhübschung des Außenbildes steht vielerorts erschreckend wenig Substanz in der Breite gegenüber oder – was noch Besorgnis erregender ist – die naive Erwartung, die digitale Bildungsrevolution wäre mit den Bordmitteln der Hochschulen schon irgendwie zu bewerkstelligen“.

Der Beitrag erläutert diese These und macht deutlich, dass und wie kurze Projekte und befristete Arbeitsverhältnisse, fehlende Professionalisierung und falsche Anreizsysteme dazu beitragen, dass das, was nach außen versprochen wird, nach innen kaum zu halten ist.

Zugegeben: Der Text wirkt etwas wütend, bringt aber gut auf den Punkt, wo die Schwachstellen der Digitalisierung sind und lenkt – womit wir wieder beim Einstieg dieses Blogposts sind – die Aufmerksamkeit unter anderem darauf, dass Universitäten zunehmend dazu neigen, solche Schwachstellen durch passende Rhetorik zu verschleiern. Man fragt sich, warum Universitäten das tun – quasi ohne Not, denn niemand wird sie zur PR zwingen, … oder doch?

Let’s Look to Future! E-Learning-Trends and Hypes in Academic Teaching

Weiterbildungsblog - Dezember 9, 2015 - 16:56

Nun, es gibt natürlich den jährlichen Horizon Report, in dem E-Learning-Trends (im weitesten Sinne) vorgestellt werden. Aber die Autoren des vorliegenden Artikels wollten es genauer wissen und haben deshalb 427 Beiträge der letzten GMW- und DeLFI-Konferenzen untersucht. Und haben dabei u.a. festgestellt, dass hierzulande Beiträge in den Kategorien “Learning Management”, “Social Software” und “E-Assessment” dominieren. Anschließend tasten sie sich vorsichtig an eine Interpretation dieser Ergebnisse heran.

Dieser Artikel findet sich in einem Special Issue des European Journal of Open, Distance and E-learning (EURODL) mit dem Titel “Best of EDEN 2013-2014″, der diese Woche veröffentlicht wurde.
Helge Fischer, Linda Heise, Matthias Heinz, Kathrin Moebius und Thomas Koehler, European Journal of Open, Distance and E-learning (EURODL), Best of EDEN 2013-2014, 1. Dezember 2015

A primer for Mark Zuckerberg on personalized learning — by Harvard’s Howard Gardner

Weiterbildungsblog - Dezember 9, 2015 - 04:54

Also, da haben Mark Zuckerberg und seine Frau einen Brief an ihre gerade geborene Tochter geschrieben und verkündet, dass sie 99 Prozent ihrer Facebook-Aktien für wohltätige Zwecke spenden wollen (das habe ich zumindest verstanden). Ein Thema ihres Briefes, dem sogar ein ganzer Absatz gewidmet ist, bildete  “personalized learning” (was ich gar nicht gewusst habe).

Nun hat der bekannte Harvard-Psychologe Howard Gardner in der Washington Post den Ball aufgenommen und in vier Punkten “hilfreich” angedeutet, was “personalized learning” denn bedeuten könnte, z.B.: 1) “a single learning path”, 2) “favored content”, 3) “different learning styles”, 4) “different intelligences”.
Schließlich: “I look forward to seeing which facets of individual differences you choose to focus on and, importantly, whether learning and-as important-love of learning are thereby achieved.”

Leider versäumt es Howard Gardner in seinem “offenen Brief”, die Vorlage aufzunehmen, die ihm Mark Zuckerberg im Brief mit seiner technologischen Sicht auf “personalized learning” (”better tools and data”) zuspielt.
Valerie Strauss, The Washington Post, 2. Dezember 2015

Forget shopping. Soon you'll download your new clothes | Danit Peleg

TEDTalk - Dezember 8, 2015 - 16:28
Downloadable, printable clothing may be coming to a closet near you. What started as designer Danit Peleg's fashion school project turned into a collection of 3D-printed designs that have the strength and flexibility for everyday wear. "Fashion is a very physical thing," she says. "I wonder what our world will look like when our clothes will be digital."

Start with the 70. Plan for the 100.

Weiterbildungsblog - Dezember 8, 2015 - 15:26

Der Artikel ist der Teaser für ein gerade erschienenes Buch, “702010 towards 100% performance” (Jos Arets, Charles Jennings & Vivian Heijnen). Aber er liefert auch ein paar allgemeine Ratschläge für das Design von Lösungen - wohlgemerkt “Lösungen” und nicht zwangsläufig “Lern-Lösungen”!

“The key for effective 70:20:10 design is to plan for the 100.

What this means is that any solution is likely to comprise a variety of parts; some 70, some 20, and some 10. … In other words, it is critical to maintain a clear focus on the desired performance outputs and, at the same time, use the principle of designing a total solution - incorporating 70, 20, and 10 elements as needed (and in this order).”
Charles Jennings, Workplace Performance, 6. Dezember 2015

scil auf der EAPRIL 2015 Conference in Luxemburg

scil - Dezember 7, 2015 - 22:05
Vom 24. bis 27. November 2015 fand an der Universität Luxemburg die jährliche Konferenz der European Association for Practitioner Research on Improving Learning (EAPRIL) statt. EAPRIL ist die Schwesterorganisation der EARLI (European Association for Research on Learning and Instruction), versteht…
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The untapped genius that could change science for the better | Jedidah Isler

TEDTalk - Dezember 7, 2015 - 16:16
Jedidah Isler dreamt of becoming an astrophysicist since she was a young girl, but the odds were against her: At that time, only 18 black women in the United States had ever earned a PhD in a physics-related discipline. In this personal talk, she shares the story of how she became the first black woman to earn a PhD in astrophysics from Yale -- and her deep belief in the value of diversity to science and other STEM fields. "Do not think for one minute that because you are who you are, you cannot be who you imagine yourself to be," she says. "Hold fast to those dreams and let them carry you into a world you can't even imagine."

Theories and Applications of Massive Online Open Courses (MOOCs): The Case for Hybrid Design

Weiterbildungsblog - Dezember 7, 2015 - 13:34

Hinter dem Kürzel “Massive Open Online Course” verbergen sich heute unzählige didaktische Konzepte und Modelle. Die Unterscheidung zwischen xMOOCs und cMOOCs, die gerne und häufig genutzt wird, ist nur die Spitze des Eisbergs. Das unterstreicht auch dieser lesenswerte Artikel. Zuerst beschreibt Abram Anders drei “primary types of MOOCs including content-based, community/tasked-based, and network-based applications”. Diese ordnet er einzelnen Theorien bzw. Ansätzen zu: von “prescriptive learning” bis “emergent learning”, von “cognitive-behaviorist”, “social-constructivist” bis “connectivist”, von “pedagogy”, über “andragogy” bis “heutagogy”. Und das alles liest sich auch noch plausibel!

Um die Stärken und Schwächen auszuloten, die sich mit den einzelnen MOOC-Modellen verbinden, plädiert der Autor für “Hybrid MOOCs”. “Results indicate that hybrid design may support the greatest diversity of learners and scaffold engagement with networked and emergent learning contexts.” Interessanter noch als diese Schlussfolgerung sind allerdings die Varianten, die unter dem Stichwort “Hybrid MOOCs” beschrieben werden und die aufzeigen, welche Palette an Möglichkeiten uns heute im Design von Lernumgebungen zur Verfügung stehen!

Der Artikel ist übrigens Teil eines Special Issue zum Thema “Towards a European perspective on Massive Open Online Courses”. Weitere Verweise auf die Artikel dieser Ausgabe folgen …
Abram Anders, The International Review of Research in Open and Distance Learning (IRRODL), Vol 16, No 6 (2015)

Naiv gewesen?

Gabi Reinmann - Dezember 5, 2015 - 05:47

Am Freitag war ich an der Universität Heidelberg zur Abschlussveranstaltung eines Projekts mit dem Titel „Willkommen in der Wissenschaft – Forschungsorientierte Lehrkonzepte“. Derzeit kann man hier leider nur die Titel der während der Projektlaufzeit geförderten Projekte ansehen, aber versprochen wurde noch eine Dokumentation, auf die ich sehr gespannt bin. Ich war eingeladen worden, um einen Vortrag auf eben dieser Abschlussveranstaltung zu halten. Das Manuskript stelle ich gerne zur Verfügung:

Vortrag_Heidelberg_Dez2015

Das darin vorgestellte Modell in grafischer Form sowie dazugehörige Literatur finden sich unter anderem auch in dieser Publikation auf den Seiten 121 bis 137.

Für mich interessant waren die Diskussion nach meinem Vortrag, die Posterpräsentationen der aktuell geförderten Projekte und der kurze Austausch mit einigen Projektleitern/-mitarbeitern. In der Diskussion wurde noch einmal bekräftigt, wie wichtig die Unterschiede sind, die eine forschungsorientierte Lehre in den verschiedenen Studiengängen berücksichtigen muss. Es wurden aber nicht nur unterschiedliche Forschungsauffassungen thematisiert, sondern auch die Diversität in den Lehr- und Lernkulturen der Disziplinen.

Hängen geblieben bin ich im Rahmen der Posterpräsentation vor allem bei einer nun schon seit mehreren Semestern laufenden Veranstaltung in der Soziologie: Forschungsorientierung von Anfang an (Dr. Stefan Bär und Sebastian Starystach). Das Konzept basiert auf einer Planspiel-Idee, die zusammen mit Studierenden entstanden ist. Es ermöglicht und fördert ein – ich sage mal – arbeitsteiliges Eintauchen in einen typischen soziologischen Forschungsprozess, der auf der einen Seite stark angeleitet ist (durch die Planspielrollen und -dramaturgie), auf der andere Seite aber offen in der sich entwickelnden Dynamik ist. Ich denke, im Rahmen von FideS werden wir auf diese Heidelberger Lehrende sicher noch zugehen, weil das eine deutlich sich abhebende Form forschungsorientierter Lehre ist, wenn man diese mit anderen Konzepten vergleicht.

Mehrfach gefallen ist in Gesprächen und Diskussionen die Bezeichnung „naiv“ für die eigenen Annahmen im Vorfeld oder zu Beginn der Projekte: Naiv sei man, so äußerten sich ein paar der engagierten Lehrenden, z.B. in der Annahme gewesen, Studierende würden einem „die Bude einrennen“, wenn man forschungsorientierte Lehre anbietet, oder in der Annahme, die Studierenden wüssten aufgrund umfänglicher Information genau, was auf sie zukomme, wenn sie forschend lernen, oder in der Annahme, es würde schon zeitnah gelingen, erfolgreiche Konzepte auch im Curriculum des jeweiligen Studiengangs zu verankern. Aber die positiven Erfahrungen scheinen diese kritischen Momente doch ganz deutlich zu überwiegen und es ist daher nur zu hoffen, dass Förderungen dieser Art nicht nur weitergehen, sondern fester Bestandteil der Entwicklung der Hochschullehre werden.

Democratizing education? Examining access and usage patterns in massive open online courses

Weiterbildungsblog - Dezember 4, 2015 - 16:10

Die Autoren haben 68 MOOCs, angeboten von Harvard und MIT, untersucht, um der Frage nachzugehen, ob die offenen Online-Kurse die Bildung “demokratisieren”, also bildungsferne Schichten den Zugang zu Bildungsangeboten erleichtern können. Und auch sie können jetzt empirisch belegen, dass dem nicht so ist: “… we found that course participants from the United States tended to live in more-affluent and better-educated neighborhoods than the average U.S. resident. Among those who did register for courses, students with greater socioeconomic resources were more likely to earn a certificate.”

Das ist natürlich kein Qualitätsurteil über MOOCs, sondern die Überprüfung einer These, mit der einige Plattform-Anbieter angetreten sind. Aber inzwischen haben sich deren Ziele ja sowieso verschoben.
John D. Hansen und Justin Reich, Science, 4. Dezember 2015

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