Sammlung von Newsfeeds

Performance support / workplace learning mit AR (ThyssenKrupp & Microsoft)

scil - April 6, 2017 - 08:28
Ein dreiminütiges (Promotion-)Video (in englischer Sprache) dazu, wie Service-Techniker Aufzüge warten / reparieren und dabei von einer AR-Umgebung basierend auf Microsofts Hololens unterstützt werden. Machen Augmented Reality-Applikationen im Arbeitskontext Sinn? Wenn man diesem Beispiel folgt: unbedingt. Und was bedeutet das für L&D Profis? Jane Hart hat schon vor einigen Jahren darauf hingewiesen, dass die Entwicklung…

Lernen im Wandel – Rückblick auf die SeLC 2017

scil - April 6, 2017 - 05:19
Diese Woche fand in Zürich, parallel zur Personal Swiss, die achte Durchführung der SeLC (Swiss eLearning Conference) statt. Das Rahmenthema lautete „Lernen im Wandel: Wie digitales Lernen Veränderungsprozesse in Organisationen unterstützt„. Daniel Stoller-Schai (Crealogix) und Nils Hafner (Hochschule Luzern) haben als Programmleiter auch durch die Veranstaltung geführt. Etwa 65 Teilnehmende waren dabei und wie in…

The conversation we're not having about digital child abuse | Sebastián Bortnik

TEDTalk - April 5, 2017 - 14:57
We need to talk to kids about the risks they face online, says information security expert Sebastián Bortnik. In this talk, Bortnik discusses the issue of "grooming" -- the sexual predation of children by adults on the internet -- and outlines the conversations we need to start having about technology to keep our kids safe. (In Spanish with English subtitles)

Vom Wissen zur Kompetenz

Weiterbildungsblog - April 5, 2017 - 04:15

Ein Interview mit den beiden Herausgebern des “Handbuchs Kompetenzentwicklung im Netz”, John Erpenbeck und Werner Sauter. Es kreist um zwei Themen: den Unterschied zwischen Wissen und Kompetenzen einerseits und die Rolle der Digitalisierung und des Lernens im Netz bei der Neupositionierung der Weiterbildung andererseits.

John Erpenbeck: “Kompetenz bedeutet, mit dem erworbenen Wissen fähig zu sein, selbstorganisiert und kreativ in Arbeitsprozessen, insbesondere auch in zukunftsoffenen Herausforderungen, tätig zu werden. Angesichts der Geschwindigkeit, mit der heute Innovationen stattfinden, wird dies immer wichtiger. Kompetenzen können nicht gelehrt, sondern nur selbstorganisiert beim Bewältigen realer Herausforderungen aufgebaut werden. Wie wir es im Buch beschreiben, schließen dabei Werte die Lücke zwischen Kenntnissen einerseits und dem Handeln andererseits. Lernen wird in Zukunft von Selbstorganisation geprägt sein, von der Fähigkeit, Umgebung aufzunehmen und von innen heraus neue Lösungen und neue Ideen sowie neues Handeln zu produzieren. Dies stellt das klassische Bild der Weiterbildung auf den Kopf.”
Sabine Schritt, Interview mit John Erpenbeck und Werner Sauter, Personalführung, 3/ 2017 (pdf)

Wenn der Eindruck nicht täuscht

Gabi Reinmann - April 5, 2017 - 04:02

Karin Reiber und Ludwig Huber haben einen Text (online hier) veröffentlicht, der sich mit der Frage beschäftigt, ob und inwieweit die Hochschuldidaktik bzw. Hochschulbildung ein Thema in der Erziehungswissenschaft ist. Der, wie man so schön sagt, „anekdotische“ Eindruck ist ja bei vielen, die sich mit Hochschuldidaktik wissenschaftlich und forschend beschäftigen, dass sich die Erziehungswissenschaft herzlich wenig für Lehren, Lernen und Bildung im akademischen Kontext interessiert. Reiber und Huber machen nun den verdienstvollen Versuch, diesem Eindruck und „Gefühl“ mit einer Bestandsaufnahme (für die Jahre 1955 bis heute) nachzugehen und dabei zu fragen, was in der erziehungswissenschaftlichen Fachgemeinschaft an hochschuldidaktischen Arbeiten kommuniziert wird.

Als Quellen werden verwendet: (a) die Zeitschrift für Pädagogik (ZfPäd) als ein repräsentatives Organ mit traditionell enger Verbindung zur Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft; (b) das jährlich in der ZfPäd veröffentlichte Verzeichnis zu erziehungswissenschaftlichen Dissertationen und Habilitationen; (c) Kompendien, Enzyklopädien und Fachwörterbücher der Erziehungswissenschaft (in Auswahl).

Die Lektüre des Textes lohnt sich – auch wenn am Ende „nur“ herauskommt, dass der Eindruck eher nicht täuscht, das Gefühl also ganz richtig ist: Die Ergebnisse der durchgeführten Analyse weisen nach, dass die Erziehungswissenschaft für Themen mit Bezug auf Hochschule im Allgemeinen und Hochschuldidaktik im Besonderen bisher wenig Interesse gezeigt hat. Und: „Das bleibt erstaunlich, finden doch auch in der Hochschule seit jeher organisierte Bildungsprozesse statt“ (S. 26).

Reiber und Huber fragen sich am Ende des Textes, woher die „Enthaltsamkeit“ der Erziehungswissenschaft gegenüber diesem Bereich kommt und wie sie sich erklären lässt (S. 27). Eine erste Erklärung könne in der Komplexität oder Vielschichtigkeit dieser Bildungsinstitution im Vergleich zur Schule gesucht werden; allerdings gelte das mindestens für die Berufsbildung auch. Eine zweite Erklärung könne sein, dass die Lernenden in der Hochschule (in der Regel oder weitgehend) Erwachsene bzw. im rechtlichen Sinne mündig sind; doch das würde schließlich auch für die Zielgruppen der Erwachsenen- und Weiterbildung gelten. Als dritte Erklärung führen Reiber und Huber an, dass die Hochschule, bzw. genauer die Universität in der deutschen Tradition, bisher nicht als pädagogische Einrichtung verstanden worden sei, „nicht von ihr selbst und offenbar auch nicht von der Erziehungswissenschaft“, wobei sich genau das gerade ändere. Ob diese Änderung in Richtung einer pädagogischen Einrichtung nun tatsächlich erfolgt, ob man die faktischen Veränderungen so deuten sollte oder muss, diskutieren Reiber und Huber kritisch, ebenso die Folgerung, dass mit einer solchen Veränderung nun die Erziehungswissenschaft doch tätig werden könne.

Ich finde diesen letzten Punkt im Text von Reiber und Huber ausgesprochen wichtig. Zum einen stellt sich hier mal wieder die Frage, ob nicht die Bezeichnung Bildungswissenschaft oder „Bildungs- und Erziehungswissenschaft“ besser wäre (siehe dazu auch die Diskussion hier). Zum anderen leistet man meiner Einschätzung nach mitnichten einer der Schule ähnlichen Pädagogisierung Vorschub, wenn man in Theorie, Empirie und Praxis hochschuldidaktisch tätig wird. Im Gegenteil: Es käme ja nun darauf an, den Eigensinn der Hochschuldidaktik als Disziplin herauszuarbeiten, um den Eigenheiten der Universität und dem akademischen Lehren und Lernen gerecht zu werden (siehe dazu hier).

What does a black hole look like? | Katie Bouman

TEDTalk - April 4, 2017 - 15:10
At the heart of the Milky Way, there's a supermassive black hole that feeds off a spinning disk of hot gas, sucking up anything that ventures too close -- even light. We can't see it, but its event horizon casts a shadow, and an image of that shadow could help answer some important questions about the universe. Scientists used to think that making such an image would require a telescope the size of Earth -- until Katie Bouman and a team of astronomers came up with a clever alternative. Learn more about how we can see in the ultimate dark.

Lernhaus, Kompetenzensets und Digital Learning Hub - Grundlagen für die Kompetenzentwicklung im Prozess der vernetzen Arbeit

Weiterbildungsblog - April 4, 2017 - 10:25

Ich vermute, dass es die über 650 Seiten des gerade erschienenen “Handbuch Kompetenzentwicklung im Netz”, herausgegeben von John Erpenbeck und Werner Sauter, nicht auf jeden Schreibtisch schaffen. Da ist es nur zu begrüßen, wenn einzelne Beiträge den Weg ins Netz finden. So wie zum Beispiel der Artikel von Daniel Stoller-Schai (Crealogix). Er stellt ein Referenzmodell vor, mit dessen Hilfe man sich systematisch mit der “Kompetenzentwicklung im Prozess der vernetzten Arbeit” auseinandersetzen kann. Der Schwerpunkt liegt (natürlich) auf der Digitalisierung. Das Modell bringt die strategische Ebene (”Arbeitshaus”), die methodisch-didaktische Ebene (”Kompetenzset”) sowie die technologische Ebene (”Digital Learning Hub”) zusammen. Der Artikel führt den Leser Schritt für Schritt durch alle Ebenen. Dabei, das sei am Rande erwähnt, wird nicht nur der Mitarbeiter, sondern auch der Endkunde als Zielgruppe “mitgenommen”.

Abschließend: Ein weiterer, nützlicher Orientierungsrahmen, der zudem viele aktuelle Stichworte - vom “Lernerlebnis” bis zu “Design Thinking” - enthält, um die Herausforderung einer zeitgemäßen Kompetenzentwicklung strategisch anzugehen.
Daniel Stoller-Schai, in: John Erpenbeck, Werner Sauter (Hrsg.): Handbuch Kompetenzentwicklung im Netz. Bausteine einer neuen Lernwelt. Schäffer-Poeschel, März 2017 (pdf, via Scribd)

The Top Ed-Tech Trends (Aren’t ‘Tech’)

Weiterbildungsblog - April 4, 2017 - 06:16

Einmal im Jahr berichtet Audrey Watters über ihre “top ed-tech trends”. Nicht in Form einer kurzen Aufzählung. Es ist immer eine Sammlung langer, faktenreicher Aufsätze. In diesem Vortrag an der Coventry University (dessen Transkript wir lesen können) klärt sie darüber auf, was sie treibt und motiviert, so und nicht anders über “ed tech trends” zu berichten. “Technology is never neutral”, schreibt sie. Es geht um Ideologien, es geht um das “Silicon Valley narrative” und um den darin verwurzelten Neoliberalismus. Und, ganz aktuell, wie er sich in der Bildung bzw. “EdTech” auf das Thema “Personalization” fokussiert.

“I’m not sure there’s any better expression of this “Silicon Valley narrative” or “California ideology” than in “personalization,” a word used to describe how Netflix suggests movies to us, how Amazon suggests products to do, how Google suggests search results to us, and how educational software suggests the next content module you should click on. Personalization, in all these manifestations, is a programmatic expression of individualism.”
Audrey Watters, Hack Education, 3. April 2017

Political common ground in a polarized United States | Gretchen Carlson, David Brooks

TEDTalk - April 3, 2017 - 21:50
How can we bridge the gap between left and right to have a wiser, more connected political conversation? Journalist Gretchen Carlson and op-ed columnist David Brooks share insights on the tensions at the heart of American politics today -- and where we can find common ground. Followed by a rousing performance of "America the Beautiful" by Vy Higginsen's Gospel Choir of Harlem.

M2P028 Coworking

Weiterbildungsblog - April 3, 2017 - 17:27

Diese Folge des Management 2.0-Podcasts gewährt Einblicke in die Welt des Coworkings (Wikipedia). Coworking Spaces schießen ja auch hierzulande wie Pilze aus dem Boden, angesiedelt an der Schnittstelle von Digitaler Transformation und New Work. Am Rande der Cowork 2017, die vom 31. März bis 2. April in Leipzig stattfand, haben Simon Dückert und Christian Cordes diesen Beitrag aufgenommen. Christian Cordes leitet den Coworking Space Schiller40 in Wolfsburg und ist Mitglied des Vorstands der German Coworking Federation. Informative 26 Minuten …
Simon Dückert, Management 2.0 Podcast, 2. April 2017

Workshop-Rückblick | Forschungsorientiertes Lehren und Lernen an den Hochschultagen Berufliche Bildung

head.zblog - April 3, 2017 - 15:38
Endlich komme ich dazu, unseren Besuch auf den Hochschultagen Berufliche Bildung zusammenzufassen (manchmal ist eine längere Pause zur Reflexion dieser ja auch zuträglich). Eigentlich ist dies nicht ganz „meine“ Community, allerdings hatten wir aus FideS heraus eine sehr nette Einladung von Nicole Naeve-Stoß und Tade Tramm, uns am Workshop zum Thema „Professionalisierung in der wirtschaftspädagogischen […]

Know your worth, and then ask for it | Casey Brown

TEDTalk - April 3, 2017 - 14:51
Your boss probably isn't paying you what you're worth -- instead, they're paying you what they think you're worth. Take the time to learn how to shape their thinking. Pricing consultant Casey Brown shares helpful stories and learnings that can help you better communicate your value and get paid for your excellence.

Ins Meer des Abstrakten eintauchen

Gabi Reinmann - April 2, 2017 - 06:34

Am Freitag hatten wir Andreas Hebbel-Seeger und Frank Vohle zu Gast im HUL-Forschungskolloquium. Thematisch drehte sich alles um Video bzw. Videoeinsatz in der Bildung – natürlich mit Blick auf die Frage, welche Einsatzmöglichkeiten es in der akademischen Bildung gibt. Ein wichtiger Ausgangskontext für beide (also Andreas und Frank) ist der Sport. Wer jetzt meint, dass das aber – mal abgesehen von der Sportwissenschaft – ein bisschen arg weit weg ist vom akademischen Lehren und Lernen, braucht jetzt also nicht weiterlesen.

Andreas hat über 360 Grad-Videos (und deren Abgrenzung etwa zu Virtual Reality) berichtet und uns gleich „Anschauungsunterricht“ erteilt, wie es sich anfühlt (dazu auch hier ein Interview von der letzten Campus Innovation), dreidimensional in ein filmisches Szenario einzutauchen. Es stellt sich die Frage, was man mit 360 Grad Videos an der Hochschule anfangen kann – also außerhalb der Sportwissenschaft etwa. Es fällt nicht schwer, Anwendungsmöglichkeiten speziell für technische und naturwissenschaftliche Fächer zu finden, ebenso wie für die Medizin oder die Kunst. Aber wie ist das etwa mit den „Textwissenschaften“, also in all den Fächern, in denen vor allem gelesen, diskutiert, gedacht, mit Begriffen bzw. Abstraktionen gearbeitet wird? Gibt es eine Immersion auch in diese Welt? Wäre das Flow-Erleben ein Indikator für den Immersionsgrad, würde wohl viele „Textwissenschaftler“ bestätigen, dass man sehr wohl auch ins Meer des Abstrakten eintauchen kann, dort „erlebt“, was Begriffe, Ideen, Argumente mental entstehen lassen. Nun ja, es ist in der Tat schwer, dafür die richtigen Worte zu finden.

Franks Konzept, an dem inzwischen 10 Jahre Entwicklung, Erprobung, Evaluation und Theoriebildung hängen, lässt sich am besten mit der Bezeichnung „Social Video Learning“ einfangen (siehe z.B. hier). Vereinfachend gesagt, geht es hier darum, Video vor allem ohne großen Aufwand auch selber zu drehen und online hochzuladen, mit Symbolen (z.B. Ampelfarben zur schnellen Orientierung) und Text zu kombinieren, um eine neue Art des Beobachtens zu fördern und/oder eine Beobachtung zweiter Ordnung (sogar kollaborativ) zu erzeugen. Social Video Learning in diesem Sinne ist etwas, das sich auf akademische Kontexte noch vielseitiger und schneller gedanklich anwenden lässt (als etwa 360 Grad-Videos und VR).

Das bestätigen übrigens auch zwei Dissertationen im Hochschulkontext Musik (abgeschlossen) und Lehrerbildung (abgegeben). Selber verwende ich das Verfahren als Video-Coaching vor der Disputation; 2012 (siehe hier) haben wir das auch mal veröffentlicht. Das Verfahren wird nach wie vor praktiziert. Ob und wie begeistert meine Doktoranden davon sind, kann ich jetzt gar nicht so genau sagen ;-), aber ich habe das Gefühl, auf diese Weise doch nochmal eine viel bessere Unterstützung in dieser letzten Phase leisten zu können.

In jedem Fall würde ich das Thema Video (in allen möglichen Varianten) gerne wieder mehr in der hochschuldidaktischen Forschung aufgreifen. Das Kolloquium hat gezeigt, dass es dafür nicht nur viele Ideen, sondern auch Bedarfe genug gibt.

2017 Workplace Learning Report

Weiterbildungsblog - März 31, 2017 - 19:02

Ich bin sicher, dass LinkedIn Learning ganz andere Learning-Reports schreiben könnte, wenn es denn wollte. Oder schreiben wird, wenn alle Profile und Daten einmal sauber verknüpft sind. Eine Umfrage unter 500 amerikanischen Learning Professionals und LinkedIn-Kunden, wie im vorliegenden Fall, wäre dann nur noch zur Abrundung nötig. Aber bis dahin müssen wir noch mit den vertrauten Top Trends vorliebnehmen: von 1) „organizations are investing more in talent development” bis „L&D professionals see room for improvement in their own programs”. Auf S.17 findet sich noch eine Liste der derzeit angebotenen Lernformate, die von „In-house instructor-led classes” und „Peer-to-peer coaching” angeführt wird. Das eigene LinkedIn Learning-Angebot wird nur sichtbar, wenn es „video-based online training” heißt, wo auch „online training” ausgereicht hätte.
LinkedIn Learning Solutions, März 2017

A young poet tells the story of Darfur | Emtithal Mahmoud

TEDTalk - März 31, 2017 - 15:12
Emtithal "Emi" Mahmoud writes poetry of resilience, confronting her experience of escaping the genocide in Darfur in verse. She shares two stirring original poems about refugees, family, joy and sorrow, asking, "Will you witness me?"

Coursera’s Rick Levin on the Evolution of MOOCs and Microcredentials

Weiterbildungsblog - März 31, 2017 - 14:06

Wie sieht es aus, fünf Jahre nach dem Start der MOOC-Plattform? Wie hat sich das Kursformat entwickelt? CEO Rick Levin zählt auf: Skills und Kursinhalte sind noch genauer aufeinander abgestimmt, die Diskussionsforen und Online-Assessments haben sich verbessert. Wer ist die Zielgruppe von Coursera: Unternehmen oder Mitarbeiter bzw. Lerner? Beide werden angesprochen, so Rick Levin. Überhaupt bietet sich Coursera als Plattform und Kursbibliothek dort an, wo Interessierte - Unternehmen, aber auch staatliche Organisationen - das ganze Paket, Technik, Administration und Inhalte, einkaufen wollen. Beim Flipped Classroom-Modell - Lehrende nutzen „fremde” Coursera-Materialien für ihre eigenen Hochschulkurse - sieht der CEO noch Potenzial.
Jeffrey R. Young, EdSurge, 29. März 2017

"Music for Wood and Strings" | Sō Percussion

TEDTalk - März 31, 2017 - 12:34
Sō Percussion creates adventurous compositions with new, unconventional instruments. Performing "Music for Wood and Strings" by Bryce Dessner of The National, the quartet plays custom-made dulcimer-like instruments that combine the sound of an electric guitar with the percussionist's toolkit to create a hypnotic effect.

Driverless Ed-Tech: The History of the Future of Automation in Education

Weiterbildungsblog - März 31, 2017 - 10:09

Audrey Watters hat wieder ein kleines Lehrstück über Bildung geschrieben. Am Anfang steht eine Fahrt mit Sebastian Thrun in einem selbstfahrenden Auto, 2012, als Udacity gerade gegründet war. Von „driverless cars” geht es zur „driverless university”; Effizienz, Data, Automatisierung. Audrey Watters zeigt auf, wie sich die Philosophie Silicon Valley’s, der Libertarismus, in allen seinen Projekten wiederfindet. Mit Uber wird jeder zum Fahrer, mit MOOCs wird jeder zum Lehrer. Aber die Vision geht weiter. Denn so wie Uber mit „autonomous vehicles” experimentiert, so wird in EdTech an „automated education” gearbeitet. Und alles kann schon bei B.F. Skinner in den 1950er Jahren nachgelesen werden. „The “driverless university,” rather, is controlled by the engineers who write the algorithms”, schreibt Audrey Watters.
Audrey Watters, Hack Education, 30. März 2017

Wissensverlust, Medienbegriffe und interdisziplinäre Brückenschläge: Tagungseindrücke aus dem März

Sandra Hofues - März 31, 2017 - 09:06

Im zurückliegenden März war ich auf mehreren Tagungen, die alle in engerem Zusammenhang mit der Hochschul- und Mediendidaktik standen. Besonders dicht war die Woche, als sowohl die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) in Köln als auch die Frühjahrstagung der Sektion Medienpädagogik in Mainz stattfand. Es kam damit einem ziemlichen Kompromiss gleich, mittwochs und freitags auf die dghd-Tagung zu gehen und donnerstags die Sektionstagung zu besuchen. Für sich genommen waren beide Stippvisiten aber anregend:

So ging es auf der dghd-Tagung naturgemäß eher um hochschuldidaktische Fragen, die seit vielen Jahren auch mediendidaktische Fragen sind (und vice versa). Das merkt man immer dann, wenn bspw. über Implementierungsfragen diskutiert oder nach dem Beitrag der Medien zur Hochschulentwicklung gefragt wird. Hier werden dann gerne Publikationen der späten 1990er oder der frühen 2000er Jahre genutzt, um zu zeigen, wie alt manche Fragen sind (Gabi Reinmann problematisiert das auch in einem Interview). Wahrscheinlich könnte man noch weiter zurückgehen, denn die Fragen nach dem Beitrag „der Medien“ werden mit jedem neuen Medium wieder gestellt. In der Mediendidaktik sind diese – zumindest mit Schulbezug – auch recht gut dokumentiert.

Obschon viele Konzepte gut dokumentiert und zum Teil auch (empirisch) untersucht worden sind, stellt sich in Forschung und hochschulischer Praxis ein beträchtlicher Wissens- und Erfahrungsverlust ein. So kommt es nicht von ungefähr, dass manches hochschul- und mediendidaktische Konzept heute aussieht wie ein altes und vermeintlich neue (Forschungs-)Fragen mit Blick auf alte Errungenschaften an Neuigkeitswert verlieren. Ich halte daher den gewählten Tagungstitel nach dem Prinzip Hochschulentwicklung für äußerst passend und vor allem dann für gewinnbringend in der Diskussion, wenn man auch das Problem des Wissensverlusts (nicht nur der Werte) innerhalb der Hochschuldidaktik fokussiert.

In unserer eigenen Diskurswerkstatt haben wir das auch gemerkt: Viele Fragen rund um das studentische Publizieren kenne ich, seitdem ich Mitte 2000 mit w.e.b.Square erstmals ein studentisches Journal zusammen mit Kommiliton*innen an der Universität Augsburg gegründet habe. Manche Fragen ergeben sich durch den Versuch der Kontextualisierung: So sehe ich das studentische Publizieren im engen Zusammenhang mit dem forschenden Lernen. Zu klären ist „nur“, was in der Academia unter Publikation und dem Publizieren verstanden wird und wie konkrete Artefakte von Studierenden aussehen könnten. In der genannten Diskurswerkstatt haben wir uns einige Befunde, Projekte und studentische Perspektiven auf das Publizieren angeschaut, was anregend war und von Anna Heudorfer (Universität Hamburg) als Beitragende an anderer Stelle bereits zusammengefasst wurde.

Daneben treibt mich natürlich um, wie es gelingen kann, dass gerade in puncto Medien der Austausch zwischen den Disziplinen angeregt wird – und zwar über einzelne Personen hinaus. Denn im Kontext medienpädagogischer Forschung und Entwicklung wird längst (wenn nicht gar seit jeher) auf einen anderen Medienbegriff zurückgegriffen, als dieser sich in Hochschul- und Mediendidaktik verfestigt hat. U.a. ist die Engfassung von Medienbegriffen und damit zusammenhängender Konzepte ein Teil des oben skizzierten Problems. Auch gilt es Forschungsperspektiven auf Hochschule/Didaktik/Medien zu wandeln und neben den lernförderlichen Wirkungen des Medieneinsatzes auch nach den Ursachen bzw. Anlässen für Medieneinsatz zu fragen. Mehr noch: Von der Perspektive der Vereinheitlichung von einem Tool für alle (Lernenden) gilt es sich meiner Meinung nach zu verabschieden. Eher müssen solche Medien(entwicklungs-)konzepte an Hochschulen gefunden werden, die der Medienrealität und (!) dem formalen Bildungskontext entsprechen (wen es interessiert: Ich habe diesen Punkt vor einiger Zeit in einem Artikel umfassender ausgeführt.).

Dazu gehört dann auch, Medien- und Hochschulentwicklung vor dem Hintergrund aktueller Phänomene zu verstehen und schließlich gemeinsam zu betreiben. Ein derartiger Brückenschlag könnten die OERlabs (gefördert vom BMBF) sein, die Mandy Schiefner-Rohs (TU Kaiserslautern) und ich auf der Sektionstagung in Mainz vorgestellt haben: Mit den OERlabs suchen wir nämlich vor allem die Diskussion über ein medienbezogenes Phänomen durch die Verbindung von theoretischer, konzeptioneller und empirisch-praktischer Auseinandersetzung mit OER in der Lehrer*innenbildung. Auch wenn das Projekt ganz am Anfang steht, deutet sich der Perspektivwechsel und der Beitrag hochschul- und mediendidaktischer Forschung zur Hochschulentwicklung in unseren Heimathochschulen bereits an, denn: Unsere Labore sind – physisch betrachtet – leer. Sie bedürfen der (symbolischen) Aneignung durch die beteiligten Personen und Einrichtungen selbst, was zumindest in gegenwärtigen Förderkonzepten von Medien an der Hochschule selten realisiert wird.

Apropos Brückenschlag: Neben den beiden genannten Tagungen hatte ich im März auch noch die Freude, das Interdisziplinäre Kolleg (vormals KI-Kolleg) in Günne im Sauerland zu besuchen und dort einen Workshop zu „Digital Universities“ anzubieten. Interessant war der englischsprachige Workshop deswegen, weil die oben skizzierte Notwendigkeit des Blickwechsels natürlich auch im internationalen Zusammenhang diskutiert wurde, der Kern der Diskussion aber wieder Mal ein didaktischer war: Wie gelingt es, den Blick von den Medien auf das eigentliche (didaktische) Problem zu richten? Entsprechend war die zweite der vier Workshop-Sessions zur „Utility of Tools“ nicht nur am besten besucht. Sie hat auch klar gezeigt, welche Schwierigkeiten nach wie vor die Unterrichtsplanung in anderen als didaktischen Disziplinen bereitet und wie herausfordernd es ist, unterschiedliche Perspektiven auf (akademisches) Lehren und Lernen innerhalb der Planungsprozesse anzuerkennen und zuzulassen.

Vertreten wurde ich auf der Open Science-Konferenz in Berlin, wo wir als Vorstand der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft ein Poster zur Open-Diskussion beigesteuert haben. Jörg Hafer (Universität Potsdam) und Thomas Köhler (TU Dresden) haben u.a. herausgearbeitet, in welchen Zusammenhang die unterschiedlichen Open-Bewegungen zueinander stehen und wie sich derzeitige Projekte/Konzepte in das Gefüge einfügen. Beiträge wie diese finde ich aus zwei Gründen gut: Erstens halte ich es für wichtig, sich immer wieder konzeptionell mit Zusammenhängen zwischen Positionen/Disziplinen/Länderspezifika auseinanderzusetzen. Zweitens halte ich die Aktivität der wissenschaftlichen Fachgesellschaften angesichts der externen Erwartungen an Hochschulen (Stichwort: Digitalisierung) für wichtig, um öffentliche bzw. alltagsweltliche Diskussionen wissenschaftlich zu hinterfragen, zu rahmen oder zu erklären.

How early life experience is written into DNA | Moshe Szyf

TEDTalk - März 30, 2017 - 15:17
Moshe Szyf is a pioneer in the field of epigenetics, the study of how living things reprogram their genome in response to social factors like stress and lack of food. His research suggests that biochemical signals passed from mothers to offspring tell the child what kind of world they're going to live in, changing the expression of genes. "DNA isn't just a sequence of letters; it's not just a script." Szyf says. "DNA is a dynamic movie in which our experiences are being written."

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