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Absurde Perversion der Universitätsidee

Gabi Reinmann - Mai 2, 2014 - 15:47

Bildung statt Bologna!“, so lautet der programmatische Titel eines schmalen Taschenbuches von Dieter Lenzen, das verschiedene in Zeitungen und Zeitschriften bereits veröffentlichte Beiträge von Lenzen unter drei Kapitel zusammenführt: I. Bologna: Vom Scheitern einer Reform, II. Was ist Bildung?, III. Die Zukunft universitärer Bildung.

Wenn ich mal mit einem Resümee anfange, dann muss ich sagen: Ja, letztlich stimme ich Lenzen zu einem relativ hohen Prozentsatz in dem zu, was er da auf knapp 100 schnell zu lesenden Seiten zusammenstellt (auch wenn ich nicht jeden Satz unterschreiben würde): Das Kopieren des britischen Bachelor- und Master-Systems und der US-amerikanischen Abschlusstypen ohne tiefere Analyse, ob die Bedingungen passen und die Folgen gewollt sind, die Ignoranz gegenüber dem kontinentaleuropäischen Bildungsverständnis und der Idee „Bildung durch Wissenschaft“, das Elend mit der Akkreditierung sowie die Versäumnisse der Hochschullehrer selbst im Bologna-Prozess infolge von Unkenntnis, Fehleinschätzung und/oder Gleichgültigkeit – all das sind Punkte, die Lenzen aus meiner Sicht gut auf den Punkt bringt.

Immer dann, wenn an wenigen Stellen auch die Mikroebene der Didaktik aufscheint, kann ich Lenzen nicht mehr ganz so folgen – etwa in Bezug auf Betreuungsfragen von studentischen Arbeiten, in Bezug auf die Verbindung von Vermittlung und anderen Formen des Lehrens etc. Ich mache das mal an zwei Beispielen deutlich:

Erstens: Gegen Ende des Buches (auf Seite 96) heißt es z.B.. „Je mehr wir die universitäre Lehre determinieren, ihre Inhalte, die Methoden der Vermittlung und die Verfahren der Leistungsüberprüfung, desto mehr verwandeln wir das, was einmal ein Angebot war, in eine Zumutung. Aus einem Angebot kann man wählen wie in einem intellektuellen Feinkostgeschäft. Bologna dagegen riecht nach Truppenversorgung und Zwangsernährung“. Die Bilder, die hier verwendet werden, sind stark und das ist sicher gut so, weil sie zuspitzen, was in Universitäten als Problem sichtbar wird. Allerdings werden hier die Ebenen vermischt: Autonomie auf der Ebene etwa der Studienganggestaltung ist etwas anderes als Autonomie auf der Ebene des Lehrens und Lernens. Auf der Lehr-Lernebene ist die Autonomie Teil einer wichtigen (vielleicht der wichtigsten) Antinomie, die man verschieden bezeichnen kann als “Freiheit und Zwang” oder “Selbstorganisation und Anleitung” etc.; diese Antinomie stellt eine besondere didaktische Herausforderung dar.

Zweitens: In der Mitte des Buches finden sich Ausführungen zur Bildung, die gewagt kurz und vereinfacht sind. Aber: Es ist zu hoffen, dass Leser genau darüber nicht rasch hinweglesen, denn: Natürlich sind es genau diese Überlegungen zur Idee der Bildung und damit (wie auf den Seiten 46 bis 55 erläutert) die Annahmen von der „Bildsamkeit“ des Menschen, der „Selbstbildung“ und der „Höherbildung der Menschheit“, die als Orientierung für das universitäre Lehren und Lernen (versus Ausbildung) von großer Bedeutung sind. Wie schwer es ist, Bildungsgedanken dieser Art in der Lehre auch umzusetzen (was dann wieder eine didaktische Aufgabe ist), weiß jeder, der in der Lehre tätig ist. Was hier helfen könnte, wird zwar angesprochen, bleibt aber abstrakt und stellenweise widersprüchlich.

Aber: „Bildung statt Bologna“ ist ja auch kein Didaktik-Buch, sondern eine Streitschrift – eben vor allem politischen Charakters.

Unschlüssig bin ich, was das Thema „Workload“ betrifft. Lenzens Ansicht dazu (auf Seite 76 f.): „Allein das Wort ´Workload´ im Zusammenhang mit Lernen zu verwenden und die wöchentliche Lernbelastung auf 40 Stunden zu reduzieren, um für die erfolgreiche Absolvierung der ´Arbeitsstunden´ dann den Monatslohn in Form von Credits auszugeben, ist eine derart absurde Perversion der Universitätsidee, dass man sich nicht wundern muss, wenn Professoren und Studierende sich so benehmen wie Bergarbeiter, die völlig zu Recht gegen jede Stunde Mehrarbeit und für jeden Cent höheren Lohn kämpfen und streiken“. Einerseits sage ich mir ja immer: Schaden kann es nicht, wenn Lehrende bei der Planung ihrer Lehrveranstaltung ihre Vorstellung deutlich machen (und den Studierenden mitteilen), welche und wie viel geistige und zeitliche Investition sie denn für notwendig halten, um die Veranstaltung erfolgreich abzuschließen. Dass das zum einen nur die Sicht des Lehrenden ist (und von der der Studierenden abweichen kann), und dass es zum anderen nur ein Richtwert sein kann, der die vielen individuellen Schwankungen nicht berücksichtigen wird, ist ja nun klar. Aber zumindest werden die Erwartungen des Lehrenden deutlich, denen die Studierenden ihre Erwartungen und/oder Erfahrungen entgegenstellen können. So gesehen relativiert sich die „Workload-Problematik“. Andererseits stimmt es schon, dass allein die Einführung der beiden quantitativen Maße „Workload“ und „Credit Points“ das Bewusstsein verändert und eine Exaktheit suggeriert, die wir beim Lernen selbstverständlich niemals haben. Klaus Prange hat das mit der Gegenüberstellung von „erlebter Lernzeit“ (Modalzeit) und eher schon messbarer Lehrzeit (Datenzeit) aus meiner Sicht prägnant formuliert (siehe z.B. hier). Wenn ich z.B. in Gremien sitze, in denen Lehrende und Studierende um eben diesen Punkt streiten, dann macht mich das auch regelmäßig ratlos, denn man muss da in der Tat die Frage stellen, ob wir da nicht auf einer Ebene gelandet sind, die dem akademischen Lehren und Lernen nicht mehr gerecht wird. Von daher schwanke ich hier zwischen „Lasst uns das ECTS-System einfach sinnvoll nutzen“ und „Lasst uns das ECTS-System einfach abschaffen oder radikal unterlaufen“.

In einem Interview zu seinem Buch (hier) im Deutschlandfunk sagt Lenzen als Fazit: „Es ist nicht realistisch, die Bologna-Reform wieder zurückzudrehen, es sei denn, dass auch der Euro fällt, dann wird sicher auch die Bologna-Reform fallen, sondern wir brauchen eine Reform der Reform. In den Universitäten ist dafür sehr viel gemacht worden in den letzten Jahren, und Verschulung zurückgenommen worden und so weiter. Aber nun ist auch die Politik dran. Ich denke, dass der achtsemestrige Bachelor der Weg der Wahl sein muss, und er muss natürlich auch ökonomisch unterlegt werden.“ So ganz passt das mit einigen Stellen im Buch nicht zusammen, in denen deutlich wird, dass nach wie vor für nicht wenige Berufe und Karrierewege der Master erforderlich ist. Denn dann müsste man auch auf einjährige Master gehen, was schwierig (vielleicht auch unsinnig) ist oder man müsste die frühere Regelstudienzeit von fünf Jahren auf sechs Jahre anheben.

Unklar bleibt am Ende auch die Rolle der Akkreditierung durch externe (kommerziell agierende) Agenturen – was mir aber essenziell für eine „Reform der Reform“ erscheint. Gewundert hat mich daher, dass Lenzen in seinem Buch nicht auch stärker diesen Punkt aufgenommen hat. Immerhin hat es 2013 einen entsprechenden Vorschlag des Aktionsrats Bildung (dessen Vorsitzender Dieter Lenzen ist) gegeben (hier das Gutachten), in dem die Forderung lautet „Auditierung statt Akkreditierung“ – eine sinnvolle Forderung, wie ich finde (mein Blog-Beitrag dazu findet sich hier).

TED: Sarah Jones: What does the future hold? 11 characters offer quirky answers - Sarah Jones (2014)

TEDTalk - Mai 2, 2014 - 14:56
Sarah Jones changes personas with the simplest of wardrobe swaps. In a laugh-out-loud improvisation, she invites 11 "friends" from the future on stage—from a fast-talking Latina to an outspoken police officer—to ask them questions supplied by the TED2014 audience.

TED: Gavin Schmidt: The emergent patterns of climate change - Gavin Schmidt (2014)

TEDTalk - Mai 1, 2014 - 15:02
You can't understand climate change in pieces, says climate scientist Gavin Schmidt. It's the whole, or it's nothing. In this illuminating talk, he explains how he studies the big picture of climate change with mesmerizing models that illustrate the endlessly complex interactions of small-scale environmental events.

TED: Andrew Bastawrous: Get your next eye exam on a smartphone - Andrew Bastawrous (2014)

TEDTalk - April 30, 2014 - 15:16
Thirty-nine million people in the world are blind, and the majority lost their sight due to curable and preventable diseases. But how do you test and treat people who live in remote areas, where expensive, bulky eye equipment is hard to come by? TED Fellow Andrew Bastawrous demos a smartphone app and cheap hardware that might help.

The Start: Modularisation, Didactic Design and the ECSU Intranet

Christian Zange - April 29, 2014 - 19:47
The ECSU Intranet Startpage

Our project started in November 2011 with modularizing all 16 master curricula of the ECSU. Initially, this did not have a direct connection to our e-learning project. It was a high priority of the university due to national policies for higher education. But very quickly it became obvious that modularization and general higher education development would be a very important precondition for the rollout of the e-learning in the future.

In order to implement modularization, we established a number of important standards for programs and modules at the ECSU, following the Bologna process. Further we also designed a template for didactic (instructional) design. Most of the teachers were trained in transforming traditional course-based curricula into modular curricula and in developing state-of-the-art didactic designs. We based the training on a reader about didactic design by Prof. Dr. Gabi Reinmann, which - while not actually meant to be a training material or handbook - was an excellent basis for developing sound standards for didactics. The reader and other interesting materials can be found here: http://gabi-reinmann.de/?page_id=4000.

After a number of workshops and trainings for teachers regarding these new standards, the academic units of the ECSU started to practically transform and develop modularized programs. While this does not necessarily lead to e-learning - and while also a course-based curricula can easily be transformed into e-learning modes of delivery, this very intense process opened a number of doors for e-learning at the ECSU.

First of all, we established a standard of full documentation of all programs and modules. The programs and courses have been documented before, too. But the new documentation and standardization effort was much more extensive, also including by default all teaching and learning materials. In order to support this process, an ECSU Intranet was implemented as one important ICT-system to support the teaching and learning at the ECSU.

In this Intranet, all teaching and learning materials are uploaded. We started this Intranet during our first project year, and today it is a well-established part of the infrastructure, used by teachers and students. This effort was done first for all 17 master programs and is now also implemented at bachelor level.

This may sound not very innovative and e-learning like - but having a more or less complete document and knowledge management for all curricula was the first step to be achieved. It is something very simple and every university should have this kind of basic program and module information management system implemented. Also, this highly documented and standardized environment is a fertile ground for now starting real e-learning projects.

Last, but not least, the modular approach itself with its more flexible interfaces and the learner-centered design, gains a lot through introducing new technologies. Actually, without ICT, it would be possible but very hard to really take full advantage of the modular concept. As an example the ideal of an university-wide pool of modules can only be understood through appropriate ICT-Systems that would make the offers of the university more transparent.

Also, the alignment of modules on institute or university level by avoiding duplication and overlaps (to a certain extend) requires ICT for organization.

Up-scaling the delivery of common university-wide modules that come to live through such efforts is low-hanging fruit and quick-win for implementing the first fully-fledged e-learning modules. I will go deeper into this topic during the following posts.

Some technical remarks about our Intranet

Our first and current version of the Intranet (seen attached screenshot) is based on Open Atrium 1 (Drupal 6).

We are currently implementing a new version of our Intranet based on Open Atrium 2 (Drupal 7). Open Atrium 1 really is fantastic, but at the same time very restrictive and limited. The new Open Atrium on the other side is very flexible and offers multiple tools for highly sophisticated and yet user-centered and intuitive information architecture. In here, sophistication is leading to a user-friendlier environment.

The first version of Open Atrium would provide a very strict structure, which than had to be bend into the organizational logic. Thanks to the very sound structure, this worked quite well, but not to the highest level of satisfaction. The more flexible concept of Open Atrium 2 allows us to build the information architecture of our Intranet following the architecture of our organization.

Further Information about Open Atrium

The core concepts of OA 2 Architecture are depicted in the figure found under here:

http://docs.openatrium.com/content/oa2-terminology-privacy-diagram

Further, it is very easy (for Drupal experts at least) to extend the functionality of OA2. While you have (see the OA2 Terminology and Privacy Diagram) very flexible ways of organizing your intranet at your fingertips, you also need some specified tools, which will represent the actual content of your intranet. Those tools are called sections in OA2. Usually they consist of a content type for certain types of information and view to show the collected information. Above that, Drupal overs manifold ways to work with information (sending notifications, rules, workflows etc.).

Events, Tasks, Documents & Discussions are already built in. But in our case, we require for example a tool for representing the program and modules. This involves not only a content type with a number of fields (ECTS-Credits, Module Level, Type, Mode of Delivery etc.) but also basic review workflows involving different stakeholders (module developers and reviewers) and different states (e.g. in development, first draft, reviewed draft, final document).This tool will help the ECSU to really manage the programs and modules.

Yes, we could easily take the built-in document-tool and use this for uploading the documents. But the disadvantage of this rather generic approach is, that it will not allow us to really adapt the intranet to our workflow.

We achieved all this in Open Atrium 1 in a very basic version. But with Open Atrium 2 it will be much simpler for us to go even further.

Open Atrium 2 makes adding such tools and adapting them to the own workflow a very easy exercise. A very interesting video, explaining how to add a very simple tool to OA2 without and coding can be found here: http://www.phase2technology.com/blog/extending-open-atrium-2-with-drupal... and here: https://www.youtube.com/watch?v=rvCJJn2A-wY

There are many webinars and videos around about Open Atrium, so check it out. It really is worth it!

Modularization and the ECSU Intranet was our first very successful step on our journey to e-learning. It is a stable service that is now running at the ECSU. We have all documents online – and all master students have access to the Intranet. Bachelor students and PHD are following.

To end, let me say something about the project team and the university, as I mostly speak about "our" achievements and what "we" have done. A big project with hundreds of partners and stakeholders delivering a very complex product like university education to thousands of customers every day is not rolled out by one single person or by one single team. Hence, first I would like to appreciate the management of the Ethiopian Civil Service University who really stood and stands behind this project and supported it with full capacity. Without the clear guidance and direction given by the management of the ECSU, this project would have never been realized. Further, I need to extend this appreciation to all ECSU employees who are involved with our modularization and e-learning project. The ECSU staff members are highly self-driven and motivated and therefore it is a pleasure to work here. Especially in regard with modularization, my colleague Dr. Tridiv Borah was and is the main facilitator and project manager, while I am focused on the e-learning side. We understood the common goals and overlaps of our two projects at the ECSU (program development/modularization and e-learning) right at the beginning of our stay here, so that we immediately started to work hand in hand together. Last, but not least, we are working with wonderful teams from two infrastructural centers, the Ethiopian Development Learning Centre under the management of Mr. Yilma Gesetie and the Center for Academic and Professional Development under the leadership of Mr. Ayneabeba Aschalew.

I will introduce our respective teams in one of my forth-coming posts.

ModularizationIntranetDidactic DesignOpen AtriumDrupal

TED: David Epstein: Are athletes really getting faster, better, stronger? - David Epstein (2014)

TEDTalk - April 29, 2014 - 14:59
When you look at sporting achievements over the last decades, it seems like humans have gotten faster, better and stronger in nearly every way. Yet as David Epstein points out in this delightfully counter-intuitive talk, we might want to lay off the self-congratulation. Many factors are at play in shattering athletic records, and the development of our natural talents is just one of them.

Speaking at the E-Learning for Africa Conference 2014 in Kampala, Uganda

Christian Zange - April 28, 2014 - 20:12

I am honoured to be invited as one of the Speakers at the E-Learning for Africa Conference 2014 in Kampala, Uganda. My proposal with the rather longish title Implementation of E-Learning at the Ethiopian Public Sector University (ECSU): Strategy, Policy, Organizational Development, Didactics & Technology was accepted.

My presentation will take place on Friday, 30th of May 2014 from 14:30 to 16:00 hours as part of Track DEV48: ICT for the Public Good. I will present together with two very interesting colleagues: Tshetsana Letebele from National School of Government, South Africa, who will talk about End-User Monitoring and Support for eLearning Programmes in the Public Sector and Daniel Makini Getuno, Kenya School of Government - eLearning & Development Institute, Kenya, who will talk about ICT Literacy, eGovernment Awareness and ICT Training Needs of Government Officers in Kenya. If you are interested, you know, where to find us. Find the full program overview here.

The presentation will be about our current e-learning project at the ECSU. After 2,5 years of working at the ECSU as an advisor and project manager for e-learning, I can proudly say that we not only have come a long way, but also slowly but surely arrive at a stable establishment of e-learning for the university. There is still a lot of work to do, for sure. Not all challenges have been solved. Those unsolved challenges are in our core focus now.

The most interesting and challenging part of this presentation will be to really provide a bigger picture of the organizational requirements for successful e-learning at a university level. This involves, as the title implies, strategic questions, policy concerns, development of organizational infrastructures, e-learning didactics and also questions of technology. It is a little bit like a classical concert featuring a big orchestra that has to play smoothly together. My time for the presentation will be quite short, but I will use this time to draw some interesting points looking at this bigger picture. It is more about questions of scaling and putting different structures successfully together, and less about the individual solutions (e.g. new technologies) required.

For those who are interested to learn more about our efforts, victories and struggles, I will take this opportunity to look back and provide a small history of the project, given detailed insights into different parts of it. I plan to post three to four of articles during the next four weeks, covering the essential parts of the project in chronological order, starting tomorrow. Of course, dear reader, you are invited to ask specific questions and raise your interests for further discussion.

Further, I will also offer a one-day workshop on the 28th of May 2014 from 9:00 to 17:00 hours as a free pre-session for the E-Learning for Africa conference: FD 5 Developing E-Learning Systems Using Drupal. Find all the pre-conference events here. If you are interested, register quickly as we are only offering 20 seats for this program. This pre-conference event is supported by Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) and Integrated Communications, Worldwide Events.

I am an employee of the Ethiopian Civil Service University, supported by German development cooperation // Centre for international Migration and Development. My position is part of the Urban Governance and Decentralisation Programme (UGDP) of GIZ. The ECSU as a public sector university is an important partner for this program. For achieving good governance, decentralization and improving public services for Ethiopian citizens, well-educated and trained civil servants are critical. The ECSU is making a substantial effort to improve the quality of the education for civil servants. The implementation of e-learning for improving accessibility, transparency, quality, scalability and managability is one important step in this direction. On top of this, specialised e-learning-based short-term trainings for public servants in city administrations on Capital Investment Planning and Revenue Enhancement were developed as part of this initiative. The GIZ is supporting the ECSU with technical expertise and funding.

Further, the ECSU is also a partner of the Global Development Learning Network, hosting the Ethiopian Development Learning Center (originally founded by the World Bank).

E-Learning for Africaconference

TED: Wendy Chung: Autism — what we know (and what we don’t know yet) - Wendy Chung (2014)

TEDTalk - April 28, 2014 - 14:57
In this factual talk, geneticist Wendy Chung shares what we know about autism spectrum disorder — for example, that autism has multiple, perhaps interlocking, causes. Looking beyond the worry and concern that can surround a diagnosis, Chung and her team look at what we’ve learned through studies, treatments and careful listening.

Mit dem Nichts sprechen

Gabi Reinmann - April 28, 2014 - 12:28

Eine kurz Vortragshinweis - leider etwas spät, aber auch die Ankündigung ging eben erst online: e-teaching.org beginnt heute mit einem Themen-Special zur E-Learning-Forschung. Gerne habe ich zugesagt, mich beim ersten Online-Event des Themen-Specials am kommenden Mittwoch (30.01.2014) mit einem kurzen Vortrag zu Design-based Research zu beteiligen. Weitere Informationen dazu hier. Einen Vortrag vor dem Bildschirm zu halten und quasi mit dem Nichts zu sprechen, ist zwar immer etwas seltsam, aber ich werde mich bemühen, mir die Zuhörer/innen vorzustellen. Wer keine Zeit vor dem Mittagessen (nämlich um 11.00 Uhr hat) – macht nichts: Der Vortrag wird auch aufgezeichnet.

Nachtrag: Link zur Aufzeichnung.

Unverzichtbares Instrument oder verzichtbare Gängelei?

Gabi Reinmann - April 26, 2014 - 16:37

Evaluation ist ein Thema, das in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten in der deutschen Hochschullandschaft kontinuierlich an Bedeutung gewonnen hat. Erfasst und bewertet wird alles, was sich irgendwie greifen lässt: Forschungsleistungen, Publikationen, Forschungsanträge, Reputation, und eben auch die Lehre und die Lehrenden. 2008 ist ein Buch mit dem Titel „Wissenschaft unter Beobachtung“ erschienen. Bruno Frey spricht darin von einer neuen Krankheit: der Evaluitis.

Lehrevaluationen gelten den einen als unverzichtbares Instrument der Qualitätssicherung und -entwicklung, den anderen als verzichtbare Gängelei von Lehrenden und Studierenden. Einerseits wird Transparenz in der Lehre gefordert, andererseits sind kleine Beteiligungsquoten überall ein Problem. Von nützlichen Rückmeldungen für eine bessere Lehre ist ebenso die Rede wie unnützen Befindlichkeitsmessungen. Lehrevaluationen erhitzen schnell die Gemüter und polarisieren mitunter stark.

Das dürfte unter anderem daran liegen, dass viele Fragen in Bezug auf Lehrevaluationen bis heute offen sind: Wer kann die Qualität der Lehre einschätzen? Sind das nur die Studierenden oder auch andere und der Lehrende selbst? Wann sind Studierende bereit, ein ehrliches und umfassendes Feedback auf die Lehre zu geben? Was ist der geeignete Gegenstand der Bewertung: eine Veranstaltungskomponente, eine ganze Veranstaltung, ein Modul oder ein Studienabschnitt? Welche Bewertungskriterien sind für was geeignet? Unter welchen Bedingungen helfen Evaluationen den Lehrenden, ihre Lehre zu verbessern? Wann ist der geeignete Zeitpunkt für eine Evaluation? Was ist zu tun, wenn Rückmeldungen widersprüchlich sind? Was passiert mit Evaluationsergebnissen? Soll Lehre durch Evaluationen homogener oder vielfältiger werden? In welcher Hinsicht? Können Lehrevaluationen vielleicht auch schaden? Was wäre, wenn wir nicht mehr evaluieren würden?

Vor zwei Wochen hatten wir an der Zeppelin Universität eine Veranstaltung zu dem Thema Lehrevaluation – im kleinem Kreis (wo waren nur die Interessierten?), aber deswegen nicht minder interessant – im Gegenteil. Zu Gast hatten wir Jan Hense (Uni Gießen) und Peter Tremp (PH Zürich).

Jan Hense gab einen Überblick über die Möglichkeiten und Grenzen der Lehrveranstaltungsevaluation (LVE) und widmete sich vor allem der Frage nach dem Zweck von Evaluationen und den damit zusammenhängenden Anforderungen etwa an die methodische, inhaltliche und organisatorische Gestaltung insbesondere von Befragungsinstrumenten. Dabei bezog er auch empirische Forschungsarbeiten u.a. zur Wirksamkeit von Evaluationen in der Lehre ein, die in der Regel deutlich machen: Evaluationen alleine bewirken kaum etwas, eher sind es sich daran anschließende oder damit verbundene Beratungen, die einen Effekt (z.B. Verbesserung von Lehrkonzepten) haben können.

Weit verbreitete Hindernisse für eine wirksame LVE sind nach aktueller Forschungslage sowie auf Basis praktischer Eindrücke: (a) die Verwendung von starren Standardinstrumenten, (b) die zentrale Organisation ohne ausreichende Koppelung zur „Basis“, (c) eine fehlende Einbettung in ein umfassendes Qualitätsmanagement, (d) diffuses „Ownership“ und (e) das Empfinden von Lehrveranstaltungsevaluationen als Fremdkörper und allenfalls ertragenes Ritual.

Es gibt aber auch ein grundsätzliches Problem: Was genau „Qualität von Lehre“ ist, wann die Lehre „gut“ ist und wie der Qualitätsbegriff zu verwenden ist, ist weder theoretisch noch praktisch zufriedenstellend geklärt. Da sich das Theoriedefizit nicht praktisch lösen lässt, ist es für die Praxis wichtig, zumindest lokale konsensfähige Normen sowie Leitbilder guter Lehre zu kreieren.

Damit Rückmeldungen aus Evaluationen in Hochschulen, aber auch generell überhaupt wirksam werden können, müssen viele Prozesse stattfinden bzw. angeregt werden, die man sich in der Regel nicht ausreichend vergegenwärtigt: (a) die Ergebnisse müssen überhaupt rezipiert werden, (b) sie müssen verstanden werden, (c) sie müssen akzeptiert werden, (d) aus ihnen müssen Konsequenzen abgeleitet werden, (e) die Konsequenzen müssen umgesetzt werden.

Will man etwas an LVE verändern, stehen einem folgende Stellschrauben zur Verfügung: (a) inhaltliche (Qualitätsverständnis und -dimensionen), (b) methodische (Instrumente, Art der erhobenen Daten), (c) zeitliche (Zeitpunkt der Bekanntmachung, der Erhebung, der Rückmeldung, Rhythmisierung etc.), durchführungsorganisatorische (ganze Uni/Fachbereich/Lehreinheit/individuell, online/Papier/ mobil, Vollerhebung/Stichprobe), (d) Art der Rückmeldung (Vergleichsnormen, Begleitinformation, Koppelung mit Beratung), (e) Ownership (Verbindlichkeit, Partizipation, Responsivität).

Eine ganz entscheidende Frage ist die, wem und wozu eine LVE dienen soll (Zweckfrage): (a) Geht es darum, eine laufende Veranstaltung zu verbessern, sind informelle, qualitative Verfahren während der Veranstaltung sinnvoll. (b) Soll die nächste Veranstaltung verbessert werden, sollte am Ende und ebenfalls qualitativ evaluiert werden, wobei Standards oder Vergleiche transparent zu machen sind. (c) Soll die Evaluation Hinweise auf hochschuldidaktische Weiterbildungsangebote bringen, können quantitative Daten nützlich sein. (d) Dient die Evaluation vor allem zur Rechenschaft und Kontrolle (z.B. Lehrberichte) eignen sich standardisierte Instrumente und quantitative Daten, wobei auch hier Standards transparent sein müssen. (e) Will man Evaluationsdaten für Berufungsverfahren oder für Studienentscheidungen nutzen, sind wieder andere Daten sinnvoll etc. Fazit und Schwierigkeit: One size does not fits all! Aber trotzdem hat sich ein Verfahren etabliert, das alle(s) bedienen soll.

Eine häufige Fehlannahme ist, dass man immer Vollerhebungen braucht: Stichproben oder auch eine Rhythmisierung (nicht jede Veranstaltung immer evaluieren) können sinnvoll sein. Eine Reduktion auf den „Outcome“ ist ebenfalls nicht angeraten: Notwendig ist eine ganzheitliche Perspektive (also die Gegenstand, Kontext und der Lernende selbst, die das Ergebnis ebenfalls beeinflussen). Für die übliches Verzerrungen (z.B. die, dass das Interesse an einem Tema systematisch die Beurteilung verzerrt) gibt es kaum wirksame Mittel, lautet das Fazit aus Henses Vortrag.

Peter Tremp fokussierte in seinem Beitrag die Frage, wie man das Besondere der Lehre an Hochschulen, insbesondere an Universitäten, bei Lehrevaluationen berücksichtigen kann. Im Zentrum des Interesses stand daher die Forschungsorientierung (als Modus des Lernens an der Universität) in verschiedenen Phasen des Studiums und deren Einfluss auf die Möglichkeiten und Grenzen der Lehrevaluation, die üblicherweise unspezifisch gegenüber forschungsorientierter Lehre ist.

Forschungsorientierung in der Lehre kann viel bedeuten. Eine gängige (wenn auch nicht die einzige) Auffassung konzentriert sich darauf, dass Studierende selbst einen vollständigen Forschungsprozess (von der Generierung der Fragestellung über die Erhebung und Auswertung von Daten bis zur Publikation der Ergebnisse) durchlaufen. Einzelne Veranstaltungstypen wie auch einzelne Prüfungsformate können (und sollten) bestimmte Phasen des Forschungsprozesses besonders fokussieren. Dies lässt sich beispielhaft am Züricher Framework forschungsorientierter Lehre zeigen Lehrevaluationen sollten auf diese Besonderheiten in der Lehre eingehen.

Viele gängige Instrumente (in der Regel Befragungen) aber machen genau dies nicht. Sie fragen (vermeintliche) Standards der Lehre ab (z.B. Strukturierung der Veranstaltung, Vorbereitung des Lehrenden, Kompetenz des Lernenden), die mit der Forschungsorientierung wenig zu tun haben. Zum Teil nehmen sie auf personale Faktoren des Lehrenden Bezug, die Studierende meist schwer oder nicht beurteilen können. In Fragebögen könnte und sollte man daher auf Items, die allein die Lehrenden-Perspektive einnehmen, verzichten. Auf das Lernen im Selbststudium wird in der Regel gar nicht Bezug genommen, obwohl es wesentlicher Teil des Studiums ist.

Beispielhaft werden Fragen aus der Evaluation von Modulen genannt und erläutert, die für Studierende auch gut zu beantworten sind: (a) „Das Modul war für mich intellektuell herausfordernd“, (b) Im Modul hatte ich ausreichend Gelegenheit, meine Standpunkte und Fragen einzubringen“, (c) Die Dozierenden waren für meine Anliege und Fragen genügend oft ansprechbar“, (d) Es war mir klar, welche Leistungen von mir erwartet werden, um das Modul zu bestehen“, (e) „Ich habe immer wieder wertvolle Rückmeldungen auf meine Beiträge und Leistungen erhalten“, (f) Der geforderte Leistungsnachweis hat mir ermöglicht, meine erworbenen Kompetenzen tatsächlich zu zeigen“, (g) „Ich bin sehr motiviert, mich weiter in dieser Thematik zu vertiefen“, (h) „Insgesamt habe ich durch dieses Modul einen guten Einblick erhalten, wie Wissenschaft und Forschung funktionieren“, (i) „Insgesamt hat mich dieses Modul darin unterstützt, ein Teil der Universitäts- und Wissenschafts-Community zu werden“, (j) „Die im Selbststudium zu erledigenden Aufgaben waren eine gute Ergänzung zu den Prä-senzveranstaltungen“.

Am Ende macht Peter Tremp für die Lehrevaluation drei Vorschläge: (a) Das hochschulische Lernen sollte auch bei der Evaluation im Zentrum stehen – also die Forschungsorientierung. (b) Die didaktischen Funktionen der Evaluation sollten berücksichtigt werden, was auch zu der Frage führt, ob man z.B. eine Lehrveranstaltung, ein Modul oder eine Studienphase evaluiert. (c) Sinnvolle wäre es, eine strukturelle Differenz einzuführen: Studierende bewerten nicht das Lehrangebot an sich, sondern schätzen ihre Lerngelegenheiten ein.

Im Workshop-Teil der Veranstaltung wurden noch einmal gezielt Inhalte aus den Beiträgen herausgegriffen und auf die Situation und den Bedarf an der ZU bezogen. Aus meiner Sicht waren die folgende Punkte wichtig:

  1. (Teil-)Individualisierung von Erhebungsinstrumenten (z.B. Fragebogen), in denen man einen Teil der Items als Lehrender selbst bestimmen kann. Sinnvoll erscheint hier vor allem ein Pool an Items, aus dem man auswählen kann. Man kombiniert dann also einen standardisierten Teil (für alle gleich) mit einem nicht- bzw. teil-standardisierten Teil (Auswahl aus Item-Pool).
  2. Rhythmisierung der Evaluationen, damit nicht jede Veranstaltung immer evaluiert wird: z.B. neue Veranstaltungen evaluieren, Veranstaltungen auf Wunsch des Dozenten evaluieren, Veranstaltungen nach Programmen im Wechsel evaluieren etc. (weitere Möglichkeiten denkbar).
  3. Eine Explizierung des (lokalen) Qualitätsverständnisses z.B. durch Positionspapiere zur (for-schungsorientierten) Lehre, aus denen man Qualitätsdimensionen für die Evaluation ableiten kann.
  4. Evaluationen sind immer auch Interventionen; sie setzen also Signale (oft nur implizit und nicht immer so, wie man das gerne hätte). Man kann das aber auch konstruktiv nutzen und z.B. Evaluationen nicht jedes Jahr gleich machen, sondern z.B. jährliche Schwerpunkte setzen.
  5. Alle paar Jahre sollte man auch die eigene Evaluation bzw. Evaluationsinstrumente evaluieren (zu klären ist, ob das intern oder extern erfolgt, als Selbst- oder Fremdevaluation).
  6. Zwecke der Evaluation berücksichtigen: Dass ein Instrument schlecht mehrere Zwecke gleichzeitig optimal bedienen kann, leuchtet ein. Sinnvoll wäre z.B. die Trennung von drei Zwecken, für die man eventuell drei verschiedene Verfahren bräuchte:

a. Zweck der Verbesserung der Lehre bzw. der einzelnen Lehrveranstaltungen über die Lehrpersonen (und deren Kompetenzen): Hier ist eine Verknüpfung mit hochschuldidaktischer Beratung essenziell (was auch der Forschungsstand zu Evaluationen besagt!).
b. Zweck des internen und externen Reportings: Hier geht es um die Sicherstellung gemeinsamer Qualitätsstandards mit Partizipation der Lehrenden und Studierenden sowie um die Legitimation etwa im Rahmen einer Systemakkreditierung (wenn diese vorliegt oder angestrebt wird).
c. Zweck der Unterstützung von Nachwuchswissenschaftlern: Hier braucht man Evaluationsdaten, die für Berufungsverfahren geeignet sind (Standardinstrumente sind durchaus sinnvoll wegen der Vergleichbarkeit).

Was sind eigentlich Bildungsinnovationen?

scil - April 25, 2014 - 18:46
Fragt man bei Schülern und Studierenden nach, was für sie eine Innovation im Bildungsbereich ist, bekommt man relativ rasch die Antwort: “etwas Neues”. Hakt man nach und fragt nach Beispielen, folgt Schweigen oder ein leises “Apple”. Ein Schulleiter berichtet davon, dass er an zwei Teilschulen ein Entwicklungsbudget für Lehrpersonen zur Verfügung gestellt hat, damit sie

TED: Elizabeth Gilbert: Success, failure and the drive to keep creating - Elizabeth Gilbert (2014)

TEDTalk - April 25, 2014 - 14:52
Elizabeth Gilbert was once an "unpublished diner waitress," devastated by rejection letters. And yet, in the wake of the success of 'Eat, Pray, Love,' she found herself identifying strongly with her former self. With beautiful insight, Gilbert reflects on why success can be as disorienting as failure and offers a simple -- though hard -- way to carry on, regardless of outcomes.

TED: James Patten: The best computer interface? Maybe ... your hands - James Patten (2013)

TEDTalk - April 24, 2014 - 15:20
"The computer is an incredibly powerful means of creative expression," says designer and TED Fellow James Patten. But right now, we interact with computers, mainly, by typing and tapping. In this nifty talk and demo, Patten imagines a more visceral, physical way to bring your thoughts and ideas to life in the digital world, taking the computer interface off the screen and putting it into your hands.

TED: Hamish Jolly: A shark-deterrent wetsuit (and it's not what you think) - Hamish Jolly (2013)

TEDTalk - April 23, 2014 - 15:14
Hamish Jolly, an ocean swimmer in Australia, wanted a wetsuit that would deter a curious shark from mistaking him for a potential source of nourishment. (Which, statistically, is rare, but certainly a fate worth avoiding.) Working with a team of scientists, he and his friends came up with a fresh approach — not a shark cage, not a suit of chain-mail, but a sleek suit that taps our growing understanding of shark vision.

TED: Michel Laberge: How synchronized hammer strikes could generate nuclear fusion - Michel Laberge (2014)

TEDTalk - April 22, 2014 - 14:57
Our energy future depends on nuclear fusion, says Michel Laberge. The plasma physicist runs a small company with a big idea for a new type of nuclear reactor that could produce clean, cheap energy. His secret recipe? High speeds, scorching temperatures and crushing pressure. In this hopeful talk, he explains how nuclear fusion might be just around the corner.

„Gruppenarbeit? Kann ich!“

Sandra Hofues - April 22, 2014 - 10:47

Ein Ausspruch des zurückliegenden Frühjahrssemesters geht mir nicht aus dem Kopf. Dort hieß es: „Gruppenarbeit? Kann ich!“ Adressiert wurde der überfachliche Teil zur Kommunikation in und von Projekten innerhalb unseres Seminars Projektmanagement. Im ersten Moment musste ich über den Ausspruch grinsen, denn der trifft sicherlich das Gros der Studierenden und deutet auch darauf hin, dass man Universität vielfach für ‚harte‘ Fakten, weniger für ‚weiche‘ Themen wahrnimmt. Dass speziell im Seminar wie Projektmanagement beides angesprochen und bearbeitet wird, ist für das Dozierenden-Team völlig logisch, für die Studierenden offenbar eine Brücke, über die sie erst gehen müssen. Es verwundert daher nicht, dass der inhaltliche Block zur Kommunikation, Gruppenarbeit, aber auch zu Gruppenstrukturen und Machtgefügen noch in größerer Runde rezipiert wurde (ich sage bewusst ‚rezipiert‘ in Anlehnung an Gabis „Kino fällt aus!“), während eine anschließende Übung zu Gruppenarbeit eher als banal wahrgenommen und fast vollständig abgetan wurde. Nachdenklich macht mich diese studentische Reaktion schließlich aus zwei Gründen: (1) Offenbar ist es bis auf Weiteres einfacher, sich in akademischer Lehre mit Fakten zu beschäftigen und diese grundständig zu vermitteln. Es folgt zwar mitunter ein Feedback, das auf inhaltliche Dopplungen oder Überschneidungen zu anderen Lehrveranstaltungen hinweist, im Kern ist diese eher frontal und stark inhaltlich aufgeladene Form der Lehre aber erwartungskonform. (2) Werden Inhalte, wie in unserem Fall, nicht nur ‚hart‘ besprochen, sondern auch ‚weich‘ bearbeitet durch Übungen in Präsenzsitzungen, ein Blended Learning-Konzept usw., stellt sich schon die Frage, ob und warum solche Lehrveranstaltungsformate nach wie vor Überraschung unter Teilnehmenden auslösen, mitunter ein Wegbrechen unter ihnen evozieren. Man könnte alles jetzt auf Fehler im Konzept schieben und es mag sein, dass nach der ersten Durchführung von Lehrveranstaltungen nochmals Anpassungen vorgenommen werden müssen (bzw. auch werden, ganz im Sinne von Design-based Research). Dass es aber ‚nur‘ ein Fehler im Konzept ist, davon gehe ich mal nicht aus – spätestens im Verlauf des forschungsorientierten Studieneingangs werden die Studierenden mit Projektarbeit, Gruppengefügen und -strukturen konfrontiert, die gelungene Kommunikation und Zusammenarbeit über die Semesterferien hinweg (ja, hier sind nun Ferien!) nötig machen. Ich bin daher vielmehr gespannt, wie die Studierenden nach Ablauf des ersten Studienjahrs unsere Seminar-Inhalte beurteilen und ob es dann noch heißt: „Gruppenarbeit? Kann ich!“

TED: Sarah Lewis: Embrace the near win - Sarah Lewis (2014)

TEDTalk - April 21, 2014 - 15:04
At her first museum job, art historian Sarah Lewis noticed something important about an artist she was studying: Not every artwork was a total masterpiece. She asks us to consider the role of the almost-failure, the near win, in our own lives. In our pursuit of success and mastery, is it actually our near wins that push us forward?

HTML-first

startupljackson - April 19, 2014 - 23:02

There’s a raging debate on the twitters about whether it makes sense to build for Android vs iOS first. The real answer is that it depends on the problem you’re solving and the user’s context. But most of the time, neither is correct. Most startups should be be building for the web. In a mobile-dominated world of 2014.

The Android vs. iOS debate is one hinges around whether you think it makes more sense to target a (perceived) larger market, or target one that the technorati favor. But why choose? Building a good responsive web app has a series of benefits, the primary one being that you target users on every platform with one app. Every user. Every platform. All the time. Release whenever you want. A/B test with ease. Go, go go.

Your primary job as a startup is to learn. The primary threat to your business is that nobody gives a shit about the thing you built and you would have been better off sitting in Dolores Park for three months. Keep that in mind next time VCs and journalists are debating the merits of various platform strategies. That shit matters to them. It doesn’t matter to you. At least, not when you’re pre-product-market fit.

And remember, once you think that shit is working and do decide to go native, you’ll still need a great web experience for user acquisition. The first experience most users have with your product will usually be when they land on it in browser. If your app is amazing, but the web app is half assed, potential users will only see your app as half assed.

The clear exception to this is when you can’t build something with the web. If you literally can’t, because you need hardware access you can’t get on the web, build native. If you’re selling something digital, go native. If you don’t believe web is a valid test of the interactions you think matter you’re probably wrong, but go ahead and build native. 

The vast majority of the time, that app you think is an amazing idea isn’t. Or it kinda is, but you need to find the right pivot. When you great native apps, you don’t see all the work it took to get there. And for every great app, there are hundreds that never got to product-market fit, abandoned because the team ran out of time to find it. It doesn’t fucking matter which platform they chose.

Bonus Rant: Android Second

If/when you do go native, you should probably start with iOS. Here are a few reasons Silicon Valley companies shouldn’t be Android-first. These may or may not apply to your startup if it’s not in Silicon Valley, targets a specific demographic that is primarily Android, or you’re past product-market fit and the name of the game is scale.

  1. You are developing in English for the Play store, so Android’s global market penetration is irrelevant.
  2. Apple devices get used more, and apple users install more apps.
  3. Development will be slower, because Android is fragmented both in terms of OS versions and devices.
  4. Features will either not work on all Android devices, or you’ll be forced to dumb down to address more devices.
  5. It’ll be harder to get press, because nobody at TechCrunch uses Android.
  6. It’ll be harder to hire, because potential employees mostly use iOS.
  7. It’ll be harder to test premium services, because Android users are less affluent. All Uber for X apps start as premium services.
  8. You won’t be able to test monetization easily, because Android users don’t monetize well.
  9. You own an iPhone.

Peace.

TED: Matthew Carter: My life in typefaces - Matthew Carter (2014)

TEDTalk - April 18, 2014 - 14:59
Pick up a book, magazine or screen, and more than likely you'll come across some typography designed by Matthew Carter. In this charming talk, the man behind typefaces such as Verdana, Georgia and Bell Centennial (designed just for phone books -- remember them?), takes us on a spin through a career focused on the very last pixel of each letter of a font.

TED: Jeremy Kasdin: The flower-shaped starshade that might help us detect Earth-like planets - Jeremy Kasdin (2014)

TEDTalk - April 17, 2014 - 15:01
Astronomers believe that every star in the galaxy has a planet, one fifth of which might harbor life. Only we haven't seen any of them -- yet. Jeremy Kasdin and his team are looking to change that with the design and engineering of an extraordinary piece of equipment: a flower petal-shaped "starshade" positioned 50,000 km from a telescope to enable imaging of planets about distant stars. It is, he says, the "coolest possible science."

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