Sammlung von Newsfeeds

Educators embrace forces of change in online learning

Weiterbildungsblog - März 14, 2016 - 12:29

MOOCs stellen das bestehende Bildungssystem in Frage. Das war eine oft zu hörende Einschätzung. Sie betraf nicht nur das Hochschulsystem, sondern auch renommierte Business Schools mit ihren MBAs und Online-MBAs. Jetzt gibt die Financial Times Entwarnung: Alles halb so wild! Längst haben sich zwischen Business Schools und MOOC-Plattformen Partnerschaften gebildet. Und MOOCs werden von Business Schools genutzt, um neue Zielgruppen anzusprechen. Von der wachsenden Nachfrage nach flexiblen Bildungsangeboten, so der Autor, profitieren alle Beteiligten.

Der Beitrag ist Teil eines Special Reports “Business Education/ Online Learning” mit weiteren Artikeln und einer Übersicht über Online-MBAs.
Jonathan Moules, Financial Times, 6. März 2016

The gospel of doubt | Casey Gerald

TEDTalk - März 11, 2016 - 19:00
Casey Gerald traces the drama of his life back to an East Texas church on the night of December 31, 1999, the night he believed the world was to end. When the rapture didn't come, he searched for something new to believe in -- at Yale, Lehman Brothers, Harvard Business School and his own nonprofit -- but found only false saviors. In this moving talk, Gerald urges us all to question our beliefs, to embrace doubt and to find the courage to believe in something new.

This country isn't just carbon neutral -- it's carbon negative | Tshering Tobgay

TEDTalk - März 11, 2016 - 12:03
Deep in the Himalayas, on the border between China and India, lies the Kingdom of Bhutan, which has pledged to remain carbon neutral for all time. In this illuminating talk, Bhutan's Prime Minister Tshering Tobgay shares his country's mission to put happiness before economic growth and set a world standard for environmental preservation.

Praxis des Vernunftgebrauchs

Gabi Reinmann - März 11, 2016 - 10:16

Forschungsorientierung in der Studieneingangsphase (FideS) ist das Thema unseres Forschungsprojekts im Rahmen des Programms Begleitforschung zum Qualitätspakt Lehre. Eine unserer Fragen im Rahmen dieses Projekts dreht sich um das Verständnis und die Ausprägung der Forschungsorientierung in der Lehre in Abhängigkeit von verschiedenen Disziplinen. Um hier ein Stück weiter zu kommen, haben wir unter dem Titel „Forschendes Lernen und Wissenschaftsdisziplinen“ am Dienstag einen Expertenworkshop mit rund 30 Personen veranstaltet, die in verschiedenen Rollen mit dem Thema beschäftigt sind: als Lehrende, als Koordinatoren oder Mitarbeiter im Qualitätspakt Lehre, als Forschende. Wir sind mit vielen Fragen und Interessen in den Workshop gegangen: Wie unterscheiden sich Disziplinen in der Konsensfähigkeit ihres Wissenskanons (für die Lehre)? Welche Relevanz haben Wissenschaftstheorie und methodologische Diskussionen in den verschiedenen Disziplinen? Wie wird in den Disziplinen geforscht? Welcher Art sind die Ergebnisse verschiedener Formen von Forschung? In welchem Verhältnis stehen Wissenschaft und Forschung? Was hat Forschung in verschiedenen Disziplinen mit Praxis, mit Diskurs, mit Ausprobieren und Konstruieren sowie mit Professionalisierung zu tun? Und was bedeutet all das für Forschungsorientierung in der Lehre und mit welchen besonderen Auswirkungen für Forschungsorientierung in der Studieneingangsphase? Welcher Anspruch wird in den verschiedenen Disziplinen an studentische Forschung gestellt? Was folgt daraus für didaktische Entscheidungen im Rahmen forschungsorientierter Lehre? Welche Formen forschungsorientierter Lehre kristallisieren sich mit verschiedenen Typen von Forschung heraus?

Es war klar, dass wir diese Fragen nicht alle an einem Workshop beantworten konnten. Die Fragen bildeten auch eher den Rahmen für Kleingruppen- und Plenumsdiskussionen und für zwei Vorträge, die bald als Video zur Verfügung stehen werden.

Marco Schmitt von der RWTH Aachen referierte Strategien und Erkenntnisse aus der empirisch arbeitenden Wissenschaftssoziologie. Stark im Gedächtnis geblieben sind mir seine Hinweise darauf, dass Soziologen aktuell vor allem wissenschaftliche Produktionsgemeinschaften untersuchen – eine Einheit, die wesentlich kleiner ist als die Einheit der Fachgebiete (oberste Ebene) und die der Disziplinen (zweite Ebene), deren Grenzen ohnehin zunehmend weicher werden würden. Im Fokus der wissenschaftssoziologischen Forschung stehen derzeit Forschungspraktiken und Kommunikationsstile. Schmitt stellte unter anderem fest, dass die Naturwissenschaft immer stärker zum Standard für viele Wissenschaften werde. Noch gäbe es Fachgebiete und Disziplinen, die einen hohen Grad an Pluralismus etwa an methodischen Zugängen zu ihren Gegenständen pflegten. Der Trend hin zu Messbarkeit und Vergleichbarkeit wissenschaftlicher Standards aber sei ausgeprägt und werde dominanter.

Unser zweiter Referent, Rüdiger Rhein von der Universität Hannover, wählte einen gänzlich anderen Zugang zu unserem Thema und widmete sich der Frage nach den Eigenstrukturen von Wissenschaft. In seinem Vortrag stand im Fokus des Interesses, was Wissenschaft (du nicht einzelne Disziplinen) auszeichnet, was also verschiedene Disziplinen eint und welche Bedeutung das für ein akademisches Studium hat. Als historisch situierte Praxis des Vernunftgebrauchs zu Erkenntniszwecken sei Wissenschaft ein epistemisches Projekt und eine Sinnressource. Und genau das müsse sich in der Strukturlogik eines akademischen Studiums wiederspiegeln. Forschendes Lernen – und das wurde dann auch in der Diskussion nach dem Vortrag noch einmal klar – ließe sich als eine Art Renaissance solcher Suchbewegungen nach einem akademischen Studium deuten.

Beide Vorträge zusammen, so mein Eindruck, machten sehr gut zwei notwendige Sichtweisen auf die Frage nach dem Zusammenhang von Forschung, Lernen und Lehre deutlich: zum einen eine empirische Sichtweise, weil man natürlich erkennen muss, was ist, also wie sich die Wissenschaft und ihre Disziplinen und Forschergemeinschaften ebenso wie die Lehre entwickeln; und zum anderen eine eher hermeneutische Sichtweise, weil man ebenso reflektieren muss, was sein kann oder soll, also wohin sich die Wissenschaft und ihre Disziplinen und Forschergemeinschaften ebenso wie die Lehre aus welchen Gründen entwickeln sollten.

In Kleingruppen haben wir versucht, genauer auf Fragen der spezifischen Forschungspraxen, -ansprüche und -standards und deren Folgen für eine forschungsorientierte Lehre in den Ingenieurwissenschaften, den Geisteswissenschaften, den Sozialwissenschaften und in der Lehrerbildung einzugehen (das sind die Fachgebiete, auf denen in FideS der Akzent liegt). Deutlich wurde hier: ES gibt große Unterschiede darin, (a) in welchen Phasen eines Forschungsprozesses Studierende selbständig agieren sollten, um von einer Forschungsorientierung sprechen zu können, (b) welche Qualität der Anlass für einen Forschungsprozess haben kann (z.B. eine selbständig formulierte erkenntnisleitende Frage versus eine vorgegebene Aufgabe zur Lösung eines Problems), und (c) welcher Art das resultierende Artefakt ist (z.B. ein Text versus eine physisch greifbare Problemlösung). Diese Unterschiede haben, so zeigte sich, in der Tat mit der Forschungspraxis und dem Kommunikationsstil sowie mit Anforderungen an Forschung einer Disziplin (oder Forschergemeinschaft) zu tun. In der Studieneingangsphase machen sich diese Unterschiede besonders bemerkbar, wenn es darum geht zu entscheiden, ob studentische Teilhabe an Wissenschaft im Sinne der Forschungsorientierung machbar und sinnvoll erscheint oder nicht. Dazu kommen unterschiedliche Ansprüche an die Voraussetzungen zum Forschen sowohl personaler Art (was muss man schon wissen und können, um überhaupt forschen zu können?) als auch infrastruktureller Art (welche Geräte, Technologien und sonstige Ressourcen sind für die Forschung erforderlich?).

Was alle Disziplinen eint, ist die Unsicherheit angesichts der Vielfalt aktueller Begriffe rund um die Forschungsorientierung in der Lehre. Ebenso zeichnete sich ein Konsens in der Folgerung ab, dass bisherige Idealmodelle forschenden Lernens im Sinne des „Lernens durch Forschen“ eine sozialwissenschaftliche Verzerrung aufweisen. In unserem Verbundtreffen am Tag nach dem Expertenworkshop haben wir länger darüber diskutiert, ob man im Sinne Rüdiger Rheins generische Begriffe für die Eigenlogik von Forschung finden kann, welche die Unterschiede in der Realität des Forschungshandelns überwinden. Diese Frage konnten wir aber noch nicht abschließend klären und wird uns wohl noch ein wenig beschäftigen.

Social Learning: Vom Teilnehmer zum Teilgeber

Weiterbildungsblog - März 11, 2016 - 09:27

Auf der Personal Swiss werde ich am 12. April 2016 in Zürich die Gelegenheit haben, über das Thema “Social Learning” zu sprechen. Mein “Case” wird der Corporate Learning 2.0 MOOC sein. Hier ein kurzer Teaser, den ich für HR Today geschrieben habe:

“Wie wäre es, wenn Unternehmen ihre Bildungsprojekte vorstellen und anschliessend mit den Teilnehmern eines Kurses diskutieren, wie es weiter gehen könnte? Oder wenn Bildungsexperten eine Frage aufwerfen, die sie noch nicht gelöst haben und um Ideen und Lösungen bitten? Das mag vielleicht nicht ganz die Erwartungshaltung von Kursteilnehmern treffen, die es eher gewohnt sind, ein Thema «aufbereitet» präsentiert zu bekommen. Aber es ermöglicht, wo es funktioniert, auf beiden Seiten Lernkurven, die in traditionellen Kursen oft nur schwer zu erzielen sind.

Wenn wir jetzt dieses Konzept noch aus dem geschützten Raum einer Veranstaltung vor Ort ins offene Netz übertragen, dann sind wir mitten im Corporate Learning 2.0 (CL20) MOOC, einem «Massive Open Online Course», der vom 5. September bis 7. November 2015 stattfand.”
Jochen Robes, HR Today, 11. März 2016

Erklärvideos selbst erstellen: Techniken, Planung und Umsetzung

Weiterbildungsblog - März 11, 2016 - 08:03

Videos sind ein großes Thema, in der Weiterbildung wie in der Hochschullehre. Das unterstreicht auch das Themenspecial “Lehren und Lernen mit Videos” auf e-teaching.org, das gerade zu Ende gegangen ist. Ein weiterer Beleg: Über 200 Interessierte (!) haben sich kürzlich in das letzte Webinar dieses Specials eingeschaltet. Birte Svea Philippi (Mitarbeiterin im Bereich Neue Medien am Institut für Kunstgeschichte der Goethe-Universität Frankfurt) gibt hier einen interessanten Überblick über verschiedene Video-Formate und ihre Umsetzung. Die Aufzeichnung des Webinars wurde inzwischen ergänzt um Slides, Links und Antworten auf Fragen zum Thema. Eine Fundgrube.
Birte Svea Philippi, e-teaching.org, 29. Februar 2016

Videos als Lernmaterialien

scil - März 11, 2016 - 05:57
Aufgrund der Entwicklungen im Bereich der Informationstechnologie, der Netzwerke und der Endgeräte ist es in den letzten Jahren deutlich einfacher geworden, Lerninhalte in Form von Videos zu erstellen, zu distribuieren und zu nutzen bzw. zu verarbeiten. Video-basiertes Lehren und Lernen…
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Making Sense of Blended Learning: Treasuring an Older Tradition or Finding a Better Future?

Weiterbildungsblog - März 10, 2016 - 20:29

Ein ausführlicher Essay, der sich grundsätzlich mit der Frage auseinandersetzt, was uns Blended Learning als Begriff und Idee bieten kann. John Daniel (u.a. Vice-Chancellor an der Open University, 1990-2001) zitiert aus umfangreichen Quellen und Studien, gibt einen Überblick über die Entwicklung unterschiedlicher Lehr- und Lernmethoden und stellt das Lernverhalten Studierender vor, um daraus Schlüsse abzuleiten. Es sind unzählige interessante Details, die er vorstellt. Dabei sympathisiert er an vielen Stellen mit Tony Bates, der lieber von “hybrid learning” spricht. In den folgenden Sätzen, die Teil der Zusammenfassung dieses Essays sind, wird angedeutet, warum:

“What this new age requires is hybrid learning where the whole system is redesigned to create a happy blend of student-teacher conversations and online learning. This essay has highlighted, in particular, two important ways to make higher education more effective for the 21st century.

First, students need to engage more fully with independent work. Online technology can help them do this (Contact North | Contact Nord, 2015b) and must be used intensively to free up time for students to prepare assignments and for teachers to use their interactions with students over their assignments as a prime vehicle for teaching.
Second, teachers must help students, via apprenticeship-style sessions and commentary on their assignments, to develop skills and acquire academic knowledge.”

John Daniel, teachonline.ca, Contact North/ Contact Nord, 24. Februar 2016

What’s Really to Blame for the Failures of Our Learning-Management Systems

Weiterbildungsblog - März 10, 2016 - 17:12

Gibt es eigentlich eine Saison für Learning Management Systeme? Donald Clark hatte kürzlich geschrieben (”The LMS is dead, long live the LMS! (10 pros & 10 cons”). Und auch Michael Feldstein nimmt das Thema auf. Er geht auf einige Merkwürdigkeiten in Auswahlprozessen ein. Unterhaltsam geschrieben und sicher nicht nur für Hochschulen typisch.

“In a typical LMS selection, the person managing the process will start by convening a selection committee and gathering input. The initial feedback from the committee looks something like this:

- Professor John proclaims that he spent the last five years figuring out how to get his Blackboard course the way he likes it. He is not moving to another LMS unless it works exactly the same as Blackboard.
- Professor Jane says that she hates Blackboard, would never use it, and runs her own Moodle installation off of her computer at home. She will not move to another LMS unless it works exactly the same as Moodle.
- Professor Pat doesn’t have strong opinions about any one system over the others. But there are three features in Canvas that must be in whatever platform they choose.”

Michael Feldstein, The Chronicle of Higher Education, 8. März 2016

Simple hacks for life with Parkinson's | Mileha Soneji

TEDTalk - März 10, 2016 - 15:55
Simple solutions are often best, even when dealing with something as complicated as Parkinson's. In this inspiring talk, Mileha Soneji shares accessible designs that make the everyday tasks of those living with Parkinson's a bit easier. "Technology is not always it," she says. "What we need are human-centered solutions."

The secrets I find on the mysterious ocean floor | Laura Robinson

TEDTalk - März 9, 2016 - 16:04
Hundreds of meters below the surface of the ocean, Laura Robinson probes the steep slopes of massive undersea mountains. She's on the hunt for thousand-year-old corals that she can test in a nuclear reactor to discover how the ocean changes over time. By studying the history of the earth, Robinson hopes to find clues of what might happen in the future.

Meine Eindrücke (I): Corporate Digital Learning MOOC (iversity)

Weiterbildungsblog - März 9, 2016 - 08:02

Letzten Montag, am 29. Februar, hat einer neuer MOOC mit dem interessanten Titel „Corporate Digital Learning” begonnen. Ich hatte mich bereits vor einigen Wochen für diesen Kurs angemeldet und habe jetzt das Wochenende genutzt, um mich einmal umzuschauen. Hier meine ersten Eindrücke:

Die Eckdaten:

  • Der Kurs „Corporate Digital Learning” wird inhaltlich von Jeanny Wildi-Yune von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG betreut und über die deutsche MOOC-Plattform von iversity angeboten. Er nimmt Bezug auf eine Studie, die KPMG 2015 publiziert hat („Corporate Digital Learning: How to Get it ‚Right‘”).
  • Der Kurs umfasst 4 Kapitel. Der erste Kapitel, „Introduction to Corporate Digital Learning”, wurde mit Kursbeginn freigeschaltet. Alle zwei Wochen folgt ein weiteres Kapitel.
  • Der Kurs richtet sich an Business & Learning Professionals: „HR and L&D managers, general managers, coaches, trainers, teachers.” Vorkenntnisse werden nicht erwartet.
  • Die Teilnahme am Kurs ist kostenfrei. Wer 80 Prozent des Kurses bearbeitet, kann für 29 Euro ein „Statement of Participation” erwerben.
  • Wenn ich die Zeichen richtig deute, dann haben sich im Moment 3.800 Teilnehmer angemeldet (09.03.2016).

Die Bausteine des Kurses:

Die Lernumgebung eines Kurses besteht aus „Chapters”, „Announcements” (Neuigkeiten der Veranstalter), „Journal”, „Discussions”, „Course Info” und „Certificate”. Das unterscheidet sich nicht wesentlich von anderen MOOC-Plattformen. Meine Einschätzung: Ein interessantes Feature ist das „Journal”, hinter dem sich der persönliche Blog jedes Teilnehmers verbirgt. Viele Übungen fordern die Teilnehmer auch auf, das „Journal” aktiv zu nutzen. Über das „Journal” wiederum gelange ich auch zu den anderen Teilnehmern des Kurses und kann ihnen bzw. ihren Journalen folgen. Andere Teilnehmer können wiederum öffentliche Journal-Einträge kommentieren.

Jedes Kapitel besteht aus einzelnen Units. Überraschenderweise gibt es nur ein kurzes Begrüßungsvideo, in den übrigen Units werden vor allem Podcasts eingesetzt. Der Sprechtext der Podcasts wird unter „Additional Materials” parallel als pdf angeboten. Meine Einschätzung: Ich persönlich ziehe den Text vor, vor allem, weil bisher die Möglichkeiten eines Podcasts nicht genutzt werden: Originaltöne, Interviews, evtl. eine Kombination verschiedener Bausteine.

Springen wir in eine Unit, so gibt es neben Inhalten (siehe Podcasts) Übungen, in denen die Teilnehmer aufgefordert werden, etwas „zu tun”: indem sie direkt unterhalb der Aufgabe einen Diskussionsbeitrag publizieren oder ihr persönliches Journal nutzen. Hier ein Beispiel einer Übung aus der Unit „Benefits of Corporate Digital Learning”:
„Can you think of more benefits that were not mentioned in the text and in the other additional materials? Maybe some personal benefits that you have experienced? Or possible benefits you could see in the future? Let us know and discuss them here!”

Meine Einschätzung: Im Moment scheint das Feature „Discussions” den Teilnehmern vorbehalten zu sein. Auf den ersten Blick kann hier jeder eine Frage stellen und auf Fragen anderer antworten. Derzeit stellt sich das Forum noch sehr „übersichtlich” dar. Mit Blick auf die hohe Zahl der Teilnehmer bin ich gespannt, wie sich die Nutzung des Forums entwickelt, wie Übersichtlichkeit und Systematik gewährleistet und wie die Gastgeber hier aktiv werden (wenn sie denn überhaupt hier aktiv werden wollen).

Eine Unit ist als „Journal Assignment” ausgewiesen. Hier werden die Teilnehmer angeleitet („Think”, „Share”, „Comment and discuss”), die erste Kurswoche in einem längerem Journal-Beitrag zu reflektieren.

Die abschließende Unit fand als Live-Event statt, ein Webinar via WebEx. Jeanny Wildi-Yune, die Gastgeberin des „Corporate Digitale Learning”-MOOC interviewte Joachim Niemeier, einem meiner Mitstreiter aus dem „anderen” Corporate Learning-MOOC im Herbst 2015. Das Gespräch war etwas seltsam: es gab keine vorbereiteten Inhalte (was ich nicht unbedingt vermisse …), die anderen Teilnehmer des Webinars waren nicht sichtbar, die Chat- und F&A-Funktionen des Webinars wurden kaum aktiv genutzt und so stellte das Event eine Art „Telko mit Bild” dar. Das mag an meinen Webinar-Einstellungen gelegen haben, aber zumindest von einer Teilnehmerin weiß ich, dass sie ein ähnliches Bild hatte. Meine Einschätzung: Hier ist noch viel Luft nach oben!

Zu den meisten der bisher freigeschalteten Units gehören noch Reiter, die „Additional Materials” und „References” heißen. Hier wurden nicht nur die Skripte der Podcasts verlinkt, sondern weitere, interessante und aktuelle Materialien: TED Talks, YouTube-Videos, Podcasts, Blogposts, Artikel. Eine Fundgrube, die weit über die Basisinformationen der Gastgeber hinausgeht.

Zusammenfassend:

Der „Corporate Digitale Learning”-MOOC vermittelt einleitend einige Grundlagen zum Thema „Digital Learning”. Deshalb tue ich mich schwer, die inhaltliche Seite des Kurses zu beurteilen und konzentriere mich auf einige Gedanken zum Lernerlebnis.

  • Da das Thema „Digital Learning” heute bereits eine über 20-jährige Geschichte hat, könnte ich mir eine mehr journalistische Herangehensweise und Vermittlung des Themas gut vorstellen: mehr auf einzelne Geschichten und Beispiele aus der Praxis setzen und die übliche Aufzählung der Vorteile, Herausforderungen und Formate in den Hintergrund rücken. Zwar beinhaltet das erste Kapitel auch eine kurze Case Study (RWE, Christian Böhler), aber nur in Form eines kurzen Textinterviews mit anschließender Diskussion („How would you engage your CEO in Digital Learning?, 13 Antworten).
  • Der Kurs ist ein geschlossenes Angebot. Die Teilnehmer werden nicht aufgefordert oder eingeladen, die Diskussion auch auf anderen Plattformen oder eigenen Blogs weiterzuführen und diese Fäden anschließend mit dem Kurs zu verlinken. Es gibt z.B. keinen Hashtag des Kurses, auf den verwiesen wird. Hier wird Potential verschenkt. Vor allem für die deutschsprachige Community wären vermutlich weitere Möglichkeiten des Austauschs hilfreich, ohne dass der Kurs und die Kursplattform verlieren würden.
  • Das Lernerlebnis ist zu statisch. Wer den Kurs auf der Kursplattform öffnet, findet immer die gleiche, gerade beschriebene Anordnung von Kapiteln, Units und weiteren Funktionen. Hier würde ich mir einen Activity Stream wünschen, der mir auf einen Blick anzeigt, was aktuell bzw. in den letzten Stunden passierte. So wie auf den bekannten sozialen Netzwerken und Kollaborationsplattformen. By the way, es gibt zwar in den „Account Settings” die Option „Receive social activity updates”, aber da sich in meinem Postkorb nichts tut, habe ich gerade noch einmal die Settings verändert.

Das für den Moment. Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich der Kurs weiterentwickelt, denn das Inhaltsverzeichnis macht weiterhin neugierig. Das Format sowieso.

This computer will grow your food in the future | Caleb Harper

TEDTalk - März 8, 2016 - 16:05
What if we could grow delicious, nutrient-dense food, indoors anywhere in the world? Caleb Harper, director of CitiFARM at the MIT Media Lab, wants to change the food system by connecting growers with technology. Get to know Harper's "food computers" and catch a glimpse of what the future of farming might look like.

MOOCs und OER sind zwei Seiten einer Medaille

Weiterbildungsblog - März 8, 2016 - 09:04

Zuerst für EPALE (Electronic Platform for Adult Learning in Europe, eine von der Europäischen Kommission finanzierte, mehrsprachige, offene Community für das Lehr- und Ausbildungspersonal) geschrieben, jetzt noch einmal als Blogpost: Joachim Sucker (VHS Hamburg) sieht MOOCs und OER als Beispiele für innovative Bildung und für die Veränderungen, mit denen wir es im Lernen und Lehren zu tun haben. Und er zählt auf, was in diesem Zusammenhang “massive”, “open”, “online” und “course” bedeuten (können).
Joachim Sucker, allesauszucker, 5. März 2016 

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