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Rückblick: #pleconf 2014 in Tallinn (Estland)

Sandra Hofues - Juli 27, 2014 - 12:56

Seit einer Woche bin ich wieder zurück, aber die Reise nach Tallinn (Estland) zur PLE-Konferenz 2014 wirkt noch nach. Zum einen, weil Tallinn für Technologie-affine und interessierte Personen ein spannender Ort ist (viel wurde nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion neu aufgebaut bzw. befindet sich im Aufbau; Ähnliches gilt übrigens für das Bildungssystem, das sich weitestgehend an Skandinavien orientiert); zum anderen, weil die PLE-Konferenz eine kleine, aber smarte Veranstaltung ist, die ich seit längerem mal besuchen wollte. Glück hatte ich, dass der Besuch dieses Jahr durch die Semesterferien an der ZU zeitlich gut möglich war und dass Sebastian mich an die Konferenz erinnert hat, sodass ein Wiedersehen in Tallinn möglich wurde.

Drei Dinge nehme ich inhaltlich vom Konferenzbesuch mit: Erstens habe ich durch den Konferenzbesuch eine Vielfalt der Positionen zu Personal Learning Environments wahrgenommen, die im deutschsprachigen Raum eher als soziotechnisch geprägt gilt und sich gegen den Vorwurf technischer Auslegungen (vs. didaktischer Konzepte) häufig wehren muss. In der internationalen Diskussion sind diese Pole auch spürbar, aber bewegen sich eher auf einem Kontinuum mit vielfältigen Ausprägungen und disziplinären Hintergründen hin und her. Auch sind die Diskussionen mal theoretisch-konzeptioneller Natur, mal geht es um die Empirie „dahinter“ (Stichwort: Evidenzbasierung), und mal werden praktische Implikationen für recht unterschiedliche Kontexte offen diskutiert. Mein Interessensgebiet der Medienökologien lässt sich in Teilen in der Diskussion verorten, durch den mediensoziologischen und hochschuldidaktischen Bezug geht sie aber teilweise beträchtlich darüber hinaus oder vertieft eher Gestaltungsfragen. Auch habe ich den Eindruck, dass so manche Diskussion im weiten Feld von Lernumgebungskonzepten, Medienökologien oder Bildungsräumen eine spezifisch deutsche ist: nämlich die um Konzepte von Medien und Bildung, die hierzulande Hochschul- und Mediendidaktik und technische Entwicklungen maßgeblich prägen. Insofern nehme ich zweitens von der Konferenz mit, wie stark eigene Arbeiten dem Bildungsverständnis unterliegen, ganz unabhängig davon, ob man es tatsächlich thematisiert und damit zum Gegenstand von (Forschungs-)Aktivitäten macht. Deutlich wurde dies bspw. am Ansatz des Design as Research, den Heidrun Allert und Sabine Reisas präsentierten: Während mir grundlegende Ideen, u.a. auch durch den engen paradigmatischen Bezug zu Design-Based Research gleich klar wurden, hatten internationale Tagungsgäste durchaus Schwierigkeiten, Zugang zum Ansatz zu finden. Letzteres mag daran liegen, dass es zwar Diskurse über Lernen (engl. Learning) und Erziehung (engl. Education) gibt, der Bildungsbezug aber historisch gesehen fehlt. In Deutschland ist hingegen üblich, eine „Bildung durch Wissenschaft“ an Hochschulen ideell bzw. normativ zu unterstützen, was sich auf Positionen zum Lernen und zur Didaktik nachhaltig, oft aber nur implizit auswirkt. Drittens nehme ich tatsächlich den Ansatz des „Design as Research“ mit, der über die Methode des Design Thinking hinaus geht und versucht, insbesondere implizites Wissen gemeinsam produzierend und kreativ offen zu legen. Noch fehlte die Zeit, an dieser Stelle nachzulesen, daher vorerst ein Tipp zu einem weiterführenden Konferenzbeitrag der Kieler.

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung bin ich in Tallinn auf eine kleine, interessierte Gruppe an Forschenden und Praktikern gestoßen, die sich sehr offen für Gespräche und neue Personen in „ihrer“ Community gezeigt haben. Letzteres ist ein wiederholt schönes Gefühl, als „Sparringspartnerin“ oder „Satellit“ gerne gesehen zu sein. Entsprechend denke ich gerne zurück an die vier Tage in Estland, die auch persönlich bereichernd waren: Selten zuvor bot sich die Gelegenheit, in ein modernes westliches, aber auch russisch geprägtes Land zu blicken und in Kultur und Lebensweisen durch Sebastians tolles Rahmenprogramm ein wenig einzutauchen. Tänan!

Warum Plagiatheken nicht die Lösung sind

Gabi Reinmann - Juli 26, 2014 - 10:01

Letzte Woche hatten wir (Sandra und ich) Besuch an der Zeppelin Universität von Christian Rapp von der ZHAW. Ich möchte aus diesem Gespräch an der Stelle nur mal ein Thema herausgreifen: das wissenschaftliche Arbeiten. Zusammen mit anderen Autoren hat Christian Rapp eine Seite zu Internetrecherche und Wissensmanagement an Hochschulen erstellt, nämlich hier. Uns ist natürlich gleich das Augsburger Projekt Informationskompetenz eingefallen, das – schon vor etlichen Jahren – für die Virtuelle Hochschule Bayern erstellt worden ist (hier und hier). Freilich, neu ist das alles nicht (bis auf die medialen Neuheiten in dem Sinne, dass es immer wieder neue digitale Werkzeuge gibt, die man im Rahmen des wissenschaftlichen Arbeitens nutzen kann). Selber komme ich auch immer wieder auf dieses Thema zurück – und das seit Beginn meines Blogs, wie ich mir nach kurzer Recherche auf den eigenen Seiten nochmal selbst bestätigt habe

Bereits 2006 habe ich z.B. auf das Buch von Baumgartner und Payr verweisen, die damals die digitalen Medien stärker als die meisten anderen (zahlreichen) Bücher zum wissenschaftlichen Arbeiten thematisiert haben – Blogbeitrag dazu hier.

Mehrfach habe ich mir dann später noch die Frage, was eigentlich alles zum wissenschaftlichen Arbeiten gehört, wie man es am besten fördert, wann Studierende Unterstützung brauchen, in welchem Verhältnis das wissenschaftliche Arbeiten zur Methodenausbildung steht etc. Interessant ist z.B. (2010) auch die Frage, ob wissenschaftliches Arbeiten etwas ist, was man teilweise oder ganz in die Hände von Tutoren legen kann – Blogbeitrag dazu hier.

Eine (jedenfalls auf fortgeschrittenem Niveau) äußerst wirksame, wenn auch aufwändige Methode sind Writer´s Workshops (2010), die wir im Doktorandenkolloquium umfassend erprobt haben – Blogbeitrag dazu hier.

Für mich von großem Interesse ist, welche Rolle das Schreiben beim wissenschaftlichen Arbeiten und vor allem auch beim wissenschaftlichen Denken spielt. Daher gefallen mir Bücher, wie die von Otto Kruse, auf das ich 2011 hingewiesen habe – Blogbeitrag dazu hier (und Otto Kruse kommt jetzt wieder mit dem Kontakt zu Christian Rap ins Spiel, weil beide zusammen u.a. an einem „Thesis Writer“-Unterstützungsangebot arbeiten)

Dass Sprache nicht nur dazu dient, das, was man denkt, aufzuschreiben, sondern dass das Schreiben auch ein Erkenntniswerkzeug ist, ist mir ein besonderes Anliegen. Statt einer pseudowissenschaftlich aufgeblasenen Sprache mit möglichst vielen Fremdwörtern und Schachtelsätzen kommt es auf eine präzise und klare Sprache an, mit der das Denken zum Ausdruck kommt und gleichzeitig strukturierter und/oder gehaltvoller wird – Blogbeitrag dazu hier.

Wenn man bedenkt, dass diejenigen Inhalte, die gemeinhin unter das wissenschaftliche Arbeiten subsumiert werden, zum „Werkzeug“ für einen Einstieg in ein wissenschaftliches Studium und in die Wissenschaft gehören (neben den Methoden, die sich vom wissenschaftlichen Arbeiten keineswegs immer so eindeutig abgrenzen lassen), dann ist schon erstaunlich, wie wenig grundlegend man sich dieser Herausforderung an den Hochschulen bisweilen widmet – und darüber habe ich z.B. 2012 aufgeregt – Blogbeitrag dazu hier.

Welche wirklich desaströsen Folgen es hat, wenn Studierende innerhalb eines Bachelorstudiums keinen Zugang zum wissenschaftlichen Arbeiten finden, lässt sich dann leider an abschließenden Bachelorarbeiten ablesen. Was man in der letzten Phase vor Abschluss des Bachelor-Studiums in solchen Fällen noch tun kann, ist begrenzt. Ich hatte das 2012 versucht; noch sind die Unterlagen online verfügbar – Blogbeitrag dazu hier.

Zum Thema „Verfassen von Bachelorarbeiten unter der Perspektive des forschenden Lernens“ – hat übrigens Hannah Dürnberger kürzlich ihre Dissertation abgeschlossen: die erste für mich an der Zeppelin Universität – erfolgreich natürlich ;-). Wir hoffen, dass die Arbeit bald online zugänglich sein wird.

Merkblätter, Web-Seiten, Bücher etc. gibt es zum wissenschaftlichen Arbeiten genug, und man fragt sich ja schon, ob das überhaupt nötig ist. Wären nicht weniger und dafür kollaborativ erstellte Unterlagen besser? Macht denn jeder Wissenschaftler oder Fachbereich an jeder Uni seine eigenen Regeln? Und warum wissen wir eigentlich so wenig darüber, was all diese Hilfsmittel und Unterstützungsangebote bringen und wie wir das besser machen können? Und warum denken wir vergleichsweise wenig darüber nach, welchen Stellenwert das wissenschaftliche Arbeiten jenseits der Erfüllung gesetzter Normen hat? Meiner Ansicht nach wird genau das nach wie vor am besten im Buch von Werner Sesink deutlich (hier eine Rezension).

Ich komme jedenfalls immer mehr zu dem Schluss, dass das sogenannte wissenschaftliche Arbeiten zum einen in seiner Relevanz für das Studium unterschätzt wird und daher zu wenig systematisch und ernsthaft über das gesamte Studium hin eingeübt, unterstützt und vor allem auch reflektiert wird. Zum anderen glaube ich, dass es wichtig wäre, die Verbindungen zwischen wissenschaftlichem Arbeiten, Projektmanagement (wenn es denn ebenfalls separat angeboten wird) und Methoden bzw. empirische Methoden (mit Betonung eines breiten Empireverständnisses) deutlicher herauszuarbeiten und in der Praxis entsprechend verzahnt anzubieten. Zu Studienbeginn kann man – so vermute ich – als Studierender diese Verbindungen noch nicht allein herstellen; eher werden dann einzelne Angebote in Form von Veranstaltungen und Modulen eben abgehakt, weil sie Pflicht sind (oder gar nicht erst besucht, weil sie optional sind). Der Sinn und die Relevanz erschließen sich dann eben nicht von allein.

Inzwischen nehmen sich schon die Medien außerhalb der akademischen Welt dem Thema an. Ein Beispiel wäre der folgende Link bei Zeit Online hier.

Und klar: Bei öffentlichkeitswirksamen Plagiatsfällen steigt das Interesse auch von Laien, was wohl hinter dem „richtigen“ wissenschaftlichen Arbeiten steckt (im besten Fall) – dazu gibt es auch ein paar Blogbeiträge nämlich z.B. hier und hier (2011)  sowie hier (2012). Leider bleiben die Diskussionen darüber oft oberflächlich und lassen verschiedene Web-Seiten und elektronische Tools aus dem Boden sprießen (sogar eine „Plagiathek“ lässt sich im Netz finden).

Fazit? Wissenschaftliches Arbeiten darf man nicht in ein paar Workshops und Tutorien zu Studienbeginn verbannen – das ist ein Thema, um das sich Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter und Studierende fortwährend ernsthaft kümmern müssen – und mehr Zusammenarbeit auf diesem Gebiet wäre wirklich ein Segen.

MOOC points from a real learner

Weiterbildungsblog - Juli 25, 2014 - 13:46

Ein Erfahrungsbericht, kurz und schmerzlos: For the last 9 weeks I have been enrolled in a Coursera MOOC ‘An Introduction to Marketing’, run by Wharton at the University of Pennsylvania. Here’s the question; was it worth it and have my marketing skills improved? YES & YES!”
Carl Clark, Donald Clark Plan B, 25. Juli 2014

The New American University: Massive, Online, And Corporate-Backed

Weiterbildungsblog - Juli 24, 2014 - 21:27

Eine richtig spannende Geschichte wird hier erzählt, die sehr anschaulich verdeutlicht, warum der Hype um Massive Open Online Courses nur in den USA entstehen konnte. Es geht um eine öffentliche Universität, die Arizona State University (ASU), die vor vier Jahren entschied, dass eine bzw. ihre Zukunft nur in Online-Kursen liegen könne. Also hat man auf Partnerschaften gesetzt, zuerst mit Pearson, dem Medienkonzern, dann mit Starbucks, der Kaffeehaus-Kette, und nebenbei mit Knewton, der “adaptive learning company”. Die Pläne sind ehrgeizig, denn man will dorthin, wo der schwächelnde “for-profit”-Riese im Online-Lernen, die University of Phoenix, heute ist. Kritiker merken leise an, “it’s a product that’s essentially untested”.

“Public universities, experts say, are positioned to succeed in the online sphere because they have clout and name recognition that MOOCs and for-profits like Phoenix and Corinthian can’t match. MOOCs have been unsuccessful, in part because the certificates earned had little currency with employers or established universities …”
Molly Hensley-Clancy, BuzzFeed, 21. Juli 2014

Making Learning Personal!

Weiterbildungsblog - Juli 24, 2014 - 07:07

Man könnte jetzt erst einmal etwas über die Schlagzeile philosophieren. Aber das überspringe ich hier. Elliott Masie schreibt jedenfalls “personalization” jedem Programmmanager und Bildungsexperten ins Stammbuch. Und dabei geht es heute um mehr als um Wahlmöglichkeiten. Es geht um intelligente Systeme, die diese Wahlmöglichkeiten permanent anpassen, verändern und optimieren. Oder, etwas systematischer:

“Learning personalization will require newer layers of technology, newer design models and even new language for learners and managers to communicate their preferences. We have found it helpful to look at learning personalization through a four-tiered model: Chosen by my preferences; driven by big and small data; shaped by social collaboration; and designed by the organization.”
Elliott Masie, CLO Magazine, 21. Juli 2014 (via Learning 2014 Blog)

Learn alone, or together?

Weiterbildungsblog - Juli 23, 2014 - 16:01

Annie Murphy Paul spielt mit dem Typ des Autodidakten, wie er uns gerade in der IT häufig über den Weg läuft (Bill Gates ist vielleicht das prominenteste Beispiel). Sind es nicht gerade diese Typen, die auch das Bild des selbstorganisierten Lerners prägen? Mit welchen Konsequenzen? Denn die meisten Menschen sind offensichtlich keine Autodidakten, brauchen Struktur sowie Unterstützung durch Lehrende und Mitlernende. Und auch so mancher Autodidakt entpuppt sich bei näherem Hinsehen als jemand, der keineswegs jeden Schritt alleine geht. Ist self-directed learning gar “an urban legend in education?” Ein interessantes Forschungsfeld und eine lesenswerte Kolumne.

“For most, that will mean the physical presence of teachers, of peers, of classrooms and schools. No human being learns in isolation; education is an inherently social enterprise. Even the autodidact is surrounded by social influences, guided by the voices of parents and past teachers, as he roams library stacks and Internet sites alone.”
Annie Murphy Paul, The Brilliant Report, 23. Juli 2014

Einfach gute Weiterbildung – nur wie? Mit einem konsequent an den Bedürfnissen der Weiterbildungspraxis ausgerichteten Online-Portal!

Weiterbildungsblog - Juli 22, 2014 - 17:00

Das DIE (Deutsches Institut für Erwachsenenbildung) und die Bertelsmann Stiftung wollen ein offenes Online-Portal entwickeln, “um Lehrkräften der Weiterbildung ein fundiertes Angebot zur Erweiterung eigener Kompetenzen anzubieten und dadurch die Professionalitätsentwicklung zu unterstützen”. Hier wird ein erster Werkstattbericht vorgelegt und berichtet, was die Zielgruppe sich wünscht: Wissensbausteine, Lehrmaterialien, Unterrichtskonzepte, Checklisten, Austausch und Vernetzung, eine Expertenlandkarte sowie ein transparenter Umgang mit Nutzerdaten. Nichts Ungewöhnliches, aber ich bin sehr gespannt, wie man Trainer, Coaches, Bildungsreferenten, Programmmanager, VHS-Dozenten, Community Manager und E-Learning-Experten, um nur die Spitze des Eisbergs zu nennen, unter einen Hut bekommen will.
Monika Fischer, Blog „Aus- und Weiterbildung“/ Bertelsmann Stiftung, 17. Juli 2014

The History of “Personalization” and Teaching Machines

Weiterbildungsblog - Juli 22, 2014 - 08:58

“Personalized Learning” oder auch “Personalisierung” des Lernens ist ein Stichwort aus der aktuellen Debatte um das Online-Lernen. Jörg Dräger hat es in den Ring geworfen, und auch Roland Berger fand Gefallen. Dabei, und darauf weist Audrey Watters hin, ist die Personalisierung ein Argument, dass untrennbar mit der Entwicklung und Einführung von Bildungstechnologien verbunden ist. Also “teaching machines”. “Personalisierung” bedeutet also nicht “persönlich”, wie z.B. in “Persönliche Lernumgebung”. Wenn man kurze Formeln liebt, könnte man auch sagen: “Personalisierung = Algorithmen” und “persönlich = Kompetenzen”.

“The “science” behind teaching machines (both the cognitive science and the computer science) might have changed over the course of the last few decades. But we still are faced with a powerful ideology that views students as objects to be manufactured by education - and thanks to “personalization” via teaching machines, at different and hopefully more efficient speeds.”
Audrey Watters, Hack Education, 2. Juli 2014

The Ultimate Directory Of Free Image Sources

Weiterbildungsblog - Juli 22, 2014 - 06:59

Wer immer wieder Bilder für Präsentationen sucht, ist hier richtig. Ich nutze ja in der Regel Flickr, weil man dort zielgerichtet nach Fotos mit entsprechenden Creative Commons-Lizensen suchen kann. Aber es gibt natürlich viele weitere Quellen, und diese Aufstellung bietet auf den ersten Blick eine sehr gute Übersicht, die jede Quelle kurz nach “Subjects”, “Description”, “High Resolution”, “License” und “Safety” einordnet.
Dan Leeman, The Edublogger, 9. Juli 2014

A New Way Of Working And Learning: Adidas Style

Weiterbildungsblog - Juli 21, 2014 - 13:56

Eigentlich sollte in diesen Tagen der Launch des neuen adidas Learning Campus stattfinden. Jeanne Meister nimmt das Ereignis jedenfalls zum Anlass, um für den “New Way of Learning” von adidas zu werben. Dabei gibt sie Unternehmen, die dem Vorbild von adidas folgen wollen, fünf Prinzipien mit auf den Weg:
1. Be Bold.
2. Communicate the vision.
3. Use innovative marketing that appeals to Millennials.
4. Think broadly about how to bring a new way of learning and working to life.
5. Use the retail “Pop-Up” metaphor to deliver learning.

“In the case of Adidas, the decision to re-imagine learning took advantage of several mega trends in the workplace. Those included, the move toward using social media inside the organization, as well as the recognition that learning must be fun, engaging and hip. Most importantly, they included the move toward envisioning learning blended seamlessly with working.”
Jeanne Meister, Forbes, 21. Juli 2014

adidas Learning Campus

MOOCs: Disruptor or Indicator of Something Deeper?

Weiterbildungsblog - Juli 21, 2014 - 09:56

Sind MOOCs die Ursache für die Veränderungen im Bildungsbereich, die, vor allem in den USA, so heftig diskutiert werden? Oder liegen diese Ursachen ganz woanders? Nicole Christen ist in ihrer Abschlussarbeit dieser Frage nachgegangen, hat Interviews geführt, die sie zur Schlußfolgerung geführt haben:

“The educational marketplace is becoming learner driven. … The shift from a top-down, institution driven marketplace to one where a learner can use technology to create a personalized, piecemeal learning experience from multiple institutions requires institutions to ask themselves what they offer learners that is unique.”

Konkret: MOOCs mögen wieder aus den Schlagzeilen verschwinden, aber nicht, so Nicole Christen, die Nachfrage nach “open learning”. Und sie bietet Raum für neue Lösungen und Angebote.
Nicole Christen, 20. Juli 2014 (via Tony Bates/ e-learning and distant education resources)

The shift from a top-down, institution driven marketplace to one where a learner can use technology to create a  personalized, piecemeal learning experience from multiple institutions requires institutions to ask themselves what they offer learners that is unique. - See more at: http://www.tonybates.ca/2014/07/20/guest-blog-moocs-disruptor-or-indicator-of-something-deeper/#sthash.ZGN9gFH1.dpuf

The shift from a top-down, institution driven marketplace to one where a learner can use technology to create a  personalized, piecemeal learning experience from multiple institutions requires institutions to ask themselves what they offer learners that is unique. - See more at: http://www.tonybates.ca/2014/07/20/guest-blog-moocs-disruptor-or-indicator-of-something-deeper/#sthash.ZGN9gFH1.dpuf

Das Leben als Abfolge von Projekten!?

Gabi Reinmann - Juli 20, 2014 - 16:46

Wenn man gebeten wird, die eigenen „Großprojekte“ der letzten acht Monate hinsichtlich ihres Fortschritts zu präsentieren (oder zu dokumentieren), dann ist das ein geeigneter Anlass (jedenfalls ist es das für mich), um zu fragen: Was ist eigentlich ein Projekt? Klaus Zierer hat vor einigen Jahren (hier) darüber nachgedacht, welche Vor- und Nachteile es hat, wenn man die Forschung vorrangig als Projekt konzipiert (ich habe darüber auch in diesem Blog schon mal berichtet, nämlich hier). Nun wird mancher jüngerer Nachwuchswissenschaftler vielleicht einwenden: Was soll die Frage? Ist nicht jede Forschung immer auch ein Forschungsprojekt? Den Eindruck könnte man heute haben. Aber in besagtem Artikel kann man eines sehr schön nachlesen: Projektorientierte Forschung ist eine bestimmte Form von Forschung, wenn auch inzwischen wohl die häufigste, schränkt jedoch die Form der Wissensgenerierung in der Wissenschaft durchaus ein und fördert ein spezielles Wissen, gibt vor allem einfachen Forschungsfragen den Vorrang und vernachlässigt tendenziell die Theorieentwicklung. Zudem haftet Forschungsprojekten etwas Paradoxes an: „Sie beabsichtigen, etwas Unbekanntes auf bereits bekanntem Weg zu erforschen“ (Zierer, 2011, S. 15), denn: Kein Projekt, ohne dass es ein klares Ziel und einen genauen Plan gibt, was zumindest größere Überraschungen (Aha-Erlebnisse, Entdeckungen, wirklich Neues) ausschließt.

Üblicherweise schreibt man Projekten eine Reihe von Eigenschaften zu, die zwingend gegeben sein müssen, damit man etwas als Projekt bezeichnet: das Ziel ist klar bestimmt und/oder das Problem definiert; das Vorhaben ist einmalig und zeitlich begrenzt; es gibt einen Plan für das Vorhaben; die resultierende Lösung muss neu sein.

In der Forschung bräuchte man genau genommen den Projektbegriff gar nicht. Man könnte schlicht von einer Studie oder einer Untersuchung sprechen. Jeder Studie oder Untersuchung liegt eine Fragestellung zugrunde, wobei die Antwort grundsätzlich offen sein muss (JEDES Ergebnis ist ein Ergebnis, was für junge Forscher/innen mitunter schon ein Problem ist – jedenfalls lässt sich anders die Sorge nicht erklären, die sich einstellt, wenn z.B. eine Evaluation ergibt, dass eine Intervention nicht erfolgreich war, was aber natürlich wissenschaftlich betrachtet ein ebenso „gutes“ Ergebnis ist wie das, dass eine Intervention Erfolg hatte). Jede Studie oder Untersuchung beinhaltet ein methodisches Design, das begründet darlegt, mit welchen Strategien und Methoden man versucht, die gestellte Frage zu beantworten. Ob man von diesem Plan dann auch wieder abweicht, abweichen darf oder soll, hängt davon ab, welchem Forschungsparadigma die Studie folgt. Dass man die Eigenschaften eines Projekts eingeführt hat, um Forschung zu planen, dürfte vorrangig an der Drittmittelförderung liegen: die zeitliche Begrenzung ist hier notwendig. Zudem möchte man die Erfolgsaussichten einschätzen können, und man hofft wohl, dies auf der Basis möglichst genauer Pläne mit einer Vorausschau auf die Ergebnisse tun zu können.

Und wie ist das nun, wenn man an der Hochschule – ob mit oder ohne begleitende Forschung – Veränderungen anstoßen will? Das macht man natürlich auch in Form von Projekten, oder? Also, ich würde sagen: Man kann es tun, und das hat Vorteile, denn: Das treibt einen dazu an zu sagen, was denn genau das Ziel ist, welches Problem man lösen will, welche Maßnahmen man dazu ergreift, wie viel Zeit und welche Ressourcen man dazu braucht und wann man fertig ist. Und fertig sein, heißt, dass man ein Ergebnis präsentiert, das man möglichst schon vorher definiert hat und am besten noch quantifiziert. Das klappt ja auch manchmal erstaunlich gut, z.B. wenn es um so etwas geht wie: Einrichtung eines Labors, versuchsweise Implementierung eines Werkzeugs bei einer kleinen Gruppe von Personen u. ä.

Selbst aber bin ich mit mehr Herausforderungen (in meiner Wahrnehmung) konfrontiert, denen man nicht besonders gut in Form von Projekten begegnen kann: Wie verändert man eine bestehende Prüfungskultur? Wie kommt man zu Lehrevaluationen, an denen sich möglichst viele möglichst überzeugt beteiligen? Wie gestaltet man Studiengänge möglichst forschungsorientiert? Wie kann ein bestehendes Team immer neu sich stellende Aufgaben effektiv, aber auch effizient erfüllen? Was man hier im besten Fall anstößt, sind Entwicklungen: Auch diese müssen ein Ziel haben, aber das ist dann weniger eine klare ZielSETZUNG wie in einem Projekt, sondern eher die Vorgabe einer ZielRICHTUNG. Auch Entwicklungen weisen in die Zukunft und fordern daher zeitliche Überlegungen, aber Anfang und Ende sind genau NICHT fixiert. Auch Entwicklungen verlangen nach Einfluss, den man auf diese nimmt, aber das sind weniger Prozesse der STEUERUNG als eher solche der GESTALTUNG. Natürlich kann man Entwicklungen mit gezielt eingesetzten MASSNAHMEN anstoßen oder beschleunigen, wie in Projekten; ganz besonders aber kommt es darauf an, die Umfeldbedingungen danach zu beobachten, welche GELEGENHEITEN sich ergeben, die man nutzen kann, um eine Entwicklung voranzutreiben. Und vielleicht ändern sich die Gelegenheiten sogar derart, dass man die eingeschlagene Entwicklungsrichtung anpasst, die Zielrichtung ändert und dafür gute Gründe hat – in der Regel undenkbar in einem Projekt. Und schließlich dürfte es natürlich auch so sein, dass man innerhalb einer Entwicklung an bestimmten Stellen Vorhaben für wichtig und richtig hält, die dann in Form von zeitlich begrenzten Projekten und klaren Zielen umgesetzt werden können.

Auch Artefakte wie Texte, in denen man Ideen, Gedanken, Ergebnisse, Konzepte festhält, haben in Projekten tendenziell einen anderen Charakter bzw. werden anders rezipiert als Texte in einem Entwicklungsprozess. In vielen meiner Aktivitäten – das beobachte ich manchmal bei mir selbst – tendiere ich dazu, eher entwicklungs- statt projektorientiert zu denken und zu handeln. Und dann passiert z.B. Folgendes: Ich schreibe etwas auf, von dem ich meine, dass es ein erster Schritt sein könnte, um in der eingeschlagenen Richtung weiterzukommen. Für mich ist dieser Text dann ein plastisches Artefakt, von dem ich ausgehe, dass es sich noch mehrfach verändern wird – womöglich so, dass der Ausgangstext mit der vierten oder fünften Version kaum mehr etwas zu tun hat. Mit dem Schreiben entwickelt sich etwas, das Schreiben begleitet den Prozess, nimmt Fäden auf, lässt sie wieder fallen, gibt Diskussionen Stoff, lädt zur Kritik und zum Weiterdenken ein, führt zu kontinuierlicher Schärfung des Gedankens, des Konzepts, der Methode – was auch immer. Wenn nun das Umfeld den gleichen Ausgangstext (oder die zweite oder dritte Version davon) eher in einem Modus der Projektarbeit rezipiert, kann es sein, dass die Deutung des Textes sehr viel anders ausfällt: Der Text hält dann eher etwas fest, stellt ein erstes Ergebnis dar, das nun bereits etwas festschreibt, ist ein Meilenstein, auf dem man kumulativ aufbauen muss – starr und schwer wieder zu ändern. Das erzeugt statt konstruktiver Kritik dann eher Widerstand, bisweilen sogar Angst.

Ein Text im Rahmen einer Zusammenarbeit zur Veränderung der Prüfungs- oder Evaluationskultur z.B. bekommt also eine ganz andere Rahmung, je nachdem, ob man das „Vorhaben“ als Projekt oder als Entwicklung versteht: Das Denken und Handeln in Projekten führt tendenziell dazu, dass das Aufschreiben ausschließlich ein Prozess des Dokumentierens ist; das fordert dann vor allem dazu auf, etwas auszuführen. Das Denken und Handeln in Entwicklungen führt dagegen tendenziell dazu, dass das Aufschreiben vor allem ein epistemischer Prozess ist und zum Mitdenken und Weiterdenken anregt.

Das ist jetzt freilich sehr plakativ formuliert. Aber mir geht es darum, die Unterschiede aufzuzeigen, weil ich vermute, dass die permanente Projektorientierung auch zu einseitigen Problemlösungen führt – ähnlich wie in der Forschung, wie das Klaus Zierer im oben zitierten Text ausführt. Und dass das Denken und Handeln in Projekten nicht nur im Wissenschaftsbetrieb inzwischen beherrschend ist, ist mir neulich aufgefallen, als jemand in der S-Bahn am Handy vom „Projekt Kind“ gesprochen hat (leider habe ich nicht gefragt, wie das mit der zeitlichen Befristung läuft).

Luc Boltanski schrieb vor ein paar Jahren (nachzulesen hier): „Die Kultur des Projekts bezieht sich primär auf die Welt der Unternehmen. Zugleich stellt sie jedoch ein allgemeines Muster dar, das sich auf zahlreiche andere Bereiche auszudehnen begonnen hat.“ Und das geht dann in der Tat bis hinein ins (Privat-)Leben: „Das Leben erscheint dann als eine Abfolge von Projekten und ist umso wertvoller, je stärker sich die Projekte voneinander unterscheiden. Unter allen Umständen ist zu vermeiden, dass einem die Projekte und Ideen ausgehen, dass man nichts mehr im Blick oder in Vorbereitung hat […] In der projektbasierten Rechtfertigungsordnung muss man, um ´groß´ zu werden, alles opfern, was die Verfügbarkeit einschränkt. Man muss darauf verzichten, ein Projekt zu haben, das das ganze Leben dauert (eine Berufung, ein Gewerbe, eine Ehe), und mobil bleiben. Man muss zum Nomaden werden. Um der Forderung der ´Leichtigkeit´ zu entsprechen, muss man auf jede Stabilität, Verwurzelung oder Bindung an Personen und Dinge verzichten.“ Muss man? Da schließe ich mich doch – auch in der erweiterten Fassung – dem schönen Motto von Klaus Zierer an: „Wider den Projektezwang“

TED: Ze Frank: Are you human? - Ze Frank (2014)

TEDTalk - Juli 18, 2014 - 15:08
Have you ever wondered: Am I a human being? Ze Frank suggests a series of simple questions that will determine this. Please relax and follow the prompts. Let's begin …

My Top Tools 2014

Weiterbildungsblog - Juli 18, 2014 - 14:04

Jane Hart sammelt wieder Stimmen für ihre “Top 100 Tools for Learning 2014″. Bis zum 21. September kann jeder ein Votum abgeben. Stephen Downes und Harold Jarche haben es bereits getan. Mein erster Link geht zu Stephen, weil er Outlook (1.) und PowerPoint (3.) auf die vordersten Plätze setzt. Das deckt sich mit meinem Alltag. Zu PowerPoint schreibt er: “Nothing really does the same work for me as a multimedia presentation tool. I do a lot of my original thinking while creating PowerPoint slides and of course it’s an important part of my presentation routine” Genau.

Harold Jarche hat jedes Tool, das er aufzählt, mit seinem PKM-Modell (Seek > Sense > Share) verknüpft. Eine gute Idee! Ich werde in den nächsten Tagen mal meine eigene Liste zusammenstellen. Sie wird aber diesen Aufstellungen sehr ähnlich werden.
Stephen Downes, Half an Hour, 17. Juli 2014
Harold Jarche, Blog, 17. Juli 2014

TED: Heather Barnett: What humans can learn from semi-intelligent slime - Heather Barnett (2014)

TEDTalk - Juli 17, 2014 - 15:29
Inspired by biological design and self-organizing systems, artist Heather Barnett co-creates with physarum polycephalum, a eukaryotic microorganism that lives in cool, moist areas. What can people learn from the semi-intelligent slime mold? Watch this talk to find out.

The Open Education Infrastructure, and Why We Must Build It

Weiterbildungsblog - Juli 17, 2014 - 05:30

Was bildet eine “Open Education Infrastructure”? Folgt man David Wiley, besteht sie nicht nur aus Open Educational Resources (OER), sondern auch aus Open Competencies, Open Assessments und Open Credentials. Es geht um ein Grundgerüst, quasi wie eine Verkehrsinfrastruktur, das da ist und auf dem alle aufsetzen können, die neue innovative Lehr- und Lernkonzepte entwickeln und umsetzen wollen. Aber ich muss zugeben, dass ich noch nicht ganz verstanden habe, was z.B. hinter Open Asessments steckt: wieder eine Test-Infrastruktur, Systeme, Schnittstellen, Testmethoden oder gar Datenbanken mit Tests, aus denen alle schöpfen können? Aber vielleicht liest ja der eine oder andere mehr aus dem interessanten Text …
David Wiley, iterating toward openness, 15. Juli 2014

Tech that “gets” people

Weiterbildungsblog - Juli 17, 2014 - 04:34

Die Kolumnen von Annie Murphy Paul sind immer einen Blick wert. In dieser stellt sie MIT BLOSSOMS (etwas kompliziert für “Blended Learning Open Source Science Or Math Studies”) vor. Dahinter steckt ein Projekt bzw. eine Webseite mit Video-Lektionen sowie einem Handbuch mit darauf aufbauenden Übungen. Beides wurde so entwickelt, dass Lehrer ein Video-Segment präsentieren, um anschließend mit ihren Schülern den Stoff zu vertiefen. Annie Murphy Paul wirbt mit sehr enthusiastisch für dieses “teacher-centric model”. Ich würde sagen: ein interessanter Perspektivwechsel.

“Should the creators of educational technology care so much about the tender feelings of teachers, especially those inclined to stand in the way of technological progress? Yes—because it’s teachers who determine how well and how often technology is used.”
Annie Murphy Paul, The Brilliant Report, 16. Juli 2014

TED: Shih Chieh Huang: Sculptures that’d be at home in the deep sea - Shih Chieh Huang (2014)

TEDTalk - Juli 16, 2014 - 15:06
When he was young, artist Shih Chieh Huang loved taking toys apart and perusing the aisles of night markets in Taiwan for unexpected objects. Today, this TED Fellow creates madcap sculptures that seem to have a life of their own—with eyes that blink, tentacles that unfurl and parts that light up like bioluminescent sea creatures.

Der große Bruch: Warum das Netz das, was wir „Bildung” nennen, von Grund auf verändert

Weiterbildungsblog - Juli 16, 2014 - 14:32

Ein proklamatischer Text, der einen zentralen Widerspruch auf den Punkt bringt: Es geht um das Verhältnis zwischen Bildung und Netz und um die Frage, wo genau die Bildungsrevolution sitzt: In den MOOCs und anderen Projekten, das Internet für eine skalierbare und effiziente Bildung zu nutzen, oder in der täglichen Netz- und Lernpraxis, die Martin Lindner hier zur “Open Source-Idee von Bildung” veredelt. Unbestritten ist der Einfluss des Internets auf die Bildung. Offen bleibt noch, wie sich beide Tendenzen zueinander verhalten. Vielleicht ist der Artikel deshalb als “Teil 1″ angekündigt …

“E-Learning ist nicht Weblernen. Das Netz ist nicht einfach nur ein besseres Leitungssystem, um größere Informationsmengen an beliebig viele Leute vermitteln zu können. Es ist ein verteiltes Netzwerk, das ganz eigene Effekte hervorbringt, die vorher so nicht möglich waren.”
Martin Lindner, #PB21 | Web 2.0 in der politischen Bildung, 15. Juli 2014

Das LMS ist nicht tot, das Design schon

Weiterbildungsblog - Juli 16, 2014 - 09:23

Gerade via Twitter auf meinem Bildschirm gelanded: Andreas Wittke beschreibt hier sehr anschaulich, dass MOOCs nicht nur Videos und E-Learning näher zusammengebracht, sondern auch das Kursdesign grundlegend verändert haben. Jetzt, so Andreas Wittke, macht es Sinn, von User Experience zu sprechen. Und, etwas ausführlicher:

“Und dann kamen die MOOCs. Alle MOOCs bestechen durch neue Kursdesigns und dementsprechend durch neue Plattformen, die ich jetzt auch nicht LMS nennen will. Schaut man sich Coursera, EDx und iversity an, so sind alle super grafisch aufgearbeitet, sie sind responsive und haben einen sehr reduzierten Funktionsumfang. Mich erinnert das irgendwie an Apple, die auch sehr schlichte einfache Bedienkonzepte haben und viel Wert auf hochwertiges Design legen. Der Erfolg gibt Apple recht. Die MOOCs haben das LMS Design quasi in das Jahr 2014 gebracht. Hier hatten Designer das sagen und keine Pädagogen.” Mit Beispielen.
Andreas Wittke, Online By Nature, 21. Mai 2014

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