Sammlung von Newsfeeds

Why Content Curation Should be in Your Training Skillset

Weiterbildungsblog - Mai 8, 2015 - 06:21

“Content Curation” ist ein Begriff, der hierzulande noch nicht richtig Fuß gefasst hat (”Inhalte kuratieren”?) Doch wie auch immer, Informationen in Netzwerken suchen, für sich verarbeiten, mit anderen teilen, das sind Bausteine des Persönlichen Wissensmanagements, worauf auch Jay Cross hinweist. Vorher beschreibt er seine eigene “Content Curation”-Strategie, zählt einige Tools auf, die er dabei nutzt (scoop.it, pearltrees.com, storify.com, Pinterest, Diigo), und macht deutlich, warum das Thema auch in Unternehmen und Organisationen auf die Agenda gehört.
Jay Cross, Litmos, 29. April 2015

Tal Danino: We can use bacteria to detect cancer (and maybe treat it)

TEDTalk - Mai 7, 2015 - 15:03
Liver cancer is one of the most difficult cancers to detect, but synthetic biologist Tal Danino had a left-field thought: What if we could create a probiotic, edible bacteria that was "programmed" to find liver tumors? His insight exploits something we're just beginning to understand about bacteria: their power of quorum sensing, or doing something together once they reach critical mass. Danino, a TED Fellow, explains how quorum sensing works -- and how clever bacteria working together could someday change cancer treatment.

Is the ‘closed’ mindset of the Open Educational Resources community its own worst enemy?

Weiterbildungsblog - Mai 7, 2015 - 14:34

Auch wenn seine Argumente zuweilen die Richtung wechseln, trifft Donald Clark hier einen wunden Punkt. Denn da gibt es eine Reihe erfolgreicher Plattformen und Angebote im Netz wie z.B. Wikipedia, Khan Academy, YouTube, MOOCs und Duolingo, und gerade diesen Angeboten bläst häufig der Wind ins Gesicht: weil sie profitorientiert aufgestellt sind, weil sie bestimmte Qualitätsvorgaben nicht erfüllen oder weil sie zwar offen zugänglich, aber ihre Angebote nicht “reusable” sind.

Er fasst zusammen: “Empirically, we’ve seen in Wikipedia, YouTube, Khan, Duolingo and MOOCs, truly wonderful examples of how pragmatic and sustainable openness can be achieved. Yet these are the open resources that get the most mud slung at them. Rather than sniping, educationalists should embrace the decentralisation, democritisation and disintermediation of learning through such resources. The examples I’ve quoted, that work, have grown because they started and exist outside of educational institutions. This is a shame, as we could have reshaped higher education to become much more open and accessible without this scepticism. It would seem that the future of OER needs to be in sustainable models beyond these institutions.”
Donald Clark, Donald Clark Plan B, 6. Mai 2015

How do you promote e-learning?

Weiterbildungsblog - Mai 7, 2015 - 13:14

Die Frage mag 2015 etwas überraschen, aber die Uhren schlagen halt nicht überall gleich. Gráinne Conole steht in ihrer neuen Rolle an der Bath Spa University jedenfalls vor der Aufgabe, “to promote the use of technology for learning, teaching and research”. Und hat zehn Aktivitäten zusammengestellt, die sie hier mit uns teilt.
Gráinne Conole, e4innovation.com, 6. Mai 2015

Schreibkompetenz oder lieber weiter im Nichtangriffspakt?

Gabi Reinmann - Mai 7, 2015 - 08:49

Forschungsnahes Lehren und Lernen gehört derzeit zu den wichtigsten Themen meiner Arbeit. Unser BMBF-Projekt FideS (Forschungsorientierung in der Studieneingangsphase) ist kürzlich angelaufen (dazu bald mal mehr); das Thema Prüfungen habe ich unter dieses Dach gestellt (siehe z.B. hier) und ich hoffe, dass ich bald einen Publikationsort für einen übergreifenden Text zur „Bildung durch Wissenschaft“ finden werde, in dem ich die Hochschuldidaktik eng mit dem Anspruch verbinde, Lehren, Lernen und Forschen aufeinander zu beziehen.

Letzteres halte ich allerdings nur für möglich, wenn man nicht ausschließlich das forschende Lernen im engeren Sinne im Blick hat: Hier führen Studierende eigene Forschungen durch – und das möglichst so, dass der ganze Zyklus eines Forschungsprojekts durchlaufen wird. Andere Gruppen forschungsnaher Lernformen habe ich in den letzten Texten als „Forschen verstehen lernen“ und „Forschen üben“ bezeichnet. Unter „Forschen üben“ fallen nicht nur Methodenübungen, sondern auch das Einüben wissenschaftlichen Schreibens. Und genau dazu gibt es von Stefan Kühl einen aus meiner Sicht sehr interessanten Text zur „publikationsorientierten Vermittlung von Schreibkompetenzen“ – dankenswerter Weise online verfügbar hier.

Stefan Kühl beschreibt in diesem Beitrag ein allmählich aus praktischer Erfahrung entstandenes Konzept zur Förderung von Schreibfähigkeiten, das sich am wissenschaftlichen Veröffentlichungsprozess orientiert. Die wissenschaftliche Veröffentlichung – eine wichtige Phase im Prozess des Forschens – ist allerdings nicht das Ziel, sondern das Mittel, um das studentische Schreiben zu verbessern. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass zahlreiche typische Prüfungsleistungen schriftlicher Art, wie sie etwa in sozialwissenschaftlichen Studiengängen gefordert werden, eine analoge Struktur zu Textformen haben, die im Wissenschaftsbetrieb gängig sind: Hausarbeiten sind analog zu Fachartikeln, Zusammenfassungen analog zu Rezensionen, Abschlussarbeiten analog zu Büchern, Exposés analog zu Projektanträgen, Essays analog zu Artikeln in den Massenmedien. Nutzt man diese analogen Strukturen, dann lassen sich (so umschreibe ich das jetzt) geradezu authentische Lernkontexte herstellen – jedenfalls authentisch in Bezug zur Wissenschaft (was man ja rechtfertigen kann, wenn man eine „Bildung durch Wissenschaft“ ernst nimmt). In seinem Text liefert Stefan Kühl Beispiele und geht zudem auf den Feedback-Prozess in diesem Konzept ein – ein genuiner Bestandteil wissenschaftlichen Publizierens, der nicht einmalig ist, sondern mehrfach stattfindet, oftmals zyklisch ist und auch daraus hinauslaufen kann, dass ein Text nicht zur Veröffentlichung zugelassen wird.

Stefan Kühl weiß um die Kritik, die man einem solchen Konzept entgegenbringt: unrealistisch (sind studentische Texte doch schon auf der Ebene der Rechtschreibung und Grammatik kaum zu lesen) – zu aufwändig (auf einen Prof kommen 100 Studierende) – von Studierenden gar nicht erwünscht (eher erwarten alle Beteiligten eine Art Nichtangriffspakt) – überfordernd (die Latte hängt dann viel zu hoch) – sinnlos angesichts der „Fachhochschulisierung“ und Verberuflichung (nur 5 bis 10 Prozent der Studierenden führen später eine wissenschaftliche Tätigkeit aus) usw.

Aus meiner Sicht kontert Stefan Kühl hier richtig, indem er klarstellt, dass es an Universitäten gar nicht das Ziel sein kann, genau diejenigen Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln bzw. sich anzueignen, die man genau so in einem konkreten Berufskontext braucht. „Relevant ist vielmehr, dass man beim Schreiben von Rezensionen, Artikeln oder Essays Fähigkeiten erlernt, die in ganz unterschiedlichen Berufen erwartet werden: Das Schreiben einer Rezension zwingt einen, die Essenzen eines umfangreichen Textes zu erfassen und auf einer oder zwei Seiten zusammenzufassen und zu kritisieren. Das Anfertigen eines Artikels verlangt vom Autor, ein Problem allgemeinverständlich darzustellen und dieses dann in einer Abfolge von Schritten analytisch zu bearbeiten. Das Verfassen eines Essays befähigt den Autor, ein Thema mit in der Regel einem einzigen theoretischen Zugang prägnant und allgemeinverständlich darzustellen“ (S. 20).

Mein Fazit: Ein interessantes Konzept, das sich ähnlich wie Writer´s Workshops, mit denen ich selbst schon experimentiert habe (siehe hier), einem wichtigen Thema bzw. Kompetenzbereich in der Lehre widmet und sicher auch theoretisch noch genauer ausgearbeitet und eingeordnet werden sowie empirisch untersucht werden könnte. Solche Konzepte von Fachwissenschaftlern, die damit gemachte Erfahrungen und fachspezifischen Vorschläge sollten, so meine Einschätzung,  zwingend Eingang in die hochschuldidaktische Theoriebildung und Forschung finden.

Thoughts on the Secret Whatnot

startupljackson - Mai 7, 2015 - 03:43

Thoughts on the Secret Whatnot

First, I tweeted some wrong numbers and it got Grubered. I’d edit them, but can’t. Thanks, Twitter.

Now that that’s out of the way, some quick thoughts…

1) The Secret founders built an amazing app. They are talented designers and failed the way all social apps fail, by not randomly working (more on that another day). I loved the app. I used it a bunch. From a UX perspective, it was best in class.

Their big issue was that they were Silicon Valley famous before product-market fit, which meant the failure was public and the hype cycle inescapable. That may have been their fault, may not have been. Journalists can sort that out. Other founders: don’t ever do this.

2) We’re discussing who got screwed in a VC deal. I think the thing you have to start with here is that all VC firms do is VC deals. Many have been in business for decades. They are experts. Founders have at most done a few deals. It’s fair to say that one side of every term sheet is an expert and one side is a novice.  So, if a deal becomes acrimonious it’s either because the VC used their savvy to screw the founders (founders get angry), the founders operated in bad faith/were deceptive (VCs get angry), or the VCs did something imprudent (buyer’s remorse). This seems to be the latter. It’s hard to argue the founders have any fault in all this.

3) An $8M A round (~$10M total) for a pre-product market fit social startup is probably overkill, but I get it. These were talented product people in an emerging category that promised to be huge. On a risk-adjusted basis this wasn’t all that crazy.

4) The “bad” part of Secret’s financing was the B round, which from the outside looked like over-eager investors trying to cram money into a category they perceived to be hot and founders they saw were talented. They did this by over-financing and by paying the founders to let them do it. No innocents were harmed in the financing of Secret’s Ferrari(s).

5) Google Ventures is a good firm. They put a small amount of money (for fund size) into the seed and A rounds of an early company, then sat out the imprudent B. Solid work, guys. Carry on.

6) If I were the Secret founders, I wouldn’t feel bad about keeping the money VCs paid me to cram money into my company, but I might consider giving it to the Kapor Center.

MOOCs ohne Grenzen: Adaptivität und Flexibilität als neue Gütekriterien

Weiterbildungsblog - Mai 6, 2015 - 21:16

Auch Jürgen Handke stört es, dass bei den MOOCs und vor allem den MOOCs am Virtual Linguistics Campus (VLC) in Marburg 40 Prozent der angemeldeten Teilnehmer nicht aktiv ist. pMOOCs könnten die Lösung sein, so Jürgen Handke, wobei das “p” für “permanent” und “personalized” steht. Die Teilnehmer sollen zukünftig einen Kurs beginnen können, wann immer sie wollen. Die großen MOOC-Betreiber sprechen hier von on demand-Angeboten. Und es werden Prozeduren entwickelt, “die dem Benutzer auf der Basis verschiedener Parameter, wie z.B. Leistungsstand, Kursaktivität, Alter, etc., individualisierte Lernpfade und speziell angepasste Übungs- und Testmaterialien anbieten.” Adaptive Learning, und auch das liegt im Trend.
Jürgen Handke, “Digitalisierung der Bildung” (Bertelsmann Stiftung), 6. Mai 2015

Bill T. Jones: The dancer, the singer, the cellist ... and a moment of creative magic

TEDTalk - Mai 6, 2015 - 15:14
Legendary dance choreographer Bill T. Jones and TED Fellows Joshua Roman and Somi didn't know exactly what was going to happen when they took the stage at TED2015. They just knew they wanted to offer the audience an opportunity to witness creative collaboration in action. The result: An improvised piece they call "The Red Circle and the Blue Curtain," so extraordinary it had to be shared ...

70:20:10 - Beyond the Blend

Weiterbildungsblog - Mai 6, 2015 - 13:22

Blended Learning, auch in seinen aktuellen, flexibleren Varianten, bleibt, so Charles Jennings, ein Lernen, das von Experten für Mitarbeiter entworfen und entwickelt wird. Instruktion, formales Lernen. Es ist nicht Teil der Arbeitspraxis, kann es nicht sein. Dazu müssten die folgenden Kriterien erfüllt sein: “Embedding Learning within Work”, “Extracting Learning from Work” und/oder “Sharing Learning with Work Colleagues”. Der Vorteil des 70-20-10-Modells liegt darin, dass es einen Rahmen für genau diese integrative Sicht bietet.

“It is important to realise the 70:20:10 strategic model emerged from a view of modern adult learning that is wider than ‘blending’. 70:20:10 draws on the fundamental changes that have occurred, and are continuing to occur, in the workplace. Work is becoming more complex. We work more in teams and rely on others to get our work done more than ever before. Experiential and social learning are becoming more critical day-by-day as agents of development.

In response to this wider view of adult workplace learning, and to these changes, learning and work must, by necessity, merge.”
Charles Jennings, Workplace Performance, 6. Mai 2015

Nuts and Bolts: Causing Serendipity

Weiterbildungsblog - Mai 5, 2015 - 19:12

Jane Bozarth (Autorin von “Social Media for Trainers”) wirbt hier für “serendipity”, den glücklichen Zufall, der einen Lernprozess lostritt. Natürlich könnte man auch über das informelle, beiläufige Lernen sprechen, das nebenher geschieht, aber das klingt nur halb so schön. Jeder kennt nun Beispiele für “serendipitous learning”, aber wie kann man, wie kann Learning & Development dem glücklichen Zufall auf die Sprünge helfen? Jane Bozarth empfiehlt: “Put rocks in the path”, “Be a curator”, “Be a connector and a participant”, “Encourage reflection”. Denn: “We can’t create or plan for serendipity. We can’t schedule accidents. But we can work to help create an environment in which opportunities can serendipitously occur.”
Jane Bozarth, Learning Solutions Magazine, 5. Mai 2015

Abe Davis: New video technology that reveals an object's hidden properties

TEDTalk - Mai 5, 2015 - 15:15
Subtle motion happens around us all the time, including tiny vibrations caused by sound. New technology shows that we can pick up on these vibrations and actually re-create sound and conversations just from a video of a seemingly still object. But now Abe Davis takes it one step further: Watch him demo software that lets anyone interact with these hidden properties, just from a simple video.

Whitepaper Open Educational Resources (OER) in der Weiterbildung / Erwachsenenbildung

Weiterbildungsblog - Mai 5, 2015 - 12:28

Das Thema Open Educational Resources (OER) nimmt auch hierzulande langsam an Fahrt auf. Jetzt sind gleich zwei Whitepaper erschienen, die den Status Quo aktuell und umfassend abdecken. Das eine mit dem Fokus “Weiterbildung/ Erwachsenenbildung”, das andere mit dem Fokus “Hochschulen” (”Whitepaper Open Educational Resources (OER) an Hochschulen in Deutschland - Bestandsaufnahme und Potenziale 2015″). Hinter beiden Dokumenten steht ein Team von erfahrenen Autoren und Autorinnen und die Unterstützung von Organisationen wie dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Bertelsmann Stiftung.

Man darf allerdings auch festhalten, dass es OER in der Weiterbildung schwer hat. Es gibt die öffentlich finanzierte Weiterbildung, zu der u.a. die Volkshochschulen und die Träger der politischen Bildung gehören, und hier gibt es bereits eine Reihe von vielversprechenden Initiativen und Projekten. Nicht zuletzt die Volkshochschulen, das zieht sich auch durch das vorliegende Whitepaper, sind so etwas wie der Hoffnungsträger für OER und werden immer wieder als “zentrale Akteure” hervorgehoben.

In der beruflichen, privat-finanzierten Weiterbildung fehlen dagegen Anlässe und Motive, sich näher mit OER zu beschäftigen. Ihre Träger stehen häufig im unmittelbaren Wettbewerb oder agieren in einem rechtlich geschlossenen Kontext. Die Konsequenz: “Zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Anfang 2015) spielen Open Educational Resourses in der unternehmerischen Weiterbildung keine relevante Rolle.” (S. 33) Einfallstore für OER könnten an den Schnittstellen von Unternehmen zu anderen gesellschaftlichen Akteuren wie z.B. den Hochschulen entstehen. Oder im Rahmen von Netzwerken, zu denen sich Verbände, Bildungsexperten und Trainer zusammenschließen.

Wie auch immer: Das Whitepaper führt systematisch in die Diskussion ein und bietet eine aktuelle Übersicht über die Beteiligten in der Weiterbildung und ihre Stellung in der OER-Debatte und -Entwicklung. Disclaimer: Ich war als Reviewer an der Entstehung des Dokuments beteiligt.
Jöran Muuß-Merholz (Hrsg.), unter Mitarbeit von Ingo Blees, Markus Deimann, Doris Hirschmann und Hedwig Seipel, 4. Mai 2015

Die HOOU kommt: Was verstehen wir unter lernendenzentrierten eLearning-Ansätzen?

Weiterbildungsblog - Mai 4, 2015 - 20:21

Die “Lernendenzentrierung” steht im Konzept der Hamburg Open Online University. Doch was heißt das genau? Heiko Witt, eLearning-Beauftragter der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Uni Hamburg, versucht, es dem “gemeinen Nicht-Didaktiker” zu erklären. In elf Kategorien und Fragestellungen, die sich an Vorarbeiten des Darmstädter “E-Learning-Labels” (Julia Sonnberger) orientieren und von “1. Bereitstellung und Klärung von Lehr-/Lernvoraussetzungen” bis “11. Neustrukturierung von Lehrinhalten” reichen. Nützlich, nicht nur für die HOOU.
Heiko Witt, Universität Hamburg, eLearning-Blog der WiSo-Fakultät, 23. April 2015

Pamela Ronald: The case for engineering our food

TEDTalk - Mai 4, 2015 - 13:59
Pamela Ronald studies the genes that make plants more resistant to disease and stress. In an eye-opening talk, she describes her decade-long quest to help create a variety of rice that can survive prolonged flooding. She shows how the genetic improvement of seeds saved the Hawaiian papaya crop in the 1950s — and makes the case that it may simply be the most effective way to enhance food security for our planet’s growing population.

Irgendwie interdisziplinär

Gabi Reinmann - Mai 2, 2015 - 10:41

Die Rolle der Hochschuldidaktik in der Erziehungs-/Bildungswissenschaft ist nach wie vor unklar. Es gibt beispielsweise weder eine Sektion noch eine Kommission für Hochschuldidaktik oder Hochschulbildung in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Allerdings gab es auf dem letzten Kongress (2014) immerhin ein Hochschuldidaktik-Symposium und zusammen mit einigen Kollegen/innen bemühen wir uns seit einiger Zeit, das Thema in der Sektion für Erwachsenenbildung zumindest zu platzieren.

Auch die Allgemeine Didaktik zeigt sich tendenziell uninteressiert an der Hochschuldidaktik, was mir noch weniger verständlich ist als die Zurückhaltung der Erziehungs-/Bildungswissenschaft. Es sind aber keineswegs alle so! Ich spreche von einer Tendenz. Als mich etwa Klaus Zierer vor einiger Zeit fragte, ob ich in den Herausgeberkreis der Zeitschrift Jahrbuch Allgemeine Didaktik beitreten möchte, habe ich schnell zugesagt. Und es freut mich noch mehr, dass es bereits 2016 ein Heft geben wird, das sich der Beziehung zwischen Allgemeiner Didaktik und Hochschuldidaktik widmet. Zusammen mit Michaela Gläser-Zikuda und Manuela Keller-Schneider ist der Call kürzlich fertig gestellt worden:

CfP_Jahrbuch allgemeine Didaktik_2016_final

Wir freuen uns über interessante Beiträge und hoffen natürlich auf eine rege Beteiligung. Ich denke, es ist wirklich an der Zeit, das Lehren und Lernen an Hochschulen, also quasi den Gegenstand vor der eigenen Haustür, der ja geradezu nach wissenschaftlicher Selbstreflexion schreit, aus erziehungs-/bildungswissenschaftlicher und speziell didaktischer Sicht wieder sichtbarer zu machen, intensiver zu beforschen und nicht immer nur in ein vage bleibendes Feld der irgendwie interdisziplinären Forschung und gleichzeitig an den Rand der Erziehungs-/Bildungswissenschaft zu drängen

Alice Goffman: How where you live can determine your path to college — or prison

TEDTalk - Mai 1, 2015 - 14:45
In the United States, two institutions guide teenagers on the journey to adulthood: college and prison. Sociologist Alice Goffman spent six years in a troubled Philadelphia neighborhood and saw first-hand how teenagers of African-American and Latino backgrounds are funneled down the path to prison — sometimes starting with relatively minor infractions. In an impassioned talk she asks, “Why are we offering only handcuffs and jail time?”

So lernen wir morgen

Weiterbildungsblog - April 30, 2015 - 15:28

Wer diesem Blog regelmäßig folgt, kennt die Entwicklungen, Trends und Beispiele, die die Autorin hier unter dem Stichwort “Bildung von morgen” zusammenführt. Die Rede ist von der “Flexibilisierung der Bildung” (”alles überall und zu jeder Zeit”), der “Omnipräsenz des Wissens”, den Lehrern als Coachs oder Partnern und MOOCs. Lokal konkurriert mit global, kostenlos mit Zusatznutzen, Bildungsstars verdrängen den Durchschnitt, und Weiterbildungsinstitutionen werden zu “Omni-Channel”-Anbietern.
Daniela Tenger, GDI Impuls, 5/2015

Verhältnis von (Bildungs-)Wissenschaft und -Praxis: Herausforderung des Austausches

head.zblog - April 30, 2015 - 15:17

Bildungswissenschaftliche Forschung diskutiert seit vielen Jahren, wie sie auch “wirksam” für die Praxis werden kann, so beispielsweise in Diskussionen um Implementationsforschung oder auch in Design-Based Ansätzen. Darüber hinaus wurde vor allem in der Öffentlichkeit oft moniert, dass es zahlreiche Studien gibt, man aber schon lange den Überblick über die Ergebnisse verloren habe (z.B. Martin Spiewak hier).

Zwei aktuelle Projekte im Schulbereich widmen sich nun aus unterschiedlicher Perspektive und mit verschiedenen Herangehensweisen der Herausforderung, dass Wissenschaft und Praxis pädagogisches Handeln unterschiedlich betrachten und aufgrund unterschiedlichen Vokabulars ein Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis auch erschwert wird.

Aus Perspektive der Wissenschaft wurde ein Projekt vom DIPF gestartet, welches sich dem Diskurs zwischen Wissenschaft und Praxis widmet. In der Ausschreibung zum Projekt  “wissenschaf(f)tpraxis: Was ist guter Unterricht?” heißt es dazu

Am Beispiel des Themenkomplexes „guter Unterricht“ soll mit Hilfe eines innovativen Workshop-Konzeptes Vorstellungen von Wissenschaft und Bildungspraxis integriert werden. Das Konzept sieht vor, dass in zwei separaten Vorbereitungstreffen jeweils sechs Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft respektive Schulpraxis (Lehrkräfte) zu ihren Konzepten, Theorien und Vorstellungen davon, was guten Unterricht ausmacht, befragt werden (in Form von Interviews, einer Gruppendiskussion und der Auseinandersetzung mit Videomaterialien, die realen Unterricht zeigen). Beide Gruppen entwickeln jeweils eine Zusammenstellung von Thesen zum Thema „Unterrichtsqualität“ und daran anknüpfenden Fragen, Herausforderungen und Bedürfnissen im Hinblick auf die Verbesserung des Transfers zwischen Wissenschaft und Bildungspraxis. Im Anschluss an die Vorbereitungstreffen wird ein Workshop mit ca. 50 Vertreterinnen und Vertreter beider Gruppen (Wissenschaft und Schulpraxis) stattfinden. In der Zwischenzeit werden die Transkriptionen der Interviews und Diskussionen sowie deren Auswertung erfolgen. Die Ergebnisse werden im Workshop präsentiert. Sie sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Perspektiven aufzeigen und spezifische Herausforderungen für einen gelingenden Praxistransfer benennen. Im Workshop sollen die Teilnehmenden in wechselseitigem Austausch an der Auseinandersetzung mit dem Thema Unterrichtsqualität arbeiten. (hier)

Aus der Perspektive der Praxis kommt ein anders Konzept, nämlich die Gründung der Deutschen Schulakademie, das eine anderen Fokus einnimmt und die schulische Praxis miteinander vernetzen will. Unter dem Schlagwort  “Aus der Praxis für die Praxis” ist es hier das Ziel,

die Modelle ausgezeichneter Schulpraxis aus rund zehn Jahren Deutscher Schulpreis in die Breite der Schullandschaft zu tragen. Dazu pflegt, koordiniert und moderiert die Akademie ein Netzwerk reformerfahrener und engagierter Schulleiter und Lehrer. Mit Unterstützung von Wissenschaftlern und weiteren Experten werden erfolgreiche Konzepte aus der Praxis aufbereitet und praxisnahe Fortbildungsangebote organisiert. (Quelle)

Zwei in der Ausrichtung verschiedene Projekte, die aber dennoch eins gemeinsam haben: Einen initiierten Austausch zwischen Akteuren über pädagogische Wissenschaft und Praxis. Ich freue mich, dass dem Austausch über wissenschaftliche und (schul)praktische Erfahrungen damit mehr Raum gegeben wird. Gespannt bin ich darauf, wie sich zum einen beide Modelle entwickeln. Darüber hinaus wäre es vermutlich interessant zu schauen, welche Auswirkungen sie auf die Entwicklung und Gestaltung von Schule haben werden.

Sophie Scott: Why we laugh

TEDTalk - April 30, 2015 - 15:00
Did you know that you're 30 times more likely to laugh if you're with somebody else than if you're alone? Cognitive neuroscientist Sophie Scott shares this and other surprising facts about laughter in this fast-paced, action-packed and, yes, hilarious dash through the science of the topic.

Machen soziale Medien das Lernen sozialer?

Weiterbildungsblog - April 30, 2015 - 12:17

… fragt Christian Spannagel, Professor für Mathematik und Mathematikdidaktik an der PH Heidelberg, und feuert die Diskussion gleich mit einer Aufzählung von Argumenten und Aspekten an. So fragt er zum Beispiel, ob etwas dran ist an der Klage, dass Social Media das gemeinsame Lernen stören. Oder warum in Online-Kursen die Foren verwaisen? Oder ob Lernen nicht zuallererst ein individueller Prozess ist?

Viele gute Punkte, die in den Kommentaren um weitere ergänzt wurden. Zwei Dinge, die mir bei der Frage ein- bzw. auffallen: Zum einen würde ich den Begriff “soziales Lernen” mit Blick auf einige begriffliche Untiefen vermeiden und lieber von vernetzten Lernprozessen sprechen, die durch das Internet und Social Media möglich sind. Das lenkt den Blick auch schneller auf neue Konzepte und Methoden, die heute möglich sind.

Und zum anderen würde ich die Antwort nicht nur im klassischen Unterricht, sondern auch in unseren alltäglichen, informellen Lernroutinen suchen. Da geht heute viel, was früher nicht möglich war. Und vieles ist … okay: sozial.
Christian Spannagel, cspannagel, dunkelmunkel & friends, 29. April 2015

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