Sammlung von Newsfeeds

Wissenschaftler führt man nicht

Gabi Reinmann - April 12, 2014 - 06:50

Dieser Beitrag hier von François Bry hat mich ziemlich nachdenklich gemacht. Er handelt von der „Führung von Wissenschaftlern“. Ich selber habe ja das Gefühl, dass der Führungsbegriff im Kontext der Wissenschaft nicht passt – es sperrt sich mir da etwas, ohne dass ich das so genau sagen kann, was es ist. Jedenfalls ist schon mal der Einstieg besagten Beitrags selbstredend – er lautet so (Zitat): „´Beim Bergsteigen hat man mit dem Führer-Prinzip nie Erfolg, weil immer der Gröbste und Dümmste die Führerschaft beansprucht´ hat Reinhold Messner neulich während eines Vortrags im Münchner Literaturhaus über den Stellungskrieg in den Dolomiten im ersten Weltkrieges gesagt. Ich wußte schon, dass es im ´Wissenschaftsbetrieb´ wie bei den Bergsteiger Seilschaften gibt, die Schwache ganz nach oben bringen. Mir war allerdings nicht bekannt, dass auch das Streben mancher nach Leitungsstellungen beide Berufsgruppen eint.“

Das ist schon eine ganz klare Aussage – und sie ist absolut betrachtet sicher kritisch zu sehen, denn in der Konsequenz hieße das, dass speziell alle Rektoren und Präsidenten tendenziell der Gruppe der Groben und Dummen zuzuordnen sind, um u.a. die Seilschaften der Schwachen zu fördern. Das wäre denn wohl doch zu einfach. Im weiteren Verlauf des Beitrags aber wird klarer, worum es (offensichtlich) vor allem geht: Wissenschaft als „Unternehmung“ ist schwierig etwa im Hinblick auf seinen Erfolg einzuschätzen und Erfolg (also Erfolg haben oder eben nicht) wird ja nun häufig als Referenz für Führungsentscheidungen verwendet. „Erfolg ist in der Wissenschaft flüchtig“ – so heißt es z.B. an einer Stelle des Beitrags. Ja, dem ist wohl so! Und: „in der Wissenschaft [geht es] wie beim Bergsteigen nicht darum …, oben zu sein, sondern immer wieder von ganz unten neu anzufangen“ – so der Schlusssatz. Ja, auch da kann man, denke ich, zustimmen. Und was folgt daraus für die „Führung“?

Ich persönlich glaube ja: Wissenschaftler führt man nicht! Wissenschaftler führen sich in ihrem Forschungsfeld selbst (bzw. die Sache führt sie). Wissenschaftler führen sich untereinander in der Fach-Community, wobei auch da Kriterien des Erfolgs und der Zusammenarbeit natürlich aus dem Ruder laufen können (und es ja auch oft genug tun). Innerhalb einer Einzelorganisation dann benötigt auch der Wissenschaftler selbstverständlich Koordination und Moderation (und darum muss sich jemand kümmern, und das sind hoffentlich genau nicht die Dümmsten und Gröbsten). Man mag das (die Koordination und Moderation) vielleicht auch Führung nennen können, aber dieser Begriff suggeriert eine Form der Unterordnung und der Delegation von Verantwortung in einer Weise, die mir intuitiv widerstrebt, wenn es um Wissenschaft und Wissenschaftler geht ….

The Expert

Weiterbildungsblog - April 11, 2014 - 20:03

Mit diesem wunderbaren Sketch verabschiede ich mich in die Osterferien …
Lauris Beinerts, YouTube, 23. März 2014

TED: Gabby Giffords and Mark Kelly: Be passionate. Be courageous. Be your best - Gabby Giffords and Mark Kelly (2014)

TEDTalk - April 11, 2014 - 15:24
On January 8th, 2011, Congresswoman Gabby Giffords was shot in the head while meeting constituents in her home town of Tucson, Arizona. Her husband, the astronaut Mark Kelly, immediately flew to be by her side. In this emotional conversation with the Paley Center's Pat Mitchell, the pair describe their lives both before and after the accident -- and describe their political campaign against gun violence.

VIDEO: Charles Jennings on the change in focus from training to performance

Weiterbildungsblog - April 11, 2014 - 06:39

Wer wissen will, wie Charles Jennings, “70:20:10-Experte”, die Veränderungen in Corporate Learning sieht, ist hier richtig. Er unterstreicht, dass Lernen nicht mit Training gleichzusetzen ist, erklärt, warum er lieber von Lernen am Arbeitsplatz als vom informellen Lernen spricht und warum für Bildungsexperten eine Performance Analyse wichtiger als eine Lernbedarfsanalyse ist. Wer es konkreter und beispielhafter haben will, muss vielleicht doch einmal eine Session mit Charles Jennings buchen. Das Interview bietet entsprechende Verweise an.
Interview mit Charles Jennings, Open Education Europa/ Blogs, 31. März 2014

OER Impact Map

Weiterbildungsblog - April 10, 2014 - 19:33

Das Ziel dieses beeindruckenden Projekts ist wie folgt beschrieben: “This website gathers and publishes evidence about the impact of open educational resources (OER). It is maintained by the OER Research Hub project. The purpose is to help people understand the impact of OER.” Was die OER Impact Map genau leistet, hat Martin Weller, Mitglied des OER Research Hub, an anderer Stelle kurz aufgeführt:

“- Look at evidence for any one of our 11 hypotheses (eg. for hypothesis A regarding performance)
- Look at the flow of evidence
- Examine evidence by country
- Filter evidence by sector, polarity, hypothesis, country
- Explore the map for OER policies (a work in progress)”

Martin Weller unterstreicht zugleich die Notwendigkeit, nach zehn Jahre OER stärker darauf zu achten, dass Projekte nicht nur angekündigt und Materialien nicht nur zugänglich gemacht werden, sondern auch ihren Nutzen demonstrieren: “The problem is very few OER papers actually give anything approaching proper evidence or research. Try it yourself, pick a few papers from the knowledge cloud at random. What you get are project reports about releasing OERs, lots of “lessons learned”, a lot of beliefs stated as evidence eg “this will improve retention”, quite a lot of download stats, but very little hard evidence that you could point at and say to someone “this supports (or negates) this hypothesis”.
OER Impact Map, April 2014

TED: David Sengeh: The sore problem of prosthetic limbs - David Sengeh (2014)

TEDTalk - April 10, 2014 - 15:20
What drove David Sengeh to create a more comfortable prosthetic limb? He grew up in Sierra Leone, and too many of the people he loves are missing limbs after the brutal civil war there. When he noticed that people who had prosthetics weren’t actually wearing them, he set out to discover why — and to solve the problem with his team from the MIT Media Lab.

Towards Maturity Learner Voice Part 1

Weiterbildungsblog - April 10, 2014 - 05:51

Towards Maturity, der britische Think Tank in Sachen Bildungstechnologien, versorgt uns gerade mit Whitepapern und Studien. In “The Learner Voice” haben sie die jüngsten Ergebnisse einer Befragung von 2.000 Mitarbeitern zusammengefasst. Gefragt wurde u.a.: “How do staff learn what they need to do their jobs?”, “What technology choices are they making?”, “When are staff learning?” und “How confident are they with social media?”

Wer zum Beispiel Belege für das Interesse an Mobile Learning (”43% agree accessing learning from their mobile is essential or very useful”) oder an ansprechenden, attraktiven Lernprogrammen (”45% of staff say that uninspring content is the top barrier to engaging with online learning”) sucht, findet sie hier.
Laura Overton, Towards Maturity, 9. April 2014

Entwicklungstrend von Lern-Dienstleistungen

Weiterbildungsblog - April 9, 2014 - 21:25

Karlheinz Pape beobachtet zwei Trends in der Weiterbildung: “Die weitere wirtschaftliche Optimierung (niedrigere Kosten je Tln) und die Annahme autonomerer Lerner, die ihre Lernprozesse selber am besten gestalten.” Diese Trends werden heute vor allem durch die Popularität von xMOOCs und cMOOCs unterstrichen. Während jedoch xMOOCs primär bestehende Bildungsmodelle skalieren, ohne sie zu verändern, setzen cMOOCs viel Fantasie für neue Lern-Dienstleistungen frei. Einige deutet Karlheinz Pape in seinem Beitrag an.

“Lern-Dienstleistungen werden zu individuell wählbaren Services, die sich Lerner nach eigenem Bedarf selbst zusammenstellen. Pauschal-Services (all inclusive) werden ebenso zur Wahl stehen, wie “Entwicklungs-Begleit-Services”, wöchentliche “Trigger-Services” (Sie wollten doch bis heute …) und “Zielerreichungs-Bestätigungs-Services”. Mit Inhalts-Aufbereitungen und -Darstellungen werden nur noch wenige Lern-Dienstleister Geld verdienen. Wie in anderen Branchen auch, …”
Karlheinz Pape, Corporate Learning - Training und Wissensmanagement, 7. April 2014

TED: Louie Schwartzberg: Hidden miracles of the natural world - Louie Schwartzberg (2014)

TEDTalk - April 9, 2014 - 14:53
We live in a world of unseeable beauty, so subtle and delicate that it is imperceptible to the human eye. To bring this invisible world to light, filmmaker Louie Schwartzberg bends the boundaries of time and space with high-speed cameras, time lapses and microscopes. At TED2014, he shares highlights from his latest project, a 3D film titled "Mysteries of the Unseen World," which slows down, speeds up, and magnifies the astonishing wonders of nature.

The Learning Organization Goes Mobile

Weiterbildungsblog - April 9, 2014 - 06:13

Der Ausgangspunkt ist klar: “As mobile has become an important channel for many business activities, it is emerging as a preferred platform for just-in-time learning and knowledge sharing.” Vor diesem Hintergrund fügt die Autorin verschiedene Fäden zusammen, die das Bild der “Lernenden Organisation” ergeben: Learning on demand, bite-sized learning, aber auch Performance Management und Knowledge Management. Von daher ist es eigentlich ein Aufruf an Corporate Learning, nicht nur Mobile Learning, sondern generell die neuen technischen Möglichkeiten in ihre Lernarchitektur aufzunehmen. Mit verschiedenen Schaubildern.
Julie Hunt, CMSWire, 7. April 2014

TED: Christopher Emdin: Teach teachers how to create magic - Christopher Emdin (2013)

TEDTalk - April 8, 2014 - 15:14
What do rap shows, barbershop banter and Sunday services have in common? As Christopher Emdin says, they all hold the secret magic to enthrall and teach at the same time — and it’s a skill we often don't teach to educators. The science advocate (and cofounder of Science Genius B.A.T.T.L.E.S. with the GZA of the Wu-Tang Clan) offers a vision to make the classroom come alive.

LearningNow - 25 tips for delivering Performance Support

Weiterbildungsblog - April 8, 2014 - 12:58

Mit Performance Support tun sich alle schwer. Nicht nur, weil es einfach keine schlanke Übersetzung dieses Begriffs gibt. Auch, weil Performance Support irgendwo im Niemandsland zwischen didaktisch aufbereiteten Kursen und WBTs einerseits und dem alltäglichen, informellen Lernen andererseits angesiedelt ist. Denn die schnellen Hilfen, Guidelines und Manuals, die hier gerne aufgezählt werden, sind häufig nicht auf der Agenda der Weiterbildungs-Experten. Dabei ist es eigentlich “nur” eine Frage der Perspektive. Immerhin hat das Stichwort “Mobile Learning” jetzt dafür gesorgt, dass über Performance Support diskutiert wird.

Doch das nur als Vorspann. In den hier vorliegenden Tipps wird z.B. aufgezeigt, dass heute verschiedene technische Kanäle für den Performance Support genutzt werden können und dass Performance Support auch als “social & collaboration driven support” gedacht werden sollte. Eine nützliche Übersicht, genau richtig für unser nächstes Webseminar zum Thema am 6. Mai.
Epic & Towards Maturity, 6. April 2014

3 Benefits of MOOCs in the Workplace

Weiterbildungsblog - April 8, 2014 - 08:51

Auch wenn die Wortschöpfung “corporate MOOCs” etwas gewöhnungsbedürftig ist, zeigt die Autorin auf, wohin das Format führen kann. Grundlage bildet idealerweise eine unternehmensinterne Social Networking-Infrastruktur. Dann sind die Übergänge zu Konzepten des “social learning” oder “learning communities” fließend. Die Autorin merkt zu Recht an: “… a MOOC-like course with embedded social features may feel like a safer and a more useful option of exploring workplace collaboration”.

Hier noch ihre “3 benefits”:
“1. Corporate MOOCs will be a pathway to social and informal learning into the workplace.
2. Corporate MOOCs are likely to produce a breed of community managers who will be a cross between enterprise community managers and learning experience designers.
3. Corporate MOOCs - if done right - have the potential to bridge many of the currently existing organizational silos.”

Sahana Chattopadhyay, ID and Other Reflections, 7. April 2014

Wem gehört die Wissenschaft?

Gabi Reinmann - April 7, 2014 - 15:40

Wem gehört die Wissenschaft? Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich auf der ersten Seite der aktuellen Ausgabe von Forschung & Lehre unter „Standpunkt“ (hier) einen kurzen Text des Literatur-Professors Hans Ulrich Gumbrecht gelesen habe. Ein Anker für den kurzen Essay von Gumbrecht ist der englische Begriff „Humanities and Arts“. Gumbrecht schreibt, er habe darunter lange einfach „Geisteswissenschaften“ verstanden. Sucht man im Netz nach Übersetzungen, trifft man auf viele Möglichkeiten: „Bildende Künste und Geisteswissenschaften“, „Kunst- und Geisteswissenschaften“, bei „Faculty of Arts and Humanities“ auch die Übersetzung „Philosophische Fakultät“. Gumbrechts eigene Umschreibung von „Humanities“ lautet: „denkende Auseinandersetzung mit Grundproblemen der menschlichen Existenz in verschiedenen thematischen und epistemologischen Dimensionen“. Dazu, so Gumbrecht, gehören auch Gespräche und Kontemplation, also eine „immer neu sich vollziehende Rückkehr der Konzentration zu Fragen, Texten, Figuren und historischen Momenten, die nur selten zu definitiven Antworten führt, aber immer wachsende Komplexität der Erfahrung hervortreibt“. In dieser Tätigkeit aber möchte Gumbrecht lieber gar nicht mehr als „Wissenschaftler“ bezeichnet werden. Es habe Vorzüge, sich vom Begriff der Wissenschaft zu befreien, da dieser in der Regel analog zu den Naturwissenschaften gesetzt und assoziert wird mit: empirischer Verifizierung, akkumuliertem Fortschritt, Drittmittel-Einwerbung, Sonderforschungsbereichen und deren Begehungen.

Ich glaube zu verstehen, was Gumbrecht meint. Oft genug wundere ich mich selbst über die wenig hinterfragte Übernahme von Prinzipien aus den Naturwissenschaften für die Erforschung von Sachverhalten gerade auch im breiten Kontext von „Bildung“, in dem wir wenig mit natürlich gegebenen, aber in hohem Maße mit sozial konstruierten Phänomenen, kulturellen Errungenschaften, individuellen Handlungen etc. zu tun haben. Warum aber den deutschen Begriff der Wissenschaft wie das englische „science“ so sang- und klanglos den Naturwissenschaften überlassen? Warum Forschung auf die empirische Forschung einengen? Warum Empirie auf eine bestimmte Form der Generierung von Auswertung von Daten begrenzen? Weil es zu spät ist, das Wissenschafts-, Forschungs- und Empirie-Verständnis für verschiedene Perspektiven zu öffnen (oder offen zu halten)? Oder weil genau das zu mühevoll ist? Oder weil es letztlich egal ist?

TED: Amanda Burden: How public spaces make cities work - Amanda Burden (2014)

TEDTalk - April 7, 2014 - 15:06
More than 8 million people are crowded together to live in New York City. What makes it possible? In part, it’s the city’s great public spaces — from tiny pocket parks to long waterfront promenades — where people can stroll and play. Amanda Burden helped plan some of the city’s newest public spaces, drawing on her experience as, surprisingly, an animal behaviorist. She shares the unexpected challenges of planning parks people love -- and why it's important.

The Difference Between Gamification And Game-Based Learning

Weiterbildungsblog - April 7, 2014 - 07:37

Da das Thema auf vielen Tagesordnungen in Corporate Learning steht, mag diese Begriffsklärung die eine oder andere Diskussion abkürzen. Mir haben zwei Hinweise besonders gefallen: zum einen das augenzwinkernde, aber wahre “life is itself gamified”; und: “Among the ideal uses of game-based learning is learning simulations.”

“Gamification is the application of game-like mechanics to non-game entities to encourage a specific behavior. Game-based learning is simply learning through games.
This means that gamification is first and foremost about encouragement mechanics and the system that promotesthem, while game-based learning is first and foremost about the game and its ‘cognitive residue’ (whether from the game’s content, or traditional curriculum).
Both can be used to promote mastery of academic content.”

TeachThought, 4. April 2014

Gastbeitrag: Systematisches Trendmonitoring bei der Schweizerischen Post

scil - April 7, 2014 - 06:01
Wie unterscheiden wir relevante und wichtige Trends im Bereich Personalentwicklung und Bildungsmanagement von kurzfristigen Modethemen? Hierzu möchte ich verschiedene Vorgehensweise skizzieren: Ich befrage die eigene und verwandte Berufsgruppen, wie z.B. Mediamatiker und Polygrafen aus meinem Netzwerk, ob und falls ja, wie ein neuer Trend bei Ihnen im Betrieb angekommen ist. So kann ich oftmals in

MOOC-Woche: Die Chancen digitaler Bildung

Weiterbildungsblog - April 4, 2014 - 19:54

Eigentlich überlasse ich Ankündigungen gerne den einschlägigen Diensten. Hier mache ich eine Ausnahme. Denn am Montag startet der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft eine MOOC-Themenwoche - auf dem YouTube-Kanal des Verbandes. Es wird täglich zwei Videos zum Thema geben, und am Donnerstag ein Live-Hang-Out. Vielleicht Stoff zum Diskutieren.
Torben Friedrich, MOOCia, 4. April 2014

TED: Lawrence Lessig: The unstoppable walk to political reform - Lawrence Lessig (2014)

TEDTalk - April 4, 2014 - 14:58
Seven years ago, Internet activist Aaron Swartz convinced Lawrence Lessig to take up the fight for political reform. A year after Swartz's tragic death, Lessig continues his campaign to free US politics from the stranglehold of corruption. In this fiery, deeply personal talk, he calls for all citizens to engage, and a offers a heartfelt reminder to never give up hope.

Intelligente Bildungsnetze bringen 5 Mrd € - laut Roland Berger

Weiterbildungsblog - April 4, 2014 - 13:57

Ulrich Schmid weist auf eine aktuelle Studie hin, die von Roland Berger im Auftrag des BMWi erarbeitet wurde. Darin geht es um “intelligente Netze” und was sie uns in den Anwendungsfeldern Bildung, Energie, Gesundheit, Verkehr und Verwaltung an Effizienzgewinnen und Wachstumsimpulsen (in Euro) bringen können. Auch wenn der Beitrag der Bildung im Vergleich zu den anderen Sektoren geringer ausfällt, sind es auch hier immerhin 5 Mrd. Euro, die ab 2022 jährlich anfallen können. Doch was sind “intelligente Netze” in der Bildung? Hier schreiben die Roland Berger-Berater:

“Im Anwendungsfeld Bildung kann die Bereitstellung von hochverfügbaren, zeitlich und örtlich flexiblen Bildungsangeboten mit geringen Eintrittshürden den Zugang zu Bildung deutlich erleichtern und damit neue Potenziale für die berufliche und persönliche Entwicklung eröffnen. Zudem bieten virtuelle Lerninstrumente und didaktische Ansätze (z.B. Lernvideos, automatisierte Selbsttests etc.) dem Lernenden die Möglichkeit, den Lernprozess je nach Lerngewohnheiten und Präferenzen individuell zu gestalten.”

“Intelligente Netze” ist eine Best Practice-Studie, in der für jedes Anwendungsfeld eine Reihe von Beispielen identifiziert und ausführlich (!) beschrieben wird. In der Bildung sind es sechs Beispiele, deren prominenteste Vertreter sicher die Virtuelle Hochschule Bayern, iversity und openHPI sind. Überhaupt sind MOOCs in diesem Bericht gut vertreten. Das schlägt sich schon in der Definition intelligenter Bildungsnetze nieder, die durchaus mit Stifterverand und CHE (”Personalisierung trotz Massifizierung”) konform geht; das betrifft die Best Practices “iversity” und “openHPI” und nicht zuletzt den Exkurs “Internationale Best Practices”, in dem es - abgesehen von der Khan Academy - nur um MOOCs geht.
Ulrich Schmid, SchmidUniversity, 28. März 2014

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