Sammlung von Newsfeeds

Top 10 Tools for Learning 2016

Weiterbildungsblog - September 20, 2016 - 13:37

Was Luis Suarez’ Aufstellung für mich so interessant macht, ist die Tatsache, dass er ein langjähriger IBM-Mitarbeiter war, jetzt selbständig ist und nicht unmittelbar zur Learning & Development-Community zählt. Welche Tools ruft er also Jane Hart zu, die noch bis 23. September auf Rückmeldungen wartet? Zuerst IBM Connections (Stichwort: “learning from your clients”); dann Twitter (”has become my main Personal Learning Network”); dann Slack (”one of my favourite use cases that one of a personal knowledge hub”!); WordPress (”this blog … an extension of my own brain”); und schließlich Feedly (”an integral part of my day to day learning activities”). Es folgen die Plätze 6-10.

Vielleicht schaffe ich es ja noch bis Freitag, meine eigene Liste zu erstellen …
Luis Suarez, elsua, 13. September 2016

Digitales Leben ¦ Lernen ¦ Leisten – Rückblick auf den scil Trend- & Community Day 2016

Weiterbildungsblog - September 20, 2016 - 11:20

Letzte Woche hatte ich das Vergnügen, am scil Trend- & Community Day in St. Gallen teilzunehmen (nochmals besten Dank an das scil-Team!). scil, nur ganz kurz, steht für “swiss centre for innovations in learning”. Jetzt hat Christoph Meier, scil-Geschäftsführer, sehr schön und ausführlich den Tag, die Referenten und ihre Themen beschrieben, so dass ich kaum noch etwas hinzufügen kann. Das Umfeld der Kunstgiesserei Sitterwerk bot jedenfalls einen interessanten Kontrast zu den Themen der scil-Community. Das Ordnungsprinzip der dortigen Kunstbibliothek mit RFID-Chips und Scan-Vorrichtung war richtig zum Staunen! Der thematische Bogen des Tages spannte sich mit vielen Beispielen und Impulsen von den “großen” Fragen der Kompetenzentwicklung im Zeichen der Digitalisierung bis zu konkreten Projekten zur Entwicklung von “digital literacy”. Aber dazu mehr bei Christoph Meier …
Christoph Meier, scil-Blog, 20. September 2016

Was hängen bleibt… – Delegationsreise „Digitales Studium“ der #UzK

Sandra Hofues - September 20, 2016 - 08:23

Nach vier Uni-Besuchen in Kanada und den USA und gut einer Woche „drüben“ weiß ich kaum, wo ich anfangen soll, zu berichten. Die Eindrücke der vergangenen Delegationsreise „Digitales Studium“ sind wirklich sehr vielfältig und gar nicht so digital, wie man angesichts der Reiseüberschrift meinen könnte.

So boten die unterschiedlichen Technologien, die sich für Lehre und Studium einsetzen lassen, zwar den Reiseanlass; gleichwohl kamen wir als Gruppe von +/- 11 Kolleg*innen der Universität zu Köln (UzK) unter der Leitung des Prorektors für Studium und Lehre (Prof. Dr. Stefan Herzig) immer wieder auf pädagogische bzw. (hochschul-)didaktische Fragen zu sprechen. All diejenigen, die im Feld selbst tätig sind, wird das nicht überraschen. Gleichwohl halte ich es für positiv, dass auf der Delegationsreise sowohl praktische als auch theoretisch motivierte Fragen gestellt wurden, dass Wissenschaft und Verwaltung gemeinsam reisten und dass wir mehrfach die Gelegenheit hatten, unsere Eindrücke untereinander zu teilen. Letzteres finde ich persönlich sehr wichtig, wenn die Reisetage voll sind und man die besuchten Unis hinsichtlich ihrer Ideen zum „digitalen Studium“ verorten möchte.

Für mich war es die zweite Reise dieser Art, da ich im Jahr 2013 bereits einmal mit den „Educational Experts“ (Fulbright) in San Francisco war (zu den Blogbeiträgen von damals). Insofern hatte ich (auch) den direkten Vergleich, was Entwicklungen an den Universitäten Stanford und Berkeley betrifft. Letzteres war ganz interessant, da ich beide Universitäten in diesem Jahr anders wahrgenommen habe als noch vor drei Jahren:

Von der unternehmerischen Kultur und Denkart war ich in Stanford nicht mehr besonders überrascht, im Gegenteil. Es zeigte sich einmal mehr, dass hier bottom-up-Initiativen von Lehrenden und Studierenden vor dem Hintergrund einer unternehmerischen Kultur besonders geschätzt werden. Dies gilt nicht zuletzt für Initiativen rund um das digitale Studium. MOOCs sind (im Gegensatz zu 2013) zur Normalität geworden; sie werden initiiert, um Lehre und Studium zu bereichern und ggf. vor Studienbeginn auf die spezifische Lehr-Lernkultur in Stanford aufmerksam zu machen. Die Verschränkung der MOOCs mit grundständiger Lehre und Studium ist auffällig, weil MOOCs vielerorts „nur“ zu Marketingzwecken eingesetzt werden. Darüber hinaus werden jegliche (digitale) Initiativen unterstützt, die für Lehre und Studium förderlich sind – passend zur unternehmerischen bottom-up-Kultur des Silicon Valley.

Von meinem letzten Besuch in Berkeley war ich nicht ganz so überzeugt (siehe Blogpost aus 2013). Insbesondere fehlten mir weiterführende Ideen dazu, wie MOOCs oder allgemeiner gesprochen: digitale Medien, für Lehre und Studium eingesetzt werden könnten. Seit dem letzten Besuch hat sich hier aber einiges getan: Zum einen sind sichtbare Infrastrukturen geschaffen worden, die in dieser Form vor drei Jahren nicht erkennbar waren. Zum anderen hat mir die hochschulische Strategie der Verschränkung von zentralen (Digitalisierungs-)Initiativen und dezentralen Unterstützungsangeboten äußerst gut gefallen. Die damit verbundenen Visionen und Strategien wirkten durchdacht, gemäßigt (hinsichtlich des Technologie-Einsatzes) und vor allem von unten getragen. Letzteres ist bedeutsam, da man in Berkeley nicht so deutlich auf die unternehmerische Kultur verwies wie in Stanford. Hier steht vor allem „Research“ im Fokus (was sich nicht zuletzt an sechs Parkplätzen für Nobelpreisträger*innen zeigte :D).

Die jeweiligen Lehr-Lernkulturen haben uns auch in Vancouver (Kanada), an der University of British Colombia (UBC) und der Simon Fraser University (SFU), beschäftigt. Allerdings war die Auseinandersetzung damit zu Beginn unserer Reise noch (eher) implizit. So haben wir dort vor allem versucht zu erfassen, wie an den beiden Universitäten digitale Dienste und Services organisiert werden, welche Bedeutung Bibliotheken „heute“ haben, wie hochschuldidaktische Angebote „gestrickt“ werden etc. Immerhin ging es uns um die (organisatorische) Frage, wie sich ein „digitales Studium“ realisieren lässt.

Der sehr tiefe Einblick in die UBC war gleich zu Beginn der Reise sehr hilfreich:

So wurde rasch deutlich, wie zentrale und dezentrale Dienste/Abteilungen zusammengreifen können und wie sich aufgrund der digitalen Medien auch ganz neue organisationale Strukturen ausprägen. Auffällig war, dass die gesamten Aktivitäten rund um Digitalisierung in einem Zentrum („Centre for Teaching, Learning and Technology“ (CTLT)) gebündelt wurden und dort in interdisziplinären Teams an unterschiedlichen Problemen gearbeitet wird. D.h. Hochschuldidaktiker*innen und Informatiker*innen, Mediendidaktiker*innen (Instructional Designer) und Bibliothekare usw. lösen aktuelle Probleme gemeinsam innerhalb einer (Groß-)Abteilung. Angesichts der gegenwärtigen Strukturen von Hochschule finde ich diese Zusammenlegung in Hubs bemerkenswert und dem Gegenstand angemessen; auch konnte so dezidiert über neue Aufgaben von Bibliothek (z.B. Gestaltung von Lernräumen) diskutiert werden. Die bis dato geglückte Implementierung dürfte nicht zuletzt an strahlenden und kompetenten Personen wie auch an der Verbindung von zentralen und dezentralen Strategieelementen liegen.

Am Tag darauf haben wir die SFU besucht, eine deutlich kleinere Universität mit deutlich weniger Studierenden und Budget. Gleichwohl erlebten wir hier einen starken Kontrast: So habe ich die Personen auf Arbeitsebene als sehr kommunikativ und nett wahrgenommen, was für gelungene, problemorientierte Zusammenarbeit entscheidend ist. Gerade die Medien- und Hochschuldidaktiker*innen wirkten – bezogen auf das Lösen einzelner, lehrveranstaltungsbezogener Probleme – engagiert. Der verfolgte, strategische top-down-Ansatz in der Hochschul-IT passte hierzu nur eingeschränkt, wenn man wieder das Argument der hochschulischen Kulturen heranzieht. Denn die verfolgten Strategien sollten immer auch zur eigenen Kultur passen.

Es kommt daher nicht von ungefähr, dass wir uns als Gruppe mit unseren Fragen und Interessen nach den Besuchen in Kanada neu sortiert haben und „plötzlich“ Kultur- und Implementierungsfragen an Bedeutung gewonnen haben. Die erlebten Kulturen lassen sich dabei nur schemenhaft umreißen: Keine der besuchten Universitäten glich der anderen; die größten Schnittmengen sehe ich persönlich zwischen UBC (Vancouver, Kanada) und Berkeley (Kalifornien, USA).

Wie unsere Delegationsreise schließlich (und nochmals) klar aufgezeigt hat, gibt es nicht die „one size fits all“-Lösung für die Nutzung digitaler Medien über alle Universitäten hinweg. Vielmehr zeigen sich im Detail beträchtliche organisationale Unterschiede, wie mit digitalen Medien, Medienwandel, Studierwirklichkeiten etc. umgegangen wird. Die identifizierten Gemeinsamkeiten und Unterschiede sind oft kulturell verankert und teils auch normativ geprägt. Dies betrifft im Übrigen auch, wie Studierende gesehen werden: als Lernende, als Forschende, als Kund*innen und/oder als mitgestaltende Akteure von Universität. Es zeigt sich allerdings die Tendenz, Studierende in Studium und Lehre, aber auch in hochschulische Entscheidungsprozesse als Akteure stärker als bisher zu involvieren.

Vor uns liegt nun die Aufgabe, die vielen, großen und kleinen Erkenntnisse zuhause zusammenzutragen und für unsere Zwecke zu strukturieren. Dazu gehören kleine Tool-Tipps (z.B. das in den USA beliebte Kommunikationswerkzeug Piazza), aber auch strukturelle Fragen auf unterschiedlichen Gestaltungsebenen von Universität. Sicherlich werden wir auch die drei Bildungssysteme (Deutschland, Kanada, USA) rückblickend miteinander vergleichen müssen. So sollte es möglich sein, dass nach einer solchen Delegationsreise mehr bleibt als die schöne Erinnerung daran.

Digitales Leben ¦ Lernen ¦ Leisten – Rückblick auf den scil Trend- & Community Day 2016

scil - September 20, 2016 - 04:53
Am letzten Mittwoch, 14. September 2016, fand unser diesjähriger scil Trend- & Community Day statt. Wir waren zu Gast im Sitterwerk, einer Kunstgiessererei am Rande der Stadt im Sittertal. Das Sitterwerk verströmt den Charme eines in die Jahre gekommenen Industriebetriebs – ein interessanter Kontrast zu unserem Thema „Digitales Leben ¦ Lernen ¦ Leisten“. Was auf den ersten Blick nicht zu…
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Who are the founding fathers of distance education?

Weiterbildungsblog - September 19, 2016 - 19:31

Die Fortsetzung. Tony Bates, eben noch selbst als “founding father” bezeichnet, gibt den Staffelstab bescheiden weiter. Isaac Pitman, The University of London External Program, Chuck Wedemeyer, Harold Wilson and Jennie Lee sowie Sir Walter Perry zählt er auf. Über Isaac Pitman heißt es in Wikipedia:

“The first distance education course in the modern sense was provided by Sir Isaac Pitman in the 1840s, who taught a system of shorthand by mailing texts transcribed into shorthand on postcards and receiving transcriptions from his students in return for correction. The element of student feedback was a crucial innovation of Pitman’s system. This scheme was made possible by the introduction of uniform postage rates across England in 1840.”

Das ist natürlich die britisch/ amerikanische Sicht und einige Namen, die Tony Bates aufführt, haben bei der Einführung der Open University mitgewirkt. Wer sind eigentlich hierzulande die “founding fathers of distance education?”
Tony Bates, e-learning and distant education resources, 17. September 2016

Let's make voting fun again | Eric Liu

TEDTalk - September 19, 2016 - 15:03
Many people like to talk about how important voting is, how it's your civic duty and responsibility as an adult. Eric Liu agrees with all that, but he also thinks it's time to bring joy back to the ballot box. The former political speechwriter details how he and his team are fostering the culture around voting in the 2016 US presidential election -- and closes with a powerful analysis of why anyone eligible should show up on Election Day.

Preußische Strenge und rheinische Gelassenheit

Gabi Reinmann - September 17, 2016 - 04:03

Den „Expertenworkshop Lehr-/Lernformen“, veranstaltet von der Koordinierungsstelle der Begleitforschung des Qualitätspakts Lehre kann man wohl auch als eine Art Netzwerkveranstaltung (wie hier) bezeichnen. Sechs Begleitforschungsprojekte, darunter unser FideS-Projekt, haben am ersten Tag den Stand ihrer Arbeiten präsentiert und – sofern dazu jeweils noch Zeit war – mit den Zuhörern diskutiert. Die Einblicke in die verschiedenen Studien waren für mich sehr interessant und haben die Eindrücke aus der Forschungstagung am HUL wenige Tage zuvor sehr gut ergänzt bzw. erweitert. Eileen, mit der ich zusammen auf der Veranstaltung war, und mir waren die Ergebnisse aus dem Projekt ForschenLernen am vertrautesten, weil wir angesichts der thematisch großen Nähe mit diesem Projekt in einem engen Austausch stehen. Zu den anderen Projekten dagegen hatte ich wenige Kenntnisse. Deutlich geworden ist, dass die psychologisch orientierte Lehr-Lernforschung dominiert: Kompetenzmodelle und dazugehörige Instrumente, Kompetenzen zu erfassen (bei Lehrenden – hier – wie auch bei Tutoren – hier), spielen eine zentrale Rolle in zwei Projekten. Forschung zur Wirkungsweise von Beratungen auf der Basis von Evaluationen – hier – lassen sich ebenfalls gut in diesen thematischen Rahmen einordnen, d.h. auch hier liegt eine lernpsychologische Herangehensweise vor. Mit dem Einsatz digitaler Medien als Interventions- und Forschungsinstrument experimentiert ein Projekt zur studentischen Selbstregulation – hier.

Am zweiten Tag präsentierte das Oldenburger Team der Koordinierungsstelle Ergebnisse aus eigenen Erhebungen zu den QPL- wie auch Begleitforschungsprojekten. Hier ist mir nochmal klar geworden, dass eine solche Metasicht und die damit verbundenen Versuche wichtig sind, nicht nur die Erkenntnisse einzelner Forschungsprojekte zu beachten, sondern diese auch in ihrer – im besten Fall – bestehenden Komplementarität, vielleicht auch Überschneidung oder Widersprüchlichkeit, in den Blick zu nehmen.

Im Anschluss an die Befunde der Koordinierungsstelle hat Heribert Nacken zunächst seine Beobachtungen und Eindrücke aus der Veranstaltung in einer Reihe von Fragen und Thesen zusammengefasst und die Teilnehmer der Veranstaltung mit einem Clicker System „abstimmen“ lassen (z.B. über meine Aussage, dass es genau genommen keine „Theorie“ zum forschenden Lernen gibt, sondern allenfalls Ordnungsvorschläge). Das hat mir gut gefallen, weil es einen Einblick in die Rezeption der Inhalte bei den Zuhörern ermöglicht hat. Schade, dass wir dann über die Ergebnisse so rasch hinweg gegangen sind, denn das wären Anlässe für eine vielleicht ertragreiche Diskussion gewesen. Allerdings hatte Heribert Nacken ja auch noch einen eigenen Vortrag dabei. Und der beschäftigte sich damit, wie man – am Beispiel der RWTH Aachen – „einen Tanker steuert“, wenn man die Qualität der Lehre verbessern will: Anschaulich hat Nacken die aus seiner Sicht erfolgreiche Strategie der RWTH Aachen als eine gelungene Balance aus preußischer Strenge und rheinischer Gelassenheit am Beispiel Blended Learning beschrieben. Hier lautet die Devise: 50+X Prozent Blended Learning als Vorgabe seitens der Unileitung (das ist sozusagen der preußische Part) und Freigabe der Art und Weise, wie man Blended Learning umsetzt (das wäre dann gewissermaßen der rheinische Part). Das klang aus Nackens Mund alles sehr plausibel; dem einen oder anderen in der Zuhörerschaft war es aber ganz offensichtlich auch ein wenig zu „technisch-pragmatisch“.

Der letzte Vortrag von Ada Pellert hat denn auch wieder den Fokus auf die zahlreichen offenen Fragen gelegt, mit denen speziell Reformmaßnahmen in der Lehre zu kämpfen haben. Interessant waren hier Ada Pellerts Erfahrungen aus verschiedensten Reformprojekten. Anhand dieser machte sie deutlich, dass und warum Veränderungen in Experten-Organisationen wie Hochschulen mit ihren Autonomie-bewussten Akteuren mintunter so schwerfällig bis unmöglich sind.

Im letzten Part der Veranstaltung, so meine Einschätzung, ging die Rolle der Forschung für Veränderungen und Verbesserungen der Hochschullehre etwas unter. Es scheint nach wie vor schwierig, jenseits der Evidenzbasierung die Forschung und die Praxis der Hochschuldidaktik zusammenzubringen. Umso wichtiger erscheinen mir denn auch die Begleitforschungsprojekte zum QPL zusammen mit Veranstaltungen dieser Art.

Why some people are more altruistic than others | Abigail Marsh

TEDTalk - September 16, 2016 - 14:47
Why do some people do selfless things, helping other people even at risk to their own well-being? Psychology researcher Abigail Marsh studies the motivations of people who do extremely altruistic acts, like donating a kidney to a complete stranger. Are their brains just different?

Clippy and the History of the Future of Educational Chatbots

Weiterbildungsblog - September 16, 2016 - 05:53

Ich habe erst eine Weile gebraucht, bis ich Clippy in der Überschrift der kleinen Büroklammer zuordnen konnte, die Teil früherer Microsoft-Programme war. Clippy’s Geburtsjahr war 1997. Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte von Chatbots, den kleinen, virtuellen Assistenten, die uns das Leben leichter machen sollen. Audrey Watters erinnert auch an ELIZA, Siri und Alexa. Aber sie findet keine Erfolgsgeschichten, die als Rollenmodelle im Lehr- und Lernkontext herhalten können. Heute sprechen wieder alle von Bots, auch in der Weiterbildung und im Vertrauen auf die Fortschritte künstlicher Intelligenz. Aber Audrey Watters bleibt skeptisch:

“Do pedagogical agents work?” – the question, perhaps unintentionally, underscores the labor of teaching and caring we seem so eager to replace with machines. Instead of relationships, we’ll get “chat.” Instead of people, we’ll have robots.

All this gets to the heart of why Clippy remains (ironically perhaps) so instructive: Clippy was a pedagogical agent that urged Office users to utilize a step-by-step “wizard.” It referred them to the software’s knowledge base. Templated knowledge. Templated writing. Templated and scripted responses based on key words not on cognition or care.”
Audrey Watters, Hack Education, 15. September 2016

Learn from three founding fathers of distance education interviewed

Weiterbildungsblog - September 16, 2016 - 05:13

Die “three founding fathers of distance education” sind Tony Bates, John Daniel und Michael G Moore, und Steve Wheeler hat sie im Rahmen der #EDEN16 in Budapest interviewt. 15:40 Min.
Steve Wheeler, YouTube, 12. September 2016

Architecture that's built to heal | Michael Murphy

TEDTalk - September 15, 2016 - 15:03
Architecture is more than a clever arrangement of bricks. In this eloquent talk, Michael Murphy shows how he and his team look far beyond the blueprint when they're designing. Considering factors from airflow to light, theirs is a holistic approach that produces community as well as (beautiful) buildings. He takes us on a tour of projects in countries such as Rwanda and Haiti, and reveals a moving, ambitious plan for The Memorial to Peace and Justice, which he hopes will heal hearts in the American South.

Working and Learning Spaces

Weiterbildungsblog - September 15, 2016 - 14:58

Ein aktuelles Forschungsprojekt (”Working places as learning spaces”) und die Bitte der Researcher um einen Beitrag haben dazu geführt, dass uns Graham Attwell Einblicke in seinen Alltag gewährt. Graham Attwell ist ein Veteran des Online-Lernens. Er zählt auf: zwei Homeoffices, zwei Büros, viel Telekommunikation, mit Vorteilen und Nachteilen. Seiner Büroumgebung in Bremen fehlen die informellen Treffpunkte, “those (informal) social spaces where learning takes place”. Und zu Hause bemüht er sich, “connectivity” herzustellen. Ich glaube, der wichtigste Punkt ist: Wissensarbeiter wie Graham Attwell organisieren sich ihre Arbeit, ihre Aufgaben und ihre Arbeitsumgebung so, dass Lernen möglich ist.
Graham Attwell, Pontydysgu - bridge to learning, 14. September 2016

The Overselling of Open

Weiterbildungsblog - September 15, 2016 - 05:29

Ein nüchterner Blick, den Jim Groom hier auf das Thema “open” und OER wirft: “What seemed like a movement defined by an anarchic spirit of revolution from 2004-2011 (at least for me-this was a fairly personal narrative) morphed into a fairly tame, almost conservative approach to education: massive lectures and free textbooks.” Und wenn sich Bildungsinstitutionen in OER engagieren? Jim Groom: “… we can’t leave something as important as teaching and learning on the web to institutions.”

Was bleibt aus seiner Sicht? “… all of which reinforce the idea that small is beautiful-and the best way at building an open web that matters is helping as many people as possible start small and reclaim a piece of the web.” Konsequent.
Jim Groom, bavatuesdays, 14. September 2016

Lernen in Netzwerken

Weiterbildungsblog - September 14, 2016 - 21:18

Vielleicht kann man die zukünftige Aufgabe von L&D Experten wirklich auf diesen Punkt bringen: “Sollten wir Learning Professionals dann nicht unseren Fokus auf das Unterstützen von Mitarbeitern bei Aufbau und Pflege ihres persönlichen Lern-Netzwerkes legen?” Fragt Karlheinz Pape.
Karlheinz Pape, Corporate Learning - Training und Wissensmanagement, 14. September 2016

How fear of nuclear power is hurting the environment | Michael Shellenberger

TEDTalk - September 14, 2016 - 14:51
"We're not in a clean energy revolution; we're in a clean energy crisis," says climate policy expert Michael Shellenberger. His surprising solution: nuclear. In this passionate talk, he explains why it's time to overcome longstanding fears of the technology, and why he and other environmentalists believe it's past time to embrace nuclear as a viable and desirable source of clean power.

Digital Badges and Academic Transformation

Weiterbildungsblog - September 14, 2016 - 11:27

Die Beispiele stammen aus den USA, aber sie zeigen an, wohin die Richtung geht: 20 Prozent aller Colleges experimentieren dort bereits mit Badges, heißt es. Universitäten bieten sie an, und auch erste Unternehmen (im Artikel wird vor allem auf Dell verwiesen) haben Badges in ihre internen Bildungsangebote integriert. Vor allem die Verbindung zu Business Netzwerken wie LinkedIn macht die Entwicklung spannend, wo Badges Auskunft über die Fähigkeiten von Nutzern geben, die sie außerhalb traditioneller Kurse und Studiengänge erworben haben. Doch die Entwicklung steht erst am Anfang: Noch fehlen die breite Akzeptanz und das Wissen von Arbeitgebern um diese Möglichkeiten. Und es fehlt Research.
Veronica Diaz, EDUCAUSE Review, 1. September 2016

Medienkompetenzen 4.0: neue Mensch-Maschine-Interaktionen

scil - September 14, 2016 - 05:42
Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie kommen in die Notaufnahme mit einer völlig unklaren Krankheit und Ihnen geht es schlecht. Der Chefarzt kommt herein und sagt, er habe 30 Jahre Erfahrung, er werde schon herausfinden, was mit Ihnen nicht stimmt. Und dann sitzt da noch der junge Assistenzarzt, erstes Ausbildungsjahr, der sagt, er habe hier einen Computer mit dem…
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3. scil Trend- und Community Day 2016: Forschungsreise: „Auf nach Digitalien“ – Expedition innovationsorientiertes Bildungsmanagement

scil - September 14, 2016 - 04:49
3. scil Trend- und Community Day 2016: Forschungsreise „Auf nach Digitalien“ – Expedition innovationsorientiertes Bildungsmanagement   Sehr geehrte Teilnehmende Sie können die Präsentation zur Forschungsreise „Auf nach Digitalien“ – Expedition innovationsorientiertes Bildungsmanagement hier downloaden.   Ergänzend dazu finden Sie in der untenstehenden Literaturliste eine ausgewählte Sammlung an Zeitschriftenartikeln, wissenschaftlichen Studien und weiteren Quellen. Analog zum 3. scil Trend- und Community…
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AT&T’s Talent Overhaul

Weiterbildungsblog - September 13, 2016 - 21:23

AT&T, der nordamerikanische Telekommunikationskonzern mit 280.000 Mitarbeitern, muss sich neuerfinden. Vom Kabel zum Internet. Der Wandel soll auf einer “culture of perpetual learning” aufbauen, an der seit 2013 gearbeitet wird und deren wichtigste Elemente der interessante Artikel beschreibt. Hier einige Ausschnitte:

  • “The new landscape requires skills in cloud-based computing, coding, data science, and other technical capabilities. Many of these fields are advancing so quickly that traditional methods of training and development cannot keep up.
  • “Once employees have identified skill gaps through the self-service platform and in conversations with their managers, they take it upon themselves to fill them through online courses, certifications, and degree programs developed through a partnership between AT&T, Udacity, and Georgia Tech.
  • “Through May 2016, employees had taken more than 1.8 million emerging-technology courses. The majority of these were online. People also earn a badge - essentially a digital certificate of achievement-for completing certain tutorials and assessments. By the end of 2015, the company had handed out 117,000 badges to 53,000 employees.”
  • “AT&T is working to instill a mindset in which each individual becomes CEO of his or her own career, empowered to seek out new skills, roles, and experiences.”

Die Hervorhebungen sind von mir. Die Autoren deuten an, dass die neue Richtung bereits erste Erfolge mit sich bringt.Der Wandel, so klingt es zwischen den Zeilen, ist schwierig, keine “Einladung” und alternativlos.
John Donovan und Cathy Benko, Harvard Business Review, Oktober 2016

Rhetorische Macht eines Begriffs

Gabi Reinmann - September 13, 2016 - 16:55

Nun bin ich tatsächlich im Verzug mit Infos über die zurückliegenden Veranstaltungen zur hochschuldidaktischen Forschung, in die ich involviert war. Die vergangenen beiden Tage standen im Zeichen der Begleitforschung zum Qualitätspakt Lehre im Cluster Lehr-Lernformen (siehe hier). Und am Donnerstag und Freitag letzter Woche hatten wir am HUL eine Forschungstagung (siehe hier) mit rund 40 aktiv Beitragenden aus verschiedenen Forschungsrichtungen. Ich bleibe besser im chronologischen Modus und beginne mit letzter Woche.

Ziel der Forschungstagung war es, diejenigen zusammenzubringen und zu vernetzen, die nicht nur aktuell aufgrund laufender Projekte, sondern langfristig an einer hochschuldidaktischen Forschung interessiert sind und daran arbeiten, die Hochschuldidaktik (oftmals auch umschrieben als Lehren und Lernen an der Hochschule) als eigene wissenschaftliche Disziplin voranzubringen. Es gab einen Call zur Veranstaltung und das Interesse daran war gerade so passend, dass wir die anvisierte Zahl von acht Symposien (jeweils zwei davon parallel) an zwei halben Tagen zusammenstellen konnten – mit viel Zeit zum Austausch dazwischen. Bereits die Abstracts im Vorfeld der Veranstaltung hatten deutlich gemacht, dass – wie erhofft – ganz verschiedene Zugänge zu Fragen des Lehrens und Lernens an Hochschulen vertreten sein werden.

Die Dokumentation der Veranstaltung wird ein wenig dauern: Wir haben uns im Team (zu insgesamt sechs Personen) daran versucht, nach jedem Symposium jeweils einen Audio- oder Video-Dialog (im Sinne einer Tagungsphänografie) zu gestalten. Die Erfahrungen bei diesem Versuch waren für uns sehr positiv; allerdings sind wir natürlich noch ungeübt gewesen und in der Folge etwas unentschieden, was genau wir mit dem Material machen. Der Ansatz aber erscheint uns vielversprechend. Von einigen Vorträgen innerhalb der Symposien konnten wir Videos erstellen. Ich hoffe, dass wir diese bald verfügbar machen können. Nicht alle aber wollten ihre Beiträge in dieser Form zugänglich machen, was selbstverständlich zu akzeptieren ist. Im Raum steht zudem noch der Plan, eine Buchpublikation in 2017 folgen zu lassen. Da derzeit sehr viele Dinge parallel laufen und die Veranstaltung quasi nebenher zu organisieren war, müssten sich hier alle Interessierten noch etwas in Geduld üben.

Natürlich konnte ich selbst nur vier der insgesamt acht Symposien miterleben, sodass meine folgenden ganz persönlichen Eindrücke entsprechend begrenzt und – das liegt in der Natur eines persönlichen Eindrucks – auch selektiv und geprägt sind von meinen eigenen Erfahrungen und Interessen:

Unter dem Dach „Bildung durch Engagement“ (siehe hier), dem sich das erste Symposium widmete, versammeln sich derzeit viele Initiativen, die ich vor allem in meiner Zeit in Augsburg (von 2001-2009) selbst als sehr fruchtbar erlebt habe: Unser damaliges „Begleitstudium Problemlösen“ (siehe auch hier) hatte noch nicht die derzeit kursierenden Schlagwörter transportiert, wohl aber die Idee, praktisches und soziales Engagement mit forschendem Lernen projektorientiert zusammenzubringen. Ein wichtiger Hinweis im Symposium war aus meiner Sicht, dass auch die derzeitigen Bemühungen um „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ vergleichbare (wenn auch nicht die gleichen) Ziele wie z.B. Service Learning oder Community-Based Research (um nur zwei Varianten zu nennen) verfolgen, im Diskurs aber ohne nennenswerten Austausch nebeneinanderher laufen.

Im darauffolgenden Symposium, das sich der Motivation und motivationalen Verläufe widmete (siehe hier), war für mich (was jetzt die anderen Vorträge in ihrer Bedeutung nicht schmälern soll) Ingrid Scharlaus Co-Referat ein Highlight: Angesichts des in diesem Symposium formulierten Anspruchs, via Forschung Evidenz etwa für motivationsförderliche Maßnahmen in der Hochschullehre zu liefern, setzte sich Ingrid Scharlau kritisch mit dem Begriff der Evidenzbasierung und mit der rhetorischen Macht dieses Begriffs auseinander. Im Vordergrund stand die Frage, welche Probleme die Anwendung psychologischen Wissens in der Hochschullehre bereitet – und genau darauf, also auf der Anwendung empirisch gewonnenen oder geprüften Wissens für praktische Zwecke, fußt ja der Gedanke der Evidenzbasierung (zu diesem Thema siehe auch hier). Und es sind viele Probleme, was Ingrid Scharlau zu dem abschließenden Urteil kommen lässt, dass Evidenzbasierung letztlich auf eine Trivialisierung hinausläuft.

Die Beiträge zur Reflexion und Reflexionsförderung an Hochschulen (siehe hier) habe ich mit Spannung erwartet, denn ohne Zweifel haben wir es mit einem Spezifikum (nicht nur, aber auch) der Hochschulbildung zu tun. Das Symposium zeichnete sich meiner Einschätzung dadurch aus, dass es sozusagen besonders rund konzipiert war: von einem interessanten theoretischen Überblick über eine nach psychologischen Maßstäben durchgeführte Konstruktion eines Messinstruments bis zu praktischen Fragen der Förderung inklsuive einer kompetenten Moderation. Die Diskussion im Anschluss an die Vorträge ließ aus meiner Sicht einige interessante zusätzliche Aspekte aufscheinen: etwa die Frage nach dem Gegenstand der Reflexion in der Lehre, nach der Balance zwischen Selbstreflexion und Reflexion als Teil von Wissenschaft, nach dem Potenzial von Portfolioarbeit und Dialog zur Unterstützung von Reflexionsprozessen.

Sehr froh war ich schließlich darüber, dass wir auch ein Symposium auf der Tagung hatten, das die Möglichkeiten der theoretischen Forschung für die Hochschuldidaktik aufgezeigt hat: Peter Tremp, Balthasar Eugster und Rüdiger Rhein – moderiert von Tobias (sein Blogbeitrag dazu hier) – haben sich aus verschiedenen Perspektiven (vor allem historisch und wissenschaftstheoretisch) der Lehrfreiheit, der Lernfreiheit und der Lehre als Akt der Wissenskommunikation gewidmet (siehe hier). Im Vergleich zu den anderen drei Symposien, die alle – trotz der Verschiedenheit – im weitesten Sinne eine empirische Bildungsforschung repräsentiert haben, wurden hier ganz andere Zugänge zum Gegenstand der Hochschuldidaktik deutlich.

Die Frage, ob und wie man diese sehr verschiedenen Herangehensweisen sinnvoll aufeinander beziehen kann, haben wir zwar nicht beantwortet. Aber das war auch nicht zu erwarten. Wohl aber war es – so mein Eindruck – ein wichtiger Schritt, mit derart unterschiedlichen Sichtweisen an einem Ort zusammenzukommen und sich auszutauschen.

Jetzt im Rückblick empfinde ich es ganz besonders schade, dass ich die Hälfte der Beiträge nicht habe verfolgen können. Ohne zwei parallel laufender Symposien hätten wir allerdings weniger Gäste in Hamburg begrüßen dürfen und/oder weniger Zeit für den Austausch zwischen den Symposien gehabt. Und so bleibt zu hoffen, dass uns am Ende doch eine gute Dokumentation und vielleicht auch eine zweite Veranstaltung dieser Art gelingt.

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