Sammlung von Newsfeeds

Tabus an der Hochschule

Sandra Hofues - Juli 1, 2014 - 21:25

… lautete der Titel der 9. Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung (GFHF), die in der letzten Woche an der TU Dortmund (organisiert vom Team des zhb und des GFHF-Vorstandes) stattfand und allerhand Tabus ebenso wie Tabubrüche im Kontext Hochschule offenlegte. Das breite Spektrum der Tabus ergibt sich dabei aus der Vielfalt disziplinärer Zugänge zur Hochschulforschung über ausschließlich bildungs- bzw. organisationssoziologische Prägungen hinaus, aber auch aus dem zugehörigen Call for Presentations, dem ein gewisser Öffnungsprozess gegenüber den Vorjahren zugrunde lag. Entsprechend war und ist es nicht ungewöhnlich, dass auch ein Track Lehre auf der Tagung der Hochschulforscherinnen und -forscher zu finden ist, obschon Hochschulforschung und Hochschuldidaktik in jüngerer Zeit eher getrennte Wege gegangen sind und sich erst langsam über Personen, Themen und Förderlinien wieder annähern.

Letzterer Annäherungsprozess und das Tagungsthema war es dann auch, was mich bewegte, mit einem Vortrag zur ‚Forschungsorientierten Gestaltung im Studieneingang‘ nach Dortmund zu reisen. Mit meiner Kollegin Grit Würmseer habe ich dabei die Gelegenheit des gemeinsamen Blicks genutzt: hinsichtlich etwaiger Schnittmengen von Hochschuldidaktik und Hochschulforschung, aber auch hinsichtlich der verschiedenen Gestaltungsebenen, die Forschungsorientierung in dieser höchst relevanten Phase des Studiums adressiert. Dazu passend haben wir drei Thesen entwickelt, die uns zur Strukturierung des Vortrags, aber auch zur weiteren Diskussion mit den Teilnehmenden dienten:

1. These | Makroebene der Universität
‚Bildung durch Wissenschaft‘ wird zwar generell befürwortet, eine konsequente Forschungsorientierung ist angesichts herausfordernder, struktureller Bedingungen an Universitäten aber (eher) tabu.
2. These | Mesoebene der Programmgestaltung
Studentische Forschung speziell im Studieneingang ist angesichts vorherrschender Prämissen und Routinen seitens der Lehrpersonen und der Hochschulleitungen (eher) tabu.
3. These | Mikroebene der Lehrveranstaltung
Forschungsorientierung in Lehrveranstaltungen ist in unterschiedlichen Ausprägungen vorhanden, ein ‚fail forward‘ ist aber (eher) unüblich und damit tabu.“

These drei bildete ausgehend von unserer didaktischen Betrachtungsweise den Schwerpunkt. Dieser ist natürlich, wenn man Hochschuldidaktik zuerst synonym mit einer hochschulbezogenen Lehr-Lernforschung versteht. Darüber hinaus boten sich aber genügend Ankerpunkte zur Diskussion über die eher organisations- oder bildungssoziologisch geprägte Mesoebene, weil die Umsetzung von Forschungsorientierung besonders auf den übergeordneten Gestaltungsebenen ‚hakt‘ und dort ebenso intensiver und didaktischer Betrachtung bedarf. Die Hinweise zur Makroebene sind hingegen fast allgemeiner Natur, wenn man überlegt, wie Thematisierungsstrategien an Hochschulen/Universitäten vonstatten gehen und welche auch managerialen Instrumente zur – wiederum – didaktischen Gestaltung bestehen. Nach theoretischer, empirischer und didaktischer Betrachtung kamen wir dann zu dem Schluss, dass Forschungsorientierung im Studieneingang zwar generell machbar ist, in den unterschiedlichen, vorliegenden Konzepten aber selten alle Gestaltungsebenen gleichermaßen bedient werden.

Gleichzeitig haben wir ausdifferenziert, warum jene Forschungsorientierung aus unserer Sicht im Spannungsfeld von Zumutung und Zutrauen liegt. Gerade die meist widersprüchlichen Aussagen von Studierenden zur Forschungsorientierung deuten an, dass diese für sie manchmal einer Zumutung gleichkommt, aber: Wird Rolle als Forschende wahrgenommen, kommen sie zu einem subjektiv ‚besserem‘ Lernergebnis. Entsprechend gilt es, Widersprüchlichkeiten forschenden Lernens/forschungsorientierter Lehre insgesamt zu akzeptieren und systematischer zu implementieren, evaluieren und weiterzuentwickeln (etwaige Zumutung, aber auch Forschungsperspektive im Sinne entwicklungsorientierter Bildungsforschung). Zudem erfordert die übergreifende Programmgestaltung Kollaboration und Vernetzung der Lehrenden, arbeitsteiliges Vorgehen usw. (also ein Zutrauen, entspricht aber auch der pädagogischen Hochschulentwicklung als Gestaltungsmoment von Hochschulforschung). Die große Herausforderung bleibt die angemessene und ausgewogene Bearbeitung von Themen/Inhalten (Fachlichkeit), Methoden und Metastrategien zur Bewältigung forschungsorientierter Formate, aber auch die Möglichkeit des (studentischen) Scheiterns innerhalb dieser Lernumgebungen.

Anders als sonst ergeben sich aus dem Vortrag somit vor allem Fragen, sprich Forschungsfragen, die auf Mikro-, Meso- und Makroebene nach Möglichkeiten der Instruktion und Begleitung beim forschenden Lernen, nach (Bildungs-)Räumen zur Forschungsorientierung zu Studienbeginn, nach Routinen und Haltungen von Lehrenden oder auch nach weiteren Rahmenbedingungen suchen und diese erforschen (wollen). Stellt man sich nämlich diese Fragen, beginnt man das antizipierte Tabu der Forschungsorientierung rasch zu brechen. Dass dazu vor allem das studentische Scheitern im Sinne eines ‚fail forward‘ akzeptiert werden muss, ist nicht nur eine Option, sondern eine Notwendigkeit sowohl der praktischen als auch der weiteren wissenschaftlichen Auseinandersetzung insbesondere bei Lehrpersonen und Forschenden.

Could a MOOC help you learn smarter?

Weiterbildungsblog - Juli 1, 2014 - 19:47

Der Titel ist etwas irreführend, denn der Autor spricht Unternehmen an und versucht ihnen, MOOCs schmackhaft zu machen. Seine Argumente: Da sind die Teilnehmer mit beruflichem Hintergrund, die MOOCs längst schon für ihre persönliche Weiterbildung entdeckt haben. Da sind erste Kurse mit konkreten Management- und HR-Themen. Und da ist die University of Leeds, die im September einen Kurs “Innovation: The key to business success” gemeinsam mit Marks & Spencer durchführt.
Peter Crush, People Management, 22. Juni 2014

At a Tipping Point: Education, Learning and Libraries

Weiterbildungsblog - Juli 1, 2014 - 14:56

Das Online Computer Library Center (OCLC), ein weltweit tätiger Dienstleister für Bibliotheken aller Art, verschickt eigentlich immer die gleiche Nachricht, aber in unterschiedlichen Verpackungen. Die Nachricht: Das Internet verändert unsere Nutzungsgewohnheiten radikal und Bibliotheken als Orte, die Informationsservices bieten, sind davon unmittelbar betroffen. In diesem sehr schönen, sehr lesefreundlichen Report (118 Seiten) wird aufgezeigt, dass Bildung an einen “tipping point” (Malcolm Gladwell) gelangt ist. Die breite Akzeptanz des Online-Lernens und die Wellen, die MOOCs schlagen, sprechen eine klare Sprache, so die OCLC-Autoren. Bibliotheken haben einen guten Brand, der aber immer noch an Bücher gekoppelt ist. Das muss sich ändern. Leider ist der Report auch sehr zahlengetrieben und die Fotos weichgespült, aber ein Blick lohnt sich.
Online Computer Library Center (OCLC), 25. Juni 2014

TED: Sara Lewis: The loves and lies of fireflies - Sara Lewis (2014)

TEDTalk - Juli 1, 2014 - 14:56
Biologist Sara Lewis has spent the past 20 years getting to the bottom of the magic and wonder of fireflies. In this charming talk, she tells us how and why the beetles produce their silent sparks, what happens when two fireflies have sex, and why one group of females is known as the firefly vampire. (It's not pretty.) Find out more astonishing facts about fireflies in Lewis' footnotes, below.

Will SOOCs eat MOOCs for breakfast?

Weiterbildungsblog - Juli 1, 2014 - 06:54

Auf Pearson Labs wird spekuliert: Wenn die Lernerfahrungen, die Teilnehmer in MOOCs mitnehmen, unbefriedigend sind und die Zielgruppen zu heterogen, um sie mit einem klaren Konzept anzusprechen, so helfen nur SOOCs, “selectively open online courses, … simply, a MOOC with an entrance requirement designed to reduce the “unwanted diversity.” Die Autoren schlagen vor: MOOCs fürs Marketing der Hochschulen, SOOCs für das Online-Lernen und “on campus programs” für die, die es sich leisten können und wollen. So ungefähr.
Amar Kumar, Pearson Labs, 18. Juni 2014

Videos als Lernressourcen: besser handhabbar durch neue Webservices

scil - Juli 1, 2014 - 04:03
Filme (und Videos) sind spätestens seit den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts (Stichworte hier: Videorekorder und Schulfernsehen) ein Bestandteil des breit verfügbaren Medienmixes für Lehr-Lernprozesse. Filme und Videos werden insbesondere wegen ihres Potenzials, vergleichsweise direkte und authentische Erfahrungssituationen zu ermöglichen (z.B. durch filmische Dokumentationen zur Arbeitstechnik traditioneller Schmiede in Afrika, zum Ablauf der Endkontrolle beim

The future of universities. The digital degree

Weiterbildungsblog - Juni 30, 2014 - 17:30

Eine Zusammenfassung der laufenden MOOC-Aktivitäten liefert der Economist. Mit den üblichen Zutaten wie “change”, “revolution” und der “reinvention of the university”. Auf die Treiber dieser Entwicklung haben die Autoren bereits mehrmals hingewiesen: das wacklige Geschäftsmodell der (amerikanischen) Hochschulen, die “explosion in online learning” und ein Arbeitsmarkt, der das lebenslange Lernen seiner Mitspieler verlangt.

Kosten, Technologie und Nachfrage. Vor diesem Hintergrund wird daran erinnert, dass es keinen Grund gibt, MOOCs vorschnell abzuschreiben: “Since the first wave of massive online courses launched in 2012, a backlash has focused on their failures and commercial uncertainties. Yet if critics think they are immune to the march of the MOOC, they are almost certainly wrong. Whereas online courses can quickly adjust their content and delivery mechanisms, universities are up against serious cost and efficiency problems, with little chance of taking more from the public purse.”
The Economist, 28. Juni 2014

TED: Chris Domas: The 1s and 0s behind cyber warfare - Chris Domas (2013)

TEDTalk - Juni 30, 2014 - 15:18
Chris Domas is a cybersecurity researcher, operating on what’s become a new front of war, "cyber." In this engaging talk, he shows how researchers use pattern recognition and reverse engineering (and pull a few all-nighters) to understand a chunk of binary code whose purpose and contents they don't know.

Wie smarte Dienste die Arbeit aufmischen

Weiterbildungsblog - Juni 30, 2014 - 04:30

Gunter Dueck hat sie an einigen Stellen schon beschrieben, die neue smarte Service-Ökonomie. Bernd Bienzeisler (Fraunhofer-Institut für 
Arbeitswirtschaft und Organisation) macht es etwas komprimierter, wenn er uns mit einigen Beispielen innovativer, informationsbasierter Dienstleistungen füttert. Im Anschluss riskiert er drei plausible Thesen zur Zukunft der Arbeit und ihren Auswirkungen auf Qualifikationen und Beschäftigungsfähigkeit:

“These 1: Es kommt zu einer technologischen Integration 
von Arbeits- und Lebenswelten …
These 2: Soziale Kompetenzen werden zum Engpassfaktor …
These 3: Es entsteht ein neues Bewusstsein für Arbeit …”

Bernd Bienzeisler, Magazin Mitbestimmung, 06/2014

Züge einer Oskar-Verleihung

Gabi Reinmann - Juni 29, 2014 - 04:28

Endlich Abi – Herr Rau hat bereits aus der Großstadt berichtet, wie die Verleihung das Abi-Zeugnisses heutzutage so abläuft (hier) und Frank hat beigesteuert, wie das am Ende des Münchner S-Bahn-Bereichs aussieht (hier) – also SEHR ähnlich. Ich berichte hier ja normalerweise nicht über private Dinge, aber das Ereignis war für mich ja auch außerhalb der Elternrolle interessant: Wie gestalten angehende Studierende ihren letzten Tag an der Schule? Im Vorfeld hat jemand zu mir gesagt: Das hat inzwischen Züge einer Oskar-Verleihung. Ich habe ungläubig gelacht, vergeblich versucht, mich daran zu erinnern, wie ich selbst vor nunmehr fast 30 (!!) Jahren mein Abi-Zeugnis erhalten habe, aber: Da ist was dran – jedenfalls, wenn man den Abend dazu zählt, der einer Modeschau glich und dem Einzelhandel zusammen genommen eine Vorfreude auf das Weihnachtsgeschäft bereitet haben muss.

Die Zeremonie dauerte zunächst einmal Stunden: Viele Reden und Grußworte, und mal ehrlich: Manches, was da so gesagt wird, ist nicht nur peinlich, sondern auch falsch, und man fragt sich: Wovon ist die Rede: von der Schule, wie man sie so nebenher viele Jahre mitbekommen hat, oder doch von etwas anderem – irgendeiner Wunsch-Institution? Dann aber auch Lichtblicke: kreative Fünftklässler, knappe und humorvolle Worte eines Politikers, ein geniales Gedicht auf Bayerisch von einem Lehrer, dem die Schüler am Ende mit ihrem großen Applaus zeigten, dass es doch so etwas gibt wie Respekt und Anerkennung gegenüber Lehrern. Sehr zahm war die Schüler-Rede – schade. Dafür waren die Aufritte der Abiturienten beim Abholen der Zeugnisse mehr als kurzweilig. Junge Menschen in Dirndl und Lederhose, Cocktail-Kleid und Anzug und ein paar (wenige!) Etikette-Verweigerer holten sich mit selbst gewählter Musik ihre Zeugnisse und eine Rose ab – jede/r auf ihre/seine Weise: selbstbewusst mit Siegerpose, fröhlich mit Luftsprung, verhalten mit schnellem Schritt, erleichtert mit einem Winken ins Publikum, weltmännisch auftretend mit Schulterklopfen und am Ende doch ganz individuell und das ist gut so, das hat mir gefallen: von Homogenität keine Spur, wenn man genau hinsieht, auch wenn sich kleider- und musikmäßig scheinbar Gruppen bilden lassen. Wenn es doch nur gelänge, diese Heterogenität zu erhalten, wegzukommen von den normierten Kompetenz- und Leistungsansprüchen – es wäre besser für uns und für die Gesellschaft.

Anarchische Zeichen – wie Herr Rau schreibt – bleiben die Ausnahme: der Eselskopf als lautes oder der Schuhverzicht als leises Zeichen. Aber es gibt sie noch, diese Zeichen, und das lässt doch hoffen!

Pro und Contra: Positionen zu Learning Analytics

Weiterbildungsblog - Juni 27, 2014 - 21:58

Obwohl Learning Analytics gegenwärtig mehr theoretisch als praktisch gelebt wird, gibt es durchaus unterschiedliche Standpunkte. Für e-teaching.org die Gelegenheit, mit der Debatte um Learning Analytics eine neue Rubrik “Meinung” zu eröffnen. Es gibt eine Pro- (Ulrik Schroeder/ Mohamed Amine Chatti) und eine Kontra- (Kai-Uwe Loser) Fraktion, ihre ausformulierten Positionen sowie eine visualisierte Pro-und-Contra-Skala (hier hatte ich allerdings eine kurze Abstimmungsmöglichkeit inkl. Ergebnis erwartet).

“Learning Analytics, die Erhebung von Daten über Lernende und ihren Lernkontext, polarisiert: Befürworter sehen darin Chancen für eine Verbesserung von Bildungsangeboten, Kritiker befürchten, dass es zu einer Kultur der Überwachung kommt und wissenschaftlich unbegründete Rückschlüsse über Lehr-/Lernprozesse gezogen werden.”
e-teaching.org, 27. Juni 2014

TED: Julian Treasure: How to speak so that people want to listen - Julian Treasure (2013)

TEDTalk - Juni 27, 2014 - 14:38
Have you ever felt like you're talking, but nobody is listening? Here's Julian Treasure to help. In this useful talk, the sound expert demonstrates the how-to's of powerful speaking — from some handy vocal exercises to tips on how to speak with empathy. A talk that might help the world sound more beautiful.

Wearable Learning: the next big thing!

Weiterbildungsblog - Juni 27, 2014 - 05:01

Das Google Glass Explorer Program ist in UK angekommen, und Jane Hart macht sich gleich Gedanken über den Eintritt in das “post-mobile age”, über die Nutzung von Wearables (Google Glass, smart watches, jewellery, etc.), über Privatsphäre, Sicherheit und Lernen:

“In terms of learning, the future use of wearables will not be about trying to shrink content to fit onto these devices – as we have seen happen with mLearning, but to think differently about how we can support learning and performance support through these devices. But one thing is for certain, as Jeanne Meister points out in Forbes:
Social learning and mobile learning on your tablet or SmartPhone will seem so yesterday!”

Jane Hart, Learning in the Modern Workplace, 26. Juni 2014

“Engagiert statt resigniert – Das innere Feuer (neu) entfachen”: Thema des 10. Ostschweizer Personaltags

scil - Juni 27, 2014 - 04:37
Am Donnerstag, 26. Juni 2014 fand in Gossau (CH) der 10. Ostschweizer Personaltag zu diesem Rahmenthema statt. Es war eine sehr gut besuchte Veranstaltung mit rund 280 Teilnehmenden und spannenden Referenten: Prof. Dr. Antoinette Weibel (Inhaberin des Lehrstuhls für Personalmanagement an der Universität St. Gallen), Dr. Ludwig Hasler (Publizist und Philosoph), Matthias Mölleney (peopleXpert und

The Talent Management Systems Market Surges Ahead

Weiterbildungsblog - Juni 27, 2014 - 04:12

Josh Bersin hat wieder einmal den Markt der Talent Management-Systeme vermessen. Es ist schon erstaunlich, wie viele Bereiche und Kategorien heute das ausmachen, was einmal schlicht “Personalarbeit” hieß, und welche Anforderungen damit zugleich an eine integrierte, unternehmensweite Systemlösung gestellt werden. Alleine für den Bereich “Learning Management”, das nur als Beispiel, zählt Josh Bersin folgende Funktionen auf:

Training Administration, Learning Content Management, e-Learning Management, Social and Collaborative Learning, Customer and Partner Training (extended enterprise), Training Packages, eCommerce and Training Commerce, Certification Administration, Testing and Assessment, Learning and Productivity Analytics.

Beeindruckend! Weitere Infos aus dieser Markt-Übersicht: Die geschilderten Bereiche und Funktionen entwickeln und verändern sich viel zu schnell, als dass sie z.B. von einigen wenigen ERP-Anbietern wie SAP dominiert werden können (auch wenn mit Blick auf die integrierten, unternehmensweiten Lösungen dies ein naheliegender Gedanke ist). Und Josh Bersin bezeichnet gerade den Learning Management-Bereich als Innovationstreiber:
“I believe the LMS market is entering a whole new era of innovation - focused much more heavily on integration with MOOCs, enabling corporate expertise to be shared, and finally delivering on “on-demand” learning.”
Josh Bersin, Bersin by Deloitte/ Josh Bersin’s Blog, 26. Juni 2014

TED: Ge Wang: The DIY orchestra of the future - Ge Wang (2014)

TEDTalk - Juni 26, 2014 - 14:47
Ge Wang makes computer music, but it isn’t all about coded bleeps and blips. With the Stanford Laptop Orchestra, he creates new instruments out of unexpected materials—like an Ikea bowl—that allow musicians to play music that’s both beautiful and expressive.

WWW-based online education turns 20 this summer

Weiterbildungsblog - Juni 26, 2014 - 04:55

Eine kleine Zeitreise, die Phil Hill hier anbietet: “To the best of my knowledge (correct me in comments if there are earlier examples), the first accredited school to offer a course over the WWW was the Open University in a pilot Virtual Summer School project in the summer of 1994. The first course was in Cognitive Psychology, offered to 12 students, …”

Es folgt eine originale Beschreibung des damaligen Projekts, inkl. der technischen Infrastruktur. Nur am Rande, den Begriff e-Learning gab es damals noch nicht. Und Audrey Watters ergänzt in einem Kommentar: “It’s also the 25th anniversary of the first 1:1 laptop program too” und spendiert uns einen Link zu “Logo in Australia”
Phil Hill, e-Literate, 24. Juni 2014

Norwegian MOOC commission

Weiterbildungsblog - Juni 25, 2014 - 16:58

Auch auf die Gefahr hin, dass diese Woche sehr “MOOC-lastig” wird: Norwegen war ja letztes Jahr das erste Land, das eine nationale Kommission beauftragt hat, das Potenzial von MOOCs zu untersuchen. Jetzt liegt der entsprechende Bericht vor, allerdings auf Norwegisch, aber Alastair Creelman hat netterweise die wichtigsten Botschaften zusammengefasst und eingeordnet. Hier ein Auszug aus den Empfehlungen des Berichts:

  • “A major national investment of up to €16-47 million annually in the coordinated development of online education in the country. This includes the formation of at least one national MOOC platform, research-based competence and knowledge development, cooperation between higher education and industry in using MOOCs for work-related training and research into learning analytics.
  • Create a clear Norwegian MOOC profile and cooperate in the Nordic region.”

Eine gute Ergänzung des gestrigen HRK-Papiers, auch mit Blick auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten.
Alastair Creelman, The corridor of uncertainty, 19. Juni 2014

TED: Naomi Oreskes: Why we should trust scientists - Naomi Oreskes (2014)

TEDTalk - Juni 25, 2014 - 15:26
Many of the world's biggest problems require asking questions of scientists -- but why should we believe what they say? Historian of science Naomi Oreskes thinks deeply about our relationship to belief and draws out three problems with common attitudes toward scientific inquiry -- and gives her own reasoning for why we ought to trust science.

Lieber Harvard als Hannover? Wie der “digitale Tsunami” zur Erfolgswelle für Bologna werden kann

Weiterbildungsblog - Juni 25, 2014 - 13:56

Will man Harvard & Co. das Spielfeld wirklich überlassen? Wie kann man die europäischen Hochschulen für das Online-Lernen in Form von POOCs (”personalized” statt “massive”) begeistern? Die Autoren setzen auf die Mobilität der Bildung, auf Bologna und ECTS. Ihr Plädoyer: „Bologna Digital” ist eine große Herausforderung, aber eine noch größere Chance, aus dieser oft kritisierten Reform endlich eine echte Erfolgsgeschichte zu machen.” Gewagt.
Jörg Dräger (in Zusammenarbeit mit Ralph Müller-Eiselt), The European, 24. Juni 2014

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