Sammlung von Newsfeeds

Hamburg Open Online University: Kerstin Mayrberger im Interview

Weiterbildungsblog - Februar 5, 2016 - 20:02

Die Idee der Hamburg Open Online University (HOOU) wurde zwar schon Ende 2014 von Bürgermeister Olaf Scholz an die Öffentlichkeit getragen, aber es wird wohl noch eine Weile dauern, bis man an der HOOU auch lernen kann. Frühestens 2017. So jedenfalls Kerstin Mayrberger, die im Projekt die Expertengruppe OER leitet, in einem ausführlichen Interview. Ihr liegt dabei, das betont sie, die didaktische Idee des offenen, partizipativen Lernens besonders am Herzen:

“Eine weitere Leitidee der HOOU ist die Orientierung am Lernenden. Wie wird dies im Konzept konkret umgesetzt?

Es sind mehrere Varianten einer lernendenzentrierten Didaktik denkbar. In unserer vorrangig problem- oder kompetenzorientierten Herangehensweise gibt es für jedes Szenario eine Art Anker, eine Fragestellung oder ein Problem, die oder das möglichst kollaborativ gelöst werden soll. Die Inhalte, die zur Verfügung gestellt werden, werden von Lehrenden, aber - wo sinnvoll - auch von Lernenden als OER produziert. Die Teilnehmenden können im Verlauf des Projekts entsprechend selbst Inhalte erstellen, eigene Fragen einbringen oder gar völlig selbstständig Team bilden und selbstorganisiert Themen bearbeiten. Idealerweise können so zivilgesellschaftliche Fragestellungen interdisziplinär und durch unterschiedliche Lernende bearbeitet werden.”
Antonia Dittmann, Interview mit Kerstin Mayrberger, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 5. Februar 2016

Special Olympics let me be myself -- a champion | Matthew Williams

TEDTalk - Februar 5, 2016 - 15:53
How much do you know about intellectual disabilities? Special Olympics champion and ambassador Matthew Williams is proof that athletic competition and the camaraderie it fosters can transform lives, both on and off the field. Together with his fellow athletes, he invites you to join him at the next meet -- and challenges you to walk away with your heart unchanged.

Gier 4.0

Gabi Reinmann - Februar 5, 2016 - 09:22

Joachim Wedekind stellt (hier) fest: Alle beanspruchen plötzlich für sich die Version 4.0 – auf Gipfeltreffen, IT-Konferenzen und in Berichten über die Entwicklung unserer Wirtschaft und Gesellschaft. An mehreren Beispielen zeigt er, wie einfallslos die als Innovation deklarierten Entwicklungen sind – weit weg davon, die relevanten Probleme zu lösen, die wir haben und weiter auf uns zukommen. Wedekind kritisiert: Die Digitalisierung wird als alternativlos bezeichnet (ein Thema, das ich auf der Campus Innovation 2014 kurz aufgegriffen hatte, weil ich diesen Eindruck regelmäßig z.B. beim jährlichen Horizon Report habe: siehe hier) – und alle nicken: Erfolgreiche Lobbyarbeit, wie Wedekind treffend darstellt. Es würden falsche Prioritäten gesetzt und alte Denkmuster in die digitalisierte Welt fortgeschrieben. Am Ende dürfte vor allem eines in der mindestens vierten Version vorliegen: die Gier.

Das hat nun alles wenig mit dem zu tun, was unser Staat ja ebenfalls fördern und alle zum Mitmachen motivieren will, auch die Wirtschaft: Nachhaltigkeit ebenso wie Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung (BNE). Ich habe an anderer Stelle (hier) darüber geschrieben und gleichzeitig mein Unbehagen darüber zum Ausdruck gebracht, dass die politischen Ambitionen dahinter nicht das sind, wofür ich mich leicht und optimistisch engagiere. Betrachtet man die in Wedekinds Beitrag genannte Abhängigkeit unserer Ministerien von der Wirtschaft und der Gier 4.0, braucht man wohl auch eine gehörige Portion Optimismus, um den Mut nicht zu verlieren.

How we'll fight the next deadly virus | Pardis Sabeti

TEDTalk - Februar 4, 2016 - 16:10
When Ebola broke out in March 2014, Pardis Sabeti and her team got to work sequencing the virus's genome, learning how it mutated and spread. Sabeti immediately released her research online, so virus trackers and scientists from around the world could join in the urgent fight. In this talk, she shows how open cooperation was key to halting the virus ... and to attacking the next one to come along. "We had to work openly, we had to share and we had to work together," Sabeti says. "Let us not let the world be defined by the destruction wrought by one virus, but illuminated by billions of hearts and minds working in unity."

People Love Games — but Does Gamification Work?

Weiterbildungsblog - Februar 4, 2016 - 12:49

“Does Gamification Work?” Die Antwort lautet: Wir wissen es nicht genau. Was sicher viel damit zu tun, dass die “Sache Gamification” ein kunterbuntes Feld darstellt, dass Wirkungen schwer zu untersuchen und zuzuordnen sind, aber mehr noch damit, dass Gamification ja immer in einem spezifischen Kontext stattfindet. Trotz dieser Hürden wurden auf einer Wharton-Konferenz im letzten Jahr (Wharton-Professor Kevin Werbach betreut ja einen populären MOOC zum Thema) einige Erfahrungen und Ergebnisse zusammengetragen. Das liest sich dann wie folgt:

“Experiments with leaderboards are a focus of Landers’s gamification work. He said he has found “strong support for leaderboards if designed appropriately in the learning context.” In one study, employees in e-learning programs used leaderboards that rewarded not learning specifically, but putting in time and effort. He noted that the use of the leaderboard caused people to return to the activity and spend more time with it. Spending more time, in turn, led to better learning performance.”
Knowledge@Wharton, 3. Februar 2016

10 ways to use an Enterprise Social Network for Social Learning

Weiterbildungsblog - Februar 4, 2016 - 10:42

Wer sich schon einmal gefragt hat, wie man eine interne Kollaborations-Plattform (wie z.B. Yammer, SAP Jam oder Jive) für das informelle Lernen bzw. die 70:20-Aktivitäten nutzen kann, findet hier eine Reihe interessanter Beispiele. Jane Hart gibt auch gleich die Richtung vor: “… it’s not about delivering content and testing knowledge but encouraging interactions, conversations, sharing and discussions to support and improve performance on the job!”

Sie zählt auf (und beschreibt kurz): Social Collaboration, Communities of Practice, Onboarding Community, social mentoring, guided social learning experiences, Learning Challenge, drip-feed training, modern social classroom training, supported live events, Learning Network. Und sie skizziert auch, welche Rolle L&D auf jedem dieser Spielfelder einnehmen kann.
Jane Hart, Learning in the Modern Workplace, 3. Februar 2016

10 Ways to Use an Enterprise Social Network for Social Learning from Jane Hart

Das St.Galler Business Innovation Model – wo „Lernen“ verorten?

scil - Februar 4, 2016 - 03:37
Sammelband Business Innovation Der Sammelband ist nun endlich erschienen – getragen vom Profilbereich „Business Innovation der Universität St.Gallen“! Mehr als drei Jahre hat die Zusammenarbeit im Profilbereich gedauert, der Sammelband ist eines der gemeinsamen Ergebnisse, das daraus entstanden ist. Mit…
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OpenEd #25: Kommt nach den OER jetzt die OEP-Welle?

Weiterbildungsblog - Februar 3, 2016 - 16:52

Eine kurze, komprimierte Diskussion (30 Min.). Die Frage: Wie geht es mit oder nach Open Educational Resources (OER) weiter? Ulf Ehlers (DHBW) erklärt, warum OER und OEP (Open Educational Practices) nicht zwangsläufig zusammenfallen. Denn man kann natürlich OER auch im Rahmen traditioneller didaktischer Strukturen und Konzepte nutzen. Aber gerade dieser qualitative Schritt, in Richtung OEP, in Richtung einer offenen, partizipativen Didaktik, da sind sich alle Diskutanten der Runde einig, ist wichtig und notwendig. Auf der einen Seite “drückt” die Digitalisierung. Und auf der anderen Seite ist das Beharrungsvermögen der Organisationen und Institutionen. Schwierig.
ununi.TV, YouTube, 3. Februar 2016

Nachtrag (03.02.2016): Da im Gespräch einleitend das Projekt “Mapping OER” erwähnt wird, hier der Link auf eine aktuelle Zusammenfassung der Abschlussveranstaltung: “Mapping OER: Das Ende eines großartigen Projekts - der Auftakt für OER in Deutschland?” (Monika Fischer, Bertelsmann Stiftung)

A simple way to break a bad habit | Judson Brewer

TEDTalk - Februar 3, 2016 - 16:18
Can we break bad habits by being more curious about them? Psychiatrist Judson Brewer studies the relationship between mindfulness and addiction -- from smoking to overeating to all those other things we do even though we know they're bad for us. Learn more about the mechanism of habit development and discover a simple but profound tactic that might help you beat your next urge to smoke, snack or check a text while driving.

Blogparade #netzkulturlernen Digitales Lernen 2016 - Trends und Erfahrungen sind angefragt

Weiterbildungsblog - Februar 3, 2016 - 10:39

Es geht um das “andere” digitale Lernen. Ellen Trude nimmt einen Ball auf, der ihr als Einladung zu einer Blogparade zugespielt wurde, um ihr Verständnis vom “digitalen Lernen 2016″ einmal ausführlich darzulegen. Und das beginnt mit einem eher klassischen Bild von Online-Lernen als “E-Learning” und den Mühlen, die an vielen Stellen in der Weiterbildung im alten Trott mahlen. Und führt sie dann zu Formen des vernetzten, informellen und selbstorganisierten Lernens. Dieses vernetzte Lernen in Communities, so Ellen Trude, findet bereits statt, am Arbeitsplatz, oft hinter dem Rücken der Weiterbildung, manchmal aber auch aktiv von ihr aufgegriffen (siehe die Beispiele von Bayer, Bosch und Credit Suisse). Kurz: dieses Spannungsverhältnis in der Praxis des digitalen Lernens gilt es auch 2016 auszuhalten.
Ellen Trude, Open Thinking, 3. Februar 2016

Belohnung ist noch keine Gamification

Weiterbildungsblog - Februar 2, 2016 - 19:04

Peter Baumgartner schreibt: “Belohnung ist noch keine Gamification! Das ist eine erste Schlussfolgerung aus meinem Gamification-Experiment, das ich in meinem erster WordPress Online-Kurs zur Akteurs-Netzwerk-Theorie durchgeführt habe. Mit der Vergabe von Quiz-Punkten, Levels und Badges habe ich zum ersten Mal versucht Gamification-Aspekte in ein didaktisches Konzept einzubauen. Feedback hat mir jedoch gezeigt, dass ich ein falsches Verständnis von Gamification hatte und einen tiefer gehenden Reflexionsprozess bei mir angestoßen.”

Was folgt, ist eine ausführliche Beschreibung der Erfahrungen, die Peter Baumgartner mit verschiedenen Kurs-Features gemacht hat. Und die sich auch gut nachvollziehen lassen, wenn man den Kurs selbst nicht kennt. Wenn ich seine Lernkurve richtig deute, lautet sie: Auch Gamification benötigt ein Konzept.
Peter Baumgartner, Gedankensplitter, 1. Februar 2016

How I found a mythical boiling river in the Amazon | Andrés Ruzo

TEDTalk - Februar 2, 2016 - 15:55
When Andrés Ruzo was a young boy in Peru, his grandfather told him a story with an odd detail: There is a river, deep in the Amazon, which boils as if a fire burns below it. Twelve years later, after training as a geoscientist, he set out on a journey deep into the jungle of South America in search of this boiling river. At a time when everything seems mapped and measured, join Ruzo as he explores a river that forces us to question the line between known and unknown ... and reminds us that there are great wonders yet to be discovered.

Hochschuldidaktische Doppelung

Gabi Reinmann - Februar 2, 2016 - 13:55

Zum vierten Mal haben wir uns am vergangenen Freitag zum hochschuldidaktischen Forschungskolloquium getroffen. Zu Gast war meine ehemalige Mitarbeiterin und (nach wie vor) Doktorandin Silvia Hartung. Ihre Arbeit folgt dem Design-Based Research-Ansatz (DBR) und lieferte daher ein anschauliches Beispiel für bildungswissenschaftliche Entwicklungsforschung. Hier sind ein paar Infos zum letzten Termin zusammengestellt. Im zweiten Teil des Kolloquiums haben wir darüber diskutiert, ob DBR auch ein geeigneter Forschungsansatz sein kann, wenn es darum geht, die an einer Forschungs-, Lehr- und Beratungseinrichtung wie dem HUL anfallenden Konzepte, Kontexte und „Daten“ zu nutzen, um eigene Gestaltungstätigkeiten zu verbessern und zu neuen Erkenntnissen zu gelangen.

Interessant war in diesem Zusammenhang aus meiner Sicht die Diskussion zur Abgrenzung zwischen Qualitätsmanagement, Scholarship of (University) Teaching (and Learning) (SoTL) und DBR. Es schälte sich der Konsens heraus, dass DBR durchaus eigene Akzente setzt und sich trotz einiger Überlappungen mit QM und SoTL deutlich von den anderen beiden Ansätzen unterscheidet. Eine für mich ungeklärte Frage ist die der Distanz zum eigenen Tun in DBR-Vorhaben, die an einigen Stellen natürlich schon wichtig ist. Ebenso unbeantwortet ist die Frage, wie man mit der hochschuldidaktischen Doppelung fruchtbar und vor allem besser als bisher umgehen kann, dass das akademische Lehren und Lernen für Hochschuldidaktik-Profs zugleich Gegenstand der Forschung (Theorie und Empirie) und der Praxis (die eigene Lehre) ist. Und vor genau dieser Herausforderung und Chance (!) stünde man ja auch, wenn man mit DBR die eigene Einrichtung beforscht und weiterentwickelt.

PS: Übrigens: Interessant zu lesen sind auch unsere Referentensteckbriefe

Interactive Video is About to Get Disruptive

Weiterbildungsblog - Februar 1, 2016 - 19:04

Über den Trend Video in der Weiterbildung habe ich auch an dieser Stelle immer wieder geschrieben und verlinkt. Video als Erklärfilm. Video im MOOC. Und überhaupt Video im Online-Lernen. Der Artikel der E-Learning-Spezialisten von Kineo geht noch einen Schritt weiter und schaut sich das Video-Format selbst an. Und sie behaupten: „What’s so exciting, and has such potential from an online learning point of view, is all the different ways you can interact with content within the video itself.” Was früher E-Learning leisten musste, nämlich Interaktivität, bietet jetzt ein (ehemaliger) E-Learning-Baustein, nämlich Video. Die entsprechenden Stichworte lauten: embedded hotspots, branching, video within video, real-time data via social media tools, SCORM-compliant.
James Cory-Wright, City & Guilds Kineo, 18. Januar 2016

A delightful way to teach kids about computers | Linda Liukas

TEDTalk - Februar 1, 2016 - 16:08
Computer code is the next universal language, and its syntax will be limited only by the imaginations of the next generation of programmers. Linda Liukas is helping to educate problem-solving kids, encouraging them to see computers not as mechanical, boring and complicated but as colorful, expressive machines meant to be tinkered with. In this talk, she invites us to imagine a world where the Ada Lovelaces of tomorrow grow up to be optimistic and brave about technology and use it to create a new world that is wonderful, whimsical and a tiny bit weird.

Belohnung ist noch keine Gamification

Peter Baumgartner - Februar 1, 2016 - 08:44

Belohnung ist noch keine Gamification ! Das ist eine erste Schlussfolgerung aus meinem Gamification-Experiment, das ich in meinem erster WordPress Online-Kurs zur Akteurs-Netzwerk-Theorie durchgeführt habe. Mit der Vergabe von Quiz-Punkten, Levels und Badges habe ich zum ersten Mal versucht Gamification-Aspekte in ein didaktisches Konzept einzubauen. Feedback hat mir jedoch gezeigt, dass ich ein falsches Verständnis von Gamification hatte und einen tiefer gehenden Reflexionsprozess bei mir angestoßen. Weiterlesen ...

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Our campaign to ban plastic bags in Bali | Melati and Isabel Wijsen

TEDTalk - Januar 29, 2016 - 16:12
Plastic bags are essentially indestructible, yet they're used and thrown away with reckless abandon. Most end up in the ocean, where they pollute the water and harm marine life; the rest are burned in garbage piles, where they release harmful dioxins into the atmosphere. Melati and Isabel Wijsen are on a mission to stop plastic bags from suffocating their beautiful island home of Bali. Their efforts -- including petitions, beach cleanups, even a hunger strike -- paid off when they convinced their governor to commit to a plastic bag-free Bali by 2018. "Don't ever let anyone tell you that you're too young or you won't understand," Isabel says to other aspiring activists. "We're not telling you it's going to be easy. We're telling you it's going to be worth it."

Geschäftsmodell-Innovationen – Das funktioniert auch bei kleinen Bildungsanbietern!

scil - Januar 29, 2016 - 12:44
Geschäftsmodell-Innovationen beschäftigen sich mit der Weiterentwicklung der Strategie einer Organisation. Durch die Digitalisierung wurden diese Innovationen erst im grossen Stil möglich. Spannend ist, dass Geschäftsmodelle nicht nur für grosse Bildungsorganisationen (z. B. eine Corporate University) relevant sind. Auch kleine Wissensanbieter,…
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E-Learning im Fokus auf der LEARNTEC

Weiterbildungsblog - Januar 29, 2016 - 11:18

Da ich dieses Jahr nicht auf der LEARNTEC in Karlsruhe war, bin ich auf die Erfahrungsberichte und Eindrücke der Besucher angewiesen. Mario Sorgalla vom DIE war zum Beispiel da und hält fest, was er gesehen hat: Learning Analytics, Mobiles Lernen, Virtuelle Klassenräume (mit einem kleinen Qualitätstest, den offensichtlich Adobe Connect gewonnen hat), Gamification, Serious Games und eine Lücke zwischen technischen Möglichkeiten und betrieblicher Praxis. 7.000 Besucher sollen dieses Jahr mit ihm dort gewesen sein.
Mario Sorgalla, wb-web, 28. Januar 2016

Wer eine Lounge hat …

Gabi Reinmann - Januar 29, 2016 - 08:03

Eine große Küche, Espressomaschinen, Sessel und moderne Präsentationsgeräte mit Blick über Hamburg-Harburg im obersten Stockwerk des Hauptgebäudes der TU Hamburg-Harburg – das ist die TU & YOU Lounge, in der gestern auch die didaktische Professorenlounge stattfand. Rund drei Stunden lang treffen sich hier in regelmäßigen Abständen Professoren zur Diskussion hochschuldidaktischer Themen. Im kleinen Kreis – so die eigene Darstellung – arbeiten und diskutieren die Teilnehmer entlang der eigenen Lehre zu aktuellen hochschuldidaktischen Themen. Ausgerichtet wird die Reihe von Prof. Dr. Sönke Knutzen in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Lehre und Lernen (ZLL) an der TU.

Gestern war ich dort zu Gast mit dem Thema Forschungsorientierung und Prüfungsgestaltung. Acht Professoren (ohne „innen“, denn es waren nur Männer) hatten sich für das Thema interessiert und waren gekommen. Die Diskussion war anregend und auch für mich erhellend, weil an vielen Punkten erneut deutlich wurde, wie wichtig der Fachbezug bei hochschuldidaktischen Fragen ist. Mich hat der Termin jedenfalls darin bestärkt, dass man Hochschuldidaktik als eine Wissenschaftsdidaktik aufziehen und betreiben muss (siehe dazu meine Vorschläge aus der Antrittsvorlesung). Auch das Format hat mir gefallen: Dass „normale“ hochschuldidaktische Angebote von Professoren/innen in der Regel nicht besucht werden, ist ein Faktum. Daher sind Formate wie die „didaktische Professoren Lounge“ ein gelungener Versuch, andere Wege zu gehen, um auf der professoralen Ebene didaktische Fragen zu reflektieren. Hier müssen wir uns an unserem Zentrum in jedem Fall auch etwas einfallen lassen. Schade nur, dass wir keine TU & YOU Lounge haben ;-), denn ganz offensichtlich spielt auch der physische Raum eine wichtige Rolle.

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