Sammlung von Newsfeeds

Why lectures are dead (or soon will be)

Weiterbildungsblog - August 4, 2014 - 10:04

Man kann es auch etwas diplomatischer formulieren: Geht es um die Vermittlung von Informationen, gibt es heute viele Alternativen zur Vorlesung (und die meisten davon sind kostengünstiger). Wird es Vorlesungen in Zukunft also noch geben? Das hängt vom Beharrungsvermögen der einzelnen Bildungsinstitution und ihrer Leistungsträger ab. Dabei sieht Tony Bates auch für Vorlesungen durchaus einen Platz:

“This does not mean that lectures will disappear altogether, but they will be special events, and probably multi-media, synchronously and asynchronously delivered. Special events might include a professor’s summary of his latest research, the introduction to a course, a point mid-way through a course for taking stock and dealing with common difficulties, or the wrap-up to a course. A lecture will provide a chance for an instructor to makes themselves known, to impart their interests and enthusiasm, and to motivate learners, but this will be just one, relatively small, but important component of a much broader learning experience for students.”
Tony Bates, e-learning and distant education resources, 27. Juli 2014

The New and Improved Trainer Toolbox: Part 1/2

Weiterbildungsblog - August 4, 2014 - 09:03

Wenn sich Trainer mit den neuen Tools und Medien im Netz beschäftigen, bleibt es leider oft bei taktischen Fragen und Antworten: Was steckt hinter E-Learning? Oder: Wie funktionieren eigentlich Webinare oder die neue Lernplattform? Wenn Shannon Tipton hier von einer “Trainer Toolbox” spricht, dann geht es mehr um den Alltag des Trainers, um Dinge, die heute an vielen Stellen in der Bildung und Weiterbildung selbstverständlich sind, und um Kompetenzen, die jeder Trainer besitzen sollte. Vor diesem Hintergrund ist diese Liste zu lesen: von “1. blog” bis “10. subscribe to and manage Slideshare, YouTube, or other dynamic digital media”. Was diese (und andere) Einladungen jedoch nicht leisten können, ist eine Sortierung der unterschiedlichen Welten, in denen sich Trainer häufig bewegen: in Unternehmen, in Bildungsinstitutionen, als Selbständige. Das bestimmt natürlich, wie man diese Tools und Medien strategisch, professionell und ressourcenschonend einsetzt.
Shannon Tipton, ATD/ Learning Technologies Blog, 21. Juli 2014 (Part 1)
Shannon Tipton, ATD/ Learning Technologies Blog, 29. Juli 2014 (Part 2)

Learning theories and online learning

Weiterbildungsblog - August 1, 2014 - 09:10

Tony Bates schreibt gerade ein Buch (”Teaching in the Digital Age”) und stellt dieses Kapitel schon einmal zur Diskussion. Es beschreibt kurz die üblichen Verdächtigen, von Behaviourism bis Connectivism, bleibt aber in einigen grundsätzlichen Fragen sehr vage: zum Beispiel, was das Nebeneinander dieser vielen Theorien betrifft, ihre Bedeutung in der Praxis bzw. ihre Abgrenzung zu didaktischen Fragen. Das Foto, das diesen Beitrag einleitet und das eine Gruppe von Erwachsenen diskutierend an runden Tischen zeigt, bringt in der Bildunterschrift diese Fragezeichen ungewollt, aber sehr schön auf den Punkt: “Figure 3.3. Adults learning in groups in a constructivist manner - and assisted by technology” (!?)
Tony Bates, e-learning and distant education resources, 29. Juli 2014

MOOCs4D: Potential at the Bottom of the Pyramid

Weiterbildungsblog - August 1, 2014 - 07:58

Am 10./ 11. April 2014 fand die “MOOCS4D” an der University of Pennsylvania in Philadelphia statt. Wie der Titel der Konferenz andeutet, standen die Herausforderungen, Bedürfnisse, aber auch Bedenken der “developing world” im Vordergrund: “With such a rapid worldwide expansion, there are concerns about the relevance of content offered, languages of instruction, how to meet diverse learning needs, cultural differences in teaching, and accessibility in various regions with poor telecommunications infrastructure.”

Der Report zeichnet die Diskussionen und Beiträge der Plenary Sessions und Panels ausführlich nach. Das eröffnet Einblicke in das, was heute schon in vielen Projekten weltweit mit Hilfe von Online-Medien umgesetzt wird, aber auch, vor welchen Herausforderungen und Grenzen die Initiatoren solcher Projekte häufig stehen. (via Inge Ignatia de Waard)

Penn University, Juli 2014 (pdf)

Den Anforderungen an eine Professur nicht gewachsen

Gabi Reinmann - August 1, 2014 - 05:41

Forschendes Lernen im Studium“ – das Buch mit diesem Obertitel, herausgegeben von Ludwig Huber, Julia Hellmer und Friederike Schneider, ist bereits fünf Jahre alt (erschienen 2009 im UniversitätsVerlagWebler Bielefeld). Ich hatte mich damals sehr gefreut, einen Beitrag beisteuern zu dürfen, nämlich den Text „Wie praktisch ist die Universität? Vom situierten zum Forschenden Lernen mit digitalen Medien“. Nun habe ich das Buch wieder mal in der Hand gehabt und nochmal den Beitrag von Stefan Kühl gelesen. Der Titel lautet: „Forschendes Lernen und Wissenschaftsbetrieb. Zur Erfahrung mit einem soziologischen Lehrforschungsprojekt“ (S. 99-113). Ich möchte auf diesen noch einmal aufmerksam machen, weil er aus meiner Sicht sehr gut auf ein paar grundlegende Probleme aufmerksam macht, die aufwändige didaktische Szenarien in der Hochschullehre mit sich bringen – und dazu zählt auch das forschende Lernen im Sinne der Integration von Forschungsprojekten in die Lehre.

Kühl beschreibt in dem Text sein „hochschuldidaktisches Experiment“, das er „Lehrforschung extrem“ genannt hat. Gemeint ist damit, dass hier tatschlich versucht wurde (Kühl spricht von „Radikalisierungen“), ein typisches Forschungsprojekt mit Forschungsantrag und Finanzierungsbemühungen, mit einer Präsentation der Ergebnisse auf einer Tagung und mit abschließenden Publikationen in Form von Artikeln in der Lehre umzusetzen, was dank einer Stiftung auch annähernd gelungen ist.

Auf den ersten Blick, so Kühl, könne man das Experiment sogar für gelungen halten: Es wurden von allen studentischen Kleingruppen Berichte erstellt, die Ergebnisse wurden vor Fachpublikum vorgetragen, Review-Prozesse zu den Artikeln zeigten, dass gar Publikationswürdiges dabei war. Trotzdem hält Kühl das Projekt für weitgehend gescheitert. Warum?

Zunächst einmal habe die Veranstaltung polarisiert wie keine andere: Sehr arbeitsintensiv, aber auch sehr lehrreich fanden die einen die Veranstaltung, extrem unzufrieden äußerten sich die anderen – auch mit fast schon beleidigenden Kommentaren nach dem Motto „der Lehrende ist den Anforderungen an eine Professur nicht gewachsen“. Des Weiteren kostete das Experiment viele Ressourcen bei den Studierenden, die Kühl aber als nicht sinnvoll investiert einschätzt: „Die Auseinandersetzung mit den ungewohnten Lehr-, Lern- und Beurteilungsformen absorbierten bei einigen Studierenden im Laufe der Lehrforschung deutlich mehr Energie als in den üblichen Seminaren“ – zu Lasten der Auseinandersetzung mit der Sache, wie Kühl (S. 106) deutlich macht. Interessanterweise korrelierten auch die Vorkenntnisse und Vorerfahrungen der Studierenden nicht mit der Qualität der resultierenden Leistungen. Schließlich war auch der Aufwand für den Lehrende immens – bei gleichzeitig geringen eigenen Lerneffekten, so Kühl.

Der Autor selbst erklärt sich das aus seiner Sicht vorliegende Scheitern mit drei grundlegenden Schwierigkeiten oder besser Spannungsmomenten, die entstehen, wenn man forschendes Lernen in Form von möglichst authentischen Forschungsprojekten in heutigen Bachelor- und Masterstudiengängen umsetzen will:

Erstens die Spannung zwischen wissenschaftlichem Peer Review-Wesen und Benotung von Studienleistungen: Kühl macht deutlich, dass es hier vor allem deswegen zu Schwierigkeiten kommt, weil die „Währung“ unklar ist. An sich müsste die kollegiale Kritik die Währung sein, ist es doch auch die im Wissenschaftssystem. Es schiebt sich aber die Notenwährung dazwischen, denn Noten sind nötig (z.B. wegen der Prüfungsordnung) und/oder werden von den Studierenden eingefordert, weil sich die Mühe ja lohnen muss. Allerdings werden Noten, wenn sie denn sachlich begründet vergeben werden und das ganze Spektrum ausschöpfen, als zu streng kritisiert – so die Erfahrung des Autors.

Zweitens die Spannung zwischen kooperativen Produktionsformen im wissenschaftlichen Kontext und individueller Zurechnung von Leistungen: Forschung vollzieht sich oft in kooperativen Settings, in denen entsprechend auch „Kollektivgüter“ erbracht werden. „Die interessante Erfahrung dieser Lehrforschung war, dass ein Teil der Studierenden die Erstellung dieser von allen zu nutzenden Kollektivgüter …nicht als Teil der Projektarbeit betrachtete, sondern als eine individuell in Notenform zu vergütende Leistung“ (S. 110).

Drittens die Spannung zwischen selbstorganisierter Wissensproduktion und Zwangszuweisung zu Seminaren. Dies war zumindest bei dieser Veranstaltung der Fall, was zur Folge hatte, dass es von Anfang an Studierenden gab, die ihren Unwillen und ihre Unzufriedenheit auch offen zur Schau gestellt hätten.

Kühls Fazit: „Je stärker eine Veranstaltung in Richtung wissenschaftliche Forschung getrieben wird, desto stärker gerät sie mit einer zunehmend verschulten, durch verpflichtende Veranstaltungen und permanente Benotung geprägten Studienstruktur in Konflikt“ (Kühl, 2009, S. 112).

Ich mache hier noch einmal auf diesen schon etwas älteren Beitrag aus zwei Gründen aufmerksam: Zum einen finde ich es sehr wichtig, Erfahrungen dieser Art öffentlich zu machen – auch mit der subjektiven Deutung der Ergebnisse. Es ist hilfreich, nicht nur Erfolge, sondern auch weniger erfolgreiche Ausgänge von didaktischen Experimenten zu teilen! Zum anderen kenne ich selbst sehr gut, was Kühl hier schreibt. Im Prinzip gilt das keineswegs nur für Szenarien forschungsorientierter Lehre, sondern für alle didaktischen Szenarien, die neue und damit oft erwartungswidrige Wege beschreiten und auf Seiten der Lehrenden und Studierenden besonderen Aufwand und Offenheit erfordern. In meinen eigenen „Lehrexperimenten“ (in Augsburg und München) habe ich ganz ähnliche Erfahrungen gemacht und ich kann Kühl daher sehr gut verstehen, wenn er dem eigenen Versuch im Nachhinein skeptisch gegenübersteht.

Die mich interessierende Frage ist: Was folgt daraus? Sollte man forschungsorientierte Lehre im Sinne der Integration von Forschungsprojekten (es gibt noch andere Varianten forschungsorientierter Lehre) einfach bleiben lassen oder allenfalls auf die Bachelorarbeit (oder Masterarbeit) begrenzen? Oder sollte man eine forschungsorientierte Lehre einfach mal gegen alle Widerstände „durchziehen“, um einen Unterschied universitärer Lehre zu anderen Bildungsinstitutionen deutlich zu machen und zu „verteidigen“? Oder sollte man Studierenden verschiedene Pfade anbieten und z.B. zu Beginn des Studiums eine Entscheidung einfordern: „forschungsorientiert oder nicht“? Oder welche anderen Möglichkeiten gäbe es? Ich habe noch keine klare Position, bin hier schwankend, tendiere mal zum einen, mal zum anderen, komme dann auf komplizierter Differenzierungen und ende meist bei der Erkenntnis, dass wir hier eine mehrfaktorielle Herausforderung haben. Um dieser er verantwortungsvoll zu begegnen, wären wohl viel mehr Aufmerksamkeit und Ressourcen erforderlich als wir es bisher gemeinhin dafür aufbringen.

How to Conduct a Learning Audit

Weiterbildungsblog - Juli 31, 2014 - 14:21

“A learning audit”, so Will Thalheimer, “is a systematic review of a learning program to determine the program’s strengths and weaknesses”. Learning Audits finden immer wieder mal statt, werden aber selten beim Namen genannt. Oft heißt es eher formlos: “Bitte schauen Sie sich doch unser Programm an und sagen Sie uns, was wir verbessern können!” In der Regel sind Audits, die den Namen verdienen, systematische und standardisierte Prozesse, die in einem Qualitätssiegel, einer Akkreditierung oder einer Zertifizierung münden. Solche Qualitätssiegel sind jedoch in Corporate Learning rar. Um das Thema E-Learning herum sind beispielsweise vor zehn Jahren einige Initiativen entstanden, von denen die meisten längst eingeschlafen sind. Andere Audits sind Angebote einzelner Standesorganisationen und Bildungsträger wie z.B. CLIP/ EFMD.

In diese Gemengelage fällt also die vorliegende Handreichung. Sie beschreibt in 19 ausführlichen Schritten den Prozess eines Learning Audits und unterstreicht die Bedeutung eines systematischen Vorgehens. Das Thema verdient in jedem Fall Aufmerksamkeit.
Will Thalheimer, LearningAudit.com, 30. Juli 2014

Preparing your workforce for tomorrow

Weiterbildungsblog - Juli 31, 2014 - 06:30

Ein kurzer Beitrag mit einer einfachen, aber treffenden Frage bzw. Botschaft: Wie sieht eigentlich das Problem aus, das gelöst werden soll? Geht es darum, Sicherheit in der Anwendung eines Systems oder Prozesses zu gewinnen und Fehler zu vermeiden? Dann sind Training und Schulungen, wie wir sie kennen, wahrscheinlich die richtige Antwort. Oder geht es darum, komplexe Probleme zu lösen, die es so in der Vergangenheit noch nicht gab? Dann benötigen wir flexible Instrumente, um neue Wege zu finden, neue Erfahrungen zu sammeln und uns über diese Erfahrungen auszutauschen. Harold Jarche:

“As more work becomes customized, traditional training and  performance improvement that supported standardized work need to be heavily reinforced with social, collaborative, knowledge-sharing structures.”
Harold Jarche, Blog, 21. Juli 2014

The case for Guided Social Learning Experience Design

Weiterbildungsblog - Juli 30, 2014 - 15:48

Jane Hart geht auf die Schwierigkeit ein, Social Learning in Unternehmen einzuführen und zu unterstützen. Denn es geschieht, so die Beobachtung, nicht einfach so; es braucht ein gemeinsames Thema oder Projekt, an dem Mitarbeiter oder Teams arbeiten. Dafür schlägt sie L&D einen “semi-structured way” vor, den fünf Merkmale kennzeichnen. Zwei davon möchte ich hier kurz festhalten:

“1. scaffolding a learning framework where both planned and serendipitous learning can take place through the sharing of ideas and knowledge – rather than “packaging” up a comprehensive, “all-singing, all-dancing” learning solution

3. supporting the activities with content (both expert- and user-generated) – rather than the content being the focus and driving force”.

Jane Hart, Learning in the Modern Social Workplace, 29. Juli 2014

The Knowledge Management Genius of Amazon.com

Weiterbildungsblog - Juli 29, 2014 - 20:26

Amazon als Modell? Ich glaube, Amazon lebt heute vor allem als Marke, der man vertraut (Sicherheit, Zuverlässigkeit, Service), und von dem Umstand, dass man bei Amazon inzwischen fast alles findet. Einige der Punkte, die Marc Rosenberg als “advanced knowledge-management (KM) techniques” aufzählt, sehe ich zum Teil zwiespältig, wie z.B. eine “almost magical personalization”. Trotzdem setzt Amazon Maßstäbe, an denen sich auch Lernumgebungen orientieren können. Marc Rosenberg zählt auf:

- One portal, one interface
- Consistent presentation
- Modular content
- Distributed upstream content creation
- Almost magical personalization
- Crowdsourcing
- Insanely easy and consistent transactions
- Subscriptions, alerts, and reminders
- Feedback
- Reduced servicing
- Performance-centered
- Great online help
- Mobility
Marc Rosenberg, Learning Solutions Magazine, 29. Juli 2014

Rückblick auf das Sommersemester 2014: Forschungswerkstatt Schulentwicklung

head.zblog - Juli 29, 2014 - 19:44

Mit den heutigen mündlichen Prüfungen ist für mich nun das Sommersemester 2014 – zumindest in der Präsenzeit – fast vorbei. Zeit, ein wenig zurück zu schauen. Das letzte Semester stand dabei vor allem im Zeichen von Schulentwicklung und forschendem Lernen, und dies auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Neben Input im Fernstudiengang Schulmanagement zu dieser Thematik hat mich vor allem die Forschungswerkstatt Schulentwicklung beschäftigt, die ich an mein Seminar „Aktuelle Trends und Herausforderungen der Schulentwicklung“ angedockt hatte.Im Gegensatz zu Forschungswerkstätten, die man aus der Lehrerbildung kennt, forschen aber in dieser nicht die Lehramtsstudierenden zu Themen aus dem Bereich Schulentwicklung, sondern die Schülerinnen und Schüler. Zusammenfassen kann man die Idee der Forschungswerkstatt folgendermaßen:

In der „Forschungswerkstatt Schulentwicklung“ erforschen Schülerinnen* in kleinen Forschungsgruppen die eigene schulische Praxis. Die Forschungsgruppen bieten den Schülerinnen Raum, um eigene Fragen zu stellen und Phänomene zu untersuchen. Sie lernen so Methoden der Sozial- und Bildungswissenschaften in der Schule kennen und erwerben dabei propädeutische und forschungsorientierte Kompetenzen. Gleichzeitig werden die Schülerinnenbefähigt, eine reflektierte Haltung gegenüber der Institution Schule zu entwickeln und sie sozialwissenschaftlich zu erforschen, aber auch mit zu gestalten.
Unterstützung erhalten die SchülerInnen durch Masterstudierende des Seminars „Schulentwicklung“. Die Studierenden bieten zunächst Grundlagen zum Einstieg in Schulentwicklung und das Forschen an und stehen während des Forschungsprozesses als Coach für Fragen und Probleme zur Verfügung. Studierenden erhalten so einen Blick in die (Schul-)Praxis und erweitern ihr Wissen sowohl im Bereich Schulentwicklung aber auch hinsichtlich sozialwissenschaftlicher Forschungsmethoden sowie deren Umsetzung.
 Die Funktion als Lernbegleiter ermöglicht es den Studierenden ihr didaktisches Repertoire zu erweitern sowie bisherige Methoden und Kompetenzen weiterzuentwickeln und zu festigen.

Da die Pilotschule des ersten Durchgangs in Landau war, musste das Coaching auf elektronischem Wege geschehen, was sich als nicht ganz einfach herausstellte. Es war doch mehr Einarbeitung nötig als erwartet. Gespannt war ich vor allem, welche Themenbereiche Schülerinnen untersuchen wollten. Folgende Themen haben sich die einzelnen Schülergruppen dann ausgesucht: Mittel und Methoden zur Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls am Beispiel von Schulkleidung, Auswirkungen von Mitbestimmung im Unterricht auf das Klassenklima, Fragen zur Integration von Allgemeinwissen in den Unterricht, Fragen zur Überlastung im Unterricht sowie Fragen zur Motivation von Schülerinnen im Unterricht. Zu den einzelnen Themen planten die Schülerinnen dann Umfragen an der Schule, die sie im Anschluss mit Studierenden auswerteten. Ich freue mich schon, wenn die Schülerinnen ihre Ergebnisse dann auf der Tagung im Oktober auch mit der Öffentlichkeit teilen. Ebenso bin ich gespannt, welche Auswirkungen die Forschungswerkstatt an der Pilotschule hat, dazu vielleicht später mehr. Doch wie ist dieses Format eingeschätzt worden?

Die Rückmeldungen der Schülerinnen zur Forschungswerkstatt waren durchaus ambivalent: So haben viele auf der einen Seite das Forschen an eigenen Themenstellungen genossen. Auf der anderen Seite gestaltete sich aber neben der Forschungstätigkeit  die Zusammenarbeit mit den Studierenden als herausfordernd, angefangen von Austauschzeiten bis hin zur Kommunikationsform. Die unterschiedlichen Schul- und Unilogiken waren dabei auf vielen Ebenen spürbar.

Aber auch die Studierenden erlebten das Seminar als Herausforderung, brach es doch mit Vorstellungen und bisherigen Erfahrungen universitärer Lehre, die die Studierenden in der gemeinsamen Nachbesprechung als „Referate-Absitzen“ bezeichneten. In diesem Seminar mussten sie Verantwortung sowohl für die inhaltliche Ausgestaltung als auch für Schülerinnen übernehmen und waren konfrontiert mit einem Projekt, in dem nicht immer alles rundlief. Umso erfreulicher eine Rückmeldung aus dem Seminarbogen: „Im Seminar habe ich gelernt, wie man mit Problemen umgeht”.

Und nicht zuletzt für mich war das Seminar eine Herausforderung, zum einen im Handeln an der Schnittstelle zwischen Schule und Hochschule, zum anderen war ich auch immer wieder hin- und hergerissen zwischen Offenheit und Kontrolle, zwischen Laufenlassen und Einfangen – ein Balanceakt, der aber auch nochmals die Chance bot, mit den Studierenden, immerhin angehenden Lehrpersonen, quasi am Modell zu reflektieren.

Umso mehr freue ich mich daher, dass ich die Forschungswerkstatt im Wintersemester fortsetzen werde und die Anregungen zu Verbesserung von Schülern und Studierenden mitnehmen und umsetzen kann – mit einer neuen Gruppe Schülerinnen und Schüler, neuen Lehrpersonen und neuen Studierenden. Die Vorbereitungen laufen so langsam an.

*Es war in der Tat eine reine Mädchenklasse – auch eine neue Erfahrung für mich.

MOOCs Completion Rates and Possible Methods to Improve Retention – A Literature Review

Weiterbildungsblog - Juli 29, 2014 - 18:31

Durchschnittlich 7,5 Prozent der Lernenden, die sich für einen MOOC anmelden, bleiben bis zum Ende dabei und schließen ihn mit einem Zertifikat ab, so eine Studie. Natürlich sind diese “completion rates” nicht mit denen “normaler” Zertifikatskurse vergleichbar, und doch wird sich mit diesen Zahlen kein MOOC-Anbieter zufrieden geben. Also haben sich die Autoren in den bis heute vorliegenden Erfahrungsberichten umgeschaut und die Gründe für einen Abbruch gesammelt: “The reasons found are lack of time, lack of learners’ motivation, feelings of isolation and the lack of interactivity in MOOCs, insufficient background and skills, and finally hidden costs.”

Und wie lässt sich dieser Entwicklung entgegensteuern? Hier wird die Luft dünn: “For example accommodating students to different timetables, promoting student completion or enhancing “student to students ” and “student to instructor” interaction as well as increasing online learning skills.” Vielleicht, weil die Antwort nur zum Teil auf der Ebene des einzelnen Online-Kurses und seiner Gestaltung liegt …
Hanan Khalil und Martin Ebner, In: Proceedings of World Conference on Educational Multimedia, Hypermedia and Telecommunications 2014, S. 1236-1244 (via e-Learning Blog)

Smarter Socially Mediated Conversations

Weiterbildungsblog - Juli 28, 2014 - 19:29

Seit über zwölf Jahren reist David Gurteen mit der Idee der Knowledge Cafés durch die Welt. Der Charme des Formats liegt für ihn natürlich in den “face-to-face conversations”, in kleinen Gruppen von idealerweise fünf Personen, die Erfahrungen austauschen und voneinander lernen. In dieser Präsentation hält David Gurteen noch einmal die wichtigsten Prinzipien seines Café-Modells fest, fasst einige Erfahrungen der letzten Jahre zusammen, bevor er sich der Frage stellt: “So what does this mean for online discussion forums & a potential virtual knowledge cafe?” Es folgen einige interessante Stichworte, doch es bleiben unübersehbar zweitbeste Lösungen.
David Gurteen, Gurteen Knowledge Letter, Issue 169, July 2014

Smarter Socially Mediated Conversations ECSM 2014 from David Gurteen

The Post-LMS LMS

Weiterbildungsblog - Juli 28, 2014 - 09:46

Hat der LMS-Markt hierzulande in letzter Zeit Nachrichten produziert? Einige News sind dem Thema “Massive Open Online Courses” geschuldet, aber sonst ist es auf dem Spielfeld ruhig. Ganz anders, wenn man die Aktivitäten der Lernplattform-Anbieter auf dem amerikanischen Hochschulmarkt (Blackboard, Desire2Learn, Instructure, Moodle and Sakai) betrachtet. Da wird munter akquiriert, getagt und spekuliert. Erste Konturen eines “learning ecosystems” werden beschrieben. Ein Experte spekuliert: “You’re just starting to see that concept of, ‘Here is your Amazon of learning tools and content to choose from within your LMS — use what you like’ ..”
Carl Straumsheim, Inside Higher Ed, 18. Juli 2014

Rückblick: #pleconf 2014 in Tallinn (Estland)

Sandra Hofues - Juli 27, 2014 - 12:56

Seit einer Woche bin ich wieder zurück, aber die Reise nach Tallinn (Estland) zur PLE-Konferenz 2014 wirkt noch nach. Zum einen, weil Tallinn für Technologie-affine und interessierte Personen ein spannender Ort ist (viel wurde nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion neu aufgebaut bzw. befindet sich im Aufbau; Ähnliches gilt übrigens für das Bildungssystem, das sich weitestgehend an Skandinavien orientiert); zum anderen, weil die PLE-Konferenz eine kleine, aber smarte Veranstaltung ist, die ich seit längerem mal besuchen wollte. Glück hatte ich, dass der Besuch dieses Jahr durch die Semesterferien an der ZU zeitlich gut möglich war und dass Sebastian mich an die Konferenz erinnert hat, sodass ein Wiedersehen in Tallinn möglich wurde.

Drei Dinge nehme ich inhaltlich vom Konferenzbesuch mit: Erstens habe ich durch den Konferenzbesuch eine Vielfalt der Positionen zu Personal Learning Environments wahrgenommen, die im deutschsprachigen Raum eher als soziotechnisch geprägt gilt und sich gegen den Vorwurf technischer Auslegungen (vs. didaktischer Konzepte) häufig wehren muss. In der internationalen Diskussion sind diese Pole auch spürbar, aber bewegen sich eher auf einem Kontinuum mit vielfältigen Ausprägungen und disziplinären Hintergründen hin und her. Auch sind die Diskussionen mal theoretisch-konzeptioneller Natur, mal geht es um die Empirie „dahinter“ (Stichwort: Evidenzbasierung), und mal werden praktische Implikationen für recht unterschiedliche Kontexte offen diskutiert. Mein Interessensgebiet der Medienökologien lässt sich in Teilen in der Diskussion verorten, durch den mediensoziologischen und hochschuldidaktischen Bezug geht sie aber teilweise beträchtlich darüber hinaus oder vertieft eher Gestaltungsfragen. Auch habe ich den Eindruck, dass so manche Diskussion im weiten Feld von Lernumgebungskonzepten, Medienökologien oder Bildungsräumen eine spezifisch deutsche ist: nämlich die um Konzepte von Medien und Bildung, die hierzulande Hochschul- und Mediendidaktik und technische Entwicklungen maßgeblich prägen. Insofern nehme ich zweitens von der Konferenz mit, wie stark eigene Arbeiten dem Bildungsverständnis unterliegen, ganz unabhängig davon, ob man es tatsächlich thematisiert und damit zum Gegenstand von (Forschungs-)Aktivitäten macht. Deutlich wurde dies bspw. am Ansatz des Design as Research, den Heidrun Allert und Sabine Reisas präsentierten: Während mir grundlegende Ideen, u.a. auch durch den engen paradigmatischen Bezug zu Design-Based Research gleich klar wurden, hatten internationale Tagungsgäste durchaus Schwierigkeiten, Zugang zum Ansatz zu finden. Letzteres mag daran liegen, dass es zwar Diskurse über Lernen (engl. Learning) und Erziehung (engl. Education) gibt, der Bildungsbezug aber historisch gesehen fehlt. In Deutschland ist hingegen üblich, eine „Bildung durch Wissenschaft“ an Hochschulen ideell bzw. normativ zu unterstützen, was sich auf Positionen zum Lernen und zur Didaktik nachhaltig, oft aber nur implizit auswirkt. Drittens nehme ich tatsächlich den Ansatz des „Design as Research“ mit, der über die Methode des Design Thinking hinaus geht und versucht, insbesondere implizites Wissen gemeinsam produzierend und kreativ offen zu legen. Noch fehlte die Zeit, an dieser Stelle nachzulesen, daher vorerst ein Tipp zu einem weiterführenden Konferenzbeitrag der Kieler.

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung bin ich in Tallinn auf eine kleine, interessierte Gruppe an Forschenden und Praktikern gestoßen, die sich sehr offen für Gespräche und neue Personen in „ihrer“ Community gezeigt haben. Letzteres ist ein wiederholt schönes Gefühl, als „Sparringspartnerin“ oder „Satellit“ gerne gesehen zu sein. Entsprechend denke ich gerne zurück an die vier Tage in Estland, die auch persönlich bereichernd waren: Selten zuvor bot sich die Gelegenheit, in ein modernes westliches, aber auch russisch geprägtes Land zu blicken und in Kultur und Lebensweisen durch Sebastians tolles Rahmenprogramm ein wenig einzutauchen. Tänan!

Warum Plagiatheken nicht die Lösung sind

Gabi Reinmann - Juli 26, 2014 - 10:01

Letzte Woche hatten wir (Sandra und ich) Besuch an der Zeppelin Universität von Christian Rapp von der ZHAW. Ich möchte aus diesem Gespräch an der Stelle nur mal ein Thema herausgreifen: das wissenschaftliche Arbeiten. Zusammen mit anderen Autoren hat Christian Rapp eine Seite zu Internetrecherche und Wissensmanagement an Hochschulen erstellt, nämlich hier. Uns ist natürlich gleich das Augsburger Projekt Informationskompetenz eingefallen, das – schon vor etlichen Jahren – für die Virtuelle Hochschule Bayern erstellt worden ist (hier und hier). Freilich, neu ist das alles nicht (bis auf die medialen Neuheiten in dem Sinne, dass es immer wieder neue digitale Werkzeuge gibt, die man im Rahmen des wissenschaftlichen Arbeitens nutzen kann). Selber komme ich auch immer wieder auf dieses Thema zurück – und das seit Beginn meines Blogs, wie ich mir nach kurzer Recherche auf den eigenen Seiten nochmal selbst bestätigt habe

Bereits 2006 habe ich z.B. auf das Buch von Baumgartner und Payr verweisen, die damals die digitalen Medien stärker als die meisten anderen (zahlreichen) Bücher zum wissenschaftlichen Arbeiten thematisiert haben – Blogbeitrag dazu hier.

Mehrfach habe ich mir dann später noch die Frage, was eigentlich alles zum wissenschaftlichen Arbeiten gehört, wie man es am besten fördert, wann Studierende Unterstützung brauchen, in welchem Verhältnis das wissenschaftliche Arbeiten zur Methodenausbildung steht etc. Interessant ist z.B. (2010) auch die Frage, ob wissenschaftliches Arbeiten etwas ist, was man teilweise oder ganz in die Hände von Tutoren legen kann – Blogbeitrag dazu hier.

Eine (jedenfalls auf fortgeschrittenem Niveau) äußerst wirksame, wenn auch aufwändige Methode sind Writer´s Workshops (2010), die wir im Doktorandenkolloquium umfassend erprobt haben – Blogbeitrag dazu hier.

Für mich von großem Interesse ist, welche Rolle das Schreiben beim wissenschaftlichen Arbeiten und vor allem auch beim wissenschaftlichen Denken spielt. Daher gefallen mir Bücher, wie die von Otto Kruse, auf das ich 2011 hingewiesen habe – Blogbeitrag dazu hier (und Otto Kruse kommt jetzt wieder mit dem Kontakt zu Christian Rap ins Spiel, weil beide zusammen u.a. an einem „Thesis Writer“-Unterstützungsangebot arbeiten)

Dass Sprache nicht nur dazu dient, das, was man denkt, aufzuschreiben, sondern dass das Schreiben auch ein Erkenntniswerkzeug ist, ist mir ein besonderes Anliegen. Statt einer pseudowissenschaftlich aufgeblasenen Sprache mit möglichst vielen Fremdwörtern und Schachtelsätzen kommt es auf eine präzise und klare Sprache an, mit der das Denken zum Ausdruck kommt und gleichzeitig strukturierter und/oder gehaltvoller wird – Blogbeitrag dazu hier.

Wenn man bedenkt, dass diejenigen Inhalte, die gemeinhin unter das wissenschaftliche Arbeiten subsumiert werden, zum „Werkzeug“ für einen Einstieg in ein wissenschaftliches Studium und in die Wissenschaft gehören (neben den Methoden, die sich vom wissenschaftlichen Arbeiten keineswegs immer so eindeutig abgrenzen lassen), dann ist schon erstaunlich, wie wenig grundlegend man sich dieser Herausforderung an den Hochschulen bisweilen widmet – und darüber habe ich z.B. 2012 aufgeregt – Blogbeitrag dazu hier.

Welche wirklich desaströsen Folgen es hat, wenn Studierende innerhalb eines Bachelorstudiums keinen Zugang zum wissenschaftlichen Arbeiten finden, lässt sich dann leider an abschließenden Bachelorarbeiten ablesen. Was man in der letzten Phase vor Abschluss des Bachelor-Studiums in solchen Fällen noch tun kann, ist begrenzt. Ich hatte das 2012 versucht; noch sind die Unterlagen online verfügbar – Blogbeitrag dazu hier.

Zum Thema „Verfassen von Bachelorarbeiten unter der Perspektive des forschenden Lernens“ – hat übrigens Hannah Dürnberger kürzlich ihre Dissertation abgeschlossen: die erste für mich an der Zeppelin Universität – erfolgreich natürlich ;-). Wir hoffen, dass die Arbeit bald online zugänglich sein wird.

Merkblätter, Web-Seiten, Bücher etc. gibt es zum wissenschaftlichen Arbeiten genug, und man fragt sich ja schon, ob das überhaupt nötig ist. Wären nicht weniger und dafür kollaborativ erstellte Unterlagen besser? Macht denn jeder Wissenschaftler oder Fachbereich an jeder Uni seine eigenen Regeln? Und warum wissen wir eigentlich so wenig darüber, was all diese Hilfsmittel und Unterstützungsangebote bringen und wie wir das besser machen können? Und warum denken wir vergleichsweise wenig darüber nach, welchen Stellenwert das wissenschaftliche Arbeiten jenseits der Erfüllung gesetzter Normen hat? Meiner Ansicht nach wird genau das nach wie vor am besten im Buch von Werner Sesink deutlich (hier eine Rezension).

Ich komme jedenfalls immer mehr zu dem Schluss, dass das sogenannte wissenschaftliche Arbeiten zum einen in seiner Relevanz für das Studium unterschätzt wird und daher zu wenig systematisch und ernsthaft über das gesamte Studium hin eingeübt, unterstützt und vor allem auch reflektiert wird. Zum anderen glaube ich, dass es wichtig wäre, die Verbindungen zwischen wissenschaftlichem Arbeiten, Projektmanagement (wenn es denn ebenfalls separat angeboten wird) und Methoden bzw. empirische Methoden (mit Betonung eines breiten Empireverständnisses) deutlicher herauszuarbeiten und in der Praxis entsprechend verzahnt anzubieten. Zu Studienbeginn kann man – so vermute ich – als Studierender diese Verbindungen noch nicht allein herstellen; eher werden dann einzelne Angebote in Form von Veranstaltungen und Modulen eben abgehakt, weil sie Pflicht sind (oder gar nicht erst besucht, weil sie optional sind). Der Sinn und die Relevanz erschließen sich dann eben nicht von allein.

Inzwischen nehmen sich schon die Medien außerhalb der akademischen Welt dem Thema an. Ein Beispiel wäre der folgende Link bei Zeit Online hier.

Und klar: Bei öffentlichkeitswirksamen Plagiatsfällen steigt das Interesse auch von Laien, was wohl hinter dem „richtigen“ wissenschaftlichen Arbeiten steckt (im besten Fall) – dazu gibt es auch ein paar Blogbeiträge nämlich z.B. hier und hier (2011)  sowie hier (2012). Leider bleiben die Diskussionen darüber oft oberflächlich und lassen verschiedene Web-Seiten und elektronische Tools aus dem Boden sprießen (sogar eine „Plagiathek“ lässt sich im Netz finden).

Fazit? Wissenschaftliches Arbeiten darf man nicht in ein paar Workshops und Tutorien zu Studienbeginn verbannen – das ist ein Thema, um das sich Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter und Studierende fortwährend ernsthaft kümmern müssen – und mehr Zusammenarbeit auf diesem Gebiet wäre wirklich ein Segen.

MOOC points from a real learner

Weiterbildungsblog - Juli 25, 2014 - 13:46

Ein Erfahrungsbericht, kurz und schmerzlos: For the last 9 weeks I have been enrolled in a Coursera MOOC ‘An Introduction to Marketing’, run by Wharton at the University of Pennsylvania. Here’s the question; was it worth it and have my marketing skills improved? YES & YES!”
Carl Clark, Donald Clark Plan B, 25. Juli 2014

The New American University: Massive, Online, And Corporate-Backed

Weiterbildungsblog - Juli 24, 2014 - 21:27

Eine richtig spannende Geschichte wird hier erzählt, die sehr anschaulich verdeutlicht, warum der Hype um Massive Open Online Courses nur in den USA entstehen konnte. Es geht um eine öffentliche Universität, die Arizona State University (ASU), die vor vier Jahren entschied, dass eine bzw. ihre Zukunft nur in Online-Kursen liegen könne. Also hat man auf Partnerschaften gesetzt, zuerst mit Pearson, dem Medienkonzern, dann mit Starbucks, der Kaffeehaus-Kette, und nebenbei mit Knewton, der “adaptive learning company”. Die Pläne sind ehrgeizig, denn man will dorthin, wo der schwächelnde “for-profit”-Riese im Online-Lernen, die University of Phoenix, heute ist. Kritiker merken leise an, “it’s a product that’s essentially untested”.

“Public universities, experts say, are positioned to succeed in the online sphere because they have clout and name recognition that MOOCs and for-profits like Phoenix and Corinthian can’t match. MOOCs have been unsuccessful, in part because the certificates earned had little currency with employers or established universities …”
Molly Hensley-Clancy, BuzzFeed, 21. Juli 2014

Making Learning Personal!

Weiterbildungsblog - Juli 24, 2014 - 07:07

Man könnte jetzt erst einmal etwas über die Schlagzeile philosophieren. Aber das überspringe ich hier. Elliott Masie schreibt jedenfalls “personalization” jedem Programmmanager und Bildungsexperten ins Stammbuch. Und dabei geht es heute um mehr als um Wahlmöglichkeiten. Es geht um intelligente Systeme, die diese Wahlmöglichkeiten permanent anpassen, verändern und optimieren. Oder, etwas systematischer:

“Learning personalization will require newer layers of technology, newer design models and even new language for learners and managers to communicate their preferences. We have found it helpful to look at learning personalization through a four-tiered model: Chosen by my preferences; driven by big and small data; shaped by social collaboration; and designed by the organization.”
Elliott Masie, CLO Magazine, 21. Juli 2014 (via Learning 2014 Blog)

Learn alone, or together?

Weiterbildungsblog - Juli 23, 2014 - 16:01

Annie Murphy Paul spielt mit dem Typ des Autodidakten, wie er uns gerade in der IT häufig über den Weg läuft (Bill Gates ist vielleicht das prominenteste Beispiel). Sind es nicht gerade diese Typen, die auch das Bild des selbstorganisierten Lerners prägen? Mit welchen Konsequenzen? Denn die meisten Menschen sind offensichtlich keine Autodidakten, brauchen Struktur sowie Unterstützung durch Lehrende und Mitlernende. Und auch so mancher Autodidakt entpuppt sich bei näherem Hinsehen als jemand, der keineswegs jeden Schritt alleine geht. Ist self-directed learning gar “an urban legend in education?” Ein interessantes Forschungsfeld und eine lesenswerte Kolumne.

“For most, that will mean the physical presence of teachers, of peers, of classrooms and schools. No human being learns in isolation; education is an inherently social enterprise. Even the autodidact is surrounded by social influences, guided by the voices of parents and past teachers, as he roams library stacks and Internet sites alone.”
Annie Murphy Paul, The Brilliant Report, 23. Juli 2014

Einfach gute Weiterbildung – nur wie? Mit einem konsequent an den Bedürfnissen der Weiterbildungspraxis ausgerichteten Online-Portal!

Weiterbildungsblog - Juli 22, 2014 - 17:00

Das DIE (Deutsches Institut für Erwachsenenbildung) und die Bertelsmann Stiftung wollen ein offenes Online-Portal entwickeln, “um Lehrkräften der Weiterbildung ein fundiertes Angebot zur Erweiterung eigener Kompetenzen anzubieten und dadurch die Professionalitätsentwicklung zu unterstützen”. Hier wird ein erster Werkstattbericht vorgelegt und berichtet, was die Zielgruppe sich wünscht: Wissensbausteine, Lehrmaterialien, Unterrichtskonzepte, Checklisten, Austausch und Vernetzung, eine Expertenlandkarte sowie ein transparenter Umgang mit Nutzerdaten. Nichts Ungewöhnliches, aber ich bin sehr gespannt, wie man Trainer, Coaches, Bildungsreferenten, Programmmanager, VHS-Dozenten, Community Manager und E-Learning-Experten, um nur die Spitze des Eisbergs zu nennen, unter einen Hut bekommen will.
Monika Fischer, Blog „Aus- und Weiterbildung“/ Bertelsmann Stiftung, 17. Juli 2014

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