Sammlung von Newsfeeds

Videos als Lernressourcen: besser handhabbar durch neue Webservices

scil - Juli 1, 2014 - 04:03
Filme (und Videos) sind spätestens seit den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts (Stichworte hier: Videorekorder und Schulfernsehen) ein Bestandteil des breit verfügbaren Medienmixes für Lehr-Lernprozesse. Filme und Videos werden insbesondere wegen ihres Potenzials, vergleichsweise direkte und authentische Erfahrungssituationen zu ermöglichen (z.B. durch filmische Dokumentationen zur Arbeitstechnik traditioneller Schmiede in Afrika, zum Ablauf der Endkontrolle beim

The future of universities. The digital degree

Weiterbildungsblog - Juni 30, 2014 - 17:30

Eine Zusammenfassung der laufenden MOOC-Aktivitäten liefert der Economist. Mit den üblichen Zutaten wie “change”, “revolution” und der “reinvention of the university”. Auf die Treiber dieser Entwicklung haben die Autoren bereits mehrmals hingewiesen: das wacklige Geschäftsmodell der (amerikanischen) Hochschulen, die “explosion in online learning” und ein Arbeitsmarkt, der das lebenslange Lernen seiner Mitspieler verlangt.

Kosten, Technologie und Nachfrage. Vor diesem Hintergrund wird daran erinnert, dass es keinen Grund gibt, MOOCs vorschnell abzuschreiben: “Since the first wave of massive online courses launched in 2012, a backlash has focused on their failures and commercial uncertainties. Yet if critics think they are immune to the march of the MOOC, they are almost certainly wrong. Whereas online courses can quickly adjust their content and delivery mechanisms, universities are up against serious cost and efficiency problems, with little chance of taking more from the public purse.”
The Economist, 28. Juni 2014

TED: Chris Domas: The 1s and 0s behind cyber warfare - Chris Domas (2013)

TEDTalk - Juni 30, 2014 - 15:18
Chris Domas is a cybersecurity researcher, operating on what’s become a new front of war, "cyber." In this engaging talk, he shows how researchers use pattern recognition and reverse engineering (and pull a few all-nighters) to understand a chunk of binary code whose purpose and contents they don't know.

Wie smarte Dienste die Arbeit aufmischen

Weiterbildungsblog - Juni 30, 2014 - 04:30

Gunter Dueck hat sie an einigen Stellen schon beschrieben, die neue smarte Service-Ökonomie. Bernd Bienzeisler (Fraunhofer-Institut für 
Arbeitswirtschaft und Organisation) macht es etwas komprimierter, wenn er uns mit einigen Beispielen innovativer, informationsbasierter Dienstleistungen füttert. Im Anschluss riskiert er drei plausible Thesen zur Zukunft der Arbeit und ihren Auswirkungen auf Qualifikationen und Beschäftigungsfähigkeit:

“These 1: Es kommt zu einer technologischen Integration 
von Arbeits- und Lebenswelten …
These 2: Soziale Kompetenzen werden zum Engpassfaktor …
These 3: Es entsteht ein neues Bewusstsein für Arbeit …”

Bernd Bienzeisler, Magazin Mitbestimmung, 06/2014

Züge einer Oskar-Verleihung

Gabi Reinmann - Juni 29, 2014 - 04:28

Endlich Abi – Herr Rau hat bereits aus der Großstadt berichtet, wie die Verleihung das Abi-Zeugnisses heutzutage so abläuft (hier) und Frank hat beigesteuert, wie das am Ende des Münchner S-Bahn-Bereichs aussieht (hier) – also SEHR ähnlich. Ich berichte hier ja normalerweise nicht über private Dinge, aber das Ereignis war für mich ja auch außerhalb der Elternrolle interessant: Wie gestalten angehende Studierende ihren letzten Tag an der Schule? Im Vorfeld hat jemand zu mir gesagt: Das hat inzwischen Züge einer Oskar-Verleihung. Ich habe ungläubig gelacht, vergeblich versucht, mich daran zu erinnern, wie ich selbst vor nunmehr fast 30 (!!) Jahren mein Abi-Zeugnis erhalten habe, aber: Da ist was dran – jedenfalls, wenn man den Abend dazu zählt, der einer Modeschau glich und dem Einzelhandel zusammen genommen eine Vorfreude auf das Weihnachtsgeschäft bereitet haben muss.

Die Zeremonie dauerte zunächst einmal Stunden: Viele Reden und Grußworte, und mal ehrlich: Manches, was da so gesagt wird, ist nicht nur peinlich, sondern auch falsch, und man fragt sich: Wovon ist die Rede: von der Schule, wie man sie so nebenher viele Jahre mitbekommen hat, oder doch von etwas anderem – irgendeiner Wunsch-Institution? Dann aber auch Lichtblicke: kreative Fünftklässler, knappe und humorvolle Worte eines Politikers, ein geniales Gedicht auf Bayerisch von einem Lehrer, dem die Schüler am Ende mit ihrem großen Applaus zeigten, dass es doch so etwas gibt wie Respekt und Anerkennung gegenüber Lehrern. Sehr zahm war die Schüler-Rede – schade. Dafür waren die Aufritte der Abiturienten beim Abholen der Zeugnisse mehr als kurzweilig. Junge Menschen in Dirndl und Lederhose, Cocktail-Kleid und Anzug und ein paar (wenige!) Etikette-Verweigerer holten sich mit selbst gewählter Musik ihre Zeugnisse und eine Rose ab – jede/r auf ihre/seine Weise: selbstbewusst mit Siegerpose, fröhlich mit Luftsprung, verhalten mit schnellem Schritt, erleichtert mit einem Winken ins Publikum, weltmännisch auftretend mit Schulterklopfen und am Ende doch ganz individuell und das ist gut so, das hat mir gefallen: von Homogenität keine Spur, wenn man genau hinsieht, auch wenn sich kleider- und musikmäßig scheinbar Gruppen bilden lassen. Wenn es doch nur gelänge, diese Heterogenität zu erhalten, wegzukommen von den normierten Kompetenz- und Leistungsansprüchen – es wäre besser für uns und für die Gesellschaft.

Anarchische Zeichen – wie Herr Rau schreibt – bleiben die Ausnahme: der Eselskopf als lautes oder der Schuhverzicht als leises Zeichen. Aber es gibt sie noch, diese Zeichen, und das lässt doch hoffen!

Pro und Contra: Positionen zu Learning Analytics

Weiterbildungsblog - Juni 27, 2014 - 21:58

Obwohl Learning Analytics gegenwärtig mehr theoretisch als praktisch gelebt wird, gibt es durchaus unterschiedliche Standpunkte. Für e-teaching.org die Gelegenheit, mit der Debatte um Learning Analytics eine neue Rubrik “Meinung” zu eröffnen. Es gibt eine Pro- (Ulrik Schroeder/ Mohamed Amine Chatti) und eine Kontra- (Kai-Uwe Loser) Fraktion, ihre ausformulierten Positionen sowie eine visualisierte Pro-und-Contra-Skala (hier hatte ich allerdings eine kurze Abstimmungsmöglichkeit inkl. Ergebnis erwartet).

“Learning Analytics, die Erhebung von Daten über Lernende und ihren Lernkontext, polarisiert: Befürworter sehen darin Chancen für eine Verbesserung von Bildungsangeboten, Kritiker befürchten, dass es zu einer Kultur der Überwachung kommt und wissenschaftlich unbegründete Rückschlüsse über Lehr-/Lernprozesse gezogen werden.”
e-teaching.org, 27. Juni 2014

TED: Julian Treasure: How to speak so that people want to listen - Julian Treasure (2013)

TEDTalk - Juni 27, 2014 - 14:38
Have you ever felt like you're talking, but nobody is listening? Here's Julian Treasure to help. In this useful talk, the sound expert demonstrates the how-to's of powerful speaking — from some handy vocal exercises to tips on how to speak with empathy. A talk that might help the world sound more beautiful.

Wearable Learning: the next big thing!

Weiterbildungsblog - Juni 27, 2014 - 05:01

Das Google Glass Explorer Program ist in UK angekommen, und Jane Hart macht sich gleich Gedanken über den Eintritt in das “post-mobile age”, über die Nutzung von Wearables (Google Glass, smart watches, jewellery, etc.), über Privatsphäre, Sicherheit und Lernen:

“In terms of learning, the future use of wearables will not be about trying to shrink content to fit onto these devices – as we have seen happen with mLearning, but to think differently about how we can support learning and performance support through these devices. But one thing is for certain, as Jeanne Meister points out in Forbes:
Social learning and mobile learning on your tablet or SmartPhone will seem so yesterday!”

Jane Hart, Learning in the Modern Workplace, 26. Juni 2014

“Engagiert statt resigniert – Das innere Feuer (neu) entfachen”: Thema des 10. Ostschweizer Personaltags

scil - Juni 27, 2014 - 04:37
Am Donnerstag, 26. Juni 2014 fand in Gossau (CH) der 10. Ostschweizer Personaltag zu diesem Rahmenthema statt. Es war eine sehr gut besuchte Veranstaltung mit rund 280 Teilnehmenden und spannenden Referenten: Prof. Dr. Antoinette Weibel (Inhaberin des Lehrstuhls für Personalmanagement an der Universität St. Gallen), Dr. Ludwig Hasler (Publizist und Philosoph), Matthias Mölleney (peopleXpert und

The Talent Management Systems Market Surges Ahead

Weiterbildungsblog - Juni 27, 2014 - 04:12

Josh Bersin hat wieder einmal den Markt der Talent Management-Systeme vermessen. Es ist schon erstaunlich, wie viele Bereiche und Kategorien heute das ausmachen, was einmal schlicht “Personalarbeit” hieß, und welche Anforderungen damit zugleich an eine integrierte, unternehmensweite Systemlösung gestellt werden. Alleine für den Bereich “Learning Management”, das nur als Beispiel, zählt Josh Bersin folgende Funktionen auf:

Training Administration, Learning Content Management, e-Learning Management, Social and Collaborative Learning, Customer and Partner Training (extended enterprise), Training Packages, eCommerce and Training Commerce, Certification Administration, Testing and Assessment, Learning and Productivity Analytics.

Beeindruckend! Weitere Infos aus dieser Markt-Übersicht: Die geschilderten Bereiche und Funktionen entwickeln und verändern sich viel zu schnell, als dass sie z.B. von einigen wenigen ERP-Anbietern wie SAP dominiert werden können (auch wenn mit Blick auf die integrierten, unternehmensweiten Lösungen dies ein naheliegender Gedanke ist). Und Josh Bersin bezeichnet gerade den Learning Management-Bereich als Innovationstreiber:
“I believe the LMS market is entering a whole new era of innovation - focused much more heavily on integration with MOOCs, enabling corporate expertise to be shared, and finally delivering on “on-demand” learning.”
Josh Bersin, Bersin by Deloitte/ Josh Bersin’s Blog, 26. Juni 2014

TED: Ge Wang: The DIY orchestra of the future - Ge Wang (2014)

TEDTalk - Juni 26, 2014 - 14:47
Ge Wang makes computer music, but it isn’t all about coded bleeps and blips. With the Stanford Laptop Orchestra, he creates new instruments out of unexpected materials—like an Ikea bowl—that allow musicians to play music that’s both beautiful and expressive.

WWW-based online education turns 20 this summer

Weiterbildungsblog - Juni 26, 2014 - 04:55

Eine kleine Zeitreise, die Phil Hill hier anbietet: “To the best of my knowledge (correct me in comments if there are earlier examples), the first accredited school to offer a course over the WWW was the Open University in a pilot Virtual Summer School project in the summer of 1994. The first course was in Cognitive Psychology, offered to 12 students, …”

Es folgt eine originale Beschreibung des damaligen Projekts, inkl. der technischen Infrastruktur. Nur am Rande, den Begriff e-Learning gab es damals noch nicht. Und Audrey Watters ergänzt in einem Kommentar: “It’s also the 25th anniversary of the first 1:1 laptop program too” und spendiert uns einen Link zu “Logo in Australia”
Phil Hill, e-Literate, 24. Juni 2014

Norwegian MOOC commission

Weiterbildungsblog - Juni 25, 2014 - 16:58

Auch auf die Gefahr hin, dass diese Woche sehr “MOOC-lastig” wird: Norwegen war ja letztes Jahr das erste Land, das eine nationale Kommission beauftragt hat, das Potenzial von MOOCs zu untersuchen. Jetzt liegt der entsprechende Bericht vor, allerdings auf Norwegisch, aber Alastair Creelman hat netterweise die wichtigsten Botschaften zusammengefasst und eingeordnet. Hier ein Auszug aus den Empfehlungen des Berichts:

  • “A major national investment of up to €16-47 million annually in the coordinated development of online education in the country. This includes the formation of at least one national MOOC platform, research-based competence and knowledge development, cooperation between higher education and industry in using MOOCs for work-related training and research into learning analytics.
  • Create a clear Norwegian MOOC profile and cooperate in the Nordic region.”

Eine gute Ergänzung des gestrigen HRK-Papiers, auch mit Blick auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten.
Alastair Creelman, The corridor of uncertainty, 19. Juni 2014

TED: Naomi Oreskes: Why we should trust scientists - Naomi Oreskes (2014)

TEDTalk - Juni 25, 2014 - 15:26
Many of the world's biggest problems require asking questions of scientists -- but why should we believe what they say? Historian of science Naomi Oreskes thinks deeply about our relationship to belief and draws out three problems with common attitudes toward scientific inquiry -- and gives her own reasoning for why we ought to trust science.

Lieber Harvard als Hannover? Wie der “digitale Tsunami” zur Erfolgswelle für Bologna werden kann

Weiterbildungsblog - Juni 25, 2014 - 13:56

Will man Harvard & Co. das Spielfeld wirklich überlassen? Wie kann man die europäischen Hochschulen für das Online-Lernen in Form von POOCs (”personalized” statt “massive”) begeistern? Die Autoren setzen auf die Mobilität der Bildung, auf Bologna und ECTS. Ihr Plädoyer: „Bologna Digital” ist eine große Herausforderung, aber eine noch größere Chance, aus dieser oft kritisierten Reform endlich eine echte Erfolgsgeschichte zu machen.” Gewagt.
Jörg Dräger (in Zusammenarbeit mit Ralph Müller-Eiselt), The European, 24. Juni 2014

Rückblick: #jfmh14

Sandra Hofues - Juni 25, 2014 - 10:48

Ein Rückblick auf ein ‚Event‘ der letzten Tage fehlt an dieser Stelle definitiv noch: Die Betrachtung des Jungen Forums Medien und Hochschulentwicklung, das in diesem Jahr zum dritten Mal ausgerichtet wurde und am 13. und 14. Juni 2014 an der TU Dresden stattfand. Die TU Dresden, insbesondere Andrea Lißner und Team, war dabei ein toller Gastgeber: Im modernen Informatikgebäude gab es genügend Platz für Austausch, aber auch eine ausreichende Zahl an Steckdosen und viele ungewöhnliche Sitzgelegenheiten, die sowohl die individuelle Programmgestaltung als auch Kollaboration über Fachgesellschaften und Tracks hinaus möglich machten. Inhaltlich bot die Tagung ein breites Spektrum an Themen und Vertiefungen an. So waren es vor allem die Keynotes, die zum Denken in unterschiedliche Richtungen anregten. Erwähnt sei bspw. Markus Krajewski aus Basel mit seinem ‚produktiven Verzetteln‘. Die Metapher des Verzettelns geht dabei auf den Zettelkasten zurück, den viele Forschende seit Jahrhunderten einsetzen, um ihre Studien zu dokumentieren und zu reflektieren. Sie nutzen den Zettelkasten dann als Ausgangspunkt für neue Texte, da er seit jeher eine Form des externalisierten Gedächtnisses ist. Die Metapher des Verzettelns mit und ohne Zettelkasten erweist sich auch dann als nützlich, wenn man digitale anstelle von analogen Medien zur Dokumentation einsetzt. Krajewski selbst zeigte ein eigens entwickeltes Werkzeug, um ‚produktives Verzetteln‘ anzustoßen (siehe seine Software ‚Synapsen‘). In ähnliche Richtungen stoßen aber letztlich alle Literaturverwaltungssysteme und Social Bookmarking-Tools. Der mediengeschichtliche Zugang zu einem sowohl medientechnisch als auch medienpsychologisch höchst interessanten Thema hat sich dabei als absolut brauchbar erwiesen und in Randgesprächen wurde vielfach auf diese Keynote verwiesen. Diskutiert wurde allerdings eifrig darüber, dass der historische Zugang insgesamt einer 1:1-Übersetzungs-Logik folgt, d.h. analoge Handlungspraxen werden vorwiegend in digitale übertragen. Dass und wie digitale Werkzeuge hier Erweiterungen anbieten und damit neue Handlungspraxen durch Gebrauch erzeugen, wurde in dieser Keynote eher nicht thematisiert. Dafür hatte aber am Folgetag Christina Schwalbe von der Universität Hamburg einige Ideen, wie sich Handlungspraxen in der digitalen Welt von solchen in einer Buchkultur unterscheiden. Dabei halfen zwei Tabellen/Abbildungen besonders (zu den Folien): Zum einen bot die Tabelle zur Entwicklung von Leitmedien und kulturellen (Handlungs-)Praxen eine Einordnung unterschiedlicher Praxen und Erweiterungen an. Zum anderen wurde auf unterschiedlichen Gestaltungsebenen argumentiert, nämlich auf solchen, die im engeren Sinne der Didaktik zuzuordnen sind, aber eben auch auf solchen, die eher der Organisationsentwicklung und darin im Besonderen einer systemtheoretischen (Denk-)Richtung zuzuordnen sind. Die Bezugnahme auf die strukturale Medienbildung von Jörrissen und Marotzki erwies sich im Kontext der Nachwuchstagung zudem als hilfreich, da anhand der zweiten Keynote der praktische Gehalt einer Theorie der Medienbildung deutlich wurde. Vertiefungen ganz anderer Art bot später Peter Baumgartner mit seinem Workshop zu Publikationsindizes an, der bei der Gruppe der Nachwuchsforschenden und -praktiker auf großes Interesse gestoßen ist, auch wenn der Sinn der Auseinandersetzung mit dem Publizieren mehrfach erst auf den zweiten Blick erkannt wurde (zum Rückblick auf den Workshop). Überhaupt sind es solche Aha-Effekte, die man in vielen Gesprächen auf dem Jungen Forum wahrnehmen konnte und die eine Tagung unter Novizen oder weniger erfahrenen Forschenden wie Praktikern besonders auszeichnen. Dass solche Effekte in den einzelnen Tracks am Freitag und Samstag ebenso erzielt werden konnten, ist wahrscheinlich, denn: Das Feedback des Plenums ist auf der Nachwuchstagung traditionell wohlwollend und nicht zerstörend, alle Anwesenden bemühen sich um echte Rückmeldungen und weniger um Co-Referate, und gleichzeitig wird den Referenten zugestanden, selbst in diesem inzwischen professionalisierten Tagungsrahmen Fehler zu machen. Insgesamt haben sich das Tagungsprogramm und die unterschiedlichen Angebote also einmal mehr bewährt; genauso kam die etwas kleinere Teilnehmerzahl (+/- 60 Teilnehmende) den Gesprächen eher zugute und das Rahmenprogramm ‚Bunte Republik Neustadt‘ hat für das Tüpfelchen auf dem I gesorgt. Als Nachwuchsvertreterin der GMW sage ich daher Danke nach Dresden und hoffe, dass sich für das nächste Jahr bald ein neuer Austragungsort findet/formiert. Denn das Junge Forum als kooperative Nachswuchsveranstaltung geht weiter, natürlich.

HRK-Positionspapier zu MOOCs im Kontext der digitalen Lehre

Weiterbildungsblog - Juni 24, 2014 - 19:44

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat heute Stellung bezogen: in Form eines kurzen Positionspapieres und eines längeren Readers (“Potenziale und Probleme von MOOCs - eine Einordnung im Kontext der digitalen Lehre”, 71 Seiten). Nun, ich bin kein hochschulpolitischer Insider, aber das Paket darf wohl als Gegenentwurf zu den “Zehn Thesen zur Digitalisierung der Hochschullehre” gelesen werden, die im Herbst vom CHE Centrum für Hochschulentwicklung verbreitet wurden. Dort die “schlafende Revolution”, hier, deutlich nüchterner, die “Potenziale und Probleme”.

Während sich die CHE-Thesen an den amerikanischen Entwicklungen orientieren und sich eine “Personalisierung” des Lehrens und Lernens auf der Grundlage von Learning Analytics vorstellen, wird in den HRK-Thesen erst einmal ein Gang zurückgeschaltet und an die Freiheit der Lehre erinnert. Denn MOOCs sind ressourcenintensiv, bauen auf fragwürdigen Finanzierungsmodellen auf und kommen, didaktisch wie rechtlich, mit mehr Fragen als Antworten daher. Einig sind sich beide Seiten in ihren jeweils letzten Thesen, die ich hier in der “weicheren” HRK-Version zitiere: “Die HRK empfiehlt den Hochschulen, sich unter Berücksichtigung dieser Aspekte strategisch zur Digitalisierung der Lehre zu positionieren.”

Unabhängig von dieser “Rahmung” bietet vor allem der Reader einen umfassenden Überblick zur MOOC-Diskussion, wie sie hierzulande aus Sicht der Hochschulen (!) geführt wird. Und wie sie ja im “Hochschulforum Digitalisierung”, dann mit allen beteiligten Parteien, fortgeführt wird.
Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Beschluss des 127. HRK-Senats, 24. Juni 2014

Evaluationsbericht zum VHS-MOOC „Wecke den Riesen auf“

Weiterbildungsblog - Juni 24, 2014 - 15:31

Zwischen September und November 2013 fand der vhsMOOC statt (”Wecke den Riesen auf!”). Es war ein klassischer cMOOC, mit über 700 Teilnehmern und dem Thema “Weblernen mit der VHS”. Die TU Kaiserslautern hat den MOOC begleitet und zum Start bzw. Abschluss des Kurses eine Online-Befragung durchgeführt. Neben den allgemeinen Angaben zur Zielgruppe finden sich im vorliegenden Evaluationsbericht (42 Seiten) auch Informationen über Medienkompetenz, Motivation und Erwartungen, Nutzung und Beteiligung sowie abschließende Empfehlungen. Zahlreiche Ergebnisse, obwohl in ähnlichen Zusammenhängen schon geschildert, regen das Nachdenken an. Zum Beispiel:

“Bezüglich der Ziele, die sich die Teilnehmenden des MOOC gesetzt hatten, gaben rund die Hälfte der Teilnehmenden an, diese nicht erreicht zu haben. Dem gegenüber gaben weniger als ein Drittel (28,9%) ihre Ziele teilweise oder vollständig erreicht zu haben […].  Als Ursache dafür, warum ein großer Teil der Teilnehmenden die Ziele nicht erreicht hat, wurde vor allem der Zeitaufwand und die nicht erfüllten Erwartungen identifiziert.” (S. 22)

“Im Gegensatz zur Angabe von hoher intrinsischer Motivation der Teilnehmenden war allerdings nur eine sporadische aktive Beteiligung am MOOC auszumachen.” (S. 28)
Matthias Rohs und Christoph Giehl, TU Kaiserslautern, Beiträge zur Erwachsenenbildung (Nr.2 ), 2014 (pdf)

TED: Lorrie Faith Cranor: What’s wrong with your pa$$w0rd? - Lorrie Faith Cranor (2014)

TEDTalk - Juni 24, 2014 - 15:04
Lorrie Faith Cranor studied thousands of real passwords to figure out the surprising, very common mistakes that users -- and secured sites -- make to compromise security. And how, you may ask, did she study thousands of real passwords without compromising the security of any users? That's a story in itself. It's secret data worth knowing, especially if your password is 123456 ...

Unternehmen lernen online – Corporate Learning im Umbruch

Weiterbildungsblog - Juni 23, 2014 - 18:38

Auch die Berater von Roland Berger nutzen die Gunst der Stunde, um Corporate Learning und die Digitalisierung zusammenzuführen. Das geschieht, indem das Online-Lernen als Antwort auf die aktuellen Herausforderungen vorgestellt wird, auf Zeit-, Globalisierungs- und Kostendruck. Und es wird als attraktives Wachstumssegment im Bildungssektor, nun ja, “gefeiert”. Nimmt man dann noch die Welle, die MOOCs losgetreten haben, wird daraus aus Sicht der Berater eine klare Botschaft.

Das ist der Vorspann dieses Strategiepapiers. Im zweiten Teil wird angedeutet, wie “Online-Bildung in Unternehmen …. die Spielregeln auf jeder der vier Stufen in der Wertschöpfungskette von Corporate Learning” verändert. Von der Ermittlung des Lernbedarfs bis zur Überprüfung der Wissensanwendung und Verhaltensänderung. Hier kommen dann Big Data und Learning Analytics ins Spiel und weitere interessante Details.

Ein kurzes Fazit: In dieser Studie fallen alle Begriffe, die heute die Diskussion um das Online-Lernen prägen, von Badges, über den Flipped Classroom bis zu Personal Learning Environments. Das ist weit mehr, als man gemeinhin von den großen Beratungshäusern erwarten darf. Dafür ist die empirische Basis vieler zentraler Trends sehr dünn bzw. sehr abstrakt (”der gesamte E-Learning-Markt … ist heute schon 91 Milliarden Dollar groß”!?). Wer zudem die Thesen zur Digitalisierung der Hochschullehre des CHE kennt, wird zentrale Botschaften wiederfinden, z.B.: “Die Zukunft liegt nicht in der kostenlosen Vermassung, sondern in der Personalisierung und Individualisierung von Bildung für das lebenslange Lernen.” Wie auch immer: Wer Argumente für die unternehmensweite Einführung von E-Learning 1.0 oder, besser noch, 2.0 benötigt, ist hier richtig.
Roland Berger Strategy Consultants, Mai 2014

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